DigiPol gewinnt eAward 2024

Das Projekt „DigiPol – Digitale Politik in Wien“ wurde am 1. Oktober 2024 mit dem österreichischen Wirtschaftspreis eAward 2024 ausgezeichnet. Das Projekt zur Prozess-Digitalisierung der politischen Gremien in Wien erreichte in der Kategorie „Zusammenarbeit und Organisation“ unter 10 Nominierungen den 2. Platz.

Team DigiPol: Dominik Doppler, Kurt Fuschlberger, Margarethe Soukup, Peter Reichl, Gunnar Graf,  Alexander Matuschka und Thomas Leiss

Das Projekt

DigiPol stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer transparenten und digitalen Verwaltung dar:

  • Dokumente (Anträge, Entwürfe für Ausschüsse, Gemeinderats- oder Landtagssitzungen et cetera) können zeit- und ortsunabhängig am PC, Tablet oder Smartphone abgerufen werden
  • Anträge können elektronisch erstellt und mittels ID Austria unterzeichnet werden. Das erhöht die Nachvollziehbarkeit und macht Anträge schneller verfügbar.
  • Sitzungen werden digital verwaltet, Abstimmungsergebnisse direkt dokumentiert und Beschlüsse lückenlos digital kundgemacht.

Die Vorteile

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Ressourcenschonung: Vor der Einführung von DigiPol wurden jährlich rund 150.000 Seiten Papier für die Gemeinderats- und Landtagssitzungen gedruckt.

Auch der Zeitgewinn ist enorm – wurden früher Akten von A nach B „getragen“ und zur Vidende vorgelegt, ist mit DigiPol alles digital. Die sichere Speicherung der Daten erfolgt im Rechenzentrum der Stadt Wien.

Entstehungsgeschichte

Als 2019 der Auftrag kam, den nächsten Schritt in Richtung Digitalisierungshauptstadt zu machen, konnte sich so mancher unter dem Arbeitstitel „DigiPol“ noch nicht viel vorstellen. Die Erklärung „Digitalisierung politischer Prozesse“ war allen klar. Wie man auch digital dorthin kommt, war aber für ein damit einhergehendes Prozess-Management noch etwas unklar.

Graz hatte damals schon Expertise unter den österreichischen Städten und war damit ein guter Trendsetter für die Wiener Projekt-Architektur. In Zeiten von Corona waren die Projekt-Fortschritte etwas kleiner. Im Juni 2024 konnte dann aber offiziell der erfolgreiche Projekt-Abschluss besiegelt werden. Wien hat mit seinem Projekt DigiPol österreichweit einen Maßstab gesetzt, an dem sich in der Zwischenzeit Graz und auch Linz orientieren.

Nähere Details zum Projekt

 

2. Platz für das Wiener Klimateam

Das Wiener Klimateam wurde am 26. September 2024 bei einer feierlichen Preisverleihung in Graz mit dem 2. Platz des K3-Preises in der Kategorie „Bürger:innen-Preis der KLIMA ARENA“ ausgezeichnet. Dieser wird an Kommunikationsformate aus Alltag und Arbeitswelt, Kommune, Gemeinde und Nachbarschaft vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Tijana Matic und Katharina Schwarzfurtner-Lutnik vom Wiener Klimateam nahmen den Preis in Graz entgegen. Anschließend stellten sie das Klimateam vor und gaben einen Einblick, warum Beteiligung, Klimaschutz und die Grätzlarbeit so wichtig sind.

Der K3-Preis beschäftigt sich mit der zentralen Frage, wie Menschen durch Kommunikation für Klimaschutz begeistert und aktiviert werden können. Im Mittelpunkt steht die „gute Klimakommunikation“. Der K3-Preis wurde bereits zum 4. Mal in Graz an Projekte aus Medien, Kommunen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft vergeben und ist mit insgesamt 14.000 Euro dotiert.

Eingereicht werden kann in den Kategorien „Klimajournalismus“, „Eunice-Foote-Preis für Klimakommunikation“ und „Bürger:innen-Preis der KLIMA ARENA“. In der letzten Kategorie hat sich auch das Wiener Klimateam beworben und sich gegen 100 Projekte aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz durchgesetzt.

Weiterführende Informationen

Interview mit Projektleiterin Wencke Hertzsch

Workshop zum Value-Based Engineering

Gelebter Digitaler Humanismus: Stadt-Expert*innen liefern wertvolle Impulse zur weiteren Verbesserung von mein.wien.

Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Sie soll praktische Lösungen bieten, die den Alltag der Bürger*innen verbessern. Digitale Systeme haben aber gewollte und ungewollte Auswirkungen auf grundlegende Werte und Rechte der Nutzer*innen und anderer Beteiligter. Hier gilt es bewusst zu entscheiden, wie das Portal mein.wien in Zukunft noch besser am Digitalen Humanismus ausgerichtet werden kann. Dabei stehen folgende Fragen im Fokus: Was sollte man tun, weil es den Bürger*innen einen Nutzen stiftet und was sollte man lassen, weil der Nutzen zu gering ist?

Genau diese ethische Bewertung wird derzeit für mein.wien durchgeführt. Grundlage dafür ist die weltweit anerkannte Norm ISO/IEEE 7000. Dieses „Value-based Engineering“ (VBE) wurde unter anderem von Univ. Prof. Dr. Sarah Spiekermann (WU Wien) entwickelt und von allen großen internationalen Instituten übernommen. Dieser Standard ermöglicht eine tiefe ethische Analyse von Werten, die für die Wiener*innen rund um mein.wien von Bedeutung sein können.

Analyse aus ethischer Sicht

Die ethische Ausrichtung digitaler Systeme ist in der Digitalen Agenda der Stadt Wien festgehalten. Ein zentrales System ist mein.wien, der digitale Begleiter der Wiener*innen.

In einem 3-tägigen Workshop wurden daher der Einstieg in mein.wien, die Verwaltung der eigenen Daten und die Nutzung von Amtswegen aus ethischer Sicht analysiert. Danach wurden identifizierte Werte wie Gleichheit, Würde oder Fairness in System-Anforderungen übersetzt. Diese dienen wiederum als Leitfaden für zukünftige technische Optimierungen. Dieser Ansatz stellt eine weitere konkrete Umsetzung des Digitalen Humanismus dar.

Die partizipativen Workshops des Projekts fanden Anfang Oktober 2024 im „das forum“ der Urban Innovation Vienna statt. Sie wurden von Klemens Himpele, Chief Information Officer der Stadt Wien, eröffnet. Moderiert wurden die Workshops von 3 durch Austrian Standards zertifizierten Beratern: Mario Tokarz, Soner Bargu und Martin Giesswein. Mehr als 15 Stadt-Expert*innen erarbeiteten in 3 Tagen circa 200 mögliche Werte-Konstellationen als Grundlage für weitere digitale Schritte bei mein.wien.

Beteiligt waren unter anderem Vertreter*innen der Helfer Wiens, der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten, der MA 13, des Fachbereichs Datenschutz, E-Government und Informationsrecht der MA 63, des Fonds Soziales Wien, der Magistratsdirektion, des Wiener Gesundheitsverbundes und der Wiener Kinder- und Jugendhilfe der MA 11 sowie das zuständige Team der MA 01 rund um Nina Neuberger.

Digital Days 2024

Die Digital Days 2024 finden von 22. bis 24. Oktober 2024 im Technischen Museum Wien und im das forum, dem Klima- und Innovationsforum der Stadt Wien, statt. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Partizipation, digitale Demokratie und Künstliche Intelligenz. Die Digital Days bieten ein aufregendes Bühnenprogramm, spannende Workshops und viel Digitales und Interaktives.

Veranstaltungsdetails

Die Digital Days finden 2024 zum 10. Mal statt. Das Motto der diesjährigen Ausgabe lautet „Think human. Act digital“. Im Fokus steht dabei der digitale Humanismus, der den Menschen in den Mittelpunkt der digitalen Entwicklung stellt.

Am 3. Tag werden für Schüler*innen Workshops im Bereich der digitalen Bildung angeboten.

KI-Schwerpunkt

Einen inhaltlichen Schwerpunkt legen die Digital Days auf die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI). In Diskussionen, Workshops und Vorträgen wird 3 Tage lang erarbeitet, wie KI das Leben der Menschen in Wien verbessern kann und welche technologischen, ethischen und gesellschaftlichen Aspekte dabei zu beachten sind.

Programm-Details und Höhepunkte

22. Oktober, 9 bis 21 Uhr, das forum

In Workshops und Impulstalks werden aktuelle und relevante Digitalisierungsthemen gemeinsam erarbeitet. Alle Interessierten können mitmachen, auch jene, die noch nicht Teil der Community sind.

Partner*innen:

  • IBM
  • Eviden
  • A1 Telekom Austria
  • AIT Austrian Institute of Technology
  • msg Plaut
  • Accenture GmbH
  • Wien Energie GmbH
  • ACP IT Solutions GmbH
  • Natuvion Austria GmbH

Den prominenten Abschluss des Tages bildet der Auftritt von Martin Puntigam. Der vielfach ausgezeichnete Künstler, bekannt unter anderem durch die Science Busters, gibt in einem Vortrag Einblicke in moderne Wissenschaftskommunikation.

23. Oktober, Haupt-Tag mit DigiStreet-Ausstellung, 9 bis 21 Uhr, Technisches Museum Wien

Die offizielle Eröffnung erfolgt durch Vertreter*innen der Stadt Wien und der DigitalCity.Wien Community.

Die DigiStreet zeigt in einer interaktiven Ausstellung, wie digitale Anwendungen das Leben verbessern und wo der digitale Humanismus schon jetzt in der Praxis zur Anwendung kommt.

Die Keynote liefert mit Francesca Bria eine der renommiertesten Persönlichkeiten im Bereich der Digitalisierungsforschung. Die Innovationsökonomin aus Italien berät die UN zu digitalen Städten und treibt als Mitglied des High-Level-Roundtable für das Neue Europäische Bauhaus den Green Deal der EU voran. 2018 zählte sie laut „Forbes“ zu den Top-50-Frauen in der Tech-Sparte.

Außerdem findet die Feier zu „10 Jahre DigitalCity.Wien“ statt, in deren Rahmen das neue Mission-Statement präsentiert wird.

Feierlich abgerundet wird der Tag mit der Verleihung des Hedy-Lamarr-Preises der Stadt Wien, der Forscherinnen in Österreich für ihre herausragenden Leistungen im Bereich der Informationstechnologie auszeichnet.

24. Oktober, Schüler*innen-Tag, 8 bis 14.30 Uhr, das forum

Schüler*innen-Workshops und Vorträge bieten eine breite Palette an Themen und Inhalten speziell für Schulklassen. Auch dabei stehen Anwendungen zur Künstlichen Intelligenz im Mittelpunkt.

DigitalCity.Wien – Hintergrund

Die Digital Days sind das große Jahresevent der DigitalCity.Wien. Sie werden von der Klima- und Innovationsagentur UIV (Urban Innovation Vienna) im Auftrag der Stadt Wien und in Kooperation mit der Wirtschaftsagentur Wien sowie dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) veranstaltet. Das gemeinsame Ziel lautet auch heuer: Wien zur digitalen Hauptstadt machen! Seit 10 Jahren bringen die Digital Days Fachpublikum aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.


Weiterführende Informationen

Digitale Agenda 2030

Wie nutzen wir die digitalen Fortschritte in Wien? Wie machen wir sie allen zugänglich? Wie umgehen mit Künstlicher Intelligenz? Auf alle diese Fragen hat sich die Stadt in einem breit angelegten Entstehungsprozess Antworten gegeben. Daraus entsprungen ist die Digitale Agenda 2030. Sie setzt den Fokus auf die Verbindung von Lebensqualität und den wachsenden Möglichkeiten der Digitalisierung. Die Agenda fungiert somit als wesentliche Stütze im Erreichen der Ziele der Smart Klima City Rahmenstrategie und ist der Leitfaden auf Wiens Weg zur Digitalisierungshauptstadt. Sie wurde am 1. Oktober 2024 im Innovationsausschuss des Gemeinderats beschlossen und ersetzt die Digitale Agenda aus dem Jahr 2015. Die Ausarbeitung erfolgte unter enger Einbindung der Fachwelt.

„Ziel der Digitalisierung ist es, den technologischen Fortschritt zum Wohle der Bürger*innen zu nutzen und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“, betont Digitalisierungsstadträtin Ulli Sima. „Wien zeichnet sich durch eine herausragende Lebensqualität aus – und hierzu können auch digitale Technologien einen wesentlichen Beitrag leisten – etwa, indem die Menschen leichter ihre Anliegen mit der Verwaltung erledigen können oder leichter Informationen erhalten.“ Die Agenda beinhaltet daher konkrete Maßnahmen, um gezielte Verbesserungen im Alltag zu schaffen und technologische Entwicklungen unter Berücksichtigung einer sozialen Verantwortung voranzutreiben.

Die Digitale Agenda ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

Digitale Agenda 2030 der Stadt Wien

Ausbau der digitalen Services im Fokus

Zentraler Bestandteil der Agenda ist der Ausbau der digitalen Services für Bürger*innen. Jedes Jahr sollen neue Services auf mein.wien angeboten werden und dabei die Lebenslagen der Bürger*innen berücksichtigt werden, wie beispielsweise die Geburt eines Kindes oder eine Übersiedlung. Diese Services werden personalisiert und auf die Bedürfnisse und Interessen der Bürger*innen zugeschnitten sein. „Daran muss sich eine Verwaltung 2024 messen lassen“, so CIO Klemens Himpele. „Vieles ist bereits erreicht, aber bei vielen Angeboten müssen wir noch besser werden.“

Die Digitale Agenda 2030 legt außerdem großen Wert auf die Förderung von Digitalwissen in Schulen, Berufen und Forschung. Es werden gezielte Maßnahmen zur Entwicklung von Digitalkompetenzen der Mitarbeiter*innen der Stadt umgesetzt und umfassende Weiterbildungsangebote geschaffen.

Schutz vor den Schattenseiten

Auch die Schattenseiten der Digitalisierung werden in der Digitalen Agenda behandelt. Fake News, Cyberkriminalität, Cybermobbing, Deepfakes und vieles mehr bereiten den Wiener*innen Sorgen, der Schutz vor diesen Phänomenen sind ein Schwerpunkt der Zielsetzungen. Hier wurde durch die Stadt Wien bereits eine Cybercrime-Helpline eingerichtet, die den Opfern von Kriminalität im Internet hilft. „Die Verlagerung von Kriminalität in den virtuellen Raum ist ein immer größeres Problem“ sagt dazu Stadträtin Sima. „In Wien gilt auch in der digitalen Welt: Wir lassen niemanden zurück und haben mit der Helpline eine Erstanlaufstelle für Bürger*innen geschaffen.“

Klare Grundsätze für KI

Generative künstliche Intelligenz (KI), wie ChatGPT, ist seit Monaten in aller Munde. Die Stadt Wien hat sich schon früh mit diesem und anderen KI-Themen auseinandergesetzt. Dabei gibt die Agenda beim Einsatz neuer Technologien im Sinne des Digitalen Humanismus klare Grundsätze auf Basis eines wertebasierten und verantwortungsvollen Verwaltungshandelns vor.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Förderung von weiblichen IT-Talenten. Die Stadt Wien baut bestehende Kooperationen mit der Wirtschaft weiter aus und unterstützt einschlägige Programme zur gezielten Förderung weiblicher IT-Talente.

Mit der Digitalen Agenda 2030 schafft die Stadt einen wichtigen Rahmen, um künftig die vielfachen Chancen der Digitalisierung zu nutzen, daraus resultierende Herausforderungen zu meistern und dabei auch in Zukunft stets sicherzustellen, dass auch in der digitalen Welt niemand zurückgelassen wird.

 

Nachlese zur URBIS24-Konferenz

Die Stadt Wien will ihre hohe Lebensqualität auch digital ausbauen und zur „Digitalisierungshauptstadt“ werden. Mit dem „Vienna Geospace Hub“, gefördert durch die FFG, werden innovative Anwendungen von Satelliten- und Geodaten in der Verwaltung entwickelt – besonders mit Blick auf die Klimaanpassung. Der Vienna Geospace Hub vernetzt Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, fördert den Wissensaustausch und bietet einen Experimentierraum für Weltraumdaten. So werden innovative Lösungen entwickelt, die Wien auf dem Weg zur klimaresilienten Digitalisierungshauptstadt unterstützen.

Um das Innovationslabor einem breiten Publikum vorzustellen, war Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien zu Gast bei der URBIS24-Konferenz der European Space Agency in Frascati, Italien. Vom 16. – 18. September 2024 kamen zahlreiche Expert*innen für Erdbeobachtungsdaten sowie Vertreter*innen von Städten und internationalen Organisationen zusammen, um über die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der Satellitendaten für urbane Anwendungen zu diskutieren.

Ein zentraler Punkt der Konferenz war die hochkarätig besetzte Panel-Diskussion, an der Karen Seto von der Yale University und Mitglied des IPCC, Petya Pishmisheva vom Climate Alliance sowie Iacopo Testi vom MIT, Thomas Kemper von der Europäischen Kommission und Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien teilnahmen. Das Thema: Wie können Anbieter*innen von Erdbeobachtungsdaten den Zugang für städtische Nutzer*innen vereinfachen und gleichzeitig auf deren spezifische Bedürfnisse eingehen?

Klemens Himpele brachte die Problematik auf den Punkt: „You are looking for use cases for your data, and we are looking for solutions to our problems“. Diese Aussage verdeutlichte die bisher ungenügende Kommunikation zwischen Datenanbieter*innen und städtischen Anwender*innen. Oftmals entstehen Dienstleistungen aus der Perspektive der Datenanbieter oder Forschenden, ohne dass die tatsächlichen Bedarfe der Nutzer*innen bereits in der Entwicklung zu berücksichtigen. Eine Co-Entwicklung, bei der Produkte gemeinsam und maßgeschneidert entstehen, wurde als essenziell hervorgehoben.

An dieser Stelle kommt der Vienna Geospace Hub ins Spiel, das erste städtische Innovationslabor für Satellitendaten in Europa. Hier werden Synergien zwischen Forschung, Verwaltung und Wirtschaft in Österreich kreiert. Das Innovationslabor initiiert Kooperationsprojekte zwischen Anwender*innen und Dienstleister*innen und unterstützt gezielt die Entwicklung praxisnaher Lösungen.

Für die Stadt Wien war die URBIS24-Konferenz ein wichtiger Meilenstein, um die Rolle von Erdbeobachtungsdaten in der städtischen Planung und Klimaanpassung weiter voranzutreiben. Der Vienna Geospace Hub zeigt, wie innovative Ansätze auf lokaler Ebene zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen können.

Das Innovationslabor Vienna Geospace Hub wird von der FFG gefördert im Rahmen der Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ ist Teil des FTI-Schwerpunkts „Klimaneutrale Stadt“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität Innovation und Technologie (BMK). Die Abwicklung erfolgt im Auftrag des BMK durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (AWS).

IT Futures 2024: Networking und Wissenstransfer für die IT-Branche

Die IT Futures 2024 richtet sich an IT-Profis und Nachwuchskräfte. Mit über 50 Aussteller*innen und einem umfangreichen Rahmenprogramm bietet die Messe einen umfassenden Überblick über aktuelle IT-Trends.

Besucher*innen erwartet eine Vielzahl an Fachvorträgen, die Themen wie Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Cloud-Technologien und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung behandeln. Beim Hackathon können Teilnehmer*innen ihre Fähigkeiten ausprobieren. Genutzt werden dabei Open Data der Stadt Wien.

Programm von Wien Digital

Die Abteilung Wien Digital (MA 01) ist auf der Messe als Ausstellerin vertreten, um über aktuelle IT-Themen der Wiener Stadtverwaltung zu informieren und mit Talenten ins Gespräch zu kommen. Sie ist auch an dem von SheDigital.at initiierten „Women in IT“-Special beteiligt.

Stadt Wien führt Microsoft 365 ein

Die Stadt Wien setzt einen weiteren Schritt in ihrer digitalen Transformation. Ab Mitte Oktober 2024 wird die Stadt Microsoft 365 (M365) als Nachfolge für Office 2016 und 2019 einführen. Diese Initiative unterstreicht Wiens Engagement für Innovation und moderne Technologien.

Der Entscheidung ging eine strategische Analyse der Handlungsoptionen der Stadt Wien unter Berücksichtigung der Smart Klima City Strategie und der Digitalen Agenda sowie eine vertiefende Prüfung von M365 voraus. Das Produkt bietet eine Vielzahl von Diensten, die die Zusammenarbeit, Kommunikation und Produktivität im digitalen Raum erheblich vereinfachen. Die Einführung soll nicht nur die Effizienz der städtischen Verwaltung steigern, sondern auch neue Maßstäbe für digitale Dienstleistungen setzen. Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Wien sollen mit modernen, sicheren und voll unterstützten Office-Anwendungen arbeiten können, welche auch die Datenschutz-Anforderungen der Stadt Wien erfüllen.

„Wir sind stolz darauf, Wien als Vorreiter in der digitalen Transformation zu positionieren. Die Einführung von M365 ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung unserer Digitalen Agenda – damit wollen wir unsere Stadtverwaltung zukunftssicher aufstellen und den Mitarbeiter*innen die bestmögliche digitale Umgebung bereitstellen, damit sie sich auf die Anliegen unserer Bürger*innen konzentrieren können – persönlich und digital“, sagt CIO Klemens Himpele.

Zeitplan und weitere Schritte

Im Rahmen einer Pilotphase werden ausgewählte Nutzer*innen-Gruppen im Jahr 2024 die Möglichkeit erhalten, die vielfältigen Funktionen von M365 zu testen. Die Pilotphase wird bis 2025 laufen, gefolgt von einer umfassenden Bewertung und möglichen Erweiterung des Einsatzes von M365 auf weitere Bereiche der städtischen Verwaltung. Voraussetzung dafür sind erfolgreiche Datenschutz-Verhandlungen mit der Firma Microsoft. “Wir erwarten als öffentliche Verwaltung von Microsoft besonderen Schutz unserer Daten, insbesondere eine konsequente Umsetzung der Microsoft EU Data Boundary”, so Himpele.

Blickwinkel 2040 mit VR-Brillen

Nachlese Open Data MeetUp Wien & Wein

Das Open Government Kompetenzzentrum Wien lud am 26. September 2024 alle Interessierten auf die Donauinsel ein, die offenen Datenschätze der Stadt und deren Nutzung kennenzulernen sowie über Open Data zu diskutieren. Brigitte Lutz, Data Governance Koordinatorin der Stadt Wien, führte durch die Veranstaltung:

Im Anschluss gibt es für die Teilnehmer*innen Gelegenheit, mit VR-Brillen in den Blickwinkel 2040 einzutauchen, sowie zum Netzwerken und Wein vom Weingut Wien Cobenzl zu verkosten.

Vortragende (v.l.): Alexandra Prinz (MA 23), Brigitte Lutz (Data Governance Koordinatorin der Stadt Wien), Gerhard Hartmann (Chief Open Data Officer, Stadt Wien), Ulrike Kuzaj-Sefelin (MA 62), Claudia Puck (Blickwinkel 2040)

Downloads:

56. OGD-Phase

Zur 56. OGD-Release wurden Daten der MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik sowie zur Stellplatzverpflichtung Wien veröffentlicht. Eine Auflistung aller neuen Datensätze sowie der Änderungen findet sich im Changelog.