Wien stellt digital zu

Im Jahr 2025 wurde bereits mehr als jede 5. Zustellung der Stadt Wien digital abgewickelt. Dieser Erfolg zeigt, wie konsequent Wien seinen Weg hin zu einer modernen, bürgernahen und nachhaltigen Verwaltung verfolgt – mit klaren Vorteilen für Bürger*innen und Stadtverwaltung gleichermaßen.

Ziel erreicht

Die Stadt Wien hat das Ziel 18 der Digitalen Agenda 2030 bereits 2025 übertroffen. Die Digitale Agenda Wien sieht vor:

Wir bauen den Einsatz der digitalen Zustellung an Bürger*innen und Unternehmen weiter aus und integrieren diese in mein.wien. Wir setzen bereits seit 2023 konkrete Maßnahmen um und werden den Anteil der digital zugestellten Post bis 2030 von derzeit 13 Prozent auf 20 Prozent erhöhen. Diese medienbruchfreie Kommunikation spart Zeit und Geld und leistet einen Beitrag zur CO2-Reduktion.

Dieses Ziel ist nun schon 5 Jahre früher Realität: Digitale Agenda – Umsetzungsstand

Entwicklung der vergangenen Jahre

Seit 2019 hat sich die elektronische Zustellung rasant entwickelt. Von bescheidenen 2,1 Prozent Anteil im Jahr 2019 stieg der Wert kontinuierlich, beschleunigt durch die Pandemie und flankiert von gezielten Maßnahmen.

2023 lag der Anteil bereits bei 12,9 Prozent, 2024 bei 17,2 Prozent. Und 2025 folgte der Durchbruch: 23,1 Prozent aller dual versendeten Schreiben wurden digital zugestellt.

Die Verdoppelung seit 2022 und der Sprung von 17,2 Prozent im Jahr 2024 auf 23,1 Prozent im Jahr 2025 zeigen: Digitale Verwaltung zeigt Wirkung.

Meilensteine

Aktivitäten, die den Erfolg möglich machten

Der Erfolg kam nicht von allein, sondern wurde durch die Stadt Wien aktiv gefördert.

  • Workshops mit Vertreter*innen der Stadt Wien, Wirtschaftskammer und Unternehmen zur Verbesserung des Verständnisses und mit Maßnahmen zur Datenbereinigung wurden durchgeführt:
    • 2023: „Anhebung des Anteils der e-Zustellung“
    • 2024: „Elektronische Zustellung – ein Beitrag zum Klimaschutz“
  • Sensibilisierung im Magistrat: Initiative „Wien stellt ‚e‘ zu“, Infofolder, FAQ-Erweiterungen
  • Stammdatenpflege: Bereinigung von Duplikaten, einheitliche Schreibweisen, Register-Nutzung
  • Technische Umsetzung: Abteilung Wien Digital (MA 01) gemeinsam mit den Dienststellen; Einführung der Dualen Zustellung und optimierter Workflows

 Warum elektronische Zustellung?

  • Schneller: Fristen digital wahrnehmen, Verfahren rascher abschließen
  • Klimafreundlicher: Weniger Papier und Transport, Beitrag zur CO₂-Reduktion
  • Wirtschaftlicher: Portokosten und Druck entfallen; bis zu 70 Prozent Kosteneinsparung
  • Komfortabel: Jederzeit abrufbar, sicher archiviert, Abwesenheiten hinterlegbar und ohne Weg zum Postamt, wenn nicht angetroffen

Dieser Fortschritt steht exemplarisch für den umfassenden Digitalisierungsprozess der Stadtverwaltung hin zu einfacheren, schnelleren und klimafreundlicheren Verwaltungswegen.

Für behördliche nachweisliche Sendungen (inklusive RSa/RSb) ist eine ID Austria erforderlich. Die Zustellung erfolgt über eine gesicherte Verbindung.

Offene Karten für Wien

Stadt‑ und Bezirkspläne mit klarem OGD‑Rahmen

Wer in Wien plant oder recherchiert, findet auf wien.gv.at, dem offiziellen Internetportal der Stadt, frei verfügbare Stadt- und Bezirkspläne. Die Abteilung Stadtvermessung und Geoinformation (MA 41) bietet aktuelle Karten zum Download an, basierend auf zuverlässigen Geodaten, perfekt für fundierte Projekte: Wiener Stadt- und Bezirkspläne

Offen, präzise, praxistauglich

Die Wiener Stadt‑ und Bezirkspläne verbinden fachliche Qualität mit einem klaren OGD‑Modell: freie Nutzung, sichtbare Preisregelung für Services über den Download hinaus und verlässliche Aktualisierung.

Wer in Wien Projekte vorbereitet, dokumentiert oder vermittelt, findet hier eine professionelle Kartenbasis, die Maßstäblichkeit, Datenkohärenz und Rechtssicherheit zusammenführt – vom großformatigen Stadtüberblick bis zur kompakten Bezirksdarstellung.

OGD im Mittelpunkt: freie Nutzung, eindeutige Lizenz, transparente Kosten

Der Open-Government-Rahmen ist besonders relevant: Die Stadt- und Bezirkspläne stehen im Rahmen von Open Government Wien (OGD) kostenfrei zur Verfügung und können unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) genutzt werden. Die erforderliche Quellenangabe lautet: „Datenquelle: Stadt Wien – data.wien.gv.at“. Somit ist eine rechtssichere und unkomplizierte Weiterverwendung gewährleistet, beispielsweise für Berichte, Präsentationen oder eigene Anwendungen.

Für Leistungen über den reinen Download hinaus sind die Preise klar und sichtbar geregelt:

  • Bei Abgabe von Daten oder Papierauszeichnungen über die Kund*innen‑Servicestelle der MA 41 fällt für Auftragsabwicklung und Datenmanipulation eine Grundgebühr von 53 Euro an.
  • Bei erhöhtem Bearbeitungsaufwand werden zusätzlich 30,50 Euro je halbe Stunde verrechnet.

Diese Konditionen schaffen Transparenz und geben Planungssicherheit für individuelle Ausfertigungen oder spezielle Datenbereitstellungen.

Was die Pläne fachlich leisten

Die Stadtpläne erscheinen jährlich in mehreren Maßstäben, etwa von 1:12 500 bis 1:120 000 und in unterschiedlichen Formaten wie DIN A0 oder DIN A4. Grundlage sind abgestimmte Datenquellen wie Mehrzweckkarte, Orthofotos, Schummerung, Grenzen, Straßennetz, Nutzungskartierung, das Wiener Bezugssystem, Gewässernetz und die MA-41-Beschriftungen. So lassen sich die Karten vielseitig für Analysen und anschauliche Zwecke einsetzen.

Ergänzend dazu stehen Bezirkspläne bereit, die halbjährlich aktualisiert und auf DIN A0 bis DIN A4 optimiert sind. Auch sie basieren auf der Mehrzweckkarte, der Flächen‑Mehrzweckkarte und Orthofotos. Wer bezirksscharf arbeitet, bekommt damit eine verlässliche Grundlage, die lokale Fragestellungen präzise abbildet und gleichzeitig mit den stadtweiten Kartendiensten konsistent bleibt.

 

Rückblick DigitalCity.Wien Montagsrunden

Als Initiative der Stadt Wien trägt die DigitalCity.Wien schon 10 Jahre aktiv zur digitalen Entwicklung der Stadt Wien bei. Gemeinsam mit der lebendigen Community sind über die Jahre viele unterschiedliche Formate und Initiativen umgesetzt worden. Im Vordergrund steht dabei immer der Austausch zwischen Bevölkerung, Stadtverwaltung, Digitalwirtschaft und Wissenschaft.

Ein zentraler Ankerpunkt dieser Community sind die „digitalen Montagsrunden“. Einmal pro Quartal, immer an einem Montag, kommt die Community zusammen, um aktuelle digitale Themen entlang eines klaren roten Fadens zu diskutieren. Pro Veranstaltung nehmen im Schnitt 60 bis 70 Personen teil.

Die Montagsrunden finden an wechselnden Orten statt, unter anderem im „das forum“, dem Klima- und Innovationsforum der Stadt Wien, beim waff, dem Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds, oder in der Wirtschaftsagentur Wien. Die Inhalte kommen direkt aus der Community und bieten allen Teilnehmenden praxisnahe Einblicke und Perspektiven.

Highlights der Montagsrunden 2025

Die 1. Montagsrunde „Der Digitalstandort in Action“ beleuchtete Maßnahmen zur Standortförderung und den Umgang mit dem Fachkräftemangel in der Digitalwirtschaft. Beiträge von Microsoft, Samsung, Cancom, dem WIFI Wien und TED.ai zeigten aktuelle Entwicklungen am Digitalstandort Wien – von der neuen Cloudregion Österreich über Ausbildungsinitiativen bis hin zu Technologietrends und neuen Lernformaten.

Die 2. Montagsrunde stand unter dem Motto „Shaping our Future Health“ und widmete sich dem Feld Künstliche Intelligenz und Life Sciences in Wien. Gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien, Atos, der MedUni Wien, Biotronik und iteratec wurden Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitssystem, medizinische KI-Forschung sowie neue Anwendungen in Pflege und Medizintechnik diskutiert.

Unter dem Titel „Sicher? Souverän?“ rückte die 3. Montagsrunde das Thema Cyber Security in den Fokus. IBM, CyberTrap, CERT.at, das Österreichische Institut für Europa- und Sicherheitspolitik sowie Kopernikus IT Systems spannten den Bogen von Quantencomputing und KI-basierten Bedrohungen über digitale Souveränität bis hin zu konkreten Schutzmaßnahmen.

Den Abschluss bildete die Montagsrunde „Digital Lokal – Kompetent in die Zukunft“. Digitale Kompetenzen als Grundlage für Resilienz und eine humanistische Zukunft standen im Fokus. Gemeinsam mit dem waff, der WU Wien, VRVis und DXC wurden Weiterbildungsangebote, Bildungsprojekte und Perspektiven für den Arbeitsmarkt von morgen diskutiert, ergänzt durch einen interaktiven Austausch mit der Community.

Weitere Formate und Mitgestalten

Neben den Montagsrunden zählen die Digital Days, Digital Days Next Gen, die Bildungsinitiative der DigitalCity.Wien sowie Formate zur Förderung von Frauen in der IT zu zentralen Aktivitäten der Community. In Summe tragen diese unmittelbar zu den Zielsetzungen der Digitale Agenda 2030 der Stadt Wien bei.

Wenn Sie mitgestalten wollen und ein Projekt oder Ideen bei einer DigitalCity.Wien Montagsrunde einbringen wollen, schreiben Sie an digitalcity@urbaninnovation.at.

Die DigitalCity.Wien wird von UIV Urban Innovation Vienna GmbH im Auftrag der Stadt Wien koordiniert.

Smart Trees – datenbasiertes Bewässern

Mit dem Projekt „Smart Trees“ etablieren die Wiener Stadtgärten (MA 42) gemeinsam mit der Abteilung Wien Digital (MA 01) und Wien Energie eine skalierbare Internet of Things-Infrastruktur (IoT-Infrastruktur) für das städtische Grünflächenmanagement. Ziel ist es, Bewässerungsabläufe auf eine datenbasierte und damit bedarfsorientierte Steuerung umzustellen.

Seit Anfang 2024 werden bei Jungbäumen digitale Bodenfeuchtesensoren eingesetzt, die über das stadtweite LoRaWAN-Netz von Wien Energie ihre Werte übertragen. LoRaWAN ermöglicht energiearme Übertragung über große Distanzen und ist damit ideal für langlebig betriebenen Sensorik-Einsatz im öffentlichen Raum.

Der vollständige Netzausbau ist bis 2028 geplant und bildet die Grundlage für weitere Smart‑City‑Anwendungen.

IoT-Base und Automatisierung

Die Messdaten landen zentral in der IoT‑Base, einer Echtzeit-Datenplattform von Wien Digital zur Visualisierung und Weiterleitung in Fachinformationssysteme. Dort dienen sie aktuell der Auswertung und Entscheidungsunterstützung. Zukünftig sollen regelbasierte Bewässerungssteuerungen und datengetriebene Tourenplanungen die Arbeit der Teams vor Ort erleichtern.

Erste Analysen zeigen bereits signifikante Einsparungen bei Wasser- und Energieverbrauch sowie verringerte händische Einsätze. Gießdurchgänge können künftig nicht mehr nach starren Zeitplänen, sondern bedarfsgerecht erfolgen.

Seit Herbst 2025 wird das System technisch erweitert. Ergänzende Sensoren am Stamm messen den Strom des Baumsaftes und damit die tatsächliche Transpiration der Bäume. In Kombination mit Bodenfeuchtewerten entsteht so ein präziseres Bild des Wasserbedarfs.

Bis Jahresende sollen rund 460 Sensoren in verschiedenen Tiefen, Typen und bei unterschiedlichen Baumarten getestet werden. Die Ergebnisse fließen in die Entscheidung ein, welche Ausstattung stadtweit eingeführt wird.

Forschung, Praxis und Innovationen

„Smart Trees“ liefert neben operativem Nutzen eine wertvolle Datenbasis für Forschung und langfristige Planung. In Kooperation mit der Universität Wien, dem Verein „Land schafft Wasser“ und dem Bundesamt für Wasserwirtschaft entstehen wissenschaftliche Erkenntnisse, die ein digitales Pflegekonzept für Wien untermauern sollen. Ziel ist es, IT, Umweltmanagement und Ressourceneffizienz intelligent zu verbinden – ein Beitrag zur resilienten Stadtentwicklung.

Neues Online-Zahlservice „Zahl’s Wien“

Seit über 20 Jahren bestehen für die Bürger*innen der Stadt Wien sowie für Unternehmen Online-Zahlmöglichkeiten für zahlreiche Geschäftsfälle.

Die Stadt hat Anfang 2025 im Sinne der laufenden Modernisierung das neue Zahlservice „Zahl’s Wien“ für Online-Sofortzahlungen umgesetzt. Das Service ermöglicht neben den bereits bestehenden Zahl-Möglichkeiten wie Kreditkarte und eps-Online-Überweisung auch das Bezahlen über Google Pay und Apple Pay.

Unternehmen können die Anmeldung zur Kfz-Konzessionsprüfung mit dem neuen Service bezahlen.

Außerdem wurde Zahl’s Wien auch ins Wiener Parkpickerl eingebunden.

Zusätzlich wurde die online Bezahlseite – aufrufbar unter Bezahlservice – neu umgesetzt und erweitert.

Durch diese Realisierungen wurden wesentliche Meilensteine erreicht und ein weiterer Beitrag zur Digitalen Agenda Wien 2030 geleistet.

Vorteile

  • Mit „Zahl’s Wien“ können Bürger*innen im Zuge des Zahlvorgangs das bevorzugte Zahlungsmittel im Stadt Wien Benutzer*innen-Profil hinterlegen.
  • Bereits innerhalb eines Online-Bezahlvorgangs hinterlegte Zahlungsmittel können über mein.wien.gv.at im Stadt Wien Benutzer*innen-Profil favorisiert und gelöscht werden.

Wien stärkt Schutz Jugendlicher online

Die digitale Welt ist für junge Menschen heute allgegenwärtig. Leider ist sie nicht immer auf ihre Bedürfnisse und Rechte ausgerichtet. Anlässlich der bevorstehenden Abstimmung im Europäischen Parlament über neue EU-Maßnahmen zur Erhöhung der Online-Sicherheit von Minderjährigen hat die Cities Coalition for Digital Rights (CC4DR), ein Zusammenschluss von über 60 Städten weltweit, eine Stellungnahme veröffentlicht: Statement by the Cities Coalition for Digital Rights on the occasion of the European Parliament’s voting on new EU measures to increase minors’ safety online

Die Stadt Wien hat an dieser Stellungnahme mitgearbeitet und setzt sich gemeinsam mit anderen europäischen Städten für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet ein.

Wichtige Abstimmung

Städte in ganz Europa erleben tagtäglich, wie das digitale Umfeld das Leben, die Entwicklung und das Wohlbefinden junger Menschen beeinflusst. Digitale Plattformen, soziale Medien oder KI-gesteuerte Systeme sind oft eher auf Engagement und Profit als auf die Sicherheit von Minderjährigen ausgerichtet. Dies birgt zahlreiche Risiken – von Online-Hass, Desinformation und finanziellen Betrugsmaschen bis hin zu gesundheitlichen Problemen wie Angst, Depressionen oder Schlafstörungen.

Zwar investieren Städte bereits stark in digitale Bildung, Prävention, Aufklärung und die Unterstützung von Betroffenen. Auch in Wien werden junge Menschen aktiv in die Gestaltung sicherer digitaler Räume einbezogen und können ihre Prioritäten einbringen. Doch lokale Maßnahmen allein reichen nicht aus, denn die großen Plattformen agieren grenzüberschreitend und nutzen Mechanismen, die jungen Menschen schaden können.

Forderungen der Cities Coalition for Digital Rights

  1. Anerkennung der Städte als Partner: Städte erkennen Risiken frühzeitig und arbeiten eng mit jungen Menschen, Schulen und sozialen Diensten zusammen. Sie sollten daher in Expertengruppen wie der „Expert group on Safer Internet for Children“ eingebunden werden. Zudem werden eine verstärkte europäische Zusammenarbeit und die Förderung offener Technologien gefordert.
  2. Stärkung und Durchsetzung bestehender Gesetze: Der Digital Services Act (DSA) und der AI Act bieten wichtige Schutzmechanismen, müssen aber konsequent angewendet und überwacht werden. Besonders KI-Systeme, die Kinder betreffen, sollten als besonders risikoreich eingestuft werden.
  3. Einführung eines Digital Fairness Act: Manipulative und suchtfördernde Design-Elemente wie „Dark Patterns“, Endlos-Scrollen oder gezielte Algorithmen sollen für Minderjährige verboten werden. Plattformen müssen nachweisen, dass ihre Angebote keinen Schaden anrichten. Auch gezielte Werbung und Glücksspiel-Mechanismen für Minderjährige sollen untersagt werden.
  4. Stärkere Rechenschaftspflicht der Plattformen: Anbieter digitaler Dienste müssen für die Auswirkungen ihrer Plattformen auf Minderjährige verantwortlich gemacht werden. Schädliche Inhalte und gefährliche Designs müssen umgehend entfernt werden, Verstöße sollen konsequent sanktioniert werden.

Gemeinsame Verantwortung für eine bessere digitale Zukunft

Städte wie Wien setzen sich für digitale Bildung, die Unterstützung von Familien und Lehrkräften sowie für die Beteiligung junger Menschen an der Entwicklung digitaler Technologien ein. Doch der notwendige Wandel kann nur auf europäischer Ebene gelingen. Die Cities Coalition for Digital Rights ruft das Europäische Parlament daher dazu auf, jetzt entschlossene, kindgerechte Maßnahmen zu ergreifen – für eine sichere, gerechte und gesunde digitale Zukunft aller jungen Menschen in Europa.

Wien zeigt damit erneut sein Engagement für die Rechte und den Schutz junger Menschen im digitalen Raum und ist stolz, Teil dieser wichtigen europäischen Initiative zu sein.

61. OGD-Phase

Mit der 61. OGD-Release am 19. Dezember 2025 wurden Datensätze der Abteilungen Umweltschutz (MA 22), Stadtvermessung und Geoinformation (MA 41) und der Stadtarchäologie freigeschaltet. Eine Auflistung aller neuen Datensätze sowie der Änderungen findet sich im Changelog.

Mit der 61. OGD-Phase läuft das Phasen-Modell der Veröffentlichungen aus. Es werden bereits laufend Datensätze publiziert, unter anderem aufgrund des Informationsfreiheitsgesetzes.

Open-Source-Bericht 2025 der Stadt Wien

Der neue Open-Source-Bericht 2025 zeigt transparent, wie Open Source aktuell genutzt wird und welche Schritte die Stadt in den kommenden Jahren plant: Open Source Bericht der Stadt Wien 2025

Vielfältige Chancen durch offene Software

Offene Software eröffnet der Stadt Wien und ihren Bürger*innen vielfältige Chancen. Sie steht für Fortschritt, Transparenz und gemeinsames Gestalten – nicht nur innerhalb der Verwaltung, sondern auch darüber hinaus.

Mit Open-Source-Lösungen können Anwendungen flexibel angepasst und weiterentwickelt werden. Das erleichtert die Integration in bestehende Systeme und reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern. So entsteht mehr Handlungsspielraum für individuelle Anforderungen.

Die Strategie der Stadt setzt auf ein ausgewogenes Zusammenspiel: Open Source wird dort eingesetzt, wo es sinnvoll ist, und durch bewährte proprietäre Technologien ergänzt. Damit bleibt Wien unabhängig und nutzt gleichzeitig stabile, sichere Lösungen. Offenheit und Verlässlichkeit bilden die Grundlage für digitale Services, die effizient, zukunftsfähig und gemeinsam weiterentwickelbar sind.

Weitere Informationen

Open Source Software (OSS)

Die IT-Tag 2025

IT‑Berufe für Schüler*innen erlebbar machen

Expert*innen aus der IT-Branche besuchten am 9. Dezember 2025 im Rahmen des 2. Die IT-Tags Schulen in ganz Österreich. Sie gaben Schüler*innen konkrete Einblicke in berufliche Möglichkeiten und ihren Arbeitsalltag.

Ziel der Initiative von SheDigital ist es, insbesondere Mädchen und junge Frauen für IT‑Berufe zu gewinnen, Stereotype aufzubrechen und weibliche Vorbilder sichtbar zu machen. Heuer waren rund 260 IT-Expert*innen an 90 Schulen aktiv und gestalteten in mehr als 200 Workshops Angebote für die 3. und 4. Klassen von AHS und MS. Insgesamt nahmen über 4.000 Schüler*innen teil.

Die Formate reichten von persönlichen Berufsgeschichten über interaktive Übungen bis zu praxisnahen Demonstrationen. Die teilnehmenden Expert*innen sprachen mit den Schüler*innen über individuelle Werdegänge, Herausforderungen und Chancen in der IT‑Branche.

Eveline Kasik, Geschäftsbereichsleiterin bei Wien Digital (MA 01) gestaltete gemeinsam mit Franziska Führer (Dezernat Digitales der Magistratsdirektion), Gemeinderätin Marina Hanke und der MINT-Beauftragten der Stadt Wien Sabine Seidler eine Schulstunde am Christine-Nöstlinger-Campus im 2. Bezirk.

Die Expert*innen berichteten kurz über ihren persönlichen Weg in die IT und brachten den Schüler*innen typische Aufgabenfelder im Rahmen eines interaktiven Spiels näher. Vorgestellt wurden unter anderem Software-Entwicklung, Webdesign, Systemadministration, Projektmanagement und Netzwerktechnik.

Stimmen zum Tag

Eveline Kasik, Wien Digital (MA 01):

Ich möchte zeigen, wie kreativ, kollaborativ und sinnstiftend IT‑Jobs sein können. Viele Mädchen wissen gar nicht, dass ihre Talente genau hier gebraucht werden.

 

Sandra Heissenberger, Stellvertreterin des CIO der Stadt Wien und Schirmherrin von SheDigital:

Die IT bietet jungen Menschen Zukunft, Sicherheit und unzählige Entwicklungsmöglichkeiten. Genau das soll dieser Tag vermitteln.

 

Marina Hanke, SPÖ-Gemeinderätin:

Jedes Mädchen, das heute IT für sich entdeckt, kann morgen die digitale Welt von Grund auf verändern. Wir müssen ihnen dafür nur den Raum geben.

 

Sabine Seidler, Universitätsprofessorin an der TU Wien und MINT‑Beauftragte der Stadt Wien:

Der Die IT‑Tag räumt mit dem Klischee auf, dass IT‑Berufe nur für Nerds sind und zeigt Schülerinnen, wie eine von ihnen mitgestaltete, benutzerfreundliche, inklusive und innovative digitale Zukunft aussehen kann.

KI-Wissen von der Stadt für die Stadt

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst Teil unseres Arbeitsalltags – sowohl in der Verwaltung als auch im täglichen Leben vieler Wiener*innen. Damit alle die Chancen und Grundlagen dieser Technologie kennenlernen können, haben die Wiener Volkshochschulen neue KI-Schulungen entwickelt und dabei auf das Wissen der Stadt Wien zurückgegriffen. Dies geschieht ganz im Geiste der Digitalen Agenda Wien, die die Förderung digitaler Fähigkeiten bei allen Altersgruppen – von Schulprojekten bis zu Bürger*innen-Workshops – als wichtiges Handlungsfeld anführt.

Gemeinsam Wissen teilen

Die Kurse „Was ist KI – eine Einführung“ und „KI zum Ausprobieren“ basieren auf einem Info‑Format von Wien Digital (MA 01), das für Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung konzipiert wurde. Das bedeutet: Know-how, das innerhalb der Stadt für interne Schulungen entwickelt wurde, fließt nun auch in die Angebote für Bürger*innen ein.

Im Oktober 2025 wurden beide Formate mit sehr positiven Rückmeldungen erprobt. Die Wiener Volkshochschulen planen bereits weitere Kurse.

Weitere Informationen

Kurse der Wiener Volkshochschulen zum Thema KI