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MINT in Wien: Früh fördern, gut begleiten

Wie können Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das erste Wiener MINT-Stakeholder-Forum am 10. März 2026 im Rathaus. Im Fokus stand, was junge Menschen von der frühen Bildung bis zum Beruf brauchen, damit das Interesse an MINT nicht verloren geht.

In Wien gibt es dafür bereits viele engagierte Akteur*innen aus den Bereichen Bildung, Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die beim Forum entstandene Wiener MINT-Karte zeigt, wie breit das Feld schon aufgestellt ist – von Angeboten für Kindergarten und Schule bis zu außerschulischen Initiativen, Netzwerken und Einrichtungen der Erwachsenenbildung.

Plakat mit bunten Feldern und gelben Post-its

Die Wiener MINT-Karte zeigt, wie vielfältig die Akteur*innen, Angebote und Themenfelder in Wien bereits sind.

Die Keynote von Hilda Tellioğlu, Professorin für Informatik an der TU Wien, machte deutlich: MINT-Förderung ist nicht nur ein Bildungsthema, sondern auch eine Frage von Chancen und Teilhabe. Daher ist es entscheidend, Kinder und Jugendliche über den gesamten Bildungsweg hinweg gut zu begleiten. Gerade bei Bildungswechseln können das Interesse verloren gehen oder Orientierung fehlen. Dies ist zum Beispiel beim Schulstart, beim Wechsel in eine neue Schulstufe oder später bei der Entscheidung für eine Ausbildung, ein Studium oder einen Beruf der Fall. Solche Brüche wiegen auch deshalb schwer, weil MINT-Kompetenzen in Zukunft noch stärker gefragt sein werden. Laut der Keynote erfordern 70 Prozent der Berufe der Zukunft MINT-Kompetenzen. Zugleich waren im Jahr 2023 in Österreich rund 25.000 MINT-Stellen unbesetzt.

In den Workshops ging es deshalb vor allem darum, wie Wien vorhandene Angebote besser verbinden kann: durch stärkere MINT-Impulse im Kindergarten, bessere Berufsorientierung, eine engere Verknüpfung von schulischen und außerschulischen Angeboten sowie niederschwellige Zugänge für unterschiedliche Zielgruppen. Auch passende Vorbilder und die Ansprache von Eltern, insbesondere von Müttern, wurden als wichtige Faktoren genannt. Ein besonderer Fokus lag darauf, Mädchen und junge Frauen gezielter für technische Bildungswege zu gewinnen.

Vernetzung und Begleitung verstärken

Das Forum hat gezeigt, dass Wien MINT nicht bei null aufbauen muss. Vieles ist bereits vorhanden. Entscheidend ist nun, bestehende Angebote besser zu vernetzen, Bildungswechsel bewusster zu begleiten und Kinder und Jugendliche über längere Zeit hinweg gut zu unterstützen.

Die Stadt Wien will diesen Austausch weiterführen und die Wiener MINT-Landschaft weiter stärken. Die MINT-Koordinationsstelle der MA 23 dient dabei als Anlaufstelle für MINT-Anliegen in Wien.

Weitere Informationen

Die MINT-Initiative der Stadt Wien

DiDays NextGen 2025 – Girls-Tage

Mädchen gestalten Wiens digitale Zukunft

Die DiDays NextGen 2025 sind ein mehrtägiges Bildungsformat der Stadt Wien. Im Juni 2025 luden sie über 400 Schüler*innen im Alter von 7 bis 22 Jahren in die Welt der digitalen Technologien ein. Veranstaltet von UIV Urban Innovation Vienna im Auftrag der Stadt Wien, bildet dieses Format die Nachwuchsschiene der Digital Days der DigitalCity.Wien. In Workshops, Diskussionen und interaktiven Formaten wurden Themen wie technologische Entwicklung, Cybersecurity und künstliche Intelligenz praxisnah vermittelt.

Ein besonderer Fokus lag auf der gezielten Förderung von Mädchen. Zu diesem Zweck wurden die NextGen Girls-Tage angeboten. Ziel war es, bei den Mädchen mit niederschwelligen Formaten digitale Neugier und Interesse zu wecken sowie einen kritischen Umgang mit digitalen Medien anzuregen. Zudem sollten Ängste und Barrieren abgebaut werden.

Digital Girls Hackathon – 16./17. Juni 2025

Im A1 Headquarter entwickelten 60 Unterstufen-Schülerinnen von Wiener Schulen an 2 Tagen kreative App-Ideen zum Thema „So wird Wien nachhaltiger!“. Unterstützt von Coaches sammelten sie erste Programmier-Erfahrung, arbeiteten im Team und präsentierten ihre Projekte vor einer hochkarätig besetzten Jury aus weiblichen Role-Models.

Die Teams mit den besten Ideen werden bei den Digital Days 2025 vor den Vorhang geholt und im Rahmen der Verleihung des Hedy-Lamarr-Preises feierlich ausgezeichnet.

Tech4Girls-Workshoptag – 18. Juni 2025

100 Schülerinnen im Alter von 10 bis 19 Jahren folgten der Einladung zu einem Workshoptag für Mädchen im Innovationsforum der Stadt Wien.

In den spannenden und altersgerechten Workshops diskutierten und arbeiteten Expert*innen mit den Mädchen zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Gaming, Robotik, Frauen-Gesundheit und Empowerment. Das Thema Cybersecurity wurde in einem kreativen Escape Room Format behandelt.

Tech4Girls-Workshoptag im Innovationsforum der Stadt Wien

Starke Kooperationspartner*innen

Das Format zeigt exemplarisch, wie digitale Bildung gelingen kann: kreativ und partizipativ. Die Formate wurden gemeinsam mit starken Kooperationspartner*innen aus der Stadt Wien und aus der DigitalCity.Wien entwickelt und gestaltet. Ziel ist es, Digitalisierung mit einem niedrigschwelligen Zugang zu Technologie „begreifbar“ zu machen.

Beitrag zur Digitalen Agenda Wien 2030 und der Digitalen Bildungsstrategie

Mit den DiDays NextGen im Allgemeinen und den Mädchenschwerpunkt-Formaten im Besonderen leisten die Partner*innen einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Digitalen Agenda Wien 2030 und der Digitalen Bildungsstrategie. Insbesondere unterstützen sie das strategische Ziel, Aktivitäten zur Anhebung des Frauenanteils in der IT zu fördern, um insbesondere bei Mädchen früh das Interesse an Digitalisierung und Technik (MINT) zu wecken.

DiDays NextGen 2025 Rückblick – DigitalCity.Wien