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DigiPol gewinnt eAward 2024

Das Projekt „DigiPol – Digitale Politik in Wien“ wurde am 1. Oktober 2024 mit dem österreichischen Wirtschaftspreis eAward 2024 ausgezeichnet. Das Projekt zur Prozess-Digitalisierung der politischen Gremien in Wien erreichte in der Kategorie „Zusammenarbeit und Organisation“ unter 10 Nominierungen den 2. Platz.

Team DigiPol: Dominik Doppler, Kurt Fuschlberger, Margarethe Soukup, Peter Reichl, Gunnar Graf,  Alexander Matuschka und Thomas Leiss

Das Projekt

DigiPol stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer transparenten und digitalen Verwaltung dar:

  • Dokumente (Anträge, Entwürfe für Ausschüsse, Gemeinderats- oder Landtagssitzungen et cetera) können zeit- und ortsunabhängig am PC, Tablet oder Smartphone abgerufen werden
  • Anträge können elektronisch erstellt und mittels ID Austria unterzeichnet werden. Das erhöht die Nachvollziehbarkeit und macht Anträge schneller verfügbar.
  • Sitzungen werden digital verwaltet, Abstimmungsergebnisse direkt dokumentiert und Beschlüsse lückenlos digital kundgemacht.

Die Vorteile

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Ressourcenschonung: Vor der Einführung von DigiPol wurden jährlich rund 150.000 Seiten Papier für die Gemeinderats- und Landtagssitzungen gedruckt.

Auch der Zeitgewinn ist enorm – wurden früher Akten von A nach B „getragen“ und zur Vidende vorgelegt, ist mit DigiPol alles digital. Die sichere Speicherung der Daten erfolgt im Rechenzentrum der Stadt Wien.

Entstehungsgeschichte

Als 2019 der Auftrag kam, den nächsten Schritt in Richtung Digitalisierungshauptstadt zu machen, konnte sich so mancher unter dem Arbeitstitel „DigiPol“ noch nicht viel vorstellen. Die Erklärung „Digitalisierung politischer Prozesse“ war allen klar. Wie man auch digital dorthin kommt, war aber für ein damit einhergehendes Prozess-Management noch etwas unklar.

Graz hatte damals schon Expertise unter den österreichischen Städten und war damit ein guter Trendsetter für die Wiener Projekt-Architektur. In Zeiten von Corona waren die Projekt-Fortschritte etwas kleiner. Im Juni 2024 konnte dann aber offiziell der erfolgreiche Projekt-Abschluss besiegelt werden. Wien hat mit seinem Projekt DigiPol österreichweit einen Maßstab gesetzt, an dem sich in der Zwischenzeit Graz und auch Linz orientieren.

Nähere Details zum Projekt

 

30 Digitalisierungsprojekte vorgestellt

Die Digitalisierungsbroschüre der Stadt Wien (3 MB PDF) ist online abrufbar und stellt 30 Schlüssel-Projekte vor. Diese Projekte erleichtern bereits jetzt den Alltag der Wiener*innen oder sind aktuell in Entwicklung.

Digitale Lösungen für alle Lebensbereiche

Die große Bandbreite der Projekte wird in den 4 Themenfeldern Bürger*innen-Service, Klimaschutz, Gesundheit und Talente-Förderung zusammengefasst. Von vereinfachten Amtswegen über kluge Ampeln bis hin zu smart geregelten Warteschlangen in Notfallambulanzen begeistert die Broschüre mit einem bunten Strauß an innovativen Lösungen für die Zukunft.

Bereits bewährt hat sich etwa die Sag’s Wien App, mit der Bürger*innen rund um die Uhr Anliegen an die Stadtverwaltung melden können. Störungen, Gefahrenstellen oder auch Verunreinigungen gehören so mit wenigen Klicks der Vergangenheit an.

Digitale Leistungen als wichtige Stütze in der Krise

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie stellten auch die digitalen Services der Stadt auf die Probe. Ob die reibungslose Anmeldung in Impfstraßen, die vorbildliche Abwicklung des Testprogramms „Alles Gurgelt“ oder die Entwicklung eines Online-Symptom-Checkers – die digitalen Leistungen der Stadt unter Federführung der Abteilung Wien Digital  (MA 01) haben sich als wichtige Stütze in der Krisenbewältigung ausgezeichnet.

Digitale Zukunft

Die Online-Services der Stadt wachsen weiter und damit auch die Aufgaben von Wien Digital. Um weitere innovative Projekte zu realisieren und die bestehenden Services zukunftssicher zu halten und auszubauen, werden immer wieder Fachkräfte gesucht: Aktuelle Stellenangebote

Kick-off für die Digitale Agenda 2030

Mitte September 2022 fand im Museumsquartier Wien die Kick-off Veranstaltung zur Weiterentwicklung der Digitalen Agenda 2030 der Stadt Wien statt. Dabei wurden die Weichen für die  kommenden Jahre und die Vereinfachung des Alltags für Wiener*innen in den Vordergrund gestellt.

Zusammen mit Vertreter*innen der Stadt Wien, Akteur*innen der Digitalwirtschaft sowie wissenschaftlichen Institutionen und Universitäten wurden neue Ideen für die digitale Entwicklung der Stadt gesammelt. Die Erkenntnisse werden anschließend von Expert*innen ausgearbeitet und in einem partizipativen Prozess gemeinschaftlich abgestimmt.

„Digitalisierung ist ein Instrument und kein Selbstzweck. Sie muss den Bürger*innen in Wien nutzen, indem die Dinge hinterher leichter sind als vorher“, betonte die für Digitalisierung zuständige Stadträtin Ulli Sima zum Auftakt der Neuentwicklung der Digitalen Agenda. „Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist eine umfassende Herausforderung. Die Digitale Agenda ist zugleich Strategiepapier und laufendes Arbeitsdokument. Mit zum Beispiel der ‚Sag’s Wien‘-App zeigen wir als Stadt Wien, wie wir uns Digitalisierung vorstellen – sie muss konkrete Lösungen bieten, um das Leben der Menschen zu verbessern und zu erleichtern. Wir arbeiten an einer Agenda, die den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt“, so Digitalisierungsstadträtin Sima.

Ziel ist die konkrete Vereinfachung von Behördenkontakten in Wien und die effizientere Aufgabenerledigung in der Verwaltung. Der Fokus liegt dabei auf einem menschenzentrierten Ansatz, der die hohe Wiener Lebensqualität auch in die digitale Sphäre übersetzt.

Stadträtin Sima und drei Männer bei einer Veranstaltung

MD-Stv. Mag. Wolfgang Müller, Digitalisierungsstadträtin Ulli Sima, NEOS Digitalisierungssprecher Stefan Gara und CIO Klemens Himpele, Copyright: PID/Christian Fürthner

Partizipativer Prozess

„Dass mehr als 140 Vertreter*innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Technologie und Forschung an der heutigen Auftaktveranstaltung teilgenommen haben, zeigt das enorme Interesse für ein Digitales Wien“, resümierte Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien, den Auftakt.

Im Zuge des Events wurden die Kernthemen digitale Bildung, digitale Verwaltung, Digitalpolitik, Klima und Nachhaltigkeit, digitale Gesundheit, digitale Arbeit und Wirtschaft sowie digitale Infrastruktur diskutiert. Durch den Austausch in Kleingruppen konnten Herausforderungen, Visionen und Wünsche der Teilnehmer*innen erfolgreich abgeleitet werden. In den kommenden Monaten werden die Erkenntnisse des Kick-offs in Kernteams zusammen mit Vertreter*innen der Stadt Wien, Expert*innen und Partner*innen ausgearbeitet. Anschließend werden sie in einem partizipativen Prozess gemeinschaftlich abgestimmt. Das Ziel der Digitalen Agenda ist, ein verbindliches Leitdokument für die digitale Entwicklung der Stadt Wien zu legen und im Frühjahr 2023 im Gemeinderat zu beschließen.

Publikum bei einem Vortrag

Expert*innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Technologie und Forschung begleiten den Prozess zur Neugestaltung der Digitalen Agenda. Copyright: UIV/Jakub Han

Mehr Informationen

Digitale Agenda – Wiens Strategie für Digitalisierung

 

 

Frau vor silbernem Laptop, daneben Smartphone

Stadt Wien startet Wirtschaftsoffensive mit Digitalisierungsschwerpunkt

Die Stadt Wien hat gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur die groß angelegte Wirtschaftsoffensive 2020 gestartet. Im Rahmen der Wirtschaftsstrategie wird mit der Offensive unter anderem ein Schwerpunktprojekt zum Thema Digitalisierung umgesetzt werden.

Ziel ist es, besonders kleinere Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen. Wiener Technologieunternehmen sollen ebenso gestärkt werden, der aktuelle Förderwettbewerb ‚Future ICT 2020‘ zielt dabei auf Projekte in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Cyber-Sicherheit ab. Hier werden einzelne Projekte mit bis zu einer halben Million Euro gefördert.

Für die gesamte Wirtschaftsoffensive stellen Stadt Wien und Wirtschaftsagentur insgesamt 75 Millionen Euro zur Verfügung. Die anderen Schwerpunktbereiche widmen sich den Themen Lebensmittel und Grätzlbelebung.

Achtung: Seit 7. Jänner 2020 ist die Wirtschaftsagentur Wien unter der neuen Telefonnummer +43 1 25200 erreichbar!

Der Bildschirm eines Computers, mit dem gerade gecodet wird. Im Vordergrund eine Brille.

Zwei Millionen Euro für „Digitalen Humanismus“

Die Stadt Wien fördert Forschungsprojekte im Bereich „Digitaler Humanismus“ in den kommenden zwei Jahren mit insgesamt 2 Millionen Euro.

Im November wurden die ersten neun Projekte ausgewählt, die im Rahmen des Forschungsprojektes mit insgesamt 320.000 Euro gefördert werden. Dazu zählen etwa ein „Counter-Bot“, mit dem das Ludwig Boltzmann-Institut für Menschenrechte Künstliche Intelligenz gegen rassistische Hasspostings einsetzen will, oder das Vermittlungsprojekt „Cyber Heroes“ des Instituts für Soziologie der Unversität Wien für jugendgerechte Online-Zivilcourage.

Für die zweite Ausschreibungsrunde stellt die Stadt Wien nun eine Million Euro zur Verfügung. Diese Mittel werden vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) auf 2 Millionen Euro verdoppelt. Die nächste Ausschreibung soll März oder April 2020 folgen. Projekte mit einer Laufzeit von zwei bis vier Jahren werden mit bis zu 400.000 Euro gefördert.

Beim „Digitalen Humanismus“ geht es darum, die lange humanistische und geisteswissenschaftliche Tradition mit der sich rasant entwickelnden Technologie und Digitalisierung zusammenzuführen. Ziel ist es, neue Brücken zwischen digitalen Anwendungen und den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften zu schlagen.

 

Digitale Agenda 2025 – Der Weg zur Digitalisierungshauptstadt

Am 26.09.2019 wurde im Wiener Gemeinderat die neue Digitalstrategie der Stadt, die Digitale Agenda Wien 2025 beschlossen. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist eine umfassende Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Die Digitale Agenda ist zugleich Strategiepapier und laufendes Arbeitsdokument, mit dem die Stadt Wien diesem Veränderungsprozess proaktiv begegnet.

Inhalte

Die Digitale Agenda  zeigt relevante Handlungsfelder der Digitalisierung der Stadt Wien auf, nämlich: Sicherheit, Service, Wissen, Arbeitswelt 4.0, Wirtschaft, Infrastruktur und Steuerung. Jedes Handlungsfeld definiert eine Reihe an Projekten. Die Leitprojekte werden in den nächsten Jahren umgesetzt. Zusätzlich gibt es eine Reihe an kurz- und mittelfristigen Schwerpunkten, die zusammen mit den jeweils zuständigen Einrichtungen der Stadt Wien vertieft und konkretisiert werden sollen.

Die Stadt Wien ist sich der weitreichenden gesellschafts- und demokratiepolitischen Dimensionen des digitalen Veränderungsprozesses bewusst. „Die Technik folgt dem Menschen, und nicht der Mensch der Technik.“ Um diesem Grundsatz gerecht zu werden und um die Bedürfnisse der Menschen in den Vordergrund zu stellen, setzt die Stadt Wien mit den „Wiener Digitale Grundsätzen“ eine Reihe an Leitmotiven als Grundlage fest.

 

Zielsetzungen

  • Langfristige strategische Steuerung des Veränderungsprozesses hin zur
    Etablierung der Stadt Wien als „Digitalisierungshauptstadt“
  • Optimale Nutzung neuer Technologien zur Erreichung der Ziele der Smart City
    Wien Rahmenstrategie 2050
  • Stärkung der wachstumsstarken IKT-Branche bei gleichzeitiger Wahrung der
    gesellschaftlichen Fairness
  • Partizipation und Einbindung der WienerInnen bei der voranschreitenden
    Digitalisierung der städtischen Serviceleistungen
  • Nutzung enormer Chancen für die digitale Stadtverwaltung
  • Auf- und Ausbau modernster Infrastruktur bei gleichzeitiger Wahrung von Sicherheit, Vertrauen und Schutz

 

Zur Digitalen Agenda Wien 2025 (PDF)