Grün, wenn es gebraucht wird

Intelligente Ampeln erhöhen den Komfort für Zufußgehende und Radfahrende, indem sie Wartezeiten an signalgeregelten Kreuzungen reduzieren. Anders als herkömmliche Anlagen reagieren sie nicht ausschließlich auf fixe Schaltprogramme oder manuelle Drucktaster, sondern erkennen selbstständig, ob eine Querung tatsächlich beabsichtigt ist.

Möglich wird dies durch ein von der Technischen Universität Graz und der Abteilung Wien leuchtet (MA 33) entwickeltes System. Mithilfe spezieller Sensorik und Künstlicher Intelligenz analysiert die Anlage Bewegungsmuster im Bereich von Zebrastreifen. So kann unterschieden werden, ob Personen die Fahrbahn queren möchten oder sich lediglich im Gehsteigbereich aufhalten.

Wird ein Querungswunsch erkannt, erfolgt die Anmeldung zur Grünphase automatisch. Das ersetzt – wo vorhanden – den manuellen Druck auf einen Taster und sorgt dafür, dass Grün genau dann geschaltet wird, wenn es benötigt wird.

Anpassung an reale Bedürfnisse

Ein weiterer Vorteil der intelligenten Ampeln liegt in ihrer Fähigkeit, flexibel auf unterschiedliche Verkehrssituationen zu reagieren. Je nachdem, ob einzelne Personen oder größere Personengruppen erfasst werden, kommen unterschiedlich lange, vordefinierte Grünzeiten zum Einsatz.

Die neueste Systemgeneration geht noch einen Schritt weiter: Sie erkennt auch Rollstuhlfahrer*innen, Personen mit Gehhilfen oder Kinderwagen. In solchen Fällen schaltet die Ampel automatisch längere Grünphasen, um eine sichere und stressfreie Querung zu ermöglichen. Damit wird Barrierefreiheit nicht nur mitgedacht, sondern aktiv unterstützt.

Ampelmast mit Kamerasensor

Spezielle Sensorik am Ampelmast

Datenschutz hat Priorität

Der Einsatz moderner Sensorik wirft verständlicherweise Fragen zum Datenschutz auf. Hier ist klar festzuhalten: Die technischen Einrichtungen dienen ausschließlich der Erkennung von Bewegungsmustern. Eine Personenüberwachung ist nicht möglich. Sämtliche Daten werden direkt vor Ort verarbeitet und anschließend sofort gelöscht. Eine Speicherung oder Weitergabe personenbezogener Daten findet nicht statt.

Schrittweise Umsetzung in Wien

Die Digitale Agenda Wien legt einen Schwerpunkt auf eine nachhaltige und lebenswerte Stadt. Ein zentrales Ziel ist dabei die weitere Stärkung des Umweltverbunds, zu dem der öffentliche Verkehr sowie das Zu‑Fuß‑Gehen und Radfahren gehören.

Seit der Veröffentlichung der Digitalen Agenda Wien im Sommer 2024 wird der Einsatz intelligenter Ampeln kontinuierlich ausgebaut. Bis Ende 2025 wurden 28 Anlagen errichtet. Auch in Zukunft soll diese Technologie gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den größten Mehrwert für den Umweltverbund bietet.

Dieser Text wurde mit Unterstützung einer KI erstellt.