Nachhaltigkeit messbar machen

Wie Satellitendaten Wien Holding-Unternehmen unterstützen

Im Frühjahr 2025 setzte der Vienna Geospace Hub gemeinsam mit dem Datenunternehmen Ubicube ein zukunftsweisendes Projekt für den Hafen Wien und die ARWAG Holding um. Beide sind Unternehmen der Wien Holding. Dabei wurden erstmals satellitendatengestützte Analysen eingesetzt, um die Flächennutzung auf Eigengrund effizient zu erfassen.

Von Handarbeit zu KI-gestützter Präzision

Statt wie bisher manuell zu arbeiten, kamen Satellitenbilder in Kombination mit Geo-KI zum Einsatz. Insgesamt wurden 268 Flächen – 84 beim Hafen Wien und 184 bei der ARWAG – nach Kriterien wie Versiegelung, Landnutzung und naturnaher Fläche ausgewertet. Das Ergebnis: deutlich schnellere Analysen bei höherer Genauigkeit.

Das Projekt liefert nicht nur eine belastbare Grundlage für die Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß der EU-Richtlinie CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive), sondern eröffnet auch neue Anwendungsmöglichkeiten. Dazu zählen etwa das Monitoring von Bautätigkeiten oder die Analyse von Solarpotenzialen für zukünftige Photovoltaik-Projekte.

Partner für digitale Nachhaltigkeit

Der Vienna Geospace Hub ist ein durch die Stadt Wien sowie durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft finanziertes Innovationslabor der UIV Urban Innovation Vienna, der Klima- und Innnovationsagentur der Stadt Wien. Es arbeitet an der Schnittstelle von Verwaltung, Forschung und Wirtschaft. Ziel ist es, durch den Einsatz smarter Geodaten den Wandel hin zu klimafitten Städten zu unterstützen. Partner wie Ubicube bringen dabei ihre Expertise in Bereichen wie Energie, Immobilien und nachhaltige Stadtplanung ein.

Satellitendaten als strategischer Baustein der Stadt Wien

Das Projekt ist Teil einer breiteren Entwicklung: Wien setzt zunehmend auf Satellitendaten, um die Stadtentwicklung datenbasiert und vorausschauend zu gestalten. Im Pilotprojekt „RAVEN – Mit Satelliten die Stadt im Blick“ werden etwa Radarsatelliten eingesetzt, um Bewegungen an Gebäuden und Infrastruktur frühzeitig zu erkennen und so die Sicherheit bei großen Bauprojekten zu erhöhen.

Mit dem EU-geförderten Innovationsprojekt ADUCAT geht die Stadt noch einen Schritt weiter: Satellitendaten, KI und moderne Analyseverfahren werden genutzt, um Grünräume, Temperaturentwicklungen und kritische Infrastrukturen kontinuierlich zu beobachten und datenbasierte Entscheidungen in der Stadtplanung zu ermöglichen. Auch Formate wie das „Space in the City“-Festival zeigen, wie stark das Thema bereits verankert ist. Dort wurde sichtbar, wie Satellitendaten ganz konkret zur nachhaltigen und lebenswerten Stadt beitragen können und für eine breite Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Wien Holding mit ihren Unternehmen Hafen Wien, ARWAG Holding und Urban Innovation Vienna: Sie gehört zu den Innovatorinnen im Bereich der Anwendung von Satellitendaten im urbanen Kontext – von konkreten Projekten in Immobilien und Infrastruktur bis hin zur Mitgestaltung von Innovationsformaten und europäischen Vorzeigeprojekten.