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Neuer Stadtplan und Geoportal

Wiens Kartenwelt wird moderner

Wien macht Kartenanwendungen einfacher, moderner und besser nutzbar: Der Stadtplan BETA unterstützt bei der täglichen Orientierung mit neuer Oberfläche und themenbezogener Suche.

Für alle, die tiefer in Geodaten einsteigen wollen, bündelt das Geoportal Wien viele Datensätze und Werkzeuge an einem Ort.

Wiens neue Kartenangebote: 2 Zugänge, 1 Ziel

Karten gehören zu den meistgenutzten digitalen Angeboten einer Stadt. Ob man schnell eine Adresse findet, wissen will, was in der Umgebung los ist, oder sich zu einem Thema wie Mobilität, Umwelt oder Stadtentwicklung einen Überblick verschaffen möchte: Der Bedarf ist groß und sehr unterschiedlich. Genau deshalb setzt Wien bei der Weiterentwicklung seiner Kartenwelt auf 2 klar ausgerichtete Angebote: den Stadtplan BETA für den Alltag und das Geoportal Wien für alle, die Geodaten gezielt kombinieren, analysieren oder herunterladen möchten.

Neuer Stadtplan BETA: schneller finden, leichter bedienen

Der Stadtplan BETA steht als erste Voransicht zur Verfügung und bringt 3 Dinge zusammen:

  • Schlagwort‑Suche nach Themen und Angeboten
  • modernes Design und eine übersichtliche Bedienung
  • verschiedene Kartenansichten mit zusätzlichen Informationen

wien.gv.at-Stadtplan

Geoportal Wien: Geodaten zentral entdecken, kombinieren und teilen

Wer beruflich, wissenschaftlich oder aus persönlichem Interesse mit Geodaten arbeitet, braucht andere Funktionen als die im klassischen Stadtplan angebotenen. Das Geoportal Wien ist deshalb als zentrale Anlaufstelle für viele Geodaten gedacht: Datensätze lassen sich suchen, layerweise kombinieren, in ihrer Transparenz anpassen und je nach Thema gezielt auswerten.

Typische Funktionen sind etwa Messwerkzeuge, Zeichenfunktionen, Datenfilterung und Datenexport, ein Time‑Slider sowie das Teilen individuell zusammengestellter Karten per Link. Das Geoportal Wien läuft zudem auf einer Open Source Software.

Geoportal – Stadtvermessung und Geoinformation

Daten als Fundament: Open Government Data und standardisierte Geowebservices

Damit Karten nicht nur „schön“, sondern auch verlässlich und weiterverwendbar sind, setzt Wien seit Jahren auf Open Government Data (OGD). Daten werden wo möglich offen bereitgestellt und können von Verwaltung, Forschung, Unternehmen und Zivilgesellschaft genutzt werden.

Ergänzend dazu bietet die Stadt Wien Geodaten auch als standardisierte Webservice‑Schnittstellen (zum Beispiel WMTS, WMS, WFS, VTC) an. Das ist wichtig, damit Geoinformationen in vielen Anwendungen stabil und performant eingesetzt werden können.

Der Text wurde mit der Unterstützung von KI erstellt.

Digitale Bedienungsfreundlichkeit

Die Stadt Wien baut ihre Expertise im Bereich der digitalen Benutzer*innen-Freundlichkeit weiter aus.

Die in der Geschäftseinteilung verankerte Zuständigkeit der Abteilung Kommunikation und Medien (MA 53) für die Benutzer*innen-Freundlichkeit digitaler Services bildet dabei den strategischen und gestalterischen Rahmen.

Ergänzend dazu etabliert die Abteilung Wien Digital (MA 01) ein UX-Team (User Experience-Team) und erweitert kontinuierlich die digitalen Angebote, um die technische Umsetzung Benutzer*innen-orientierter Services sicherzustellen. Ziel ist es, digitale Services für alle Bürger*innen noch einfacher zugänglich und besser bedienbar zu machen – unter Einbeziehung der bereits bestehenden Kompetenzen in verschiedenen Magistratsabteilungen.

Digitales Wien für Bürger*innen

Im Rahmen der Digitalen Agenda 2030 hat sich die Stadt Wien zum Ziel gesetzt, die digitale Bürger*innen-Orientierung weiter zu stärken. Die Abteilung Kommunikation und Medien verantwortet dabei die übergreifenden Standards, Methoden und Design-Prinzipien zur Sicherstellung einer einheitlichen und benutzerfreundlichen Gestaltung digitaler Services. Wien Digital baut auf diesem Fundament auf, nutzt das vorhandene Wissen innerhalb der Verwaltung und fördert den fachlichen Austausch zwischen den beteiligten Organisationseinheiten.

Laptop

Einsatz bei der Stadt Wien: UX/UI-Teams arbeiten mit dem Designsystem handbuch.wien.gv.at, um UI-Elemente einheitlich umzusetzen.

Software-Entwicklung mit Fokus auf Bürger*innen

Durch die enge Abstimmung zwischen den Abteilungen werden UX-Methoden systematisch in den Software-Entwicklungsprozess integriert. Bereits in der Planungsphase wird die Perspektive künftiger Nutzer*innen berücksichtigt, deren Anforderungen in die Gestaltung der digitalen Services einfließen.

User-Centered Design, prototypisches Arbeiten und Usability-Tests sind feste Bestandteile vieler Projekte. Konsistente Design-Elemente auf Basis des von der Abteilung Kommunikation und Medien verantworteten Design-Systems sorgen für einfache, verständliche und intuitiv nutzbare Benutzeroberflächen. Rückmeldungen von Bürger*innen sowie Testings liefern wertvolle Impulse für kontinuierliche Verbesserungen.

Mit dieser klaren Aufgabenteilung und Zusammenarbeit gelingt ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer Benutzer*innen-freundlichen digitalen Landschaft.

Werner Nabicht, Abteilungsleiter von Wien Digital:

Gemeinsam gestalten wir eine digitale Zukunft, die für alle zugänglich und nutzbar ist.

Neues Online-Zahlservice „Zahl’s Wien“

Seit über 20 Jahren bestehen für die Bürger*innen der Stadt Wien sowie für Unternehmen Online-Zahlmöglichkeiten für zahlreiche Geschäftsfälle.

Die Stadt hat Anfang 2025 im Sinne der laufenden Modernisierung das neue Zahlservice „Zahl’s Wien“ für Online-Sofortzahlungen umgesetzt. Das Service ermöglicht neben den bereits bestehenden Zahl-Möglichkeiten wie Kreditkarte und eps-Online-Überweisung auch das Bezahlen über Google Pay und Apple Pay.

Unternehmen können die Anmeldung zur Kfz-Konzessionsprüfung mit dem neuen Service bezahlen.

Außerdem wurde Zahl’s Wien auch ins Wiener Parkpickerl eingebunden.

Zusätzlich wurde die online Bezahlseite – aufrufbar unter Bezahlservice – neu umgesetzt und erweitert.

Durch diese Realisierungen wurden wesentliche Meilensteine erreicht und ein weiterer Beitrag zur Digitalen Agenda Wien 2030 geleistet.

Vorteile

  • Mit „Zahl’s Wien“ können Bürger*innen im Zuge des Zahlvorgangs das bevorzugte Zahlungsmittel im Stadt Wien Benutzer*innen-Profil hinterlegen.
  • Bereits innerhalb eines Online-Bezahlvorgangs hinterlegte Zahlungsmittel können über mein.wien.gv.at im Stadt Wien Benutzer*innen-Profil favorisiert und gelöscht werden.

Nominierung für den eAward25

Wiener Informationsplattform zur Kindergartensuche im Rampenlicht

Die Stadt Wien setzt erneut ein Zeichen in Sachen Digitalisierung und Bürger*innen-Nähe: Die Informationsplattform zur Kindergartensuche wurde für den eAward25 nominiert. Diese Auszeichnung würdigt Projekte, die mit innovativen digitalen Lösungen einen echten Mehrwert bieten – und genau das leistet die Plattform, die Familien in Wien bei der Suche nach den passenden Kindergärten, Kindergruppen, Tageseltern beziehungsweise Horten unterstützt.

Eine zentrale digitale Anlaufstelle

Für viele Eltern beginnt mit der Suche nach einem geeigneten Standort eine oft mühsame Recherche: Welche Bildungseinrichtungen gibt es im eigenen Bezirk? Welche Angebote und Schwerpunkte stehen zur Verfügung? Ist die Einrichtung privat, städtisch, inklusiv oder barrierefrei? Die Informationsplattform der Stadt Wien bündelt alle relevanten Daten an einem Ort und erleichtert damit die Entscheidungsfindung erheblich: Kindergärten, Kindergruppen, Tageseltern und Horte suchen

Eltern können gezielt nach individuellen Kriterien filtern, etwa nach Alter („ab 0 Jahren“), nach Barrierefreiheit, nach Freiflächen oder nach Trägerform. Eine integrierte Karte hilft dabei, schnell und übersichtlich passende Einrichtungen in der Nähe zu finden. Die Plattform macht zudem transparent, ob eine Einrichtung privat oder städtisch geführt wird und ermöglicht eine direkte Kontaktaufnahme.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der barrierefreien und inklusiven Ausrichtung. Filter wie „barrierefreier Zugang“ oder „Mehrsprachigkeit“ ermöglichen es, auch auf spezielle Bedürfnisse einzugehen. So wird der Zugang zu Informationen für alle Eltern – unabhängig von individuellen Herausforderungen – deutlich erleichtert.

Warum diese Nominierung wichtig ist

Die Nominierung für den eAward25 ist weit mehr als eine Anerkennung technischer Exzellenz. Sie unterstreicht die Bedeutung von Digitalisierung mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert:

  • Digitalisierung mit Sinn: Die Plattform erleichtert den Familienalltag spürbar und ist kein Selbstzweck.
  • Gleichberechtigter Zugang: Insbesondere Familien, die mit digitalen Systemen weniger vertraut sind, profitieren von der einfachen und transparenten Bedienung.
  • Innovation im öffentlichen Dienst: Die Plattform zeigt, wie moderne Verwaltungslösungen aussehen können – smart, serviceorientiert und am Menschen ausgerichtet.

Die Aufmerksamkeit rund um die Nominierung stärkt das Bewusstsein, dass eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur im Bildungsbereich längst kein „Nice to have“ mehr ist, sondern zur Grundausstattung moderner Städte gehört. Der Erfolg der Wiener Informationsplattform ist auch der engagierten Arbeit der Teams von Wien Digital (MA 01), Stadt Wien – Kindergärten (MA 10) sowie Stadt Wien – Kommunikation und Medien (MA 53) zu verdanken.

5 Personen mit Urkunden

Das Team der Stadt Wien

Die Nominierung für den eAward25 zeigt eindrucksvoll: Mit durchdachten digitalen Angeboten kann die öffentliche Verwaltung das Leben der Bürger*innen nachhaltig verbessern und so einen Beitrag zu einer familienfreundlichen, inklusiven und modernen Stadt leisten.

Neuer Webauftritt der Stadt Wien

Übersichtlichkeit, leichte Bedienbarkeit auf unterschiedlichen Geräten, technische Erneuerung mit flexiblem Content-Modell, Erweiterbarkeit, hohe Verfügbarkeit und Performance waren die Hauptziele des großen Projektes zum Relaunch von wien.gv.at.

Bürgermeister Michael Ludwig:

Als Digitalisierungshauptstadt sind wir Vorreiterin bei digitalen Service-Angeboten der Stadtverwaltung für Wiener*innen. Digitalisierungsprojekte dürfen aber nie Selbstzweck sein, sondern müssen der Bevölkerung einen konkreten Nutzen bringen. Die Adresse wien.gv.at steht seit 1995 für Verlässlichkeit, Vertrauen, Qualität und Sicherheit. Der jetzige Relaunch bringt die Website optisch und technisch auf ein ganz neues Level, weil er die Bedürfnisse der Bevölkerung vollständig in den Mittelpunkt stellt. Die Wiener*innen kommen schneller zu ihren Informationen und die Stadtverwaltung kann ihre Leistungen noch gezielter zur Verfügung stellen. Das spart den Wiener*innen viel Zeit, die Qualität der Informationen steigt und die Verwaltung kann effizienter arbeiten, was langfristig auch Geld in der Struktur spart. Die neue Website ist auch ein Impuls für den Wiener Wirtschaftsstandort, weil viele Wiener Unternehmen an diesem Projekt mitgewirkt haben.

Aus 3 mach 1

Inhalte aus dem abgelösten Content-Management-System (CMS) vieW4 sowie Teile aus Liferay und WordPress wurden in ein neues CMS überführt. Insgesamt wurden rund 15.000 Seiten mit einem eigens entwickelten Import-Werkzeug migriert und überarbeitet.

Bei der Vielzahl an Redakteur*innen und der Komplexität der Inhalte war es auch wichtig, die Redakteur*innen in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und die Abläufe zu erleichtern. Die redaktionelle Arbeit wurde daher in einem „Zentralen Content Management Hub“ gebündelt. Damit müssen Aktualisierungen nur noch an einer Stelle und nicht in mehreren „Content-Silos“ vorgenommen werden. Das bedeutet, wenn es zum Beispiel zu einer Aktualisierung von Öffnungszeiten im Stadtgesundheitszentrum kommt, dann müssen diese nur noch an einer Stelle geändert werden und überall, wo diese Öffnungszeiten eingebunden sind, kommt es zu einer automatischen Aktualisierung.

An wien.gv.at hängen außerdem rund 300 Applikationen – unter anderem die Veranstaltungsdatenbank. Durch die neue Technologie ist ein „API-first-Ansatz“ grundsätzlich vorhanden und es sind somit „native“ Mobile Apps möglich.

Open Shift und Cloud

Beim neuen Webauftritt hat sich die Stadt für das gleiche technische Setting entschieden wie bei der WienKI – dafür wurde der Stadt Wien der Innovation of the Year Award von Red Hat zugesprochen: Red Hat Innovation Award für Stadt Wien – Digitales Wien.

Die Website selbst wird in einem Open Shift Cluster betrieben, der seinerseits in der Cloud läuft. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, diese Technologie bei Bedarf auf anderen Systemen zu betreiben.

Diese Lösung ermöglicht es der Stadt, dynamisch auf erhöhte Zugriffszahlen zu reagieren, sei es bei Wahlen oder in Krisenzeiten. Die Cloud bietet geo-redundante Infrastruktur, automatische Recovery-Mechanismen und weltweite Verfügbarkeit. Dadurch wird sichergestellt, dass die Website auch in kritischen Momenten erreichbar bleibt.

Feedback

Die Test-Community der Stadt Wien besteht aus über 1.400 Bürger*innen aller Altersgruppen, die regelmäßig Feedback zu digitalen Services wie wien.gv.at, dem WienBot oder der Stadt Wien App geben. Mit ihnen gemeinsam wird die Seite laufend weiterentwickelt.

Feedback zum Relaunch von wien.gv.at ist immer willkommen – unter redaktion@wien.gv.at oder auf www.wien.gv.at/relaunch.

Stadt Wien führt OpenShift ein

Container-Technologien steigern Effizienz

In einer Zeit, in der digitale Lösungen immer wichtiger werden, ist die Fähigkeit, Software schnell und zuverlässig bereitzustellen, entscheidend. Im Rahmen ihres Technologie-Erneuerungsprogramms setzt die Stadt Wien daher einen weiteren bedeutenden Schritt in der digitalen Transformation: Mit der Einführung von Kubernetes auf Basis von Red Hat OpenShift zur Orchestrierung von Container-Anwendungen 1 wird die Effizienz und Flexibilität in der Softwareentwicklung und -bereitstellung deutlich gesteigert.

Container-Technologien bieten eine vielversprechende Lösung, indem sie Anwendungen in isolierten Umgebungen ausführen, die leicht zu verwalten und zu skalieren sind. Mit OpenShift hat Wien Digital (MA 01), die IT-Abteilung der Stadt Wien, eine Plattform implementiert, die diese Technologien optimal nutzt. Ein wesentlicher Vorteil ist die horizontale Skalierung: Anwendungen können an mehreren Standorten betrieben werden und je nach Bedarf werden zusätzliche Instanzen gestartet – beispielsweise bei einer hohen Anzahl von Anträgen. Darüber hinaus ermöglicht die Plattform eine bedarfsgerechte und schnellere Bereitstellung neuer Anwendungen. Durch den höheren Automatisierungsgrad wird den Bürger*innen ein verbesserter Service geboten.

Ziele des Projekts

Das Projekt verfolgte mehrere zentrale Ziele. Zunächst wurde ein umfassendes Konzept entwickelt, das die Integration von OpenShift in die bestehende IT-Infrastruktur von Wien Digital beschreibt. Dies umfasst den Aufbau einer neuen Infrastruktur in mehreren Rechenzentren der Stadt Wien, die die Hochverfügbarkeit aller dort betriebenen Anwendungen der Stadt Wien sicherstellt. Im Rahmen des Projekts wurden bereits erste Anwendungen produktiv in Betrieb genommen.

Zusammenarbeit und Expertise

Um die Einführung von OpenShift erfolgreich zu gestalten, hat Wien Digital auf externe Expertise zurückgegriffen. Fachleute wurden in den Entwicklungsprozess eingebunden, um sicherzustellen, dass die Konzepte fundiert sind und den aktuellen Standards entsprechen. Darüber hinaus erfolgte eine enge Abstimmung mit anderen laufenden Projekten innerhalb der Stadtverwaltung, um Synergien zu nutzen und die digitale Transformation ganzheitlich voranzutreiben.

Strategie

Die Einführung von Red Hat OpenShift bei Wien Digital ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen, flexiblen IT-Infrastruktur. Durch die Nutzung von Container-Technologien kann die Stadt Wien ihre digitalen Dienstleistungen effizienter gestalten und besser auf die Bedürfnisse der Bürger*innen eingehen.

 

1Container-Technologien bündeln Anwendungen und alle dafür nötigen Dateien in einem „Paket“. Das vereinfacht die Installation und den Betrieb von Server-Anwendungen sowie deren Management und Verteilung. Diese Container ermöglichen eine weitgehende Automatisierung von Rollout-Prozessen im Rechenzentrum. Sie beschleunigen und vereinfachen die Entwicklung von Anwendungen und sind ressourcenschonend. Außerdem ermöglichen sie eine schnelle Skalierung, da sie je nach Andrang leicht gestartet und gestoppt werden können.

Formularserver zukunftsfit

Im Rahmen der Digitalisierung werden oft Maßnahmen gesetzt, deren größter Erfolg darin besteht, dass man von außen nichts bemerkt. Das gilt auch bei der Modernisierung des Formularservers der Stadt Wien.

„Formularserver“ umfasst dabei alles, was notwendig ist, damit Bürger*innen elektronische Anträge stellen können. Er enthält mehr als 1.000 Antragsformulare, die im Internet und Intranet des Magistrats im Einsatz sind, sowie Anbindungen an verschiedene Fachinformationssysteme.

Umfassende Erneuerung der technischen Basis

Der Formularserver ist bereits seit 20 Jahren erfolgreich im Einsatz. Im Rahmen des umfassenden Technologie-Erneuerungsprogramms von Wien Digital (MA 01) wurde der Formularserver technologisch auf den neuesten Stand gebracht und die Voraussetzungen für horizontale Skalierung und Container-Fähigkeit1 geschaffen.

Der Formularserver besteht aus einem Teil, der alle Formulare zur Verfügung stellt, und dem Editor, einer Web-Anwendung zum Bau von Formularen. Für die Formular-Entwicklung und die Formular-Verwendung wurden unabhängige Instanzen errichtet, damit der laufende Betrieb uneingeschränkt verfügbar bleibt. Dazu wurde der Server in funktionale Module gegliedert. Das erleichtert auch die Wartung erheblich.

Effizienz und Flexibilität

Die Software-Architektur wurde so angepasst, dass bei kurzfristigen Spitzen durch erhöhten Aufruf eines Services oder Antrags die Infrastruktur flexibel aufgestockt und automatisch angepasst werden kann. Mit dieser sogenannten horizontalen Skalierung können die Wartezeiten bei hohem Andrang verkürzt werden. Wenn die Lastspitzen vorüber sind, werden nicht mehr benötigte Ressourcen automatisch wieder weggeschaltet.

Dieses Projekt war eines der ersten, das im Rahmen des Technologie-Erneuerungsprogramms der Stadt Wien fertiggestellt wurde und stellt einen weiteren bedeutenden Schritt in Richtung einer modernen und bürger*innen-freundlichen Verwaltung dar.

Werner Nabicht, Abteilungsleiter von Wien Digital (MA 01):

Der Formularserver ist ein zentrales Element der Online-Dienste der Stadt Wien. Viele Prozesse, von der Mindestsicherung bis zur Vergabe von Kindergartenplätzen, laufen über diesen Server. Mit der durchgeführten Modernisierung haben wir den Formularserver zukunftssicher gemacht und sind auch auf hohe Zugriffszahlen bestens vorbereitet.

 

1 IT-Container sind Technologien, die eine Anwendung und alle dafür nötigen Dateien in einem „Paket“ bündeln. Das vereinfacht die Installation und den Betrieb von Server-Anwendungen sowie deren Management und Verteilung. IT-Container ermöglichen eine weitgehende Automatisierung von Rollout-Prozessen im Rechenzentrum. Sie beschleunigen und vereinfachen die Entwicklung von Anwendungen und sind ressourcenschonend. Außerdem ermöglichen sie eine schnelle Skalierung, da sie je nach Andrang leicht gestartet und gestoppt werden können.

Amtstermine per Mausklick buchen

Wiener*innen können Termine für zahlreiche Amtswege bequem von zu Hause aus buchen, verwalten und stornieren. Das von Wien Digital (MA 01) entwickelte Online-Tool für Terminbuchungen KALON ermöglicht die Buchung von Terminen für verschiedene städtische Dienstleistungen und medizinische Termine in den Kliniken der Stadt Wien.

Praktisch und flexibel

Durch die Integration in das Online-Portal Mein.Wien ist die Terminbuchung nur wenige Klicks entfernt – egal, ob es um einen neuen Pass, eine Ummeldung oder das Parkpickerl geht.

Bürger*innen können einzelne Termine oder ganze Terminblöcke für die Familie buchen und diese über iCal in ihren persönlichen Kalender integrieren. Eine Erinnerung an bevorstehende Termine durch E-Mail- oder SMS-Benachrichtigungen kann auch eingestellt werden.

Die Online-Terminbuchung ist nicht nur für Bürger*innen bequemer. Auch die Behörden, bei denen das Tool bereits im Einsatz ist, berichten von einer besseren Auslastung von Ressourcen und effizienterer Terminplanung.

Gut genutztes Service

Die Magistratischen Bezirksämter haben ihre Terminvergabe für das Pass-Service, Meldedienste und das Parkpickerl vollständig auf die Online-Terminbuchung umgestellt. Das Service wird von Bürger*innen sehr gut angenommen: Seit 1. Oktober 2024 ist die Online-Terminbuchung für das Meldeservice bei den Magistratischen Bezirksämtern möglich.

Bis Ende 2024 wurden 17.624 Termine gebucht. Im selben Zeitraum wurden 14.789 Termine betreffend Reisepass, Personalausweis und ID Austria online gebucht.

Services mit Online-Terminbuchung

Weitere Services, für die online Termine gebucht werden können: