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MINT in Wien: Früh fördern, gut begleiten

Wie können Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das erste Wiener MINT-Stakeholder-Forum am 10. März 2026 im Rathaus. Im Fokus stand, was junge Menschen von der frühen Bildung bis zum Beruf brauchen, damit das Interesse an MINT nicht verloren geht.

In Wien gibt es dafür bereits viele engagierte Akteur*innen aus den Bereichen Bildung, Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die beim Forum entstandene Wiener MINT-Karte zeigt, wie breit das Feld schon aufgestellt ist – von Angeboten für Kindergarten und Schule bis zu außerschulischen Initiativen, Netzwerken und Einrichtungen der Erwachsenenbildung.

Plakat mit bunten Feldern und gelben Post-its

Die Wiener MINT-Karte zeigt, wie vielfältig die Akteur*innen, Angebote und Themenfelder in Wien bereits sind.

Die Keynote von Hilda Tellioğlu, Professorin für Informatik an der TU Wien, machte deutlich: MINT-Förderung ist nicht nur ein Bildungsthema, sondern auch eine Frage von Chancen und Teilhabe. Daher ist es entscheidend, Kinder und Jugendliche über den gesamten Bildungsweg hinweg gut zu begleiten. Gerade bei Bildungswechseln können das Interesse verloren gehen oder Orientierung fehlen. Dies ist zum Beispiel beim Schulstart, beim Wechsel in eine neue Schulstufe oder später bei der Entscheidung für eine Ausbildung, ein Studium oder einen Beruf der Fall. Solche Brüche wiegen auch deshalb schwer, weil MINT-Kompetenzen in Zukunft noch stärker gefragt sein werden. Laut der Keynote erfordern 70 Prozent der Berufe der Zukunft MINT-Kompetenzen. Zugleich waren im Jahr 2023 in Österreich rund 25.000 MINT-Stellen unbesetzt.

In den Workshops ging es deshalb vor allem darum, wie Wien vorhandene Angebote besser verbinden kann: durch stärkere MINT-Impulse im Kindergarten, bessere Berufsorientierung, eine engere Verknüpfung von schulischen und außerschulischen Angeboten sowie niederschwellige Zugänge für unterschiedliche Zielgruppen. Auch passende Vorbilder und die Ansprache von Eltern, insbesondere von Müttern, wurden als wichtige Faktoren genannt. Ein besonderer Fokus lag darauf, Mädchen und junge Frauen gezielter für technische Bildungswege zu gewinnen.

Vernetzung und Begleitung verstärken

Das Forum hat gezeigt, dass Wien MINT nicht bei null aufbauen muss. Vieles ist bereits vorhanden. Entscheidend ist nun, bestehende Angebote besser zu vernetzen, Bildungswechsel bewusster zu begleiten und Kinder und Jugendliche über längere Zeit hinweg gut zu unterstützen.

Die Stadt Wien will diesen Austausch weiterführen und die Wiener MINT-Landschaft weiter stärken. Die MINT-Koordinationsstelle der MA 23 dient dabei als Anlaufstelle für MINT-Anliegen in Wien.

Weitere Informationen

Die MINT-Initiative der Stadt Wien

KI-Sprachmodelle verstehen

Workshop-Angebot im Rahmen der Wiener Frauenwoche

KI-Sprachmodelle (Large Language Models) sind im Alltag und in der Arbeitswelt angekommen. Sie unterstützen beim Schreiben, Zusammenfassen, Strukturieren von Informationen und bei der Ideenfindung.

Gleichzeitig tauchen viele Fragen auf: Wie funktionieren diese Modelle? Und wo liegen Grenzen und Risiken?

Im Rahmen der Wiener Frauenwoche 2026 wurde im Rahmen der DigitalCity.Wien ein KI-Workshop (Grundlagen mit klarem Praxisbezug) angeboten, an dem mehr als 40 Besucherinnen teilnahmen. Der interaktive Workshop bot einen praxisnahen Überblick, um KI-Sprachmodelle realistisch einordnen und kritisch nutzen zu können.

Viele Fragen, viel Austausch

Nach einem theoretischen Input folgte eine rege Diskussion. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum zeigten das große Interesse und die Praxisrelevanz des Themas KI.

Umsetzung

Der Workshop wurde von den Wiener Volkshochschulen durchgeführt. Initiiert und organisatorisch unterstützt wurde das Angebot durch die UIV Urban Innovation Vienna, die Koordinationsstelle der Digital City Wien.

Die IT-Tag 2025

IT‑Berufe für Schüler*innen erlebbar machen

Expert*innen aus der IT-Branche besuchten am 9. Dezember 2025 im Rahmen des 2. Die IT-Tags Schulen in ganz Österreich. Sie gaben Schüler*innen konkrete Einblicke in berufliche Möglichkeiten und ihren Arbeitsalltag.

Ziel der Initiative von SheDigital ist es, insbesondere Mädchen und junge Frauen für IT‑Berufe zu gewinnen, Stereotype aufzubrechen und weibliche Vorbilder sichtbar zu machen. Heuer waren rund 260 IT-Expert*innen an 90 Schulen aktiv und gestalteten in mehr als 200 Workshops Angebote für die 3. und 4. Klassen von AHS und MS. Insgesamt nahmen über 4.000 Schüler*innen teil.

Die Formate reichten von persönlichen Berufsgeschichten über interaktive Übungen bis zu praxisnahen Demonstrationen. Die teilnehmenden Expert*innen sprachen mit den Schüler*innen über individuelle Werdegänge, Herausforderungen und Chancen in der IT‑Branche.

Eveline Kasik, Geschäftsbereichsleiterin bei Wien Digital (MA 01) gestaltete gemeinsam mit Franziska Führer (Dezernat Digitales der Magistratsdirektion), Gemeinderätin Marina Hanke und der MINT-Beauftragten der Stadt Wien Sabine Seidler eine Schulstunde am Christine-Nöstlinger-Campus im 2. Bezirk.

Die Expert*innen berichteten kurz über ihren persönlichen Weg in die IT und brachten den Schüler*innen typische Aufgabenfelder im Rahmen eines interaktiven Spiels näher. Vorgestellt wurden unter anderem Software-Entwicklung, Webdesign, Systemadministration, Projektmanagement und Netzwerktechnik.

Stimmen zum Tag

Eveline Kasik, Wien Digital (MA 01):

Ich möchte zeigen, wie kreativ, kollaborativ und sinnstiftend IT‑Jobs sein können. Viele Mädchen wissen gar nicht, dass ihre Talente genau hier gebraucht werden.

 

Sandra Heissenberger, Stellvertreterin des CIO der Stadt Wien und Schirmherrin von SheDigital:

Die IT bietet jungen Menschen Zukunft, Sicherheit und unzählige Entwicklungsmöglichkeiten. Genau das soll dieser Tag vermitteln.

 

Marina Hanke, SPÖ-Gemeinderätin:

Jedes Mädchen, das heute IT für sich entdeckt, kann morgen die digitale Welt von Grund auf verändern. Wir müssen ihnen dafür nur den Raum geben.

 

Sabine Seidler, Universitätsprofessorin an der TU Wien und MINT‑Beauftragte der Stadt Wien:

Der Die IT‑Tag räumt mit dem Klischee auf, dass IT‑Berufe nur für Nerds sind und zeigt Schülerinnen, wie eine von ihnen mitgestaltete, benutzerfreundliche, inklusive und innovative digitale Zukunft aussehen kann.

Cloudflight Coding Contest im Rathaus

Am 14. November 2025 hat der Cloudflight Coding Contest (CCC) bereits zum 41. Mal Entwickler*innen aus aller Welt zusammengebracht. 4.753 Teilnehmende traten zeitgleich online sowie an 42 Standorten rund um den Globus gegeneinander an – von Deutschland über Österreich bis nach Tansania und Indien.

Seit seiner Gründung im Jahr 2007 in Linz hat sich der CCC zu einem der größten und renommiertesten Programmierwettbewerbe Europas entwickelt. Ziel des Wettbewerbs ist es, technologische Begeisterung zu fördern und den Austausch zwischen Talenten, Unternehmen und Bildungseinrichtungen zu stärken.

3 Wettbewerbskategorien

Die Teilnehmenden stellten sich beim Wettbewerb anspruchsvollen, praxisnahen Programmieraufgaben in 3 Kategorien:

Der „School“-Track richtete sich an Schüler*innen und Programmier-Neulinge, die im Spiel „Asteroid Mining“ ins Jahr 2048 reisten und mit dem richtigen Algorithmus ein optimales Tunnel-Layout zum Abbau von Mineralien aus Asteroiden entwerfen mussten.

Im „Classic“-Track tüftelten erfahrene Entwickler*innen im Spiel „Spaceship“ am richtigen Algorithmus, um ein Raumschiff sicher durch das Weltall zu navigieren – eine Aufgabe, die über jedes der 8 Level immer schwieriger wurde.

Der 3. Track „Data/AI“ richtete sich an Teilnehmende mit besonderem Schwerpunkt auf Datenanalyse, Machine-Learning und künstlicher Intelligenz. Er wurde in diesem Jahr nach einer mehrjährigen Pause das 1. Mal wieder angeboten. Im Data/AI-Game „Migratory Birds“ wurden die Teilnehmenden zu Ornithologen und mussten ihre eigene KI mit Daten zur Vorhersage der Vogelmigration trainieren.

Unterstützung der Stadt Wien

Auch in diesem Jahr öffnete die Stadt Wien wieder ihre Tore für den CCC und verlieh dem Wiener Standort wieder eine ganz besondere Atmosphäre. Der Festsaal des Wiener Rathauses war in diesem Jahr ausgebucht und bot Platz für insgesamt fast 800 Coder*innen. Damit ist Wien die zweitgrößte CCC-Location weltweit.

Die Stadt Wien unterstützt den Cloudflight Coding Contest seit 2012 jährlich und fördert damit junge Talente im IT-Bereich. Thomas Schuhböck, Magistratsdirektion der Stadt Wien – Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit, schloss den School-Contest und gratulierte allen Gewinner*innen zu ihrer herausragenden Leistung.

Wien Digital-Workshops für Schülerinnen

„Junge Frauenstimmen“ – HTL Wien West trifft Wien Digital

„Wie ist es als Frau in einem männerdominierten Beruf?“, „Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Arbeitsplatzes in Bezug auf KI?“, „Was würden Sie jungen Mädchen raten?“ Diese und viele andere Fragen stellten Schülerinnen der HTL Wien West, die sich für die Fachrichtung Informationstechnologie entschieden hatten, im Rahmen eines Workshops von 3 Mitarbeiterinnen von Wien Digital.

Die Fragen bezogen sich meist auf die schulische und berufliche Laufbahn sowie persönliche Entwicklung. Viele der Schülerinnen haben – ebenso wie die Mitarbeiter*innen von Wien Digital – Migrationshintergrund. Oft kommen bei den Mädchen hinsichtlich ihres gewählten Berufsweges Zweifel auf, sei es aufgrund traditioneller Geschlechtervorstellungen des Elternhauses, sei es wegen Unsicherheiten oder privater Verpflichtungen.

Workshop-Initiative des Integrationshauses

Der Workshop entstand auf Initiative des Integrationshauses, einem Kompetenzzentrum für die Aufnahme und Integration geflüchteter Menschen. Neben Wohnraum und Beratungsangeboten betreibt es auch einen vielfältigen Bildungsbereich, in dem unter anderem arbeitsmarktbezogene und kreative Projekte umgesetzt werden. Eines dieser Projekte ist der Podcast Frauenstimmen, in dem seit 2021 ehemalige Teilnehmerinnen der Deutschkurse ihre persönlichen Geschichten und Perspektiven teilen.

Heuer wurde das Projekt unter dem Titel „Junge Frauenstimmen“ gemeinsam mit Schülerinnen der HTL Wien West fortgesetzt. Dabei sollen Schülerinnen in Workshops mit Vorbildern in Kontakt kommen, die den Einstieg ins Berufsleben schon geschafft haben, oft einen ähnlichen Background haben und dementsprechend die Barrieren gut kennen. Im Rahmen der Workshop-Reihe wird auch eine Podcast-Folge erarbeitet mit dem Ziel, Meinungen und Ideen junger Frauen hörbar zu machen und ihnen eine Plattform zu bieten.

Förderung des Frauenanteils in der IT

Der Fokus der Workshops liegt auf „Vorbildern“: Indem die Teilnehmerinnen inspirierende Frauen aus der Berufswelt kennenlernen und ihnen Fragen stellen können, erhalten sie wertvolle Einblicke, Orientierung und Motivation für ihren eigenen Bildungs- und Berufsweg. Die Treffen helfen auch dabei, Unsicherheiten abzubauen, Selbstbewusstsein zu stärken und Bewältigungsstrategien für Hindernisse zu finden.

 Werner Nabicht, Abteilungsleiter von Wien Digital:

Eine wunderbare Initiative, die auch zur Erreichung des Ziels aus dem Regierungsübereinkommen beiträgt, den Frauenanteil in IT- und Digitalberufen zu erhöhen, bestehende Hürden abzubauen und Kinder und Jugendliche verstärkt für die Branche zu begeistern!

 

 

Grete Rehor-Preis für Brigitte Lutz

Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner zeichnete am 4. November 2025 im Rahmen des Österreichischen Frauenpreises herausragende Frauen aus. Der vom Bundeskanzleramt – Staatssekretariat für Digitalisierung gestiftete Grete Rehor-Preis „MINT und Digitalisierung“ wurde 2025 an Ing.in Brigitte Lutz, MSc verliehen, eine langjährige Mitarbeiterin der Stadt Wien, MD-OS/PIKT. Damit wird ihre herausragende Leistung im Bereich Open Government Data gewürdigt. Die Vorreiterrolle der Stadt Wien in diesem Bereich ist auch Frau Lutz zu verdanken. Besonders betont wurde auch der langjährige Einsatz von Frau Lutz, Mädchen für Berufe in der IT zu begeistern. Hierzu heißt es in der Begründung:

Brigitte Lutz ist eine der Initiatorinnen des „Hedy Lamarr Preises der Stadt Wien“ für Frauen in der IT und Schirmfrau der Initiative „She.Digital.Wien“, wo sie Frauen und Mädchen für Berufe in der IT begeistert und sich für die Stärkung von Frauen-Netzwerken einsetzt.

Brigitte Lutz in der Stadt Wien

In der Welt der Daten und Digitalisierung ist Brigitte Lutz ein Name, der mit Innovation, Engagement und echter Veränderung verbunden ist. Über viele Jahre hinweg war sie als Data Governance-Koordinatorin der Stadt Wien tätig und hat die strategische Ausrichtung des Datenmanagements in Richtung Datenexzellenz geprägt. Als Data Governance-Koordinatorin hat Brigitte Lutz maßgeblich dazu beigetragen, dass Wien zu einer Vorreiterstadt in Sachen digitaler Verwaltung wurde. Sie entwickelte Rahmenwerke und Prozesse, die den sicheren, transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit Daten sicherstellen. Dabei legte sie Wert darauf, dass Daten nicht nur als technisches Gut betrachtet werden, sondern als zentraler Bestandteil einer modernen und bürgernahen Verwaltung: Daten sollen für alle nutzbar und verständlich sein.

Ein besonderes Anliegen von Frau Lutz ist die Förderung von Mädchen und Frauen im IT-Bereich. Mit Leidenschaft initiierte sie zahlreiche Projekte, um junge Frauen für Technik und Digitalisierung zu begeistern, beispielsweise:

  • Girls in ICT Day: Brigitte Lutz unterstützte den internationalen Aktionstag und organisierte Workshops, bei denen Mädchen erste Programmiererfahrungen sammeln und mit weiblichen IT-Vorbildern sprechen konnten.
  • Mentoring-Programme: Sie engagierte sich als Mentorin und baute Netzwerke auf, in denen Frauen durch erfahrene IT-Expertinnen begleitet und gefördert werden.
  • Kooperationen mit Schulen: Gemeinsam mit Wiener Schulen initiierte sie Projekte, um Mädchen bereits frühzeitig mit digitalen Kompetenzen vertraut zu machen – von Coding-Workshops bis zu Hackathons.
  • Digital.Wien wurde von Frau Lutz mitinitiiert, um zahlreiche Initiativen besser zu vernetzen.
  • Durch ihre zahlreichen Vorträge und Medienauftritte inspirierte sie nicht nur Mädchen sondern auch Entscheider*innen, die Bedeutung von Frauen in der IT aktiv zu fördern.

Frau Lutz ist im Sommer dieses Jahres in die wohlverdiente Pension verabschiedet worden. Die Verleihung des Grete Rehor-Preises ist ein feierlicher und verdienter Abschluss ihrer jahrelangen beruflichen Tätigkeiten.

Hedy-Lamarr-Preis 2025

Der 8. Hedy-Lamarr-Preis der Stadt Wien für herausragende Leistungen von Frauen in Österreich im Bereich der Informationstechnologie geht an Georgia Avarikioti von der Technischen Universität Wien.

Der Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien betont die Rolle und Bedeutung von Frauen in der IT-Branche. Namensgeberin ist die in Wien geborene Hollywood-Schauspielerin und Wissenschaftlerin Hedy Lamarr. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung, vorgenommen von Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál sowie von Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler, war der krönende Abschluss des Haupttages der Digital Days 2025 im Technischen Museum Wien.

1 Mann und 3 Frauen auf eine Bühne

Preisverleihung im Rahmen der Digital Days 2025

Kandidatinnen

Eine unabhängige Fachjury hatte Avarikioti als Siegerin bestimmt. Weitere nominierte Kandidatinnen waren:

  • Karen Azari, Universität Wien
  • Anna Beer, Universität Wien
  • Lisette Espin-Noboa, Complexity Science Hub Wien
  • Anela Lolic, TU Wien
  • Andrea Ortiz Jiminez, TU Wien
  • Maria Wimmer, VRVis

Gewinnerinnen Digital Girls Hackathon

Vor der Verleihung des Hedy-Lamarr-Preises wurden auch die Gewinnerinnen des diesjährigen Digital Girls Hackathon Wien geehrt, bei dem Schülerinnen der 2. und 3. Klasse Unterstufe im Bereich „Programmieren zu einem Nachhaltigkeitsthema“ gegeneinander angetreten sind und Applikationen entwickelt haben.

Weitere Informationen

Hedy-Lamarr-Preis – Digital.City Wien

DiDays NextGen 2025 – Girls-Tage

Mädchen gestalten Wiens digitale Zukunft

Die DiDays NextGen 2025 sind ein mehrtägiges Bildungsformat der Stadt Wien. Im Juni 2025 luden sie über 400 Schüler*innen im Alter von 7 bis 22 Jahren in die Welt der digitalen Technologien ein. Veranstaltet von UIV Urban Innovation Vienna im Auftrag der Stadt Wien, bildet dieses Format die Nachwuchsschiene der Digital Days der DigitalCity.Wien. In Workshops, Diskussionen und interaktiven Formaten wurden Themen wie technologische Entwicklung, Cybersecurity und künstliche Intelligenz praxisnah vermittelt.

Ein besonderer Fokus lag auf der gezielten Förderung von Mädchen. Zu diesem Zweck wurden die NextGen Girls-Tage angeboten. Ziel war es, bei den Mädchen mit niederschwelligen Formaten digitale Neugier und Interesse zu wecken sowie einen kritischen Umgang mit digitalen Medien anzuregen. Zudem sollten Ängste und Barrieren abgebaut werden.

Digital Girls Hackathon – 16./17. Juni 2025

Im A1 Headquarter entwickelten 60 Unterstufen-Schülerinnen von Wiener Schulen an 2 Tagen kreative App-Ideen zum Thema „So wird Wien nachhaltiger!“. Unterstützt von Coaches sammelten sie erste Programmier-Erfahrung, arbeiteten im Team und präsentierten ihre Projekte vor einer hochkarätig besetzten Jury aus weiblichen Role-Models.

Die Teams mit den besten Ideen werden bei den Digital Days 2025 vor den Vorhang geholt und im Rahmen der Verleihung des Hedy-Lamarr-Preises feierlich ausgezeichnet.

Tech4Girls-Workshoptag – 18. Juni 2025

100 Schülerinnen im Alter von 10 bis 19 Jahren folgten der Einladung zu einem Workshoptag für Mädchen im Innovationsforum der Stadt Wien.

In den spannenden und altersgerechten Workshops diskutierten und arbeiteten Expert*innen mit den Mädchen zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Gaming, Robotik, Frauen-Gesundheit und Empowerment. Das Thema Cybersecurity wurde in einem kreativen Escape Room Format behandelt.

Tech4Girls-Workshoptag im Innovationsforum der Stadt Wien

Starke Kooperationspartner*innen

Das Format zeigt exemplarisch, wie digitale Bildung gelingen kann: kreativ und partizipativ. Die Formate wurden gemeinsam mit starken Kooperationspartner*innen aus der Stadt Wien und aus der DigitalCity.Wien entwickelt und gestaltet. Ziel ist es, Digitalisierung mit einem niedrigschwelligen Zugang zu Technologie „begreifbar“ zu machen.

Beitrag zur Digitalen Agenda Wien 2030 und der Digitalen Bildungsstrategie

Mit den DiDays NextGen im Allgemeinen und den Mädchenschwerpunkt-Formaten im Besonderen leisten die Partner*innen einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Digitalen Agenda Wien 2030 und der Digitalen Bildungsstrategie. Insbesondere unterstützen sie das strategische Ziel, Aktivitäten zur Anhebung des Frauenanteils in der IT zu fördern, um insbesondere bei Mädchen früh das Interesse an Digitalisierung und Technik (MINT) zu wecken.

DiDays NextGen 2025 Rückblick – DigitalCity.Wien

Future Fit Festival 2025 – Rückblick

Das Future Fit Festival des waff war ein voller Erfolg. Bei diesem stadtweiten Informations- und Weiterbildungsformat, das im Frühjahr 2025 stattfand, wurden Menschen aller Altersgruppen dazu motivierte, neue Kompetenzen zu entdecken und sich aktiv mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Im Zentrum standen praxisnahe Workshops, die digitale, technische und soziale Fähigkeiten stärken.

28.600 Wiener*innen von 14 bis 65 Jahren haben von April bis Juni 265 Veranstaltungen in allen 23 Bezirken besucht. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des größten Bildungsfestivals Europas waren die 180 Partner-Organisationen, die spannende und teils exklusive Einblicke in Berufswelten und Unternehmensabläufe gegeben haben. Das attraktive Programm des Future Fit Festivals war auch im Internet ein Hit: 120.000 Website-Aufrufe und eine Reichweite von 13,5 Millionen Videoaufrufen auf Social Media zeigen das große Interesse an Jobs und Skills der Zukunft.

Verschiedenste Partner*innen beteiligten sich an dem stadtweiten Angebot. Dazu zählt unter anderem Urban Innovation Vienna (UIV), die im Rahmen der DigitalCity.Wien-Initiative mit einem eigenen Workshop-Angebot mit dem Titel „Digitales Design – Digitalisierung selbst gestalten“ vertreten waren.

Menschen an Schultischen

28.600 Wiener*innen haben 265 Veranstaltungen in allen 23 Bezirken besucht.

Workshop „Interaktionsdesign für die Pflege der Zukunft“

Im Mittelpunkt des UIV-Workshops stand die Frage, wie digitale Lösungen im Bereich Pflege gestaltet werden können – benutzungsfreundlich, inklusiv und praxisnah. Innerhalb von nur einer Stunde entwickelten die Teilnehmenden erste Konzepte für interaktive Apps, ganz ohne technische Vorkenntnisse, aber mit viel Kreativität und Empathie.

Gezeichnete Skizzen von Handy-Apps

Skizzen von Handy-Apps

Didaktischer Zugang: kreativ und interaktiv

Durch den Einsatz von Storytelling, Rollenspielen und analogen Skizzen lernten die Teilnehmenden

  • wie sich digitale Nutzer*innen-Bedürfnisse erkennen lassen,
  • wie eine logische und intuitive Benutzer*innen-Führung entsteht und
  • wie soziale Herausforderungen durch digitale Anwendungen adressiert werden können.

Im Workshop wurden in 4 Gruppen User Interfaces für eine App entwickelt, die Angehörigen die Suche nach geeigneten Pflegekräften erleichtert – individuell anpassbar, intuitiv bedienbar und auf die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person zugeschnitten.

Digitale Kompetenzen gemeinsam gestalten

Das Format zeigt exemplarisch, wie digitale Bildung gelingen kann: kreativ, partizipativ und handlungsorientiert. Die Teilnehmenden waren aktiv eingebunden, entwickelten eigene Ideen und präsentierten ihre Lösungsansätze in Kleingruppen. So wurde Digitalisierung nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam gestaltet – im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“.

Beitrag zur Digitalen Agenda Wien 2030

Mit dem Future Fit Festival insgesamt und innovativen Formaten wie dem beschriebenen Workshop der Urban Innovation Vienna leisten die Partner einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Digitalen Agenda Wien 2030, insbesondere zu dem strategischen Ziel der Unterstützung von Arbeitnehmer*innen beim Erwerb und bei der Verbesserung beruflicher digitaler Kompetenzen

Kontakt

Das war das „Space in the City“-Festival

Am 24. und 25 Juni 2025 fanden sich jeweils rund 1.000 Menschen am Karlsplatz im Herzen von Wien ein, um bei „Space in the City“ mehr über Erdbeobachtung und den Weltraum zu erfahren. Ganz nach dem Motto „Space for everyone – Der Weltraum ist für alle da“ brachte das Festival Schulkinder, Gründer*innen, Weltraum-Expert*innen und alle, die vom Weltraum begeistert sind, zusammen.

Ziel war es, die Faszination des Weltraums und von Satelliten erlebbar zu machen. Ein Fokus der Veranstaltung lag auf der multimedialen und künstlerischen Vermittlung des Themas Erdbeobachtung, um zu zeigen, wie wir den Weltraum für ein besseres und nachhaltigeres Leben auf der Erde nutzen können.

Buntes Programm für Groß und Klein

Ein besonderes Programm-Highlight stellte der SpaceBuzz dar, bei dem knapp 1.000 Kinder und Erwachsene in einer Rakete mithilfe von Augmented Reality und Virtual Reality einen Weltraumflug erleben und den „Overview-Effekt“ unserer Erde erfahren durften.

Raketenförmiger Anhänger

Im SpaceBuzz konnte man einen virtuellen Weltraumflug erleben.

Gemeinsam mit der Bildungsinitiative DiDays Next Gen, die die UIV Urban Innovation Vienna GmbH im Auftrag der Stadt Wien umsetzt, hatte das Festival das Ziel, besonders auch junge Menschen für Erdbeobachtung und den Weltraum begeistern. Vormittags lernten an 3 Tagen 250 Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren dank spannender technologischer Tools mehr über Erdbeobachtung und was sie der Gesellschaft alles bieten kann.

Bei der Installation „Wien in E – Was hört ein Satellit?“ wurden interaktive Klangbilder aus der Perspektive eines Satelliten geschaffen. Bei dem Live-Konzert der italienischen Pianistin Isabella Libra, die gemeinsam mit der österreichischen Künstlerin Eva Petrič Erdbeobachtungsbilder vertonte, und dem Live-DJ-Set von Harald Moser, Creative Mastermind der Ars Electronica, blieb keiner still sitzen. Das Programm wurde durch eine Fashion Show des italienischen Labels „earthncycle“, mit einer überraschenden Tanzperformance auf dem Karlsplatz ergänzt.

Abendliche Höhepunkte auf der Show-Bühne

Beim Abendprogramm „Space for NextGen“ inspirierten weibliche Trailblazer des Weltraumbereichs die nächste Generation auf ihrem Karriereweg. Ruth Grützbauch und Florian Freistetter (bekannt von den Science Busters) begeisterten mit ihrem Bühnenprogramm „Das Universum“.

Ein abendlicher Höhepunkt im Lichte der Karlskirche war der Vortrag der österreichischen „Astronautin“ Carmen Possnig. Die Reserve-Astronautin verdeutlichte, wie wir alle einen Platz im Weltraum finden können.

Frau in Astronautenanzug spricht

Reserve-Astronautin Carmen Possnig

Vom umfangreichen Programm überzeugten sich vor Ort auch Österreichs Weltraumminister Peter Hanke aus dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie Josef Aschbacher, der Generaldirektor der European Space Agency, die gemeinsam mit 50 Schüler*innen das Festival-Angebot erkundeten.

Der von der UIV Urban Innovation Vienna GmbH betriebene Vienna Geospace Hub ist ein Innovationslabor der Stadt Wien, gefördert durch BMIMI / FFG, in dem an der intelligenten Nutzung von Satellitendaten für urbane Anwendungen gearbeitet wird – mit konkretem Nutzen für die Stadtverwaltung und ihre Bürger*innen. Der Hub ist ein Paradebeispiel für den Innovationsgeist der Stadt Wien, der als Initiator und Experimentierumgebung für innovative Forschungsprojekte der Stadt, wie RAVEN oder ADUCAT, dient.