Digital Days 2025

Großes Interesse am Haupttag der Digital Days 2025

Unter dem Motto „Der europäische Weg in der digitalen Welt: Resilient. Innovativ. Human.“ fand am 15. Oktober der Haupttag der diesjährigen Digital Days im Technischen Museum Wien statt.

Hunderte Besucher*innen aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft folgten der Einladung der DigitalCity.Wien. Beim großen Digitalisierungsfest der Stadt Wien konnten sie über Chancen, Verantwortung und Innovationen der Digitalisierung diskutieren.

Nachdem der Vormittag im Zeichen der Partner*innen Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds sowie der Wirtschaftsagentur Wien stand, wurde der Haupttag durch den Abgeordneten zum Wiener Landtag, Gemeinderat Benjamin Schulz und CIO Klemens Himpele offiziell eröffnet.

Abwechslungsreiches Programm im Technischen Museum

Die Besucher*innen, darunter zahlreiche Schulklassen, konnten viel erleben: Bei Paneldiskussionen von und mit Expert*innen des Wiener Digitalstandorts, in Workshops und auf der interaktiven Ausstellungsmeile „DigiStreet“.

Schüler*innen experimentieren

Workshop für Schüler*innen

Vertreter*innen der Verwaltung, von Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentierten neueste technologische Entwicklungen – von KI-gestützter Bürger*innen-Kommunikation über nachhaltige Daten-Infrastrukturen bis hin zu neuen Formen digitaler Bildung.

Ein zentrales Thema der diesjährigen Ausgabe war die digitale Souveränität von Städten und Verwaltungseinrichtungen im globalen Kontext.

Klemens Himpele, der CIO der Stadt Wien, betonte in der Paneldiskussion mit hochrangigen Vertreter*innen aus Forschung und Wirtschaft:

Digitale Souveränität ist einer der großen ungeklärten Begriffe und in vielen Fällen unscharf. Am Ende des Tages geht es jedenfalls darum, den Betrieb der eigenen Services für die Bürger*innen aufrechterhalten zu können.

Podiumsdiskussion

Paneldiskussion mit hochrangigen Vertreter*innen aus Forschung und Wirtschaft

Preisverleihung als feierlicher Abschluss

Den feierlichen Abschluss des Haupttages der Digital Days bildete wie gewohnt die Verleihung des Hedy-Lamarr-Preises der Stadt Wien. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr Georgia Avarikioti von der Technischen Universität Wien.

Die Digital Days fanden 2025 erstmals an 4 Tagen statt. In unterschiedlichen Formaten haben sie zum Ziel, Verwaltung, Digitalwirtschaft, Forschung sowie die interessierte Öffentlichkeit zu vernetzen, Trends aufzugreifen und zu diskutieren, um digitale Transformation nachhaltig zu gestalten. Koordiniert wird die Veranstaltung von der DigitalCity.Wien-Initiative, im Auftrag der Stadt Wien.

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DigitalCity.Wien

govcamp vienna bei den Digital Days 2025

Die Digital Days starteten im Jahr 2025 mit einer Premiere: Erstmals war das „govcamp vienna“ Teil des größten Digitalisierungsfestivals der Stadt Wien, das auf 4 Tage erweitert wurde. Die „Unkonferenz“ ohne fixe Agenda, eröffnete am 13. Oktober das Festival.

Das Interesse war groß. Fast 100 Personen kamen in „das forum“, dem Klima- und Innovationsforum der Stadt Wien, um dieses neue Format im Rahmen der Digital Days hautnah mitzuerleben.

Beim „govcamp vienna“, das die Stadt bereits seit dem Jahr 2011 betreibt, gibt es weder eine Agenda, noch fixe Themen oder Sessions. All das wird vor Ort von den Teilnehmenden selbst bestimmt.

Mit dabei waren auch wieder bewährte Partner*innen wie das BRZ, der Chaos Computer Club, Dialog Plus, die Donau Universität Krems und UIV Urban Innovation Vienna.

Zentrale Frage: Zukunftsgestaltung mit Digitalisierung und KI

Im Zentrum stand heuer eine Frage, die die Stadt Wien und ihre Partner*innen aus der Digitalwirtschaft und Forschung intensiv beschäftigt. Wie können Digitalisierung im Allgemeinen und Künstliche Intelligenz im Speziellen die Menschen dazu befähigen, ihre Zukunft selbst zu gestalten? Und daran anschließend: Wir kann die Stadt Wien den Digitalen Humanismus trotz der rasanten technologischen Entwicklungen weiterhin ins Zentrum ihrer Überlegungen rücken?

Wie sehr diese Themen die Bürger*innen bewegen, zeigte sich deutlich beim „govcamp vienna“. 10 verschiedene Diskussionsforen, genannt Sessions, wurden auf die Agenda gesetzt:

  • Führung durch KI verbessern
  • Digitalisierung und Diversität: Wie gestalten wir Teilhabe an Bildung, Gesundheit und Sozialem?
  • Wie viel Schutz braucht die EU? Eine geopolitische Diskussion rund um Drohnen, Industrie, Infrastruktur
  • Was ist, wenn KI underhyped ist?
  • Smart Learning Design: Schulungen für KI-Kompetenzen entwickeln
  • gv.at als Quelle. Maschinenlesbare Inhalte, Contentproduktion und KI, Fake News
  • KI-Rechte und -Pflichten: Ethische Aspekte im Kontext der Digitalisierung
  • EPU: Technik, Rechtliches, Vorbereitung und Umsetzung
  • Digitale Gemeingüter für Souveränität und gegen Tech-Feudalismus
  • Knowledge Gap und KI: Über welches KI-Basiswissen sollte heute jede*r verfügen? Wie sieht die Realität aus? Wie schließt man die Wissenslücken?

Bei den Digital Days handelt es sich um die Jahreshauptveranstaltung der DigitalCity.Wien. Die gemeinnützige Initiative hat zum Ziel, die Verwaltung mit der Digitalwirtschaft, Wissenschaft und breiten Öffentlichkeit zu vernetzen, um Wien zur digitalen Hauptstadt zu machen. Koordiniert wird die DigitalCity.Wien von UIV Urban Innovation Vienna.

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DigitalCity.Wien

Community-Tag bei den Digital Days

Neue Technologien auf dem Prüfstand

Der 2. Tag der diesjährigen Digital Days stand im Zeichen der Community. Dutzende Partner*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft kamen am 14. Oktober 2025 in „das forum“, um einen Tag lang die neuesten technologischen Entwicklungen kennenzulernen, auszuprobieren und auch um sie zu hinterfragen.

Rund 130 Besucher*innen folgten der Einladung der DigitalCity.Wien, die das Digitalisierungsfestival im Auftrag der Stadt Wien konzipiert und organisiert. Geboten wurde ein vielfältiges Programm rund um Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, Cyberabwehr, digitale Bildung und Quantenkommunikation.

Gruppe Menschen bei Tagung

Es fanden unter anderem Workshops zu den Themen KI und digitale Sicherheit statt.

Zukunftsthemen der Stadt

Am Vormittag standen Workshops zu Ethik und Nutzen von KI-Use-Cases, Cybercrime, Voicebots in der Verwaltung und KI in der Bildung auf dem Programm. Außerdem wurde mit „WienKI“ ein zentrales und innovatives Zukunftsthema der Stadt Wien im Red-Hat-Workshop präsentiert und diskutiert.

Nachmittags folgten Sessions zu Resilienz und digitaler Sicherheit, generativer KI gegen Fachkräftemangel und Digital Signage & AI.

Ein absolutes Highlight des Community-Tags war der Vortrag von Rupert Ursin, Quantenphysiker und CEO der zerothird GmbH, der Einblicke in das Zukunftsthema Quanten-KI und Quantenkommunikation gab. Darauf folgte eine regen Diskussion der Teilnehmenden.

Austauschen, Lernen, Mitgestalten

Der Community-Tag bietet alljährlich Raum, aktuelle Projekte kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Mitarbeitende aus verschiedenen Magistratsabteilungen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Interessierte aus der Öffentlichkeit bringen ihre Erfahrungen ein – von der Theorie bis zur praktischen Umsetzung.

Der Tag schloss mit einem gemeinsamen Ausklang mit Blick über Wien ab und bot gute Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre das Gehörte gemeinsam zu reflektieren und den inspirierenden Tag nachwirken zu lassen.

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DigitalCity.Wien

Digital Days: nächste Generation

Am 4. und letzten Tag der Digital Days 2025 ging es um die nächste Generation. Die DigitalCity.Wien will mit dem großen Digitalisierungsfest der Stadt Wien neben Personen der Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft auch junge Menschen für Digitalisierung begeistern und für digitale Spannungsfelder sensibilisieren. Das ist der Stadt ein wichtiges Anliegen, denn sie schreibt Digitalen Humanismus groß. Gelingen kann das nur, wenn junge Menschen dafür begeistert werden und wenn man ihnen zuhört und von ihnen lernt.

Workshops

So haben sich im Klima & Innovationsforum der Stadt Wien am 16. Oktober etwa 200 Schüler*innen eingefunden, um im Rahmen von Workshops die neuesten Technologien kennenzulernen und zu diskutieren.

Schüler*innen an einem großen Tisch, ein Mädchen zeigt auf

Mit viel Begeisterung und Schwung ging eine spannende und lehrreiche Woche der Digital Days zu Ende.

Vor den Augen von Magistratsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Müller brachte etwa die TU den Schüler*innen näher, wie neurale Netzwerke funktionieren, die hinter jedem KI-Sprachmodel stehen.

Das Future Learning Lab zeigte 2 Volkschulklassen, welche Potenziale in der KI stecken. Spielerisch wurden KI-Geschichten und Songs geschrieben, rund um Themen, die den Volkschüler*innen am Herzen lagen.

Schüler*innen lachen

Spielerisch den Umgang mit KI lernen

Vertreter*innen der FH Technikum ließen Drohnen fliegen und machte Webdesign und KI-Videoerkennung greifbar.

Neben den Workshops gab es auch eine Mini-Messe, die den Tag der Schüler*innen ergänzte. DXC erstellte KI-Videos, das Future Learning Lab zeigte, wie man eine Nähmaschine „programmieren“ kann und Ikarus sensibilisierte für das wichtige Thema Cybersicherheit.

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DigitalCity.Wien

Hedy-Lamarr-Preis 2025

Der 8. Hedy-Lamarr-Preis der Stadt Wien für herausragende Leistungen von Frauen in Österreich im Bereich der Informationstechnologie geht an Georgia Avarikioti von der Technischen Universität Wien.

Der Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien betont die Rolle und Bedeutung von Frauen in der IT-Branche. Namensgeberin ist die in Wien geborene Hollywood-Schauspielerin und Wissenschaftlerin Hedy Lamarr. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung, vorgenommen von Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál sowie von Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler, war der krönende Abschluss des Haupttages der Digital Days 2025 im Technischen Museum Wien.

1 Mann und 3 Frauen auf eine Bühne

Preisverleihung im Rahmen der Digital Days 2025

Kandidatinnen

Eine unabhängige Fachjury hatte Avarikioti als Siegerin bestimmt. Weitere nominierte Kandidatinnen waren:

  • Karen Azari, Universität Wien
  • Anna Beer, Universität Wien
  • Lisette Espin-Noboa, Complexity Science Hub Wien
  • Anela Lolic, TU Wien
  • Andrea Ortiz Jiminez, TU Wien
  • Maria Wimmer, VRVis

Gewinnerinnen Digital Girls Hackathon

Vor der Verleihung des Hedy-Lamarr-Preises wurden auch die Gewinnerinnen des diesjährigen Digital Girls Hackathon Wien geehrt, bei dem Schülerinnen der 2. und 3. Klasse Unterstufe im Bereich „Programmieren zu einem Nachhaltigkeitsthema“ gegeneinander angetreten sind und Applikationen entwickelt haben.

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Hedy-Lamarr-Preis – Digital.City Wien

Nominierung für den eAward25

Wiener Informationsplattform zur Kindergartensuche im Rampenlicht

Die Stadt Wien setzt erneut ein Zeichen in Sachen Digitalisierung und Bürger*innen-Nähe: Die Informationsplattform zur Kindergartensuche wurde für den eAward25 nominiert. Diese Auszeichnung würdigt Projekte, die mit innovativen digitalen Lösungen einen echten Mehrwert bieten – und genau das leistet die Plattform, die Familien in Wien bei der Suche nach den passenden Kindergärten, Kindergruppen, Tageseltern beziehungsweise Horten unterstützt.

Eine zentrale digitale Anlaufstelle

Für viele Eltern beginnt mit der Suche nach einem geeigneten Standort eine oft mühsame Recherche: Welche Bildungseinrichtungen gibt es im eigenen Bezirk? Welche Angebote und Schwerpunkte stehen zur Verfügung? Ist die Einrichtung privat, städtisch, inklusiv oder barrierefrei? Die Informationsplattform der Stadt Wien bündelt alle relevanten Daten an einem Ort und erleichtert damit die Entscheidungsfindung erheblich: Kindergärten, Kindergruppen, Tageseltern und Horte suchen

Eltern können gezielt nach individuellen Kriterien filtern, etwa nach Alter („ab 0 Jahren“), nach Barrierefreiheit, nach Freiflächen oder nach Trägerform. Eine integrierte Karte hilft dabei, schnell und übersichtlich passende Einrichtungen in der Nähe zu finden. Die Plattform macht zudem transparent, ob eine Einrichtung privat oder städtisch geführt wird und ermöglicht eine direkte Kontaktaufnahme.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der barrierefreien und inklusiven Ausrichtung. Filter wie „barrierefreier Zugang“ oder „Mehrsprachigkeit“ ermöglichen es, auch auf spezielle Bedürfnisse einzugehen. So wird der Zugang zu Informationen für alle Eltern – unabhängig von individuellen Herausforderungen – deutlich erleichtert.

Warum diese Nominierung wichtig ist

Die Nominierung für den eAward25 ist weit mehr als eine Anerkennung technischer Exzellenz. Sie unterstreicht die Bedeutung von Digitalisierung mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert:

  • Digitalisierung mit Sinn: Die Plattform erleichtert den Familienalltag spürbar und ist kein Selbstzweck.
  • Gleichberechtigter Zugang: Insbesondere Familien, die mit digitalen Systemen weniger vertraut sind, profitieren von der einfachen und transparenten Bedienung.
  • Innovation im öffentlichen Dienst: Die Plattform zeigt, wie moderne Verwaltungslösungen aussehen können – smart, serviceorientiert und am Menschen ausgerichtet.

Die Aufmerksamkeit rund um die Nominierung stärkt das Bewusstsein, dass eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur im Bildungsbereich längst kein „Nice to have“ mehr ist, sondern zur Grundausstattung moderner Städte gehört. Der Erfolg der Wiener Informationsplattform ist auch der engagierten Arbeit der Teams von Wien Digital (MA 01), Stadt Wien – Kindergärten (MA 10) sowie Stadt Wien – Kommunikation und Medien (MA 53) zu verdanken.

5 Personen mit Urkunden

Das Team der Stadt Wien

Die Nominierung für den eAward25 zeigt eindrucksvoll: Mit durchdachten digitalen Angeboten kann die öffentliche Verwaltung das Leben der Bürger*innen nachhaltig verbessern und so einen Beitrag zu einer familienfreundlichen, inklusiven und modernen Stadt leisten.

Digitale Werkzeuge für die Demokratie

Am 19. und 20. September 2025 fand in Wien das Lernforum Digital Tools4Democracy statt, ein 2-tägiges Format, das engagierte zivilgesellschaftliche Organisationen mit Entwickler*innen, Forscher*innen und Digital-Expert*innen zusammenbringt. Ziel war es, die Chancen digitaler Werkzeuge aktiv für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte nutzbar zu machen. Die Veranstaltung bot ein breites Spektrum an Workshops, Diskussionen und Praxisbeispielen – von der Bekämpfung von Desinformation über Beteiligungsplattformen bis hin zu neuen Formaten im Metaverse.

Die Eröffnung der Workshops am zweiten Veranstaltungstag erfolgte durch Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien. In seiner Begrüßung stellte er die Veranstaltung in den größeren Rahmen der Digitalen Agenda Wien 2030:

Wir wissen, dass Digitalisierung für die Demokratie sowohl Herausforderung als auch Chance ist. Wien verfolgt mit der Digitalen Agenda das Ziel, Technologien im Sinne der Menschen einzusetzen – für Transparenz, Teilhabe und eine resiliente Stadtgesellschaft. Digital Tools4Democracy ist ein Beispiel dafür, wie wir gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Forschung und Wirtschaft diesen Anspruch umsetzen können.

Damit wurde deutlich: Wien versteht Digitalisierung nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel, um Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Die Digitale Agenda Wien 2030 formuliert dabei klare Zielsetzungen, die durch Digital Tools4Democracy unterstützt werden:

  • Digitale Teilhabe ermöglichen und Zugänge für alle Menschen sicherstellen
  • Transparenz und Vertrauen in digitale Prozesse stärken
  • Digitalen Humanismus als Leitbild verankern und Werte wie Vielfalt, Respekt und Menschenrechte in den Mittelpunkt stellen
  • Innovation für das Gemeinwohl fördern und Kooperationen zwischen Stadt, Zivilgesellschaft und Wirtschaft ausbauen

Das Lernforum hat diesen Anspruch greifbar gemacht: Digitale Werkzeuge wie Fakten-Check-Portale, Beteiligungsplattformen oder KI-basierte Lösungen gegen Hass im Netz wurden präsentiert und gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen diskutiert. Besonders wertvoll war dabei der partizipative Charakter: Nicht nur technische Lösungen, sondern auch Bedarfe und Perspektiven aus der Praxis wurden zusammengeführt.

Das Fazit der Veranstaltung: Digitalisierung kann Demokratie gefährden – oder sie wirksam stärken. Wien setzt darauf, dass zweiteres gelingt.

Organisiert und ermöglicht wurde Digital Tools4Democracy durch die Initiative ProEuropeanValuesAT, in Kooperation mit der Urban Innovation Vienna GmbH, dem Haus der Europäischen Union sowie zahlreichen Partnerorganisationen aus Zivilgesellschaft, Forschung und Medien.

60. OGD-Phase

Mit der 60. OGD-Release am 26. September 2025 gingen neue Datensätze online, gleichzeitig wurden – wie vorangekündigt – Datensätze der MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik gelöscht. Eine Auflistung aller neuen Datensätze sowie der Änderungen findet sich im Changelog.

Neuer Webauftritt der Stadt Wien

Übersichtlichkeit, leichte Bedienbarkeit auf unterschiedlichen Geräten, technische Erneuerung mit flexiblem Content-Modell, Erweiterbarkeit, hohe Verfügbarkeit und Performance waren die Hauptziele des großen Projektes zum Relaunch von wien.gv.at.

Bürgermeister Michael Ludwig:

Als Digitalisierungshauptstadt sind wir Vorreiterin bei digitalen Service-Angeboten der Stadtverwaltung für Wiener*innen. Digitalisierungsprojekte dürfen aber nie Selbstzweck sein, sondern müssen der Bevölkerung einen konkreten Nutzen bringen. Die Adresse wien.gv.at steht seit 1995 für Verlässlichkeit, Vertrauen, Qualität und Sicherheit. Der jetzige Relaunch bringt die Website optisch und technisch auf ein ganz neues Level, weil er die Bedürfnisse der Bevölkerung vollständig in den Mittelpunkt stellt. Die Wiener*innen kommen schneller zu ihren Informationen und die Stadtverwaltung kann ihre Leistungen noch gezielter zur Verfügung stellen. Das spart den Wiener*innen viel Zeit, die Qualität der Informationen steigt und die Verwaltung kann effizienter arbeiten, was langfristig auch Geld in der Struktur spart. Die neue Website ist auch ein Impuls für den Wiener Wirtschaftsstandort, weil viele Wiener Unternehmen an diesem Projekt mitgewirkt haben.

Aus 3 mach 1

Inhalte aus dem abgelösten Content-Management-System (CMS) vieW4 sowie Teile aus Liferay und WordPress wurden in ein neues CMS überführt. Insgesamt wurden rund 15.000 Seiten mit einem eigens entwickelten Import-Werkzeug migriert und überarbeitet.

Bei der Vielzahl an Redakteur*innen und der Komplexität der Inhalte war es auch wichtig, die Redakteur*innen in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und die Abläufe zu erleichtern. Die redaktionelle Arbeit wurde daher in einem „Zentralen Content Management Hub“ gebündelt. Damit müssen Aktualisierungen nur noch an einer Stelle und nicht in mehreren „Content-Silos“ vorgenommen werden. Das bedeutet, wenn es zum Beispiel zu einer Aktualisierung von Öffnungszeiten im Stadtgesundheitszentrum kommt, dann müssen diese nur noch an einer Stelle geändert werden und überall, wo diese Öffnungszeiten eingebunden sind, kommt es zu einer automatischen Aktualisierung.

An wien.gv.at hängen außerdem rund 300 Applikationen – unter anderem die Veranstaltungsdatenbank. Durch die neue Technologie ist ein „API-first-Ansatz“ grundsätzlich vorhanden und es sind somit „native“ Mobile Apps möglich.

Open Shift und Cloud

Beim neuen Webauftritt hat sich die Stadt für das gleiche technische Setting entschieden wie bei der WienKI – dafür wurde der Stadt Wien der Innovation of the Year Award von Red Hat zugesprochen: Red Hat Innovation Award für Stadt Wien – Digitales Wien.

Die Website selbst wird in einem Open Shift Cluster betrieben, der seinerseits in der Cloud läuft. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, diese Technologie bei Bedarf auf anderen Systemen zu betreiben.

Diese Lösung ermöglicht es der Stadt, dynamisch auf erhöhte Zugriffszahlen zu reagieren, sei es bei Wahlen oder in Krisenzeiten. Die Cloud bietet geo-redundante Infrastruktur, automatische Recovery-Mechanismen und weltweite Verfügbarkeit. Dadurch wird sichergestellt, dass die Website auch in kritischen Momenten erreichbar bleibt.

Feedback

Die Test-Community der Stadt Wien besteht aus über 1.400 Bürger*innen aller Altersgruppen, die regelmäßig Feedback zu digitalen Services wie wien.gv.at, dem WienBot oder der Stadt Wien App geben. Mit ihnen gemeinsam wird die Seite laufend weiterentwickelt.

Feedback zum Relaunch von wien.gv.at ist immer willkommen – unter redaktion@wien.gv.at oder auf www.wien.gv.at/relaunch.

Open Source Hub Vienna eröffnet

Am 15. September 2025 wurde der Open Source Hub Vienna, ein neues Zuhause für digitale Innovation, offiziell eröffnet. Damit wurde ein Zeichen für die Zukunft der offenen Technologien in Wien gesetzt.

Die Eröffnungsveranstaltung, initiiert von der Wirtschaftsagentur Wien und realisiert mit der FH Technikum Wien, war ein Treffpunkt für Unternehmen, Forschung, Verwaltung und technikbegeisterte Bürger*innen.

Zentraler Anlaufpunkt für Innovation

Mit dem neuen FIWARE iHub entsteht ein zentraler Ort für alle, die an Open Source, digitaler Innovation und nachhaltigen Geschäftsmodellen interessiert sind. Der Hub fördert nicht nur den Austausch von Wissen und Best Practices, sondern macht Projekte sichtbar und beschleunigt den Einsatz zukunftsweisender Open-Source-Technologien. Ziel ist es, die digitale Souveränität Wiens zu stärken und internationalen Anschluss an die rasante Entwicklung im Open-Source-Bereich zu halten.

Vielfältiges Programm zum Auftakt

Impuls-Geber*innen aus Forschung, Verwaltung und Wirtschaft, darunter Prof. Dr. Haydar Mecit von der Hochschule Bochum, gaben bei der Eröffnungsveranstaltung spannende Einblicke in die Bedeutung von Open Source für Sicherheit, Innovationskraft und Unabhängigkeit. Zudem gab es eine Präsentation der NEC Labs, die ein KI-Modell vorstellten, das das Risiko für Landminen-Verseuchung in Kambodscha vorhersagen kann. Praxisnahe Beispiele zeigten, wie Digital Twins und die Visualisierung von Echtzeitdaten eine entscheidende Rolle bei der Transformation von Energie und Mobilität spielen.

Netzwerken und Community-Aufbau

Als offizieller FIWARE iHub wird der Open Source Hub Vienna künftig regelmäßig Workshops und Schulungen veranstalten, um Unternehmen und Entwickler*innen den Einstieg in FIWARE zu erleichtern. Mit der neuen Open-Source-Landkarte, entwickelt von der FH Technikum Wien gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur, wird die bunte Vielfalt der Open-Source-Aktivitäten in Wien transparent und zugänglich.

Ausblick: Kommende Highlights 2025

Die Open-Source-Community darf sich auf eine Reihe bedeutender Veranstaltungen freuen, darunter:

Weitere Infos und die Möglichkeit sich zu vernetzen, finden Interessierte auf der Website der Open Source Innovation Hubs.

Erstellt mit Unterstützung von KI