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KULTUR-TOKEN

Ein digitales Pilot- und Forschungsprojekt zur spielerischen Belohnung von klimafreundlichem Verhalten.

Die Covid-19-Pandemie schränkt sowohl das Mobilitätsverhalten, als auch das Kulturangebot ein. Daher wurde die Testphase des Kultur-Token ausgesetzt. Das Projekt-Team strebt eine Wiederaufnahme des Betriebs der App „Kultur-Token“ mit 1. Mai 2021 an.

Die Stadt Wien arbeitet am weltweit ersten Kultur-Token, dabei handelt es sich um:

  • ein Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung und Evaluierung.
  • ein digitales Bonussystem, das mittels einer App umweltbewusstes Verhalten mit freiem Zugang zu Kulturveranstaltungen honoriert.
  • eine digitale Gutschrift, die in Kultureinrichtungen eingelöst werden kann. Konkret wird in der Erstanwendung für die aktive Reduktion von CO2 durch Gehen, Radfahren sowie die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ein virtueller Token generiert, der in Folge gegen Tickets namhafter Kulturinstitutionen eintauschbar ist.
  • ein digitales Anreizsystem, um Alltagsverhalten der BürgerInnen mit Kulturkonsum zum Mehrwert aller Beteiligten zu verschränken.
  • ein Projekt, um Erfahrungen für einen potentiellen Wien-Token zu sammeln, der verschiedenste  Leistungen mit anderen Angeboten digital verknüpft.

Die Etablierung des Kultur-Token wurde im Regierungsübereinkommen 2020 festgeschrieben.

Report: ”Kultur-Token Sustainable Business Model:Visualizing, Tokenizing, andRewarding Mobility Behavior in Vienna, Austria” – Institut für Kryptoökonomie, Oktober 2020 (englisch)

Die App Kultur-Token ist auch als digitales Kunstprojekt konzipiert und wird dementsprechend künstlerisch gestaltet.

Wie werden die Kultur-Token gesammelt und genutzt?

  • Mittels Motion-Tracking misst die App aktiv zurückgelegte Wege und erkennt automatisch, ob man zu Fuß geht, mit dem Rad fährt oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Daraufhin berechnet die App anhand von Daten des Umweltministeriums die individuelle CO2-Einsparung im Vergleich zu einer herkömmlichen Autofahrt.
  • Ein Token soll der Vermeidung von etwa 20 kg CO2 entsprechen. Um so viel CO2 einzusparen, müssen die App-NutzerInnen zirka zwei Wochen lang den täglichen Arbeitsweg zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.
  • Löst man einen Kultur-Token für eine bestimmte Veranstaltung ein, erhält man automatisch einen QR-Code auf das Smartphone, der dann beim Eintritt vorzuweisen ist.

Wesentlich sind bei der Umsetzung folgende Rahmenbedingungen:

  • Wahrung von Privatsphäre und Datenschutz.
  • Forschungsinteressen
  • keine Unternehmensinteressen
  • signifikanter Mehrwert für BürgerInnen

Der Test erfolgt in einer geschlossenen Test-Community (1.000 Personen) seit 26. Februar 2020 und ist derzeit unterbrochen. NutzerInnen können nach der Wiederaufnahme 6 Monate lang durch CO2-Reduktion digital erworbene Token gegen Kulturleistungen eintauschen. Die Teilnahme ist freiwillig, UserInnen können jederzeit die App deinstallieren und haben ein Recht auf Löschung ihrer Daten.

Wissenswertes zum Kultur-Token

Bitte um Feedback!

Bei Fragen oder Anregungen können sich Test-UserInnen an kultur-token@post.wien.gv.at wenden. Das Kultur-Token-Team freut sich über Feedback zur Anwendung.

iOS und Android

Die App wird von Apple iOS Geräten ab iOS Version 10.0 und Android Smartphones ab Android Version 6.0 unterstützt. Achtung: Es handelt sich um Testzugänge zur App, deshalb kann es sein, dass auf Firmen-Smartphones, die gemanagt sind, diese Installation nicht möglich ist.

Wie lange dauert der Testzeitraum?

Der Testzeitraum hat am 26. Februar 2020 begonnen und ist derzeit unterbrochen. Geplant ist nach Wiederaufnahme ein Testzeitraum von einem halben Jahr.

Wie viele Personen können am Testbetrieb teilnehmen?

Es wurden bereits alle Testzugänge verteilt. Leider können keine neuen TeilnehmerInnen mehr in den Testbetrieb aufgenommen werden. Es ist keine Anmeldung mehr möglich. Über 3.000 InteressentInnen haben sich gemeldet, für die wissenschaftliche Begleitanalyse stehen jedoch nur 1.000 Testzugänge zur Verfügung. Wegen der übergroßen Nachfrage wurden die Zugangsberechtigungen durch ein automatisiertes Verfahren im Zufallsprinzip ermittelt.

Die Stadt Wien sucht immer engagierte Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen, die uns ab und an Feedback geben – zu Änderungen unserer Website (www.wien.gv.at) oder neuen Formaten wie dem WienBotMein Wien oder dem Kultur-Token.

Wir verschicken alle paar Wochen eine Einladung per E-Mail. Meistens zu kurzen Online-Klicktests, die Sie jederzeit gemütlich am Handy erledigen können. Manchmal laden wir auch zu umfassenderen App Tests, Diskussionsrunden, Events oder Interviews. Sie können natürlich bei jeder Einladung entscheiden, ob Sie gerade Zeit und Lust haben oder nicht.

Wenn Sie mitmachen möchten, können Sie sich hier anmelden: https://www.wien.gv.at/testcommunity

Wie viele Kultur-Token können gesammelt werden?

Es können bis zu 5 Kultur-Token gesammelt werden, dann muss ein Kultur-Token eingelöst werden, um wieder einen neuen Kultur-Token sammeln zu können.

Kann ich die App auch außerhalb Wiens nutzen?

Im Pilotbetrieb gibt es keine Einschränkung auf das Stadtgebiet von Wien.

Ist die App nur in deutscher Sprache verfügbar?

Im Pilotbetrieb ist die App nur in deutscher Sprache verfügbar. Grundsätzlich sind die Angebote von wien.gv.at in folgenden Sprachen verfügbar: Englisch, Bosnisch, Kraotisch, Serbisch und Türkisch.

Wie werden die Strecken für den CO2 - Verbrauch gemessen?

Mit der Nutzung der App werden zurückgelegte Wegstrecken aufgezeichnet. Die App bedient sich zur Bestimmung der zurückgelegten Strecke und Geschwindigkeit der GPS- und Ortungs-Schnittstellen der jeweiligen mobilen Geräte bzw. der von den mobilen Geräten verwendeten Navigations-Software und greift auf systemeigene Methoden zur Bestimmung des jeweils aktuellen Standortes zu. Auf Apple iPhones wird hiefür die Verbindung zur Apple Health App genutzt, auf Android Geräten gibt es die Möglichkeit, die Google Fit App zu nutzen und zu synchronisieren.

Vorhandene Fitness-Tracker  oder Fitness-Uhren von Drittanbietern, deren Geräte über eine App gesteuert werden (Garmin, Fitbit und Misfit) können ebenfalls mit der App „Kultur-Token“ verbunden werden. Für die Speicherung der Daten in Geräten, Apps und Portalen von Drittherstellern gelten immer die Datenschutzbedingungen des jeweiligen Herstellers. Auch sind ggf. die Datenschutzbedingungen des Betreibers des jeweiligen App-Stores relevant.

Wie funktioniert die Unterscheidung der Mobilitätsarten?

Für die Erfassung der Strecken und die Unterscheidung der unterschiedlichen Mobilitätsarten (Zu Fuß gehen, Radfahren, Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln,  Autos oder Flugzeugen) wird über eine Schnittstelle die Technologie von MOTIONTAG genutzt.

MOTIONTAG ist ein Unternehmen in Potsdam, Deutschland und hostet und verarbeitet die Daten als Auftragsverarbeiter von Blacksquared GmbH in Deutschland. MOTIONTAG entwickelt mit der Hilfe von maschinellem Lernen Mobilitätslösungen, die Mobilitätsdaten in Echtzeit messen und voneinander unterscheiden. Die Daten werden dabei mit Landkarten und anderen öffentlich zugänglichen Daten abgeglichen. Es werden Parameter hinterlegt, wie Geschwindigkeit und Beschleunigung, nach denen Fortbewegungsmittel unterschieden werden.

Für nachhaltige Mobilitätsarten (Zu Fuß gehen, Radfahren, Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln) wird eine Aufteilung in der App angezeigt und die Kilogramm CO2– Ersparnis berechnet die CO2-Ersparnis im Gegensatz zur Fortbewegung mit einem Automobil berechnet. Die Kilogramm CO2 – Ersparnis wird kumuliert für alle TeilnehmerInnen in der App ausgegeben.

Wie genau ist die Messmethode bei der Streckenerfassung?

Eine 100%ige Genauigkeit kann bei einer vollautomatischen Wegestreckenerkennung alleine durch Sensoren der Smartphones nicht gewährleistet werden. 

Es werden beispielsweise Fahrten mit dem Fahrrad angezeigt, obwohl ich nicht mit dem Fahrrad unterwegs war?

Fehlerhaft zugeordnete Strecken werden sich nicht völlig vermeiden lassen. MOTIONTAG hat ca 90% Genauigkeit beim Messen. Durch die Aufteilung in Prozenten fallen Ungenauigkeiten weniger ins Gewicht.

Warum werden auch die Bewegungsarten Autofahren und Fliegen erhoben?

Diese Bewegungsarten werden für die Begleitforschung erhoben, wo wissenschaftliche Aspekte untersucht werden, beispielsweise, ob sich das Verhalten der Personen ändert. In der STEP 2025 Strategie der Stadt Wien ist das Thema Modal Split Optimierung ebenfalls im Fokus.

Was geschieht am Ende des Pilotbetriebes mit nicht eingelösten Kultur-Token?

Diese werden in Bäume umgewandelt, die im Wald der Wienerinnen und Wiener gepflanzt werden.

Wie wird Missbrauch unterbunden, z.B. das Smartphone jemandem anderen mitzugeben, um rascher Kultur-Token zu sammeln?

Es wurde eine bewusste Entscheidung gegen eine weitere Ansammlung personenbezogener Daten getroffen. Dadurch sind Ungenauigkeiten möglich. Dadurch kann missbräuchliche Nutzung nicht ausgeschlossen werden.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass der Großteil der NutzerInnen solcher Systeme in Hinblick auf den großen Aufwand zur missbräuchlichen Verwendung nicht auf sich nimmt. Dieses Thema soll durch die Begleitforschung untersucht werden.

Haben Personen Einsicht in die Standortdaten und auch Zugriff auf die zugehörige Identität, oder wird diese pseudonymisiert?

Es hat niemand Einsicht in die Standortdaten, diese werden automatisiert verarbeitet. Die Firmen Blacksquared GmbH und MotionTag GmbH (MOTIONTAG) aus Deutschland als Auftragsverarbeiter und Sub-Auftragsverarbeiter sind der Stadt Wien durch eine Datenschutzvertrag verpflichtet. Hier finden Sie eine kurze Beschreibung, was diese Firmen in unserem Auftrag machen: https://digitales.wien.gv.at/site/projekt/kultur-token/#toggle-id-9
Das Forschungsteam der Wirtschaftsuniversität Wien erhält die E-Mail – Adressen für die Kommunikation zu den Fragebögen, kumulierte Bewegungsdaten (Distanz pro Fortbewegungsmittel, Sensor-ID und Gerätetyp, Zeitstempel der Datenübertragung von der App ins Backend, vermiedenes CO2, entstandenes CO2), aber keine Standortdaten, Anzahl der Kultur-Token und Gutscheine, die alle einer pseudonymisierten ID zugeordnet werden.
Die Universität Koblenz-Landau erhält nur die E-Mail – Adressen, um die Kommunikation zu Fragebögen und Interviews durchführen zu können.

In der Datenschutzerklärung, die in Arbeit ist und laufend verbessert wird, finden Sie noch mehr Informationen, Feedback ist daher durchaus erwünscht:
https://digitales.wien.gv.at/site/projekte/kultur-token-datenschutzerklaerung/

Wie ist der Energieverbrauch auf Grund der Blockchainlösung?

Nicht höher als bei anderen, klassischen Datenbanken, weil „permissioned“ Blockchains verwendet werden.

Was muss ich am Smartphone aktivieren, damit die App Kultur-Token meine Mobilität tracken kann?

Die App Kultur-Token benutzt die auf den Smartphones eingebauten Sensoren bzw. die von den Herstellern verbundenen Apps, wie Apple Health bzw. Google Fit. Diese können von der App Kultur-Token als Datenquelle ausgewählt werden und von MOTIONTAG ausgewertet werden.

Ein Tracking ohne Aktivierung der Trackingmethoden bzw. Ortungsdienste auf den jeweiligen Smartphones ist nicht möglich.

Was passiert, wenn ich das Smartphone wechsle?

Wenn Sie sich mit der gleichen E-Mail-Adresse registrieren, werden die gesammelten Kultur-Token und CO2-Werte, sowie eingelöste Gutscheine mitgenommen. Also am besten E-Mail-Adresse und Passwort merken!

 

Wie verläuft die Installation der Kultur-Token App?

Die Kultur-Token App ist nicht über die am Smartphone vorhandenen Stores zu installieren sondern wird für iOS über Testflight und für Android über Firebase zur Installation bereitgestellt.

Testflight wird nach Aufruf des Links in der Begrüßungs-E-Mail zuerst auf dem Smartphone installiert. Erst danach steht die Kultur-Token App zum Download zur Verfügung und kann installiert werden.

Hinweis:

  • Bitte Installation von anderen Quellen zulassen
  • Auf Firmen-Smartphones kann es sein, dass diese Test-Installation nicht möglich ist.
Ich bekomme eine Fehlermeldung bei der Installation der App Kultur-Token

Entweder haben Sie ein Firmen-Handy, auf dem Test-Installationen nicht zugelassen werden oder Sie haben die Installation von unbekannten Quellen nicht zugelassen.

Pressekontakt

Kontakt

Pressesprecher der Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft:

Alfred Strauch

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