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Digitaler Humanismus Award für WienKI

1. Preis in der Kategorie „Projekte“

3 Auszeichnungen in kurzer Zeit – und ein klarer roter Faden: Mit WienKI verfolgt die Stadt Wien konsequent einen Ansatz, der Innovation mit Verantwortung, Sicherheit und Menschenzentrierung verbindet. Nach 2 internationalen Anerkennungen ist nun ein 3. Preis hinzugekommen: der 1. Preis in der Kategorie „Projekte“ beim „Digitaler Humanismus in der Praxis Award“.

Digitaler Humanismus in der Praxis

Digitalisierungsstadträtin Barbara Novak betont die Bedeutung dieser Auszeichnung:

Mit WienKI verbinden wir Künstliche Intelligenz und digitale Verantwortung zu einem gemeinsamen Auftrag. Unser Fokus liegt darauf, Technologie so zu gestalten, dass sie den Menschen konkret nützt. Die Auszeichnung bestätigt unseren Weg: Wien steht für eine Digitalisierung, die Innovation ermöglicht und gleichzeitig Vertrauen schafft. Genau darin liegt die Stärke des digitalen Humanismus – und genau daran arbeiten wir jeden Tag.

Ein 3. Preis – weil Technik dem Menschen dienen soll

Der „Digitaler Humanismus in der Praxis Award“ zeichnet Initiativen aus, die digitale Technologien im Sinne des Menschen gestalten – also nicht nur technisch stark sind, sondern sich an Werten orientieren: Demokratie, Inklusion, Privatsphäre, Freiheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Innovation.

Genau hier setzt WienKI an: als Plattform, die Künstliche Intelligenz nutzbar macht und gleichzeitig klare Leitplanken für Transparenz, Datenschutz und Sicherheit einzieht.
Dass WienKI dafür nun in der Kategorie „Projekte“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde, freut alle Beteiligten besonders: Es ist eine Bestätigung dafür, dass „Digitaler Humanismus“ nicht nur ein Leitbild ist, sondern in der Verwaltung praktisch umgesetzt werden kann.

Schon 2-mal ausgezeichnet: internationale Anerkennung für den Wiener Weg

Der aktuelle Preis reiht sich in 2 bereits erreichte Auszeichnungen ein. Beide honorieren die Kombination aus Innovationskraft und Verantwortung:

  1. EU Public Sector Tech Watch Best Cases Award 2025 (Kategorie Government-to-Government)
    Dieser Preis würdigt den ganzheitlichen Ansatz, KI verantwortungsvoll, sicher und Nutzer*innen-orientiert in der Verwaltung zu etablieren. Auch die internationale Bühne zeigt: WienKI ist ein Modell, das über Wien hinaus Aufmerksamkeit erzeugt.
    WienKI gewinnt EU Public Sector Tech Watch Best Cases Award 2025
  2. Red Hat Innovation Award 2025
    Hier stand besonders der Einsatz von Open-Source-Technologien, Interoperabilität und die technische Umsetzung im Fokus. Der Award hebt hervor, dass WienKI auf einer Plattform betrieben wird, die skalierbaren und modernen KI-Betrieb ermöglicht – mit dem Ziel, Anbieterabhängigkeiten zu reduzieren und zukunftsfähige IT-Strukturen zu stärken.
    Red Hat Innovation Award für Stadt Wien

Warum „Digitaler Humanismus“ bei KI besonders wichtig ist

Gerade bei Künstlicher Intelligenz entscheidet sich, ob technischer Fortschritt zu mehr Teilhabe, Qualität und Fairness führt oder neue Abhängigkeiten und Risiken schafft. Der „Digitaler Humanismus in der Praxis Award“ macht genau jene Projekte sichtbar, die zeigen, wie Technologie menschenzentriert eingesetzt werden kann.

Das zentrale Referenzdokument der Bewegung ist das Wiener Manifest für einen digitalen Humanismus – und die Award-Initiative versteht sich als Bühne für praxisnahe Umsetzungen.

Ein Blick auf den letztjährigen Award illustriert das gut: 2025 wurde unter anderem ein Projekt der Klinik Floridsdorf ausgezeichnet, das „gelingende Kommunikation“ im Klinikalltag mithilfe einer digitalen Lösung unterstützt – entwickelt mit Fokus auf Teilhabe und Barrierefreiheit: Digital Humanism Award: Klinik Floridsdorf

Mit Unterstützung von KI erstellt

Auszeichnung für KI der Stadt Wien

WienKI gewinnt EU Public Sector Tech Watch Best Cases Award 2025

Die Stadt Wien wurde für die WienKI mit dem renommierten Public Sector Tech Watch Best Cases Award in der Kategorie Government‑to‑Government (G2G) ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt den ganzheitlichen Ansatz, künstliche Intelligenz verantwortungsvoll, sicher und Nutzer*innen-orientiert in der Verwaltung zu etablieren.

Eine offizielle Zertifikatsverleihung fand im Rahmen der SEMIC 2025 Conference am 25. und 26. November 2025 in Kopenhagen statt. Dort stellten Vertreter*innen der Stadt Wien die WienKI vor internationalem Publikum vor.

Preisverleihung, im Vordergrund eine Frau mit Preis, dahinter 6 Männer

v.l.n.r.: Stefanos Kotoglou (EU Kommission), Johannes Pfaundler-Spiegel (Büro der a.StR.in Barbara Novak), Benedikt Schraik (CTO – MD-OS PIKT), Aslihan Bozatemur-Akdağ (LAbg/GR), Michel Seehuber, (MA 01), Jakob Knapp (MA 01) und Luca Tangi (EU Kommission)

SEMIC ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die darauf abzielt, die semantische Interoperabilität zwischen vernetzten E‑Government‑Systemen zu fördern.

Über die WienKI

WienKI ist die zentrale KI‑Plattform der Stadt Wien, die Mitarbeiter*innen regulierten, niedrigschwelligen Zugang zu generativen KI‑Funktionen bietet. Ziel ist nicht allein technischer Fortschritt, sondern die Modernisierung von Arbeitsprozessen unter Einhaltung rechtlicher Vorgaben (EU AI Act, DSGVO, EU Data Act) und die Stärkung der digitalen Souveränität der Stadt Wien.

Funktionen:

  • KI‑Assistenz: Interaktion mit verschiedenen Sprachmodellen (unter anderem OpenSource‑Modelle), Vorlagen für Formulierungen, Textzusammenfassungen sowie „bring your own content“ zum Einbinden von Dokumenten. System‑Prompts und genutzte Prompts sind offen einsehbar, um Transparenz zu gewährleisten.
  • Knowledge Databases: Kuratierbare Wissenssammlungen, semantische Suche, „Smart Info“ zum Teilen von Informationen, automatische Anonymisierungsoptionen und die Möglichkeit, mehrere Quellen gleichzeitig zu befragen.
  • Generative Suche: Periodische Indexierung interner Datenquellen (Intranet, wien.gv.at und so weiter) mit zusammenfassenden, quellverweisenden Antworten zur schnelleren Recherche.
  • Bild‑Generierung und Barrierefreiheit: Nutzung von DALLE3/GPT Image 1 sowie Text‑zu‑Sprache und Sprache‑zu‑Text in über 100 Sprachen.

Akzeptanz

Betriebs- und Nutzungszahlen belegen die Akzeptanz:

  • über 2.500 aktive Nutzer*innen
  • 70.000 freigeschaltete Accounts
  • mehr als 104.000 Chats
  • rund 292 Millionen verarbeitete Tokens
  • über 14.000 Dokumente in Wissensdatenbanken
  • Community mit etwa 1.600 Mitgliedern, die regelmäßige Schulungs‑ und Austauschformate nutzt

Einführung in der Wiener Stadtverwaltung

Die WienKI wurde von der Abteilung Wien Digital (MA 01) technisch aufgebaut und in Zusammenarbeit mit anderen Magistratsabteilungen produktiv eingeführt. Die Lösung basiert auf einer hybriden Enterprise‑Architektur (Azure RedHat OpenShift plus On‑Premises OpenShift) mit verschlüsselten Datenablagen und standardisiertem Usermanagement. Diese Architektur ermöglicht flexible Deployment‑Entscheidungen (Datenschutz, Verfügbarkeit, Latenz) und eine schnelle Rollout‑Fähigkeit.

Weitere Aspekte der Umsetzung:

  • Governance: Entwicklung eines rechtlichen Rahmens, AI‑Kompass, AI‑Kompetenznetzwerk
  • Weiterbildung und Community: Online-Community-Meetings und PrompTogether‑Austausch zur Befähigung von Nutzer*innen
  • Interoperabilität und Skalierbarkeit: Die modulare Microservice‑Architektur erlaubt die Anbindung interner Systeme und die spätere Nutzung durch andere Verwaltungseinheiten.
  • Digitale Souveränität: Hybride Deployments und verschlüsselte Datenablagen geben der Stadt die Hoheit über sensible Daten (Standort, Zugriffskontrolle) und vermindern Anbieterabhängigkeiten.

Wien im Rennen um AI-Gigafactory

In einem bedeutenden Schritt für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz in Europa haben Bundeskanzler Christian Stocker, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Bundesminister für Innovation und Infrastruktur Peter Hanke, Staatssekretär für Digitalisierung Alexander Pröll und Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling gemeinsam die Bewerbung Wiens für eine der geplanten europäischen AI-Gigafactorys – Rechenzentren für Künstliche Intelligenz – unterzeichnet. Dieser Schulterschluss unterstreicht die gemeinsame Entschlossenheit und das Engagement, Österreich und Wien als zentralen Standort für technologische Innovationen zu positionieren.

4 Männer im Anzug, eine Frau im Hosenanzug

v. l. n. r.: Staatssekretär Pröll, Minister Hanke, Bürgermeister Ludwig, Bundeskanzler Stocker und Vizebürgermeisterin Emmerling

5 AI-Gigafactorys geplant

Die EU plant den Bau von bis zu 5 AI-Gigafactorys, um die europäische Wettbewerbsfähigkeit und die digitale Souveränität Europas zu stärken. Die Hochleistungsinfrastruktur wird speziell für das Training, die Entwicklung und den Betrieb modernster KI-Modelle benötigt und muss höchsten Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und Energieeffizienz entsprechen.

Durch die offizielle Interessensbekundung steigen Österreich und Wien ins Rennen um eines der 5 Rechenzentren ein. Ermöglicht wurde dieser Schritt durch die enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft, denn die Errichtung erfordert die Bildung eines starken und tragfähigen Konsortiums aus öffentlichen und privaten Partner*innen. Zudem haben führende in Österreich ansässige Technologie-Unternehmen ihre Unterstützung bekundet.

Die zu erwartenden Investitionen belaufen sich auf ein Gesamtvolumen von bis zu 5 Milliarden Euro. Mindestens 65 Prozent sollen durch die Privatwirtschaft, bis zu 35 Prozent aus öffentlichen Mitteln getragen werden. Die Wiener Bewerbung basiert neben infrastrukturellen Voraussetzungen auf 2 Säulen:

  • einem umwelt- und klimagerechten Nachhaltigkeitskonzept,
  • einer sozial gerechten Form der Technologienutzung entsprechend dem „Digitalen Humanismus“ und
  • der außerordentlichen Drehscheibenfunktion Wiens innerhalb Europas.

Innovation mit Verantwortung für Mensch und Umwelt

Leistungsfähige Rechenzentren sind für das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft mittlerweile unverzichtbar. Sie zählen zu den energieintensivsten Infrastrukturen, wofür die Stadt Wien und Wien Energie ein Energiekonzept erarbeitet haben. Dabei wird die Abwärme der Server des Rechenzentrums direkt in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist und zur Beheizung von Wiener Haushalten genutzt.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Wiener Initiative ist auch das klare Bekenntnis zur sozialen Verantwortung, wie sie im „Wiener Manifest zum Digitalen Humanismus“ festgeschrieben ist. Die Grundsätze des Digitalen Humanismus stellen die Bedürfnisse des Menschen ins Zentrum des technologischen Fortschritts.

Bürgermeister Michael Ludwig betont:

Wien genießt weltweit einen hervorragenden Ruf für seine leistungsfähige Infrastruktur, hohe Lebensqualität und Innovationskraft. Eine AI-Gigafactory würde das bestehende Netzwerk ideal ergänzen und unseren Wirtschaftsstandort weiter stärken. Wir stehen für technologische Exzellenz, konsequente Klimapolitik und starken sozialen Zusammenhalt. Diese Stärken bringen wir gemeinsam mit dem Bund und engagierten Unternehmen in die Bewerbung ein und positionieren Wien so als verantwortungsbewussten, wettbewerbsfähigen Standort für Künstliche Intelligenz in Europa.

Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling hebt hervor:

Mit der Bewerbung um die AI-Gigafactory setzt Wien ein starkes Zeichen für digitale Souveränität und technologische Führungsrolle in Europa. Wir schaffen eine Infrastruktur, die nicht nur Rechenleistung auf Weltklasseniveau liefert, sondern zur Hochquellleitung des 21. Jahrhunderts wird – ein Motor für Innovation, wirtschaftlichen Aufschwung und Klimaschutz. Durch die intelligente Einbindung ins städtische Energiesystem und die Nutzung der Abwärme für die Versorgung Tausender Haushalte zeigt Wien, wie Digitalisierung und Dekarbonisierung Hand in Hand gehen.

Starke Allianz für eine digitale Zukunft

Der Schulterschluss von Stadt Wien, Bundesregierung und Unternehmen für diese Bewerbung ist in sehr kurzer Zeit zustande gekommen. Innerhalb weniger Tage haben maßgebliche Wiener Technologie-Unternehmen mit einem „Letter of Intent“ ihre Unterstützung für das Projekt bekundet.

Barbara Novak, Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales:

Das ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Wien und zeigt, dass die Stadt Wien, der Bund, die Wissenschaft und private Unternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen – für Innovation und digitale Souveränität. Mit diesem Projekt heben wir das wirtschaftliche und wissenschaftliche Potential eines Giga-Rechenzentrums in Wien – und das löst Investitionen in Milliardenhöhe mit nachhaltigen Impulsen für Technologie- und Forschungsunternehmen aus, schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze und verspricht neue Kooperationschancen mit europäischen Innovationsclustern.

Als Standortagentur der Stadt Wien koordiniert die Wirtschaftsagentur Wien den Bewerbungsprozess und fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen öffentlicher Hand, Privatwirtschaft und Wissenschaft.

Der weitere Fahrplan

Die EU bewertet alle eingegangenen Bewerbungen und wird unter den verbleibenden Städten im 4. Quartal 2025 einen vertieften Auswahl- und Bewerbungsprozess durchführen. Geplanter Start für die AI-Gigafactory ist laut EU-Plan bereits 2028.

Zahlen und Fakten: EU-Initiative AI-Gigafactorys

  • Zielsetzung:
    • Europas Wettbewerbsfähigkeit steigern und als globalen AI-Kontinent etablieren
    • Ermöglichung gemeinschaftlicher, europäischer Entwicklung komplexer KI-Modelle
    • Aufbau von bis zu 5 AI-Gigafactorys in Europa als strategische Infrastruktur für Training, Entwicklung und Betrieb großer KI-Modelle
    • Fokus auf große KI-Multimodal-Modelle für den Einsatz in Medizin, Industrie und Forschung
  • Rahmenbedingungen:
    • Geplante Investitionshöhe: 20 Milliarden Euro für den Aufbau von bis zu 5 Giga-Rechenzentren
    • Über 100.000 spezialisierte KI-Prozessoren (GPUs) pro Gigafactory – ein Vielfaches heutiger europäischer Kapazitäten
    • Finanzierung über Public-Private-Partnership – eine Mischstruktur aus Fördermitteln, Beteiligungskapital und privaten Investitionen. Aufteilung mindestens 65 Prozent aus Privatwirtschaft, 35 Prozent von öffentlicher Hand (EU/national)
  • Strategischer Nutzen:
    • Fokus aus Mission-Critical KI-Anwendungen in Wissenschaft, Industrie, Gesundheit, Mobilität, Klima und anderen
    • Förderung vertrauenswürdiger, offener Innovation
    • Ein gleichberechtigter Zugang zur Rechenleistung auch für Startups, Forschungseinrichtungen und kleinere Unternehmen ist vorgesehen.
    • Datenschutz, Energieeffizienz und digitale Souveränität sind als Kriterien verbindlich vorgesehen.

Red Hat Innovation Award für Stadt Wien

Die Stadt Wien wurde für ihre innovative KI-Anwendung „WienKI“ mit dem „Red Hat Innovation Award 2025“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Unternehmen, die herausragende Erfolge mit Open-Source-Technologien erzielen. Wien Digital (MA 01), die IT-Abteilung der Stadt Wien, hat mit „WienKI“ einen Assistenten entwickelt, der 70.000 Mitarbeiter*innen der Stadt Wien seit 2023 im Arbeitsalltag zur Verfügung steht.

Künstliche Intelligenz für den Arbeitsalltag

Mit „WienKI“ hat die Stadt Wien eine modulare Plattform geschaffen, die Mitarbeiter*innen bei alltäglichen Fragen unterstützt. Die KI beantwortet Fragen schnell, kompetent und unermüdlich unter Berücksichtigung hoher Compliance- und Sicherheitsstandards. Die Anwendung nutzt eine ständig wachsende Wissensdatenbank, die auf der digitalen Dokumentation der Stadt basiert. Auf Fragen wie „Was muss ich bei Videokonferenzen beachten?“ oder „Wie lautet die Regelung zu Kennwörtern?“ und zu vielen Abläufen gibt „WienKI“ in Sekundenbruchteilen Auskunft. Die Plattform kann auch bei kreativen Aufgaben wie dem Schreiben von Texten, der Ideenfindung oder dem Erstellen von Grafiken unterstützen. Darüber hinaus ist sie für interaktive Lern- und Bildungszwecke geeignet, indem sie komplexe Konzepte erklärt und bei der Problemlösung hilft. Das beste daran ist, dass „WienKI“ in naher Zukunft auch Bürger*innen bei Anliegen wie der Beantragung des Parkpickerls zur Seite stehen wird.

„WienKI“ nutzt aktuelle Azure OpenAI-Modelle sowie Open-Source-Modelle wie Llama, Mistral und Google Gemma, um eine transparente Vergleichbarkeit der Modelle für konkrete Anwendungsfälle zu ermöglichen. „WienKI“ evaluiert eingebrachte Dateien in Wissensdatenbanken, generiert, prüft und verbessert Code in verschiedenen Programmiersprachen und liefert konkrete Antworten.

Seit 2 Jahren haben Mitarbeiter*innen der Stadt Wien die Möglichkeit, die KI-Plattform in einem geschützten Rahmen zu testen und aktiv mitzugestalten. Rund 1.000 engagierte Mitarbeiter*innen nehmen zudem regelmäßig an internen Informationsveranstaltungen teil, um sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz auszutauschen und praktische Erfahrungen zu sammeln.

Red Hat Innovation Award

Wien Digital betreibt die KI-Plattform auf Servern der Stadt Wien mit Red Hat OpenShift. Dabei handelt es sich um eine Anwendungsplattform, die die automatisierte Installation und Skalierung von Services ermöglicht. Zusätzlich wird Red Hat OpenShift AI eingesetzt, eine Plattform für maschinelles Lernen, die KI-Services auf hybriden Cloud-Systemen unterstützt. Die Stadt Wien setzt verstärkt auf Open-Source-Software, um möglichst hohe Interoperabilität und Vendor-Unabhängigkeit ihrer IT-Anwendungen zu gewährleisten.

Eine Jury aus internationalen Expert*innen bewertete die Einreichungen für den „Red Hat Innovation of the Year Award“ nach 5 Kriterien: Nutzen für das Unternehmen, digitale Transformation, Open-Source-Kultur, gesellschaftlicher Nutzen und Coolness-Faktor. „WienKI“ setzte sich bei der jährlichen Challenge gegen rund 150 internationale Projekte durch und wurde neben 3 weiteren Projekten ausgezeichnet.

In einem anschließenden Publikumsvoting wurde unter den 4 ausgezeichneten Unternehmen der „Innovator of the Year“ gewählt. Die Stadt Wien erreichte mit nur 400 Stimmen Abstand den 2. Platz hinter dem international tätigen Unternehmen Aramco.

Abstimmen für KI-Plattform „WienKI“

Wien im Finale des Red Hat Innovation Awards

Update vom 22. Mai 2025: Wien wurde als Gewinner der Red Hat Innovation Awards ausgezeichnet. Vielen Dank an alle, die für uns abgestimmt haben!

Wien setzt erneut ein digitales Ausrufezeichen: Die KI‑Plattform „WienKI“ hat sich unter rund 150 internationalen Einreichungen für das Finale des prestigeträchtigen „Red Hat Innovation of the Year Awards 2025“ qualifiziert.

Die auf Open‑Source‑Technologie basierende Lösung läuft auf Red Hat OpenShift und kombiniert aktuelle Azure OpenAI‑Modelle mit Open‑Source‑Alternativen wie Llama, Mistral und Gemma. So beantwortet WienKI bereits heute Passworthygiene‑Fragen, Videokonferenz‑Regeln oder kreative Textaufgaben für Mitarbeitende in Sekunden. WienKI ist auch die Basis, um später KI in Bürgerprozesse, wie zum Beispiel die Parkpickerl-Beantragung, einbauen zu können.