Premiere für den „die IT-Tag“

Beim ersten „die IT-Tag“ am 9. Dezember 2024 besuchten IT-Expertinnen Schulen in ganz Österreich und gaben Schüler*innen einen Einblick, wie vielfältig und kreativ Jobs in der IT-Branche sind.

4.200 Schüler*innen lernten am „die IT-Tag“ erfolgreiche Frauen aus der IT-Branche kennen und informierten sich zwanglos über Karrieremöglichkeiten. Der Verein SheDigital hat diesen Tag initiiert und will damit vor allem Mädchen für IT begeistern und mit Stereotypen aufräumen.

In ganz Österreich besuchten über 240 IT-Expertinnen 82 Schulen und tauschten sich direkt mit Schüler*innen der 3. und 4. Klassen von AHS und MS aus.

Auch IT-Expertinnen von Wien Digital (MA 01) waren an mehreren Schulen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten zu Gast. In spannenden Vorträgen und interaktiven Diskussionen teilten sie ihre persönlichen Geschichten, sprachen über Herausforderungen und Chancen in der IT-Branche und gaben Einblicke in ihren Arbeitsalltag.

Berufe kennenlernen und Vorurteile abbauen

Eveline Kasik, Geschäftsbereichsleiterin bei Wien Digital, besuchte gemeinsam mit Lena Hasieber, Lehrling im Bereich Applikationsentwicklung bei Wien Digital und Sandra Heissenberger, Stellvertreterin des CIO (Chief Information Officer) der Stadt Wien und Schirmherrin von SheDigital, eine Mittelschule im 22. Bezirk. Was machen IT-Architekt*innen, Anforderungsmanager*innen und Sicherheitsspezialist*innen? Beim „Berufe-Raten“ wurden viele Fragen beantwortet und Mythen über IT-Berufe aufgeklärt.

3 Frauen stehen vor einer Schule

V.l.n.r.: Eveline Kasik, Lena Hasieber und Sandra Heissenberger

Sandra Heissenberger:

Ich möchte insbesondere Mädchen ermutigen, in eine zukunftsträchtige und spannende Branche, die viele berufliche Möglichkeiten bietet, einzusteigen.

Eveline Kasik von Wien Digital ergänzt:

Ich möchte darüber informieren, wie vielfältig, kreativ und kommunikativ Jobs in der IT sein können.

Begeisterung für IT näherbringen

Wie kreativ IT-Jobs sein können, zeigte Lena Hasieber den Mädchen direkt vor Ort: Sie stellte das Computerspiel „Wie’n Flitzer“ vor, das Lehrlinge von Wien Digital selbst entwickelt und programmiert haben. Einige Mädchen probierten das Spiel, bei dem man mit einer Drohne durch die Straßen Wiens fliegt, direkt aus und erreichten Top Scores.

Eine Frau zeigt einer Schülerin etwas auf einem Bildschirm.

Lena Hasieber zeigt einer Schülerin das Spiel „Wie’n Flitzer“.

Lena Hasieber:

Ich finde die Initiative super und freue mich, dass ich den Mädchen meine Begeisterung für IT näherbringen konnte. Vielleicht ist ja die ein oder andere zukünftige Kollegin darunter.

Open Data im Unterricht nutzen

Open Government Data (OGD) in Wien bedeutet, dass die Stadt Zahlen, Daten und Dokumente der Verwaltung öffentlich für jegliche Nutzung zur Verfügung stellt.

Die Stadt Wien möchte unterstützen, dass diese Daten auch im Unterricht verwendet werden und Schüler*innen an den Umgang mit OGD herangeführt werden. Zudem sollen die Daten bei Wettbewerben und Hackathons genutzt werden. Dazu werden eine Präsentation und Praxisbeispiele mit Klimadaten, dem Baumkataster Wien und den Vornamen der Neugeborenen in Wien mit einem Anleitungsdokument zu den Grundlagen von Open Government Data und Open Government Documents zur Verfügung gestellt: Open Data im Unterricht Wien

57. OGD-Phase

Im Rahmen der 57. OGD-Release veröffentlicht die MA 05 den Förderbericht der Stadt Wien. Die MA 41 stellt den Kappazunder Testdatensatz 2023 online und aktualisiert bestehende Datensätze. Details dazu finden Sie im Changelog.

10 Jahre DigitalCity.Wien – Eine Erfolgsgeschichte

Bei den Digital Days 2024 kamen am 23. Oktober die Partner*innen, langjährige Wegbegleiter*innen und Gründer*innen der DigitalCity.Wien-Initiative zusammen, um ein besonderes Jubiläum zu feiern: 10 Jahre DigitalCity.Wien.

DigitalCity.Wien ist eine nicht-gewinnorientierte, gemeinnützige Initiative der Stadt Wien und des Digitalstandortes. Die Community bringt Wiener Akteur*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam an Lösungen für die digitale Transformation unserer Stadt zu arbeiten. DigitalCity.Wien steht für Austausch, Zusammenarbeit und das gemeinsame Ziel, Wien zur digitalen Hauptstadt zu machen.

Eine große Menschengruppe, die ihre Arme in die Luft hebt

Digital Days 2024: Partner*innen, langjährige Wegbegleiter*innen und Gründer*innen der DigitalCity.Wien-Initiative feiern 10 Jahre DigitalCity.Wien © Schmiedbauer

Eine Zeitreise durch die Geschichte der DigitalCity.Wien

In den letzten 10 Jahren hat sich die DigitalCity.Wien zu einer bedeutenden Akteurin im Bereich der Digitalisierung entwickelt und dabei zahlreiche Meilensteine erreicht.

Alles begann im Jahr 2014, als mit dem „I like IT“-Aktionstag am 16. September die Geburtsstunde der DigitalCity.Wien schlug. Der ikonische Flashmob „I love IT“ am Stephansplatz und die Vorstellung des Mission Statements durch Bürgermeister und Stadträt*innen setzten einen ersten, eindrucksvollen Akzent.

Im Jahr darauf, 2015, fanden die ersten Digital Days statt – ein jährlicher Höhepunkt, der sich in den folgenden Jahren als eines der größten und wichtigsten Digital-Events der Stadt etablierte. Gleichzeitig begann die DigitalCity.Wien mit den ersten digitalen Montagsrunden als Netzwerkevent und ihrer digitalen Bildungsinitiative. Dabei gehen Expert*innen aus Wirtschaft und Forschung direkt an Schulen, um den Nachwuchs für digitale Berufe zu begeistern.

Besonders hervorzuheben ist das traditionelle Engagement für Frauen in der IT. Der Digitale Salon, der seit 2016 regelmäßig stattfindet, war eines der ersten IT-Netzwerkformate, das ausschließlich von Frauen ausgerichtet und gehostet wurde. Seit 2018 wird der mit 10.000 Euro dotierte Hedy Lamarr Preis verliehen, ein bedeutender Meilenstein für die Anerkennung von Frauen im Forschungsbereich der Informationstechnologie. Seit 2021 wird zudem der Digital Girls Hackathon ausgetragen, der Mädchen für die Welt der IT begeistert. Heute umfasst die she.digital-Initiative der DigitalCity.Wien 70 individuelle IT-Frauennetzwerke.

Aber auch in anderen digitalen Themenfeldern setzt die DigitalCity.Wien Akzente: Digitaler Humanismus, Künstliche Intelligenz oder zum Beispiel im wichtigen Bereich der digitalen Gesundheitskompetenz, mit der Initiative Foresight – Thinking Digital Health Forward.

Seit ihrem Start hat die DigitalCity.Wien eine beeindruckende Entwicklung erlebt und sich als wichtiger Katalysator für Innovation, Vernetzung und Wissenstransfer am Wiener Digitalstandort etabliert.

DigitalCity.Wien: More to Come.

Die DigitalCity.Wien bleibt auch weiterhin am Puls der digitalen Transformation der Stadt. So wurde im Rahmen der Digital Days 2024 ein neues Mission Statement veröffentlicht, das in einem partizipativen Prozess mit den Community-Mitgliedern ausgearbeitet wurde. Ein offener, inklusiver und gleichberechtigter Diskurs von Fokusthemen wie Digitale Kompetenz, Künstliche Intelligenz oder IT Privacy stehen auch weiterhin im Vordergrund. Die DigitalCity.Wien wird auch in Zukunft den Brückenschlag zwischen der Verwaltung und dem Digitalstandort Wien mit seinen vielfältigen Akteur*innen vorantreiben.

 

Rekord bei elektronischer Zustellung

Die Duale Zustellung ist seit 2012 in der Stadt Wien im Einsatz. Mit dem Service können Privatpersonen und Unternehmen Sendungen der Stadt Wien, wie zum Beispiel Rechnungen oder Bescheide, konventionell per Post oder elektronisch auf einem Tablet, Smartphone oder PC empfangen.

Rekord geknackt

Immer mehr Bürger*innen entscheiden sich für die elektronische Zustellung: Im Jahr 2023 wurden knapp 700.000 elektronische Sendung zugestellt. Rekord im Oktober 2024: Erstmals wurden von der Stadt Wien in einem Monat über 100.000 elektronische Sendungen verschickt.

Umweltschonend und sicher

Die elektronische Zustellung schont durch die Reduzierung von „Papierkram“ Ressourcen, ist bequem und sicher: Die Identität der Empfänger*innen und der absendenden Behörde sind klar gewährleistet. Der Transport und die Zustellung erfolgen über eine gesicherte Verbindung.

Neben Privatpersonen profitieren insbesondere Unternehmen, die häufig besonders viele Behördenkontakte haben. Die hohe Datenqualität und die technische Implementierung im Magistrat der Stadt Wien wird von der Abteilung Wien Digital (MA 01) in Zusammenarbeit mit den Dienststellen gewährleistet.

Weitere Informationen

Elektronische Zustellung

Schule Digital: positive Zwischenbilanz

Im Rahmen eines Festaktes in den Räumlichkeiten der Technischen Universität Wien (TU) zogen die Beteiligten des Programms „Schule Digital“ kürzlich eine erste positive Zwischenbilanz nach 5 Jahren. Seit 2019 konnten mehr als 300 Wiener Schulen mit flächendeckendem WLAN ausgestattet und über 3.300 Endgeräte an Lehrkräfte übergeben werden. Weiters finden sich in der 5-Jahres-Zwischenbilanz auch noch über 250 Tablets und 200 Endgeräte für den Klassenraum zur Pilotierung des zukünftigen IT-Einsatzes im Unterricht.

Bis 2027 sollen die restlichen Wiener Schulen folgen. Dadurch wird der Grundstein für ein digitales Arbeiten in der Schule gelegt: sowohl für den pädagogischen, wie auch für den administrativen Bereich.

Neben diversen Fachexpert*innen aus dem Wiener Bildungs- und IT-Bereich nahmen an dem festlichen Treffen auch Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr, Gemeinderat Jörg Neumayer und von Wien Energie Sascha Zabransky teil.

Ziehen positive Zwischenbilanz: Gemeinderat Jörg Neumayer, Christoph John (Wien Energie), Direktorin Martina Hochenauer, Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr

Zusätzlich gab es noch eine Präsentation von Martina Hochenauer (Schulleitung „Inklusives Schulzentrum Anastasius Grün Gasse“) über ihren gemeinsamen Weg mit „Schule Digital“ zur Digitalisierung an ihrem Standort.

Eine Frau hält einen Vortrag.

Martina Hochenauer, Schulleitung Anastasius Grün Gasse, über ihre positiven Erfahrungen mit Schule Digital

EU AI Act – Aufzeichnung online ansehen

Der EU AI Act ist das bislang umfassendste Regelwerk, um uns vor möglichen Risiken der Künstlichen Intelligenz (KI) zu schützen. KI entwickelt sich sehr schnell und ihre Innovationen sind schwer abzuschätzen. Die technologischen Entwicklungen der KI haben das Potenzial, unser Leben besser und einfacher zu machen, aber KI birgt auch Gefahren.

Der EU AI Act wurde Interessierten im Rahmen einer Veranstaltung vorgestellt. Die vollständige Aufzeichnung steht nun auf YouTube bereit:

Video auf YouTube ansehen

Die Veranstaltung „EU AI Act – Ein wichtiger Meilenstein Richtung Digitaler Humanismus?“ erläutert, wie das Regelwerk uns helfen kann, KI verantwortungsvoll einzusetzen:

  • Wie wird der EU AI Act in Österreich umgesetzt?
  • Stellt er eine digital humane Transformation sicher?
  • Wie schützt der EU AI Act gegen Missbrauch von KI?
  • Wie beeinflusst er die Forschung zu KI und technologische Innovation?

Diese Fragen werden von den folgenden Expert*innen diskutiert:

  • Werner Stengg, Digitalexperte in der Europäischen Kommission
  • DI Alexander Banfield-Mumb, Bundeskanzleramt, Digitalisierung und E-Government
  • RA Dr. Jeannette Gorzala, Rechtsexpertin für EU AI Act
  • Professor Peter Knees, UNESCO Chair in Digital Humanism, TU Wien
  • DI (FH) Bernd Konnerth, Direktor Öffentlicher Bereich, Microsoft Österreich
  • Madeleine Müller, Researcher und Consultant am Research Institute Digital Human Rights Center Wien
  • Wolfgang Struber, Geschäftsführer RTR GmbH

Die Veranstaltung wurde von der Stadt Wien, Magistratsdirektion – Büro des Magistratsdirektors, Bereichsleitung für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaftsstandort und von der Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit, Gruppe Prozessmanagement und IKT-Strategie organisiert und in deutscher Sprache am 20. Juni 2024 im Forum der Urban Innovation Vienna abgehalten.

Wien veröffentlicht neue KI-Strategie

Fokus auf transparente und ethische Prinzipien

Die Stadt Wien hat ihre KI-Strategie überarbeitet und reagiert damit auf die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich Generativer KI und den AI Act der Europäischen Union. Die neue Strategie trat Ende Oktober offiziell in Kraft und legt den Fokus auf die verantwortungsvolle und sinnvolle Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Integration in die städtische Verwaltung.

KI-Strategie der Stadt Wien

„Mit der neuen KI-Strategie wollen wir sicherstellen, dass Wien auch in Zukunft eine lebenswerte und innovative Stadt bleibt. Wir setzen auf transparente und ethische Prinzipien bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien“, betont Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien.

Die Strategie umfasst mehrere zentrale Handlungsfelder. Bereits in ihrer ersten KI-Strategie 2019 hat die Stadt Wien Künstliche Intelligenz als eine Schlüsseltechnologie für den öffentlichen Bereich identifiziert und ihr einen wesentlichen Stellenwert eingeräumt.

Die aktuelle KI-Strategie verankert das Prinzip des Digitalen Humanismus, welches die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt der Digitalisierung stellt.

Die strategischen Stoßrichtungen umfassen:

  1. Für die digitale Stadt: KI soll für neuartige digitale Services genutzt werden, die Benutzer*innen-freundlicher, zugänglicher und breiter verfügbar sind.
    KI als wesentliches Tool zur Automatisierung von Prozessen und zur Unterstützung und Verbesserung der Qualität, Effizienz und Effektivität bestehender digitaler Services
  2. Für die Stadtverwaltung: Implementierung von Richtlinien für den ethischen, transparenten und verantwortungsvollen Einsatz von KI für die Bediensteten und Sicherstellung des Ausbaus der KI-Kompetenz durch Schulungsangebote und interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung
  3. Für Gesellschaft und Wirtschaft: Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen zur Analyse und Weiterentwicklung von KI-Anwendungen
  4. Die Stadt Wien etabliert im Rahmen eines KI Expert*innen-Pools den Austausch mit Fachexpert*innen, Universitäten und der Digitalwirtschaft, um bestmöglich der Breite der KI-Themenstellungen gerecht zu werden.

„Die zukünftigen Möglichkeiten des KI-Einsatzes in der Verwaltung lassen sich nur erahnen. Schon heute nutzen wir diese Technologie zum Beispiel beim WienBot, der seit 2017 rund 16 Millionen Fragen beantwortet hat und eine wertvolle Ergänzung darstellt“, so Himpele.

Weitere Informationen

KICK Lab – KI Use-Case Tag der Stadt

Digitale Agenda 2030: Wiens Strategie für den Umgang mit Digitalisierung

KICK Lab – KI Use-Case Tag der Stadt

Am 11. September 2024 fand im „das forum“ – dem Klima- und Innovationsforum der Stadt Wien – der erste stadtweite KI Use-Case Tag statt. Rund 120 Teilnehmer*innen aus verschiedenen Magistratsabteilungen der Stadt Wien sowie städtischen Unternehmen wie den Wiener Stadtwerken, der Wien Holding, dem Wiener Gesundheitsverbund (WiGev) und der Wirtschaftsagentur kamen zusammen.

Organisiert wurde der Tag im Rahmen des KICK Labs, dem KI-Labor der Stadt Wien, einer Initiative von UIV – Urban Innovation Vienna. Das Event bot eine ideale Plattform, um das Potenzial und die Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz (KI) für den öffentlichen Sektor zu diskutieren und konkrete Anwendungsfälle vorzustellen.

Begrüßung durch CIO Klemens Himpele

CIO Klemens Himpele eröffnete den Tag und hob die Notwendigkeit von Synergien zwischen städtischen Akteuren hervor, um Wien als KI-gestützte, zukunftsorientierte Stadt weiterzuentwickeln. Anschließend führten UIV-Expert*innen des KICK Labs durch den Tag und begleiteten die Teilnehmenden durch eine Reihe interaktiver Programmpunkte und spannender Diskussionen.

Inspirierende Gastvorträge und KI-gestützte Workshop-Gestaltung

Den Auftakt machten Gastvorträge renommierter Fachleute, die Best Practices zur Nutzung von KI in Städten vorstellten. Expert*innen aus der Abteilung Wien Digital (MA 01), den Wiener Stadtwerken und der Wien Holding präsentierten einen praxisnahen Reality Check in Sachen Künstliche Intelligenz. Sie zeigten den aktuellen Stand der Technik und gaben Einblicke in KI-Entwicklungen innerhalb der Stadt Wien. Dabei wurde nicht nur die technische Machbarkeit beleuchtet, sondern auch konkrete Projekte vorgestellt, die derzeit in der Verwaltung und in städtischen Unternehmen praxisnah umgesetzt werden.

Ein besonderes Highlight war der experimentelle Einsatz von KI-Tools in der Workshop-Gestaltung. Durch den Einsatz digitaler Flipcharts, KI-gestützter Audioprotokolle und automatisierter Dokumentationshilfen konnte der Austausch strukturiert und teilweise in Echtzeit dokumentiert und anschließend KI-unterstützt analysiert werden.

Zentrale Workshop-Themen, Erkenntnisse und nächste Schritte

Im Rahmen der Workshops wurden mehrere zentrale Themen diskutiert, die das Potenzial der Künstlichen Intelligenz (KI) für den öffentlichen Sektor beleuchten:

  • KI-gestütztes Wissensmanagement in Organisationen: Einsatz von KI zur Verbesserung des internen Wissensaustauschs und zur Verwaltung von Wissen
  • KI für Besprechungsprotokolle und Meeting-Dokumentation: Automatisierung und Optimierung der Protokollerstellung und Verwaltung von Meeting-Inhalten durch KI
  • Automatisierte E-Mail-Klassifikation und Weiterverarbeitung: Nutzung von KI zur Klassifikation, Beantwortung und automatisierten Weiterverarbeitung von E-Mails und Anfragen
  • Datengrundlagen und Datenschutz für KI-Anwendungsfälle: Fokus auf die Sicherstellung robuster und sicherer Datengrundlagen für KI-Projekte unter Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien

Die nächsten Schritte umfassen mehrere zielgerichtete Initiativen: Ab Herbst 2024 starten vertiefende Workshops mit ausgewählten Dienststellen der Stadt Wien. Ein Innovationscafé in Kooperation mit MA 01 soll zudem den Austausch zu aktuellen KI-Projekten fördern.

Zusätzlich können organisationsübergreifende KI-Projekte von Urban Innovation Vienna und der Wirtschaftsagentur unterstützt werden, um gemeinsame Digitalisierungsvorhaben voranzutreiben und in Richtung Proof-of-Concept zu begleiten.

Der KICK Lab – KI Use-Case Tag legte damit einen weiteren Grundstein für eine längerfristige KI-Umsetzung in der Stadt Wien, die innovative Technologien verantwortungsvoll und zielgerichtet für die Verwaltung und städtische Unternehmen nutzbar macht und gleichzeitig einen menschenzentrierten Ansatz verfolgt.

Der Tag war ein inspirierender Startpunkt für die digitale Transformation Wiens und zeigte eindrucksvoll, wie innerstädtische Zusammenarbeit und Innovationsbereitschaft die Zukunft städtischer Dienstleistungen gestalten können.

 

Auszeichnung für MA 35

Die Abteilung Einwanderung und Staatsbürgerschaft (MA 35) hat für ihren Online-Assistent Einwanderung das „Goldene Staffelholz 2024“ erhalten.

Goldenes Staffelholz 2024

Mit dem „Goldenen Staffelholz“ holt die Stadt Wien jedes Jahr die besten Projekte und engagiertesten Mitarbeiter*innen im Magistrat vor den Vorhang. Das Motto für das Jahr 2024 lautete „Ich arbeite an Wien: sichtbar, spürbar, erlebbar! Meine Arbeit für alle Menschen unserer Stadt“. Gesucht wurden Geschichten und Projekte von Mitarbeiter*innen der Stadt, die zeigen, wie ihre Arbeit das Leben in Wien direkt beeinflusst und verbessert.

Online-Assistent Einwanderung

Anna Zschokke von der MA 35 hat gemeinsam mit dem erweiterten Redaktionsteam der Abteilung – Jurist*innen, Referent*innen, also den inhaltlichen Expert*innen – den Online-Assistenten erarbeitet. Der Assistent führt Personen, die nach Österreich kommen und in Wien leben wollen, mit leicht verständlich formulierten Fragen zum passenden Aufenthaltstitel.

Idee und Entstehungsgeschichte

Die Idee für den Online-Assistenten für die über 22 verschiedenen Aufenthaltstitel im Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz entstand im Zuge des Reformprozesses der Abteilung. Seit 2021 arbeiteten die Jurist*innen der Abteilung zusammen mit der Abteilung Kommunikation und Medien (MA 53) an der Umgestaltung der Websites und der Umformulierung in Leicht Verständliche Sprache.

Die Arbeit am Assistenten wurde erst aufgrund der Komplexität nach einigen Vorarbeiten auf Eis gelegt. Im Herbst 2023 übernahm Anna Zschokke mit dem neu gegründeten erweiterten Redaktionsteam die Konzipierung und Abstimmung zwischen Verständlichkeit und Rechtssicherheit. Das Ergebnis erhält sehr viel positives Feedback von Kund*innen, NGOs und anderen Magistratsabteilungen.

Einwanderung und Aufenthalt – Online-Assistent Einwanderung

Weitere Online-Assistenten

Bereits 2022 wurde in der MA 35 ein Online-Assistent für die Voraussetzungen für die österreichische Staatsbürgerschaft erstellt. Damit können seit Herbst 2024 auch die komplizierten Voraussetzungen für minderjährige Kinder geklärt werden.

Seit August 2024 gibt es einen 4-sprachigen Online-Assistenten für Vertriebene aus der Ukraine. Mit diesem können sie herausfinden, ob sie die Voraussetzungen für eine Rot-Weiß-Rot-Karte plus für Vertriebene aus der Ukraine erfüllen.