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Stadt Wien führt OpenShift ein

Container-Technologien steigern Effizienz

In einer Zeit, in der digitale Lösungen immer wichtiger werden, ist die Fähigkeit, Software schnell und zuverlässig bereitzustellen, entscheidend. Im Rahmen ihres Technologie-Erneuerungsprogramms setzt die Stadt Wien daher einen weiteren bedeutenden Schritt in der digitalen Transformation: Mit der Einführung von Kubernetes auf Basis von Red Hat OpenShift zur Orchestrierung von Container-Anwendungen 1 wird die Effizienz und Flexibilität in der Softwareentwicklung und -bereitstellung deutlich gesteigert.

Container-Technologien bieten eine vielversprechende Lösung, indem sie Anwendungen in isolierten Umgebungen ausführen, die leicht zu verwalten und zu skalieren sind. Mit OpenShift hat Wien Digital (MA 01), die IT-Abteilung der Stadt Wien, eine Plattform implementiert, die diese Technologien optimal nutzt. Ein wesentlicher Vorteil ist die horizontale Skalierung: Anwendungen können an mehreren Standorten betrieben werden und je nach Bedarf werden zusätzliche Instanzen gestartet – beispielsweise bei einer hohen Anzahl von Anträgen. Darüber hinaus ermöglicht die Plattform eine bedarfsgerechte und schnellere Bereitstellung neuer Anwendungen. Durch den höheren Automatisierungsgrad wird den Bürger*innen ein verbesserter Service geboten.

Ziele des Projekts

Das Projekt verfolgte mehrere zentrale Ziele. Zunächst wurde ein umfassendes Konzept entwickelt, das die Integration von OpenShift in die bestehende IT-Infrastruktur von Wien Digital beschreibt. Dies umfasst den Aufbau einer neuen Infrastruktur in mehreren Rechenzentren der Stadt Wien, die die Hochverfügbarkeit aller dort betriebenen Anwendungen der Stadt Wien sicherstellt. Im Rahmen des Projekts wurden bereits erste Anwendungen produktiv in Betrieb genommen.

Zusammenarbeit und Expertise

Um die Einführung von OpenShift erfolgreich zu gestalten, hat Wien Digital auf externe Expertise zurückgegriffen. Fachleute wurden in den Entwicklungsprozess eingebunden, um sicherzustellen, dass die Konzepte fundiert sind und den aktuellen Standards entsprechen. Darüber hinaus erfolgte eine enge Abstimmung mit anderen laufenden Projekten innerhalb der Stadtverwaltung, um Synergien zu nutzen und die digitale Transformation ganzheitlich voranzutreiben.

Strategie

Die Einführung von Red Hat OpenShift bei Wien Digital ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen, flexiblen IT-Infrastruktur. Durch die Nutzung von Container-Technologien kann die Stadt Wien ihre digitalen Dienstleistungen effizienter gestalten und besser auf die Bedürfnisse der Bürger*innen eingehen.

 

1Container-Technologien bündeln Anwendungen und alle dafür nötigen Dateien in einem „Paket“. Das vereinfacht die Installation und den Betrieb von Server-Anwendungen sowie deren Management und Verteilung. Diese Container ermöglichen eine weitgehende Automatisierung von Rollout-Prozessen im Rechenzentrum. Sie beschleunigen und vereinfachen die Entwicklung von Anwendungen und sind ressourcenschonend. Außerdem ermöglichen sie eine schnelle Skalierung, da sie je nach Andrang leicht gestartet und gestoppt werden können.

Zukunftsorientierte API-Strategie

Die Stadt Wien setzt auf eine zukunftsorientierte API-Strategie. Im Rahmen des umfassenden Technologie-Erneuerungsprogramms der Stadt Wien wird der Stellenwert von Application Programming Interfaces (APIs) bei der Applikationsentwicklung und der Bereitstellung von Services erhöht.

APIs sind Schnittstellen, die es ermöglichen, dass verschiedene Software-Anwendungen miteinander kommunizieren. Sie sind das Rückgrat moderner digitaler Services und sorgen für einen effizienten und reibungslosen Austausch von Daten und Funktionen zwischen verschiedenen Systemen.

Herausforderungen

Um Anwendungen und Daten über Schnittstellen zu verbinden, wird bei Wien Digital (MA 01) derzeit der Enterprise Service Bus (ESB) eingesetzt. Die Integrationsanforderungen hinsichtlich Security, Skalierbarkeit, Compliance und SelfService sind jedoch gestiegen, unter anderem auch aufgrund des Netz- und Informationssystem-Sicherheitsgesetzes (NISG). Viele neue Software-Anwendungen werden zudem speziell für den Datenaustausch mit anderen Systemen konzipiert und verfügen über moderne APIs, um nahtlos miteinander gekoppelt zu werden.

Umfassendes API-Management

API-Management bezieht sich auf den Prozess des Erstellens, Veröffentlichens und Verwaltens von API-Verbindungen und bietet eine skalierbare, einheitliche Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, ihre API-Konfigurationen zu teilen und gleichzeitig den Zugriff zu kontrollieren, Nutzungsstatistiken zu sammeln und zu analysieren sowie zugehörige Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen.

Damit APIs intern und extern effizient genutzt werden können, müssen sie zentral verwaltet und betrieben werden. Daher etabliert Wien Digital ein umfassendes API-Management-System, das die notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen berücksichtigt.

Das API-Management-System umfasst auch ein API-Entwicklungsportal für interne und externe Entwickler*innen, um die Bereitstellung von städtischen Dienstleistungen mittels APIs zu erleichtern. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die Etablierung eines API-Gateways, das insbesondere moderne Web-Applikationen unterstützt und die Nutzung von APIs zentral steuert. Ein API-Gateway ist ein API-Managementtool, das zwischen den Backend-Services und Clients eingesetzt wird. Es dient der Bereitstellung von Services für die Anwender*innen, dem Weiterleiten von Anfragen, der API-Überwachung und der API-Sicherheit.

Hybrider Ansatz für maximale Flexibilität

Services sollen über APIs intern und extern sicher, effizient und skalierbar zur Verfügung gestellt werden. Deshalb verfolgt Wien Digital einen hybriden Ansatz, der die Stärken von API-Management und dem bestehenden Enterprise Service Bus (ESB) kombiniert, um maximale Flexibilität zu erreichen. Dadurch können sowohl agile, Mikroservice-basierte Architekturen als auch komplexe Integrationen und Legacy-Systeme optimal unterstützt werden. Bei Legacy-Systemen handelt es sich um veraltete Softwares und/oder Hardwares, die noch von Anwender*innen genutzt werden. Solche Systeme erfüllen noch den Zweck, für den sie ursprünglich entwickelt wurden, lassen aber kein Wachstum zu.

Benedikt Schraik, Chief Technology Officer (CTO) der Stadt Wien und Auftraggeber des Technologie-Erneuerungsprogramms:

Mit dem geplanten API-Management bereiten wir uns als IT der Stadt Wien auf den nächsten großen Schritt in der digitalen Verwaltung vor – wir schaffen die technische Grundlage für die Integration der Verwaltungsprozesse der Stadt Wien in Online-Prozesse der Wiener Wirtschaft und Bürger*innen.

 

Formularserver zukunftsfit

Im Rahmen der Digitalisierung werden oft Maßnahmen gesetzt, deren größter Erfolg darin besteht, dass man von außen nichts bemerkt. Das gilt auch bei der Modernisierung des Formularservers der Stadt Wien.

„Formularserver“ umfasst dabei alles, was notwendig ist, damit Bürger*innen elektronische Anträge stellen können. Er enthält mehr als 1.000 Antragsformulare, die im Internet und Intranet des Magistrats im Einsatz sind, sowie Anbindungen an verschiedene Fachinformationssysteme.

Umfassende Erneuerung der technischen Basis

Der Formularserver ist bereits seit 20 Jahren erfolgreich im Einsatz. Im Rahmen des umfassenden Technologie-Erneuerungsprogramms von Wien Digital (MA 01) wurde der Formularserver technologisch auf den neuesten Stand gebracht und die Voraussetzungen für horizontale Skalierung und Container-Fähigkeit1 geschaffen.

Der Formularserver besteht aus einem Teil, der alle Formulare zur Verfügung stellt, und dem Editor, einer Web-Anwendung zum Bau von Formularen. Für die Formular-Entwicklung und die Formular-Verwendung wurden unabhängige Instanzen errichtet, damit der laufende Betrieb uneingeschränkt verfügbar bleibt. Dazu wurde der Server in funktionale Module gegliedert. Das erleichtert auch die Wartung erheblich.

Effizienz und Flexibilität

Die Software-Architektur wurde so angepasst, dass bei kurzfristigen Spitzen durch erhöhten Aufruf eines Services oder Antrags die Infrastruktur flexibel aufgestockt und automatisch angepasst werden kann. Mit dieser sogenannten horizontalen Skalierung können die Wartezeiten bei hohem Andrang verkürzt werden. Wenn die Lastspitzen vorüber sind, werden nicht mehr benötigte Ressourcen automatisch wieder weggeschaltet.

Dieses Projekt war eines der ersten, das im Rahmen des Technologie-Erneuerungsprogramms der Stadt Wien fertiggestellt wurde und stellt einen weiteren bedeutenden Schritt in Richtung einer modernen und bürger*innen-freundlichen Verwaltung dar.

Werner Nabicht, Abteilungsleiter von Wien Digital (MA 01):

Der Formularserver ist ein zentrales Element der Online-Dienste der Stadt Wien. Viele Prozesse, von der Mindestsicherung bis zur Vergabe von Kindergartenplätzen, laufen über diesen Server. Mit der durchgeführten Modernisierung haben wir den Formularserver zukunftssicher gemacht und sind auch auf hohe Zugriffszahlen bestens vorbereitet.

 

1 IT-Container sind Technologien, die eine Anwendung und alle dafür nötigen Dateien in einem „Paket“ bündeln. Das vereinfacht die Installation und den Betrieb von Server-Anwendungen sowie deren Management und Verteilung. IT-Container ermöglichen eine weitgehende Automatisierung von Rollout-Prozessen im Rechenzentrum. Sie beschleunigen und vereinfachen die Entwicklung von Anwendungen und sind ressourcenschonend. Außerdem ermöglichen sie eine schnelle Skalierung, da sie je nach Andrang leicht gestartet und gestoppt werden können.

Technologie-Erneuerungsprogramm (TEN)

Wien gestaltet aktiv die digitale Zukunft

Wien steht vor einer entscheidenden Wende in der Bereitstellung digitaler Services. Daher hat Wien Digital (MA 01) das umfassende Technologie-Erneuerungsprogramm (TEN) ins Leben gerufen, um die IT-Architektur und -Infrastruktur langfristig zukunftssicher zu gestalten.

Ausgangslage: Wien als digitale Vorreiterin

Die Stadt Wien blickt auf eine lange Geschichte innovativer digitaler Lösungen zurück. Als eine der ersten Städte Europas hat Wien auf breite Digitalisierung gesetzt. Dadurch wurden zahlreiche Services erfolgreich von Papier-Formularen auf digitale Angebote umgestellt.

Die rasante technologische Entwicklung – Stichworte Virtualisierung, Containerisierung, Container-Orchestrierung, Cloud und Künstliche Intelligenz – hat jedoch dazu geführt, dass frühere Lösungen oft nicht mehr zeitgemäß sind. Vor allem die gestiegenen Erwartungen der Bürger*innen sowie die Notwendigkeit, schnell auf gesellschaftliche und politische Veränderungen zu reagieren, machen eine grundlegende Erneuerung der IT-Infrastruktur notwendig.

Das Programm TEN: Infrastruktur für die Zukunft

Mit dem Programm TEN erneuert Wien seine gesamte digitale Infrastruktur umfassend. Es beinhaltet insgesamt 85 technische Anforderungen in 17 Kategorien. Ziel ist es, digitale Angebote effizienter und wirtschaftlicher umzusetzen und Wien als Digitalisierungshauptstadt zu etablieren.

Sicherheit, Datenschutz und Flexibilität sind zentrale Bestandteile des Programms. Durch die modernisierte Infrastruktur können innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz leichter integriert und digitale Services flexibler skaliert werden, so dass auch kurzfristige Lastspitzen problemlos bewältigt werden können.

Ziele im Überblick

  • Flexibilität: Schnelle und einfache Integration neuer Technologien oder Anforderungen
  • Zeitgemäße digitale Services: Moderne technische Standards, die das positive Image der Stadt stärken
  • Neue Technologie-Plattform: Modernisierung grundlegender Services und digitaler Bürger*innen-Angebote
  • Strategische Architektur und Governance: Aufbau einer ganzheitlichen IT-Strategie und klar definierter Steuerungsstrukturen
  • Skalierbarkeit: Flexible Anpassung der Infrastruktur zur Bewältigung von Lastspitzen
  • Einheitlichkeit: Vereinfachung und Modularisierung der bestehenden IT-Landschaft zur effizienten Nutzung gemeinsamer Grundfunktionalitäten und Konsolidierung der historisch gewachsenen Landschaft

Konkreter Nutzen für Wien

Die Stadt Wien kann in Zukunft neue Services schneller und einfacher bereitstellen und sichert sich so die technische Basis, um auch mit modernen Hyperscalern konkurrieren zu können. Damit wird die digitale Souveränität der Stadt Wien durch ein eigenes modernes Rechenzentrum langfristig gewährleistet.

Konkret ergeben sich folgende Vorteile:

  • Automatisierte Prozesse: Software-Installationen und Ressourcen-Zuweisungen werden mithilfe von Kubernetes dynamisch angepasst.
  • Effizientere Formulare: Modernisierte Formular-Server sorgen für kürzere Wartezeiten und einfachere Wartung.
  • Optimiertes Monitoring: Schnellere Identifikation und Behebung von Problemen in digitalen Services
  • Modernes Identity-Management: Komfortabler und sicherer Zugang zu digitalen Angeboten für Bürger*innen und Besucher*innen
  • Flexiblere Integration via API: Technische Basis für die Integration von Stadt Wien Services in digitale Prozesse von Unternehmen und externen Organisationen

Benedikt Schraik, Chief Technology Officer (CTO) der Stadt Wien und Auftraggeber von TEN:

Im Projekt TEN stehen stets Zuverlässigkeit, Sicherheit und einfache Zugänglichkeit an erster Stelle. Wien setzt damit auf nachhaltige Innovation und fortschrittliche Digitalisierung – zum unmittelbaren Vorteil aller Bürger*innen.

Cybercrime – Smartphone-Überwachung

Was tun, wenn mein Smartphone ausspioniert wird?

Das Smartphone kann schnell zum Überwachungsinstrument in einer Beziehung werden. Suchanfragen im Internet, Standort, Textnachrichten, Sprachanrufe und vieles mehr können aus der Ferne ausspioniert werden. Die Überwachung eines*einer Partner*in ist nicht nur strafbar, sondern kann auch schwerwiegende psychische Folgen für die betroffene Person haben. Es ist wichtig, die eigenen Rechte zu kennen und bei Verdacht auf Überwachung schnell zu handeln.

Handy vor Stalkerware sichern

Eine häufige Methode ist die Installation von Spionage-Apps auf dem Smartphone des*der Partner*in. Diese Apps sammeln heimlich Informationen, wie Standortdaten, Nachrichten oder Anrufprotokolle. Die dafür notwendigen Programme sind sehr einfach zu bekommen und zu installieren. Sie laufen versteckt im Hintergrund, ohne Wissen und Einverständnis der betroffenen Person. Zur Standort-Überwachung können aber auch Funktionen verwendet werden, die bereits im Betriebssystem integriert sind, wie zum Beispiel Standortfreigaben für Familien-Mitglieder.

Wesentliche Maßnahmen, um unbefugten Zugriff zu verhindern:

  • Sperren des Handys: Das Handy unbedingt mit einem Passwort, das niemand sonst kennt, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung sperren, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
  • Sicherheitsupdates durchführen: Immer die neuesten Sicherheitsupdates installieren, um Schwachstellen zu schließen.
  • Benutzerkonten selbst verwalten: Alle Accounts und Apps sollten nur selbst eingerichtet und verwaltet werden.
  • Überprüfung der installierten Apps: Regelmäßig die Liste der installierten Apps durchsehen. Unbekannte oder verdächtige Anwendungen können meist durch eine kurze Internet-Recherche abgeklärt werden.

Unterstützung im Verdachtsfall

Besteht der Verdacht, dass das eigene Smartphone überwacht wird, ist die Cybercrime Helpline der Stadt Wien eine erste Anlaufstelle. Hier erhalten Betroffene kostenlos Informationen und Handlungsempfehlungen. Allein im Jahr 2024 wurden über 1.000 Anfragen bearbeitet, darunter Fälle von Stalking, Cyber-Betrug und Phishing-Attacken.

Neben der direkten Beratung vermittelt die Cybercrime Helpline Betroffene an spezialisierte Beratungsstellen weiter, zum Beispiel den 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien. IT-Spezialist*innen von Wien Digital (MA 01) unterstützen den 24-Stunden Frauennotruf und den Verein Wiener Frauenhäuser mit technischem Know-how in komplexen Fällen von Cybergewalt im Rahmen der Kompetenzstelle gegen Cyber-Gewalt an Frauen. Die Kompetenzstelle unterstützt bei Anliegen zu Cyber-Stalking, Cyber-Mobbing oder „Hass im Netz“. Der Fokus liegt dabei auf Gewalt im Beziehungskontext.

Die Stadt Wien empfiehlt, im Verdachtsfall auch die Polizei zu informieren.

Weitere Informationen

Mann sitzt am Schreibtisch und arbeitet auf Tablet; neben ihm Büromaterialien und ein Laptop

Modernisierung digitale Baueinreichung

Die digitale Baueinreichung wurde von Wien Digital (MA 01) benutzungsfreundlicher und übersichtlicher gestaltet und auf mein.wien.gv.at barrierefrei zugänglich gemacht. In Zusammenarbeit mit der Baupolizei (MA 37) wurden sowohl Rückmeldungen von Nutzer*innen als auch neue, innovative Lösungsansätze zur Verbesserung genutzt, um die Verfahrensabläufe zu optimieren und noch transparenter zu gestalten.

Benutzerfreundlichkeit und Transparenz im Fokus

Nach dem Einreichen eines Bauantrags informiert eine neu gestaltete Übersicht über den Verlauf des Bauverfahrens und bietet weitere Interaktionsmöglichkeiten. Dies ist vor allem bei vereinfachten Bewilligungsverfahren relevant, bei denen Baubewilligungen nicht schriftlich versandt werden. Mit einem Zugangscode können Bürger*innen jederzeit Akten-Einsicht nehmen, den Bearbeitungsfortschritt abrufen und sich informieren, ob ihr Bauansuchen bereits genehmigt wurde. Weiters können sich die Einbringer*innen von Bauverfahren per E-Mail oder SMS automatisiert benachrichtigen lassen, wenn sich der Status des Bauverfahrens ändert.

Neue Funktionen für einen effizienten Prozess

Sowohl die zwischengespeicherten Entwürfe als auch die eingebrachten Anträge können nun von mehreren Personen (Gruppen) bearbeitet werden, was besonders bei größeren Architekturbüros von Vorteil ist. Daten von Unternehmen können direkt aus dem Unternehmensregister und dem Gewerberegister geprüft übernommen werden. Außerdem ist die Eingabe von Ansprechpersonen für Unternehmen möglich. Das Hochladen von Dokumenten wurde ebenfalls verbessert und übersichtlicher gestaltet.

Fehlende Dokumente zu laufenden Bauvorhaben, die in Papierform eingebracht wurden, können nun auch digital nachgereicht werden. Mit einem Zugangscode können Dokumente auf mein.wien.gv.at hochgeladen werden. Eine Nachreichung für nicht-digitale Bauverfahren war zuvor nur per Post oder E-Mail-Versand möglich. Das erleichtert auch dem Personal der Baupolizei die weitere Bearbeitung und Dokumentation.

Amtstermine per Mausklick buchen

Wiener*innen können Termine für zahlreiche Amtswege bequem von zu Hause aus buchen, verwalten und stornieren. Das von Wien Digital (MA 01) entwickelte Online-Tool für Terminbuchungen KALON ermöglicht die Buchung von Terminen für verschiedene städtische Dienstleistungen und medizinische Termine in den Kliniken der Stadt Wien.

Praktisch und flexibel

Durch die Integration in das Online-Portal Mein.Wien ist die Terminbuchung nur wenige Klicks entfernt – egal, ob es um einen neuen Pass, eine Ummeldung oder das Parkpickerl geht.

Bürger*innen können einzelne Termine oder ganze Terminblöcke für die Familie buchen und diese über iCal in ihren persönlichen Kalender integrieren. Eine Erinnerung an bevorstehende Termine durch E-Mail- oder SMS-Benachrichtigungen kann auch eingestellt werden.

Die Online-Terminbuchung ist nicht nur für Bürger*innen bequemer. Auch die Behörden, bei denen das Tool bereits im Einsatz ist, berichten von einer besseren Auslastung von Ressourcen und effizienterer Terminplanung.

Gut genutztes Service

Die Magistratischen Bezirksämter haben ihre Terminvergabe für das Pass-Service, Meldedienste und das Parkpickerl vollständig auf die Online-Terminbuchung umgestellt. Das Service wird von Bürger*innen sehr gut angenommen: Seit 1. Oktober 2024 ist die Online-Terminbuchung für das Meldeservice bei den Magistratischen Bezirksämtern möglich.

Bis Ende 2024 wurden 17.624 Termine gebucht. Im selben Zeitraum wurden 14.789 Termine betreffend Reisepass, Personalausweis und ID Austria online gebucht.

Services mit Online-Terminbuchung

Weitere Services, für die online Termine gebucht werden können:

Premiere für den „die IT-Tag“

Beim ersten „die IT-Tag“ am 9. Dezember 2024 besuchten IT-Expertinnen Schulen in ganz Österreich und gaben Schüler*innen einen Einblick, wie vielfältig und kreativ Jobs in der IT-Branche sind.

4.200 Schüler*innen lernten am „die IT-Tag“ erfolgreiche Frauen aus der IT-Branche kennen und informierten sich zwanglos über Karrieremöglichkeiten. Der Verein SheDigital hat diesen Tag initiiert und will damit vor allem Mädchen für IT begeistern und mit Stereotypen aufräumen.

In ganz Österreich besuchten über 240 IT-Expertinnen 82 Schulen und tauschten sich direkt mit Schüler*innen der 3. und 4. Klassen von AHS und MS aus.

Auch IT-Expertinnen von Wien Digital (MA 01) waren an mehreren Schulen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten zu Gast. In spannenden Vorträgen und interaktiven Diskussionen teilten sie ihre persönlichen Geschichten, sprachen über Herausforderungen und Chancen in der IT-Branche und gaben Einblicke in ihren Arbeitsalltag.

Berufe kennenlernen und Vorurteile abbauen

Eveline Kasik, Geschäftsbereichsleiterin bei Wien Digital, besuchte gemeinsam mit Lena Hasieber, Lehrling im Bereich Applikationsentwicklung bei Wien Digital und Sandra Heissenberger, Stellvertreterin des CIO (Chief Information Officer) der Stadt Wien und Schirmherrin von SheDigital, eine Mittelschule im 22. Bezirk. Was machen IT-Architekt*innen, Anforderungsmanager*innen und Sicherheitsspezialist*innen? Beim „Berufe-Raten“ wurden viele Fragen beantwortet und Mythen über IT-Berufe aufgeklärt.

3 Frauen stehen vor einer Schule

V.l.n.r.: Eveline Kasik, Lena Hasieber und Sandra Heissenberger

Sandra Heissenberger:

Ich möchte insbesondere Mädchen ermutigen, in eine zukunftsträchtige und spannende Branche, die viele berufliche Möglichkeiten bietet, einzusteigen.

Eveline Kasik von Wien Digital ergänzt:

Ich möchte darüber informieren, wie vielfältig, kreativ und kommunikativ Jobs in der IT sein können.

Begeisterung für IT näherbringen

Wie kreativ IT-Jobs sein können, zeigte Lena Hasieber den Mädchen direkt vor Ort: Sie stellte das Computerspiel „Wie’n Flitzer“ vor, das Lehrlinge von Wien Digital selbst entwickelt und programmiert haben. Einige Mädchen probierten das Spiel, bei dem man mit einer Drohne durch die Straßen Wiens fliegt, direkt aus und erreichten Top Scores.

Eine Frau zeigt einer Schülerin etwas auf einem Bildschirm.

Lena Hasieber zeigt einer Schülerin das Spiel „Wie’n Flitzer“.

Lena Hasieber:

Ich finde die Initiative super und freue mich, dass ich den Mädchen meine Begeisterung für IT näherbringen konnte. Vielleicht ist ja die ein oder andere zukünftige Kollegin darunter.

Rekord bei elektronischer Zustellung

Die Duale Zustellung ist seit 2012 in der Stadt Wien im Einsatz. Mit dem Service können Privatpersonen und Unternehmen Sendungen der Stadt Wien, wie zum Beispiel Rechnungen oder Bescheide, konventionell per Post oder elektronisch auf einem Tablet, Smartphone oder PC empfangen.

Rekord geknackt

Immer mehr Bürger*innen entscheiden sich für die elektronische Zustellung: Im Jahr 2023 wurden knapp 700.000 elektronische Sendung zugestellt. Rekord im Oktober 2024: Erstmals wurden von der Stadt Wien in einem Monat über 100.000 elektronische Sendungen verschickt.

Umweltschonend und sicher

Die elektronische Zustellung schont durch die Reduzierung von „Papierkram“ Ressourcen, ist bequem und sicher: Die Identität der Empfänger*innen und der absendenden Behörde sind klar gewährleistet. Der Transport und die Zustellung erfolgen über eine gesicherte Verbindung.

Neben Privatpersonen profitieren insbesondere Unternehmen, die häufig besonders viele Behördenkontakte haben. Die hohe Datenqualität und die technische Implementierung im Magistrat der Stadt Wien wird von der Abteilung Wien Digital (MA 01) in Zusammenarbeit mit den Dienststellen gewährleistet.

Weitere Informationen

Elektronische Zustellung

Digitalisierung der Nationalratswahl 2024

Die Abteilung Wien Digital (MA 01) hat die Abwicklung der Nationalratswahl 2024 in Wien mit der selbst entwickelten Software-Applikation Wahl-IT effizienter und transparenter gestaltet: Mit insgesamt

  • 303.591 ausgestellten Wahlkarten,
  • 6.287 gedruckten Dekreten
  • und etwa 150.000 gedruckten Hauskundmachungen

wurde ein neuer Standard in der Wahlverwaltung gesetzt.

Software aus bewährten Händen

Wahl-IT ist eine Software-Eigenentwicklung von Wien Digital. Die neue Anwendung umfasst die digitale Abwicklung des gesamten Wahlprozesses ohne Abhängigkeiten zu bestehenden alten Applikationen. Bei dieser Inhouse-Entwicklung konnte Wien Digital auf die jahrzehntelange Erfahrung der Entwickler*innen mit dem Wahlprozess zurückgreifen. So konnte man auch Herausforderungen wie die Umsetzung der jüngsten Wahlrechtsnovelle souverän meistern. Die neue Anwendung kam bereits bei der EU-Wahl 2024 erstmals vollständig zum Einsatz.

Umfassende Funktionalitäten rund um die Wahl

Ein zentraler Bestandteil jeder Wahl ist die Erstellung des Wählerverzeichnisses. Dieses wird von der neuen Wahlanwendung erstellt und dient als Datenbasis für diverse Wahlunterlagen, wie Dekrete für das Wahlpersonal, Anschreiben an Erstwähler*innen und neue Staatsbürger*innen oder Hauskundmachungen.

Der gesamte Prozess der Wahlkartenverwaltung wird von der Applikation technisch unterstützt, von der Antragsstellung über die Aufbereitung der Daten für den Druck der Wahlkarte bis zur Erfassung der rückgelangten Wahlkarte.

Alle Daten werden im eigenen Rechenzentrum der Stadt Wien gespeichert und die Zugriffe sind streng geregelt.

Auch die Zuordnung des Wahlpersonals (Wahlleiter*in, Beisitzer*in, Ordner*in et cetera) erfolgt über die neue Anwendung und wird dadurch deutlich vereinfacht.

Ein weiteres Herzstück der Wahlanwendung ist die Stimmenerfassung am Wahltag und den Nachwahltagen sowie die Erfassung der daraus resultierenden Mandate der Parteien.

Darüber hinaus dient die Wahlanwendung auch für die korrekte Aufbereitung der Ergebnisse pro Wahlsprengel für die Website der Stadt Wien, wien.gv.at.