Digitalisierung und Verwaltung

Wien gibt Raum – Digitalisierung des Öffentlichen Raumes

Die Stadt Wien hat 2018 im Rahmen des Projekts „Wien gibt Raum“ die Digitalisierung des öffentlichen Raums abgeschlossen und besitzt nun eine extrem genaue (maximal 10 cm Messabweichungen), dreidimensionale digitale Version unserer Stadt. Diese vermessungsgenauen Bilddaten sind gemeinsam mit anderen Geodaten für die Planung und Verwaltung der Stadt zentral, und ermöglicht Services für Bürgerinnen und Bürger einfacher und bequemer
zu machen.Dieses neue, im Planungsressort von Vizebürgermeisterin Vassilakou realisierte Datenset bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Es ermöglicht die Stadt virtuell zu begehen, zu vermessen und Planungen zu visualisieren. Eines der ersten Anwendungsbeispiele ist die Schanigartenbewilligung.

In der BETA-Phase nutzt die Stadt Wien die Geodaten intern für die Bewilligung von Anträgen und für die Digitaliserung von Objekten im öffentlichen Raum. Dabei wird nach und nach der gesamte Antragsprozess digitalisiert – statt dem Sammeln von Informationen und Bescheiden in einer dicken Mappe, kann dann alles digital abgewickelt und gespeichert werden. Vor-Ort-Kontrollen können in Zukunft teilweise vom Schreibtisch aus erledigt werden bzw. die Zahl der Beamtinnen und Beamten, die weite Wege zurücklegen müssen, wird massiv reduziert.Im Laufe des Jahres 2019 wird an der Freigabe der dreidimensionalen Bilddaten im Zuge der Open Government Data Initiative der Stadt Wien gearbeitet. Die Daten könnten dann beispielsweise für KI-Anwendungen (Künstliche Intelligenz) wie Deep Learning im Zuge von Bilderkennung oder als Trainingsdaten für autonomes Fahren eingesetzt werden.Zu den Daten: An 70 Tagen im Zeitraum September 2017 bis Mai 2018 wurden im Stadtgebiet 7.000 km mit mobilen Vermessungsautos befahren. Dabei entstanden 90 TB an Daten – insgesamt 34 Mio. Einzelbilder, die zu einem großen, dreidimensionalen Abbild der Stadt verrechnet wurden, bei dem jedem Bildpunkt präzise Koordinaten mit max. 10 cm Messabweichung zugeordnet sind.

Wien gibt Raum

 

Daten als Grundlage für Planung, Beteiligung und Verwaltung

Daten sind die Grundlage für die Digitalisierung. Die Stadt Wien hat im Zuge der Digitalisierung viele Daten gesammelt und verfügt nun über einen wertvollen Datenschatz und hat sich mit OGD (=Open Government Data) verpflichtet, Teile davon kostenlos für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Open Government Data sind Verwaltungsdaten, die im Interesse der Allgemeinheit ohne jede Einschränkung frei zugänglich gemacht werden. Daraus entstehen etwa mobile Apps und Anwendungen, mit der sie über Sprachsteuerung erfragen können, wie viele Fahrräder an einer bestimmten City Bike Station noch frei sind – alles mit Daten der Stadt Wien.Natürlich sind all jene Datenbestände des öffentlichen Sektors ausgeschlossen, deren Veröffentlichungen nicht im Interesse öffentlicher Belange liegen, die geheim gehalten werden sollen beziehungsweise die personenbezogene Daten sowie Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse beinhalten, so dass einer Freigabe ohne Rücksprache mit den Betroffenen nicht stattgegeben werden darf.

 

Behördenwege digitalisieren und damit für die Menschen einfacher machen

Mit dem digitalen Service mein.wien will die Stadt Wien das Leben der Wienerinnen und Wiener erleichtern und gleichzeitig die öffentliche Verwaltung effizienter und schneller gestalten. Das bedeutet konkret, dass Behördenwege vereinfacht und digitalisiert werden.Auf den Erfahrungen aufbauend hat sich die Stadt Wien in den vergangenen Monaten mit zwei zentralen Wünschen der Community beschäftigt: „Was tut sich neues in meinem Grätzl?“ und „Meine Behördenwege“. Diese beiden Anliegen wurden zu einem Service verbunden.

mein.wien