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AI-Expert*innen-Pool – Rückblick 2025

Auch 2025 war der AI-Expert*innen-Pool der Stadt Wien eine zentrale Plattform für fachlichen Austausch, strategische Diskussionen und die gemeinsame Weiterentwicklung des verantwortungsvollen KI-Einsatzes in der Stadtverwaltung. In unterschiedlichen Formaten kamen Expert*innen aus Wissenschaft, Recht, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen, Bedarfe sichtbar zu machen und konkrete Impulse für die Weiterarbeit zu setzen.

Überblick der Veranstaltungen 2025:

  • Jahresauftakt-Veranstaltung der AI-Expert*innen im Februar
  • Kompetenznetzwerktreffen im Mai zum Thema „Wien als Universitäts- und KI-Standort“: Paper zur Dokumentation der Diskussion
  • „Next Gen Minds“-Event im Juni: Austausch und Dialog mit jungen Menschen zur Weiterentwicklung von KI-Angeboten der Stadt Wien mit den Experten Fridolin Wenny und Stefan Woltran
  • KI Use-Case Tag im September: rechtliche Einordnung durch Jeannette Gorzala und jede Menge spannende Use-Cases
  • Digital Days 2025 im Oktober: „Der europäische Weg in der digitalen Welt“ mit Expertin Iris Eisenberger
  • Kompetenznetzwerktreffen im November 2025: Thema „KI-Informationsservice und Beschwerdemanagement“ mit Expertin Jeannette Gorzala

Jahresauftakt mit Expert*innen-Austausch

Den Auftakt bildete im Februar ein Austauschformat des AI-Expert*innen-Pools mit Themen für das Jahr 2025. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen aus den jeweiligen Fachgebieten der Expert*innen und deren Relevanz für die Stadt Wien. Die Schwerpunkte lagen unter anderem auf Governance-Fragen, Kompetenzaufbau, europäischen Rahmenbedingungen sowie dem praktischen Einsatz von KI in der Verwaltung.

Kompetenznetzwerktreffen: „Wien als Universitäts- und KI-Standort“

Am 19. Mai fand ein Kompetenznetzwerktreffen unter dem Titel „Starker Universitätsstandort Wien trifft starken Wiener KI-Standort“ statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die vorhandene wissenschaftliche Exzellenz Wiens noch stärker mit den Bedarfen des Digitalstandorts verknüpft werden kann. Diskutiert wurden Kooperationsmodelle zwischen Stadt, Universitäten und Wirtschaft, der Zugang zu Daten- und Rechenressourcen sowie die Rolle der Stadt als Möglichmacherin von KI-Innovationen. Ein zentrales Thema war die Notwendigkeit eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung.

„Next Gen Minds“-Event: Dialog mit jungen Menschen

Das erstmals durchgeführte Event „Next Gen Minds“ hatte das Ziel, Jugendliche aktiv in den Dialog zu KI, Digitalisierung und digitalen Angeboten der Stadt Wien einzubinden. In interaktiven Formaten diskutierten junge Menschen gemeinsam mit Expert*innen aus dem AI Expert*innen Pool zentrale Themen wie Bildung und KI, digitale Rechte, Fake News sowie die Zukunft von Arbeit. Begleitet wurde das Event unter anderem von den Experten Fridolin Wenny und Stefan Woltran. Die Perspektiven der Jugendlichen lieferten wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung jugendgerechter, digitaler Angebote der Stadt und machte deutlich, wie wichtig dieser jungen Zielgruppe niederschwellige, verständliche und vertrauenswürdige Information ist.

KI Use-Case Tag: Rechtliche Einordnung und Praxisbezug

Im Rahmen des KI Use-Case Tags am 9. September 2025, organisiert von UIV Urban Innovation Vienna, standen konkrete KI-Anwendungsfälle aus der Stadtverwaltung im Mittelpunkt. Ziel war es, bestehende und neue KI-Themen systematisch zu diskutieren, Bedarfe zu identifizieren und Best Practices sichtbar zu machen. Die Expertin Jeannette Gorzala gab einen kompakten rechtlichen Input und ordnete aktuelle Entwicklungen im Kontext von KI-Regulierung und KI-Governance ein.

Digital Days: Der europäische Weg in der digitalen Welt

Im Programm der Digital Days 2025 im Oktober war der AI-Expert*innen-Pool ebenfalls vertreten. In der Podiumsdiskussion „Der europäische Weg in der digitalen Welt“ diskutierte Expertin Iris Eisenberger gemeinsam mit Vertreter*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Technologie zentrale Fragen rund um digitale Souveränität, Regulierung und Innovation. Teil der Podiumsdiskussion waren Klemens Himpele (CIO der Stadt Wien), Dominic Weiss (CEO Wirtschaftsagentur Wien), Thomas Arnoldner (Deputy CEO A1 Telekom Austria) und Johann Schachner (CEO Atos Österreich).

Kompetenznetzwerktreffen im November

Ein weiteres Kompetenznetzwerktreffen im November widmete sich dem Thema „KI-Informationsservice und Beschwerdemanagement“. Diskutiert wurden Anforderungen an transparente Informationsangebote für Bürger*innen sowie mögliche Strukturen für den Umgang mit Beschwerden im Zusammenhang mit KI-Anwendungen. Die RTR brachte dazu fachliche Inputs ein, ergänzt durch eine rechtliche Einordnung des AI-Acts durch die Expertin Jeannette Gorzala.

Ausblick

Der AI-Expert*innen-Pool wird auch im Jahr 2026 eine zentrale Plattform sein, um Expertise zu bündeln, Perspektiven zusammenzuführen und den verantwortungsvollen Einsatz von KI in Wien aktiv mitzugestalten.

Der AI-Expert*innen-Pool wird von Urban Innovation Vienna im Auftrag der Stadt Wien koordiniert.

Rückblick DigitalCity.Wien Montagsrunden

Als Initiative der Stadt Wien trägt die DigitalCity.Wien schon 10 Jahre aktiv zur digitalen Entwicklung der Stadt Wien bei. Gemeinsam mit der lebendigen Community sind über die Jahre viele unterschiedliche Formate und Initiativen umgesetzt worden. Im Vordergrund steht dabei immer der Austausch zwischen Bevölkerung, Stadtverwaltung, Digitalwirtschaft und Wissenschaft.

Ein zentraler Ankerpunkt dieser Community sind die „digitalen Montagsrunden“. Einmal pro Quartal, immer an einem Montag, kommt die Community zusammen, um aktuelle digitale Themen entlang eines klaren roten Fadens zu diskutieren. Pro Veranstaltung nehmen im Schnitt 60 bis 70 Personen teil.

Die Montagsrunden finden an wechselnden Orten statt, unter anderem im „das forum“, dem Klima- und Innovationsforum der Stadt Wien, beim waff, dem Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds, oder in der Wirtschaftsagentur Wien. Die Inhalte kommen direkt aus der Community und bieten allen Teilnehmenden praxisnahe Einblicke und Perspektiven.

Highlights der Montagsrunden 2025

Die 1. Montagsrunde „Der Digitalstandort in Action“ beleuchtete Maßnahmen zur Standortförderung und den Umgang mit dem Fachkräftemangel in der Digitalwirtschaft. Beiträge von Microsoft, Samsung, Cancom, dem WIFI Wien und TED.ai zeigten aktuelle Entwicklungen am Digitalstandort Wien – von der neuen Cloudregion Österreich über Ausbildungsinitiativen bis hin zu Technologietrends und neuen Lernformaten.

Die 2. Montagsrunde stand unter dem Motto „Shaping our Future Health“ und widmete sich dem Feld Künstliche Intelligenz und Life Sciences in Wien. Gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien, Atos, der MedUni Wien, Biotronik und iteratec wurden Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitssystem, medizinische KI-Forschung sowie neue Anwendungen in Pflege und Medizintechnik diskutiert.

Unter dem Titel „Sicher? Souverän?“ rückte die 3. Montagsrunde das Thema Cyber Security in den Fokus. IBM, CyberTrap, CERT.at, das Österreichische Institut für Europa- und Sicherheitspolitik sowie Kopernikus IT Systems spannten den Bogen von Quantencomputing und KI-basierten Bedrohungen über digitale Souveränität bis hin zu konkreten Schutzmaßnahmen.

Den Abschluss bildete die Montagsrunde „Digital Lokal – Kompetent in die Zukunft“. Digitale Kompetenzen als Grundlage für Resilienz und eine humanistische Zukunft standen im Fokus. Gemeinsam mit dem waff, der WU Wien, VRVis und DXC wurden Weiterbildungsangebote, Bildungsprojekte und Perspektiven für den Arbeitsmarkt von morgen diskutiert, ergänzt durch einen interaktiven Austausch mit der Community.

Weitere Formate und Mitgestalten

Neben den Montagsrunden zählen die Digital Days, Digital Days Next Gen, die Bildungsinitiative der DigitalCity.Wien sowie Formate zur Förderung von Frauen in der IT zu zentralen Aktivitäten der Community. In Summe tragen diese unmittelbar zu den Zielsetzungen der Digitale Agenda 2030 der Stadt Wien bei.

Wenn Sie mitgestalten wollen und ein Projekt oder Ideen bei einer DigitalCity.Wien Montagsrunde einbringen wollen, schreiben Sie an digitalcity@urbaninnovation.at.

Die DigitalCity.Wien wird von UIV Urban Innovation Vienna GmbH im Auftrag der Stadt Wien koordiniert.

Grete Rehor-Preis für Brigitte Lutz

Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner zeichnete am 4. November 2025 im Rahmen des Österreichischen Frauenpreises herausragende Frauen aus. Der vom Bundeskanzleramt – Staatssekretariat für Digitalisierung gestiftete Grete Rehor-Preis „MINT und Digitalisierung“ wurde 2025 an Ing.in Brigitte Lutz, MSc verliehen, eine langjährige Mitarbeiterin der Stadt Wien, MD-OS/PIKT. Damit wird ihre herausragende Leistung im Bereich Open Government Data gewürdigt. Die Vorreiterrolle der Stadt Wien in diesem Bereich ist auch Frau Lutz zu verdanken. Besonders betont wurde auch der langjährige Einsatz von Frau Lutz, Mädchen für Berufe in der IT zu begeistern. Hierzu heißt es in der Begründung:

Brigitte Lutz ist eine der Initiatorinnen des „Hedy Lamarr Preises der Stadt Wien“ für Frauen in der IT und Schirmfrau der Initiative „She.Digital.Wien“, wo sie Frauen und Mädchen für Berufe in der IT begeistert und sich für die Stärkung von Frauen-Netzwerken einsetzt.

Brigitte Lutz in der Stadt Wien

In der Welt der Daten und Digitalisierung ist Brigitte Lutz ein Name, der mit Innovation, Engagement und echter Veränderung verbunden ist. Über viele Jahre hinweg war sie als Data Governance-Koordinatorin der Stadt Wien tätig und hat die strategische Ausrichtung des Datenmanagements in Richtung Datenexzellenz geprägt. Als Data Governance-Koordinatorin hat Brigitte Lutz maßgeblich dazu beigetragen, dass Wien zu einer Vorreiterstadt in Sachen digitaler Verwaltung wurde. Sie entwickelte Rahmenwerke und Prozesse, die den sicheren, transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit Daten sicherstellen. Dabei legte sie Wert darauf, dass Daten nicht nur als technisches Gut betrachtet werden, sondern als zentraler Bestandteil einer modernen und bürgernahen Verwaltung: Daten sollen für alle nutzbar und verständlich sein.

Ein besonderes Anliegen von Frau Lutz ist die Förderung von Mädchen und Frauen im IT-Bereich. Mit Leidenschaft initiierte sie zahlreiche Projekte, um junge Frauen für Technik und Digitalisierung zu begeistern, beispielsweise:

  • Girls in ICT Day: Brigitte Lutz unterstützte den internationalen Aktionstag und organisierte Workshops, bei denen Mädchen erste Programmiererfahrungen sammeln und mit weiblichen IT-Vorbildern sprechen konnten.
  • Mentoring-Programme: Sie engagierte sich als Mentorin und baute Netzwerke auf, in denen Frauen durch erfahrene IT-Expertinnen begleitet und gefördert werden.
  • Kooperationen mit Schulen: Gemeinsam mit Wiener Schulen initiierte sie Projekte, um Mädchen bereits frühzeitig mit digitalen Kompetenzen vertraut zu machen – von Coding-Workshops bis zu Hackathons.
  • Digital.Wien wurde von Frau Lutz mitinitiiert, um zahlreiche Initiativen besser zu vernetzen.
  • Durch ihre zahlreichen Vorträge und Medienauftritte inspirierte sie nicht nur Mädchen sondern auch Entscheider*innen, die Bedeutung von Frauen in der IT aktiv zu fördern.

Frau Lutz ist im Sommer dieses Jahres in die wohlverdiente Pension verabschiedet worden. Die Verleihung des Grete Rehor-Preises ist ein feierlicher und verdienter Abschluss ihrer jahrelangen beruflichen Tätigkeiten.

Digital Days 2025

Großes Interesse am Haupttag der Digital Days 2025

Unter dem Motto „Der europäische Weg in der digitalen Welt: Resilient. Innovativ. Human.“ fand am 15. Oktober der Haupttag der diesjährigen Digital Days im Technischen Museum Wien statt.

Hunderte Besucher*innen aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft folgten der Einladung der DigitalCity.Wien. Beim großen Digitalisierungsfest der Stadt Wien konnten sie über Chancen, Verantwortung und Innovationen der Digitalisierung diskutieren.

Nachdem der Vormittag im Zeichen der Partner*innen Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds sowie der Wirtschaftsagentur Wien stand, wurde der Haupttag durch den Abgeordneten zum Wiener Landtag, Gemeinderat Benjamin Schulz und CIO Klemens Himpele offiziell eröffnet.

Abwechslungsreiches Programm im Technischen Museum

Die Besucher*innen, darunter zahlreiche Schulklassen, konnten viel erleben: Bei Paneldiskussionen von und mit Expert*innen des Wiener Digitalstandorts, in Workshops und auf der interaktiven Ausstellungsmeile „DigiStreet“.

Schüler*innen experimentieren

Workshop für Schüler*innen

Vertreter*innen der Verwaltung, von Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentierten neueste technologische Entwicklungen – von KI-gestützter Bürger*innen-Kommunikation über nachhaltige Daten-Infrastrukturen bis hin zu neuen Formen digitaler Bildung.

Ein zentrales Thema der diesjährigen Ausgabe war die digitale Souveränität von Städten und Verwaltungseinrichtungen im globalen Kontext.

Klemens Himpele, der CIO der Stadt Wien, betonte in der Paneldiskussion mit hochrangigen Vertreter*innen aus Forschung und Wirtschaft:

Digitale Souveränität ist einer der großen ungeklärten Begriffe und in vielen Fällen unscharf. Am Ende des Tages geht es jedenfalls darum, den Betrieb der eigenen Services für die Bürger*innen aufrechterhalten zu können.

Podiumsdiskussion

Paneldiskussion mit hochrangigen Vertreter*innen aus Forschung und Wirtschaft

Preisverleihung als feierlicher Abschluss

Den feierlichen Abschluss des Haupttages der Digital Days bildete wie gewohnt die Verleihung des Hedy-Lamarr-Preises der Stadt Wien. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr Georgia Avarikioti von der Technischen Universität Wien.

Die Digital Days fanden 2025 erstmals an 4 Tagen statt. In unterschiedlichen Formaten haben sie zum Ziel, Verwaltung, Digitalwirtschaft, Forschung sowie die interessierte Öffentlichkeit zu vernetzen, Trends aufzugreifen und zu diskutieren, um digitale Transformation nachhaltig zu gestalten. Koordiniert wird die Veranstaltung von der DigitalCity.Wien-Initiative, im Auftrag der Stadt Wien.

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DigitalCity.Wien

govcamp vienna bei den Digital Days 2025

Die Digital Days starteten im Jahr 2025 mit einer Premiere: Erstmals war das „govcamp vienna“ Teil des größten Digitalisierungsfestivals der Stadt Wien, das auf 4 Tage erweitert wurde. Die „Unkonferenz“ ohne fixe Agenda, eröffnete am 13. Oktober das Festival.

Das Interesse war groß. Fast 100 Personen kamen in „das forum“, dem Klima- und Innovationsforum der Stadt Wien, um dieses neue Format im Rahmen der Digital Days hautnah mitzuerleben.

Beim „govcamp vienna“, das die Stadt bereits seit dem Jahr 2011 betreibt, gibt es weder eine Agenda, noch fixe Themen oder Sessions. All das wird vor Ort von den Teilnehmenden selbst bestimmt.

Mit dabei waren auch wieder bewährte Partner*innen wie das BRZ, der Chaos Computer Club, Dialog Plus, die Donau Universität Krems und UIV Urban Innovation Vienna.

Zentrale Frage: Zukunftsgestaltung mit Digitalisierung und KI

Im Zentrum stand heuer eine Frage, die die Stadt Wien und ihre Partner*innen aus der Digitalwirtschaft und Forschung intensiv beschäftigt. Wie können Digitalisierung im Allgemeinen und Künstliche Intelligenz im Speziellen die Menschen dazu befähigen, ihre Zukunft selbst zu gestalten? Und daran anschließend: Wir kann die Stadt Wien den Digitalen Humanismus trotz der rasanten technologischen Entwicklungen weiterhin ins Zentrum ihrer Überlegungen rücken?

Wie sehr diese Themen die Bürger*innen bewegen, zeigte sich deutlich beim „govcamp vienna“. 10 verschiedene Diskussionsforen, genannt Sessions, wurden auf die Agenda gesetzt:

  • Führung durch KI verbessern
  • Digitalisierung und Diversität: Wie gestalten wir Teilhabe an Bildung, Gesundheit und Sozialem?
  • Wie viel Schutz braucht die EU? Eine geopolitische Diskussion rund um Drohnen, Industrie, Infrastruktur
  • Was ist, wenn KI underhyped ist?
  • Smart Learning Design: Schulungen für KI-Kompetenzen entwickeln
  • gv.at als Quelle. Maschinenlesbare Inhalte, Contentproduktion und KI, Fake News
  • KI-Rechte und -Pflichten: Ethische Aspekte im Kontext der Digitalisierung
  • EPU: Technik, Rechtliches, Vorbereitung und Umsetzung
  • Digitale Gemeingüter für Souveränität und gegen Tech-Feudalismus
  • Knowledge Gap und KI: Über welches KI-Basiswissen sollte heute jede*r verfügen? Wie sieht die Realität aus? Wie schließt man die Wissenslücken?

Bei den Digital Days handelt es sich um die Jahreshauptveranstaltung der DigitalCity.Wien. Die gemeinnützige Initiative hat zum Ziel, die Verwaltung mit der Digitalwirtschaft, Wissenschaft und breiten Öffentlichkeit zu vernetzen, um Wien zur digitalen Hauptstadt zu machen. Koordiniert wird die DigitalCity.Wien von UIV Urban Innovation Vienna.

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DigitalCity.Wien

Community-Tag bei den Digital Days

Neue Technologien auf dem Prüfstand

Der 2. Tag der diesjährigen Digital Days stand im Zeichen der Community. Dutzende Partner*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft kamen am 14. Oktober 2025 in „das forum“, um einen Tag lang die neuesten technologischen Entwicklungen kennenzulernen, auszuprobieren und auch um sie zu hinterfragen.

Rund 130 Besucher*innen folgten der Einladung der DigitalCity.Wien, die das Digitalisierungsfestival im Auftrag der Stadt Wien konzipiert und organisiert. Geboten wurde ein vielfältiges Programm rund um Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, Cyberabwehr, digitale Bildung und Quantenkommunikation.

Gruppe Menschen bei Tagung

Es fanden unter anderem Workshops zu den Themen KI und digitale Sicherheit statt.

Zukunftsthemen der Stadt

Am Vormittag standen Workshops zu Ethik und Nutzen von KI-Use-Cases, Cybercrime, Voicebots in der Verwaltung und KI in der Bildung auf dem Programm. Außerdem wurde mit „WienKI“ ein zentrales und innovatives Zukunftsthema der Stadt Wien im Red-Hat-Workshop präsentiert und diskutiert.

Nachmittags folgten Sessions zu Resilienz und digitaler Sicherheit, generativer KI gegen Fachkräftemangel und Digital Signage & AI.

Ein absolutes Highlight des Community-Tags war der Vortrag von Rupert Ursin, Quantenphysiker und CEO der zerothird GmbH, der Einblicke in das Zukunftsthema Quanten-KI und Quantenkommunikation gab. Darauf folgte eine regen Diskussion der Teilnehmenden.

Austauschen, Lernen, Mitgestalten

Der Community-Tag bietet alljährlich Raum, aktuelle Projekte kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Mitarbeitende aus verschiedenen Magistratsabteilungen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Interessierte aus der Öffentlichkeit bringen ihre Erfahrungen ein – von der Theorie bis zur praktischen Umsetzung.

Der Tag schloss mit einem gemeinsamen Ausklang mit Blick über Wien ab und bot gute Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre das Gehörte gemeinsam zu reflektieren und den inspirierenden Tag nachwirken zu lassen.

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DigitalCity.Wien

Hedy-Lamarr-Preis 2025

Der 8. Hedy-Lamarr-Preis der Stadt Wien für herausragende Leistungen von Frauen in Österreich im Bereich der Informationstechnologie geht an Georgia Avarikioti von der Technischen Universität Wien.

Der Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien betont die Rolle und Bedeutung von Frauen in der IT-Branche. Namensgeberin ist die in Wien geborene Hollywood-Schauspielerin und Wissenschaftlerin Hedy Lamarr. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung, vorgenommen von Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál sowie von Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler, war der krönende Abschluss des Haupttages der Digital Days 2025 im Technischen Museum Wien.

1 Mann und 3 Frauen auf eine Bühne

Preisverleihung im Rahmen der Digital Days 2025

Kandidatinnen

Eine unabhängige Fachjury hatte Avarikioti als Siegerin bestimmt. Weitere nominierte Kandidatinnen waren:

  • Karen Azari, Universität Wien
  • Anna Beer, Universität Wien
  • Lisette Espin-Noboa, Complexity Science Hub Wien
  • Anela Lolic, TU Wien
  • Andrea Ortiz Jiminez, TU Wien
  • Maria Wimmer, VRVis

Gewinnerinnen Digital Girls Hackathon

Vor der Verleihung des Hedy-Lamarr-Preises wurden auch die Gewinnerinnen des diesjährigen Digital Girls Hackathon Wien geehrt, bei dem Schülerinnen der 2. und 3. Klasse Unterstufe im Bereich „Programmieren zu einem Nachhaltigkeitsthema“ gegeneinander angetreten sind und Applikationen entwickelt haben.

Weitere Informationen

Hedy-Lamarr-Preis – Digital.City Wien

AI-Expert*innen-Pool – Rückblick 2024

Anfang 2024 formierte sich der AI-Expert*innen-Pool, der eine beratende Funktion für die Stadt Wien in Fragen rund um Künstliche Intelligenz (KI) einnimmt. Der AI-Expert*innen-Pool setzt sich aus 10 internationalen Expert*innen zusammen und diskutiert aktuelle Trends im Bereich KI.

Vorträge und Diskussionen sowie wissenschaftlich fundierte Beiträge der Expert*innen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse liefern Inputs für die Stadt Wien – vor allem soll zu einem innovativen und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Stadt beigetragen werden.

Vorträge und Diskussionsrunden 2024

Die Expert*innen wurden bisher zu zahlreichen Vorträgen und Diskussionsrunden eingeladen:

  • Impulsvortrag von Sabine T. Köszegi zum Thema „KI und Konflikte: eine ethische Herausforderung“ im Zuge des Digitalen Salons
  • Vortrag von Iris Eisenberger beim städtischen Kompetenznetzwerk-Treffen AI im Sommer 2024 über den AI Act und seine Auswirkungen auf die Stadt Wien
  • Impulsbeitrag von Fridolin Herkommer beim KI Use-Case Tag der Stadt Wien im Herbst 2024, der konkrete Anwendungsfälle für den Einsatz von KI beleuchtete.
  • Diskussion mehrerer Expert*innen im Kompetenznetzwerk-Treffen AI zum Thema „KI, Bildung und Arbeitsmarkt“ im Herbst 2024, das sich mit den Herausforderungen und Potenzialen von KI in der Aus- und Weiterbildung beschäftigte.
  • Keynote von Doris Weßels beim 10-jährigen Jubiläum der Digital Days im Oktober 2024 zum Thema Humanistische KI
  • Diskussion zum Thema „AI in the Public Sector“ mit Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien, Jeannette Gorzala und Sabine T. Köszegi im Rahmen der TEDAI Vienna

KI, Bildung und Arbeitsmarkt: Kompetenznetzwerk-Treffen AI 

Das Kompetenznetzwerk AI (KNW) des Magistrats der Stadt Wien setzt sich strategisch und interdisziplinär mit verwaltungsbezogenen Fragen in Bezug auf KI auseinander. Es besteht aus Vertreter*innen der Magistratsdirektion, mehreren Magistratsabteilungen und des WIGEV.

Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Anforderungen an Bildung und Weiterbildung. Der AI-Expert*innen-Pool der Stadt Wien diskutierte im Herbst 2024 im Rahmen eines Treffens des Kompetenznetzwerks AI über Herausforderungen und Potenziale zum Thema.

Eine zentrale Erkenntnis der Diskussion war die Notwendigkeit, KI-spezifische Kompetenzen stärker in Lehrpläne und Ausbildungskonzepte zu integrieren, und dass

  • KI-Kompetenzen in Bildung und Arbeitsmarkt immer wichtiger werden und vor allem interdisziplinäre Ausbildung notwendig ist,
  • organisatorische Flexibilität und eine Experimentierkultur gebraucht wird, um KI erfolgreich in den Arbeitsalltag zu integrieren,
  • ein verantwortungsvoller Einsatz von KI klare ethische und rechtliche Rahmenbedingungen erfordert, insbesondere in sensiblen Bereichen wie Medizin und Bildung.

Paper zur Dokumentation der Diskussion zum Thema „KI und ihre Auswirkung auf (Weiter)bildung“ (102 KB PDF)

Der AI-Expert*innen-Pool wird von Urban Innovation Vienna im Auftrag der Stadt Wien koordiniert.

Landkarte des Digitalen Humanismus

Die DigitalCity.Wien hat die 1. Ausgabe einer Landkarte des Digitalen Humanismus veröffentlicht. Auf diesem Überblick sind alle zentralen Akteur*innen des Jahres 2024 aus der Community abgebildet. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zu fördern und die Umsetzung voranzutreiben.

Vielfalt der Akteur*innen

Auf der Landkarte sind verschiedene Organisationen (Akteur*innen), aber auch methodische Ansätze aus Wirtschaft, Stadtverwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft dargestellt. Beispiele sind:

  • Die Wiener Volkshochschulen, welche die Idee des Digitalen Humanismus einer breiten Öffentlichkeit näherbringen wollen.
  • msg Plaut, ein IT-Unternehmen, das den Digitalen Humanismus zum Nordstern seiner Arbeit gemacht hat.
  • VBE Vienna (Value Based Engineering) bedeutet wertebasierte Systemgestaltung. Die Stadt Wien integriert ethische Prinzipien in ihre digitalen Lösungen.

Diese und andere Initiativen zeigen, wie vielfältig und engagiert sich die Wiener Community mit dem Thema auseinandersetzt.

Mit voller Kraft ins Jahr 2025

Die Landkarte wird im Jahr 2025 erweitert. Organisationen, die ebenfalls an der Umsetzung des digitalen Humanismus arbeiten, sind eingeladen, sich bei UIV Urban Innovation Vienna per E-Mail zu melden: digitalcity@urbaninnovation.at

Ein gemeinsames Ziel: Digitalisierung im Dienste des Menschen

Hinter der Initiative steht ein klares Bekenntnis: Sowohl die Stadt Wien mit ihrer Digitalen Agenda 2030 als auch die DigitalCity.Wien mit ihrem Mission Statement setzen auf eine menschenzentrierte Digitalisierung.

Seit 10 Jahren arbeitet die DigitalCity.Wien eng mit der Stadtverwaltung zusammen, um dazu beizutragen, die digitale Transformation auf die Bedürfnisse der Bürger*innen, Mitarbeiter*innen und Konsument*innen auszurichten. Wien nimmt dabei international eine Vorreiterrolle ein.

Die neue Landkarte ist ein Meilenstein auf dem Weg, die Vision des digitalen Humanismus in die Realität umzusetzen und die Kräfte aller Beteiligten zu bündeln.

Digitale Montagsrunden 2024 – Rückblick

Die Digitalen Montagsrunden sind Takt- und Impulsgeber der DigitalCity.Wien-Community.

Die DigitalCity.Wien verfolgt das Ziel, Wien zur lebenswertesten digitalen Stadt Europas zu machen. Als nicht-gewinnorientierte Initiative fungiert sie als strategische Brücke zwischen Stadtverwaltung, Digitalwirtschaft, Branchenvertretungen, NGOs, Zivilgesellschaft und Forschung. Im Mittelpunkt steht die gezielte Vernetzung dieser Akteur*innen zu aktuellen und zukunftsweisenden Fokusthemen im Kontext der Digitalisierung.

Die Digitalen Montagsrunden sind dabei der operative Dreh- und Angelpunkt der DigitalCity.Wien-Community – ein idealer Anlauf- und Einstiegspunkt, um den Spirit, die Akteur*innen und die Themen der Initiative kennenzulernen. Diese regelmäßigen Events finden aktuell an unterschiedlichen Orten statt, was die Vielfalt und Offenheit der Teilnehmer*innen unterstreicht.

Im Jahr 2024 traf sich die Community im Büro des CIO der Stadt Wien, im waff, oder im Expat Center der Wirtschaftsagentur Wien, sowie zu einer Online-Session. Insgesamt wurden 4 Montagsrunden abgehalten, die durch ihre thematische Vielfalt und die Qualität der Vorträge beeindruckten. In Summe gab es rund 20 Vorträge, Impulse und Pitches, die von den Teilnehmer*innen mit großem Interesse aufgenommen wurden.

Publikum bei einer Veranstaltung

Digitale Montagsrunde am 2. Dezember 2024 im Expat Center der Wirtschaftsagentur Wien © Leitner/Digital City Wien

Vielfältige Themenbereiche

Die einzelnen Montagsrunden widmen sich Schwerpunktthemen der Community. Die erste Montagsrunde des Jahres im März beschäftigte sich mit dem Thema Privacy and Security. Privatsphäre, Datenschutz und sichere Technologien wurden vor dem Hintergrund des Digitalen Humanismus diskutiert. Expert*innen beleuchteten Initiativen zur Cybercrime-Bekämpfung, die Ausbildung von Cybersecurity-Talenten und die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Rahmen der DSGVO und des AI Acts. Diese Themen verdeutlichten, wie wichtig es ist, Wien als Cybersecurity-Hotspot zu positionieren.

Im Mai stand die Montagsrunde ganz im Zeichen von KI, Arbeitsmarkt und Berufsorientierung. Gehostet vom Community Partner waff, dem Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds, wurde aufgezeigt, wie KI nicht nur den Arbeitsmarkt verändert, sondern auch neue Berufsbilder entstehen lässt. Best Practices, wie der Chatbot „Infomat“ des AMS, Studien zu generativer KI und Upskilling-Angebote zeigten, wie KI positiv auf die Arbeitswelt wirken kann und welche Maßnahmen es zur Ausbildung und Weiterbildung von Arbeitskräften am Wirtschaftsstandort Wien braucht.

Die September-Montagsrunde bot eine Vorschau auf die Digital Days 2024, die unter dem Motto „THINK HUMAN. ACT DIGITAL.“ stattfanden. Die Teilnehmer*innen bekamen exklusive Einblicke in geplante Sessions der diesjährigen Großveranstaltung und konnten aktiv zur Gestaltung beitragen, etwa durch Vorschläge für mögliche Sessions am Speakers’ Corner. Dieser Online-Austausch diente der Community zur Einstimmung und als Vorabeinblick in das bevorstehende Jahreshighlight.

Im Dezember endete das Jahr, schon fast traditionell, mit der Montagsrunde im Expat Center der Wiener Wirtschaftsagentur unter dem Motto: Wiener Landkarten – AI und Digitaler Humanismus. Hier wurden die „AI Landscape Vienna“ und die „Landkarte Digitaler Humanismus in Wien“ der DigitalCity.Wien präsentiert. Teilnehmer*innen hatten die Möglichkeit, sich mit den Ersteller*innen zu vernetzen und zu erfahren, wie sie selbst Teil dieser Initiativen werden können. Darüber hinaus gab es Projektvorstellungen von Partner*innen.

2 Frauen und 1 Man bei einer Präsentation vor Publikum

Digitale Montagsrunde am 2. Dezember 2024 im Expat Center der Wirtschaftsagentur Wien © Leitner/Digital City Wien

Die Digitalen Montagsrunden und die Mini-Barcamps zeigten eindrucksvoll, wie stark die DigitalCity.Wien Community vernetzt ist und wie wichtig der partizipative Austausch für die digitale Transformation Wiens bleibt. Wir freuen uns auf viele weitere spannende Veranstaltungen und laden ein, auch 2025 Teil dieser lebendigen Community zu sein!

Das Jahr 2024 war ein Jubiläum: 10 Jahre DigitalCity.Wien. Neben den Digitalen Montagsrunden, die vor allem Vorträge, Keynotes und Impulse boten, fanden verschiedene weitere Aktivitäten und auch erstmals eine Mini-Barcamp-Serie statt. In interaktiven Sessions wurden die Schwerpunkte für die zukünftige Ausrichtung der Initiative mit den Community-Mitgliedern definiert und Formate für den Community-Tag der Digital Days entwickelt.

Die Digitalen Montagsrunden werden von der Koordinationsstelle der Initiative UIV – Urban Innovation Vienna, der Klima- und Innovationsagentur der Stadt Wien, gehostet und veranstaltet.

Montagsrunden 2024 auf einen Blick

  • Privacy and Security
    11. März 2024: Büro des CIO der Stadt Wien
    Fokus: Datenschutz, Privatsphäre und Cybersecurity-Initiativen in Wien
  • KI, Arbeitsmarkt und Berufsorientierung
    13. Mai 2024: waff
    Fokus: Auswirkungen von KI auf Arbeitswelt und Berufsorientierung
  • Digital Days 2024 – Programm und Preview
    9. September 2024: Online
    Fokus: Einblicke in das Programm der Digital Days und Möglichkeiten der Mitgestaltung.
  • Wiener Landkarten – AI und Digitaler Humanismus
    2. Dezember 2024: Expat Center, Wirtschaftsagentur Wien
    Fokus: Präsentation der „AI Landscape Vienna“ und der „Landkarte Digitaler Humanismus“