Scan Cars: High-Tech-Parkkontrolle

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Die Digitalisierung der Wiener Parkraumüberwachung geht in die Praxisphase: Die Abteilung Parkraumüberwachung (MA 67) führt in Zusammenarbeit mit Wien Digital (MA 01) seit Anfang 2026 Testfahrten mit den sogenannten Scan Cars durch. Nach der europaweiten Ausschreibung werden die Systeme vor Ort erprobt und die Software speziell für Wien angepasst.

Testphase in den Außenbezirken

4 Scan Cars sind derzeit probeweise vor allem in weitläufigen Außenbezirken im Einsatz, unter anderem in den Bezirken 10, 11, 13 bis 19 und 21 bis 23. Während der Erprobung wird neben der Software-Funktionalität auch der Ablauf mit den Einsatzkräften abgestimmt. Schulungen für die Mitarbeiter*innen der MA 67 laufen parallel. Ziel bleibt ein planmäßiger Vollbetrieb gegen Ende 2026.

So funktioniert die Technik

Auf dem Fahrzeugdach montierte Sensoren erfassen Kennzeichen mittels optischer Zeichenerkennung (OCR) und gleichen sie in Echtzeit mit der entsprechenden Datenbank ab. Es erfolgt keine dauerhafte Speicherung der Kennzahldaten. Mögliche Verstöße werden der Parkraumüberwachung als Verdachtsmeldung übermittelt und von diesen vor Ort manuell überprüft. Damit sind datenschutzrechtliche Vorgaben gewahrt.

Entlastung statt Personalabbau

Die Scan Cars sollen die tägliche Kontrollarbeit in großen Flächenbezirken effizienter und ressourcenschonender machen. Die MA 67 rechnet damit, dass die Fahrzeuge den Mitarbeiter*innen spürbar Fußwege ersparen. Ein Personalabbau ist nicht vorgesehen. Freiwerdende Kapazitäten können gezielter in Bereichen mit hoher Stellplatzdynamik eingesetzt werden.

Ausblick

Die Testfahrten liefern die Grundlagen für Anpassungen und die weitere Einführung. Mit dem Einsatz der Scan Cars will Wien die Parkraumbewirtschaftung moderner, fairer und effizienter gestalten – ohne Abstriche beim Datenschutz und mit klarer Unterstützung für die vor Ort tätigen Kontrollkräfte.

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