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KULTUR-TOKEN

Ein Pilot- und Forschungsprojekt zur spielerischen Belohnung von klimafreundlichem Verhalten.

Die Stadt Wien arbeitet am Pilotprojekt Kultur-Token, dabei handelt es sich um ein:

  • Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung und Evaluierung.
  • Spielerisches Bonussystem als App zur Motivation von BürgerInnen, CO2 -Emissionen zu reduzieren und sich selbst etwas Gutes zu tun. Digitale Gutschriften können mittels der Kultur-Token in Kultureinrichtungen eingelöst werden.
  • Pilot eines digitalen Anreizsystems, um Alltagsverhalten der BürgerInnen mit Kulturkonsum zu verschränken.
  • Pilotprojekt, um Erfahrungen für einen potentiellen Wien-Token zu sammeln.

Wie werden die Kultur-Token gesammelt und genutzt?

  • Mittels Motion Tracking misst die App aktiv zurückgelegte Wege und erkennt automatisch, ob man zu Fuß geht, mit dem Rad fährt oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt. Daraufhin berechnet die App den persönlichen CO2-Fußabdruck anhand von Daten des Umweltministeriums.
  • Ein Token entspricht etwa 20 kg CO2. Um so viel CO2 einzusparen, müssen die NutzerInnen etwa 2 Wochen lang den täglichen Arbeitsweg zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.
  • Löst man ein Kultur-Token für eine bestimmte Veranstaltung ein, erhält man automatisch einen QR-Code auf das Smartphone, der dann beim Eintritt vorzuweisen ist.

Wesentlich sind bei der Umsetzung folgende Rahmenbedingungen:

  • Wahrung von Privatsphäre und Datenschutz.
  • Forschungsinteressen im Vordergrund, keine Unternehmensinteressen.

Der Test wird in einer kleinen, geschlossenen Test-Community ab 26. Februar 2020 erfolgen. Während der folgenden sechs Monate können NutzerInnen durch CO2-Reduktion digital erworbene Token gegen Kulturleistungen eintauschen.

Wissenswertes zum Kultur-Token

Bitte um Feedback!

Bei Fragen oder Anregungen können sich Test-UserInnen an kultur-token@post.wien.gv.at wenden. Das Kultur-Token-Team freut sich über Feedback zur Anwendung.

iOS und Android

Die App wird von Apple iOS Geräten ab iOS Version 10.0 und Android Smartphones ab Android Version 6.0 unterstützt. Achtung: Es handelt sich um Testzugänge zur App, deshalb kann es sein, dass auf Firmen-Smartphones, die gemanagt sind, diese Installation nicht möglich ist.

Wie lange dauert der Testzeitraum?

Der Testzeitraum beginnt am 26. Februar 2020 und dauert ca. ein halbes Jahr.

Wie viele Personen können am Testbetrieb teilnehmen?

Maximal können 2.000 Personen teilnehmen. Bei der Anmeldung zur Testcommunity heißt es also schnell sein.

Wie viele Kultur-Token können gesammelt werden?

Es können bis zu 5 Kultur-Token gesammelt werden, dann muss ein Kultur-Token eingelöst werden, um wieder einen neuen Kultur-Token sammeln zu können.

Kann ich die App auch außerhalb Wiens nutzen?

Im Pilotbetrieb gibt es keine Einschränkung auf das Stadtgebiet von Wien.

Ist die App nur in deutscher Sprache verfügbar?

Im Pilotbetrieb ist die App nur in deutscher Sprache verfügbar. Grundsätzlich sind die Angebote von wien.gv.at in folgenden Sprachen verfügbar: Englisch, Bosnisch, Kraotisch, Serbisch und Türkisch.

Wie werden die Strecken für den CO2 - Verbrauch gemessen?

Mit der Nutzung der App werden zurückgelegte Wegstrecken aufgezeichnet. Die App bedient sich zur Bestimmung der zurückgelegten Strecke und Geschwindigkeit der GPS- und Ortungs-Schnittstellen der jeweiligen mobilen Geräte bzw. der von den mobilen Geräten verwendeten Navigations-Software und greift auf systemeigene Methoden zur Bestimmung des jeweils aktuellen Standortes zu. Auf Apple iPhones wird hiefür die Verbindung zur Apple Health App genutzt, auf Android Geräten gibt es die Möglichkeit, die Google Fit App zu nutzen und zu synchronisieren.

Vorhandene Fitness-Tracker  oder Fitness-Uhren von Drittanbietern, deren Geräte über eine App gesteuert werden (Garmin, Fitbit und Misfit) können ebenfalls mit der App „Kultur-Token“ verbunden werden. Für die Speicherung der Daten in Geräten, Apps und Portalen von Drittherstellern gelten immer die Datenschutzbedingungen des jeweiligen Herstellers. Auch sind ggf. die Datenschutzbedingungen des Betreibers des jeweiligen App-Stores relevant.

Wie funktioniert die Unterscheidung der Mobilitätsarten?

Für die Erfassung der Strecken und die Unterscheidung der unterschiedlichen Mobilitätsarten (Zu Fuß gehen, Radfahren, Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln,  Autos oder Flugzeugen) wird über eine Schnittstelle die Technologie von MOTIONTAG genutzt.

MOTIONTAG ist ein Unternehmen in Potsdam, Deutschland und hostet und verarbeitet die Daten als Auftragsverarbeiter von Blacksquared GmbH in Deutschland. MOTIONTAG entwickelt mit der Hilfe von maschinellem Lernen Mobilitätslösungen, die Mobilitätsdaten in Echtzeit messen und voneinander unterscheiden. Die Daten werden dabei mit Landkarten und anderen öffentlich zugänglichen Daten abgeglichen. Es werden Parameter hinterlegt, wie Geschwindigkeit und Beschleunigung, nach denen Fortbewegungsmittel unterschieden werden.

Für nachhaltige Mobilitätsarten (Zu Fuß gehen, Radfahren, Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln) wird eine Aufteilung in der App angezeigt und die Kilogramm CO2– Ersparnis berechnet die CO2-Ersparnis im Gegensatz zur Fortbewegung mit einem Automobil berechnet. Die Kilogramm CO2 – Ersparnis wird kumuliert für alle TeilnehmerInnen in der App ausgegeben.

Wie genau ist die Messmethode bei der Streckenerfassung?

Es werden beispielsweise Fahrten mit dem Fahrrad angezeigt, obwohl ich nicht mit dem Fahrrad unterwegs war?

Fehlerhaft zugeordnete Strecken werden sich nicht völlig vermeiden lassen. MOTIONTAG hat ca 90% Genauigkeit beim Messen. Durch die Aufteilung in Prozenten fallen Ungenauigkeiten weniger ins Gewicht.

Warum werden auch die Bewegungsarten Autofahren und Fliegen erhoben?

Diese Bewegungsarten werden für die Begleitforschung erhoben, wo wissenschaftliche Aspekte untersucht werden, beispielsweise, ob sich das Verhalten der Personen ändert. In der STEP 2025 Strategie der Stadt Wien ist das Thema Modal Split Optimierung ebenfalls im Fokus.

Was geschieht am Ende des Pilotbetriebes mit nicht eingelösten Kultur-Token?

Diese werden in Bäume umgewandelt, die im Wald der Wienerinnen und Wiener gepflanzt werden.

Wie wird Missbrauch unterbunden, z.B. das Smarthone jemandem anderen mitzugeben, um rascher Kultur-Token zu sammeln?

Es wurde eine bewusste Entscheidung gegen eine weitere Ansammlung personenbezogener Daten getroffen. Dadurch sind Ungenauigkeiten möglich. Dadurch kann missbräuchliche Nutzung nicht ausgeschlossen werden.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass der Großteil der NutzerInnen solcher Systeme in Hinblick auf den großen Aufwand zur missbräuchlichen Verwendung nicht auf sich nimmt. Dieses Thema soll durch die Begleitforschung untersucht werden.

Wie ist der Energieverbrauch auf Grund der Blockchainlösung?

Nicht höher als bei anderen, klassischen Datenbanken, weil „permissioned“ Blockchains verwendet werden.

Das Projektkonsortium

Stadt Wien

  • Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft
  • Office der CIO der Stadt Wien
  • MA 01 – Wien Digital
  • Upstream – next level Mobility GmbH

in Kooperation mit

Pressekontakt

Kontakt

Pressesprecher der Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft:

Alfred Strauch