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Verbesserter Gesundheitsdaten-Austausch

Im Rahmen eines organisationsübergreifenden Proof of Concept (PoC) zum Gesundheitsdaten-Austausch im ELGA-Umfeld wurde der Einsatz des international anerkannten Standards FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) erfolgreich getestet. Ziel des Projekts ist es, eine effektive und sichere Kommunikation zwischen verschiedenen Gesundheitssystemen in Österreich zu ermöglichen.

Der Proof of Concept wurde von Wien Digital (MA 01) gemeinsam mit der ELGA GmbH, dem Bundesministerium für Gesundheit (BMSGPK), den IT-Services der Sozialversicherung (ITSV), der Sozialversicherungsanstalt (SVS) und den Steiermärkischen Krankenanstalten (KAGes) durchgeführt.

Anwendungsfälle und Erkenntnisse

Getestet wurde zum Beispiel der lesende und schreibende Zugriff auf Anwendungen wie e-Medikation und Laborbefunde mittels FHIR-Standard. Im Zentrum stand dabei ein vom Gesundheitsministerium entwickeltes „Enforcement API Gateway“, das als Datendrehscheibe und Sicherheitsgateway fungiert. Das Projekt hat gezeigt, dass agile Projekte über mehrere Institutionen des österreichischen Gesundheitswesens hinweg erfolgreich umgesetzt werden können.

Bedeutung und Ausblick

Die gewonnenen Erkenntnisse sind ein bedeutender Schritt hin zu einer verbesserten Interoperabilität (Datenaustausch, Informationsweitergabe) zwischen verschiedenen Gesundheitssystemen in Österreich. Auf Basis dieser Ergebnisse werden nun Empfehlungen für die Weiterentwicklung der ELGA-Architektur und der österreichischen Gesundheitstelematik-Infrastruktur erarbeitet, um eine noch bessere, agilere und dynamischere Vernetzung im österreichischen Gesundheitswesen zu ermöglichen.

IT Futures 2024: Networking und Wissenstransfer für die IT-Branche

Die IT Futures 2024 richtet sich an IT-Profis und Nachwuchskräfte. Mit über 50 Aussteller*innen und einem umfangreichen Rahmenprogramm bietet die Messe einen umfassenden Überblick über aktuelle IT-Trends.

Besucher*innen erwartet eine Vielzahl an Fachvorträgen, die Themen wie Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Cloud-Technologien und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung behandeln. Beim Hackathon können Teilnehmer*innen ihre Fähigkeiten ausprobieren. Genutzt werden dabei Open Data der Stadt Wien.

Programm von Wien Digital

Die Abteilung Wien Digital (MA 01) ist auf der Messe als Ausstellerin vertreten, um über aktuelle IT-Themen der Wiener Stadtverwaltung zu informieren und mit Talenten ins Gespräch zu kommen. Sie ist auch an dem von SheDigital.at initiierten „Women in IT“-Special beteiligt.

Digitalisierung im Gesundheitsbereich: Nationale eHealth-Strategie

Die nationale eHealth-Strategie wurde am 10. Juli 2024 von Gesundheitsminister Johannes Rauch vorgestellt. Ziel dieser umfassenden Strategie ist es, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung durch den Einsatz digitaler Technologien zu verbessern.

Unter dem Leitsatz „digital vor ambulant vor stationär“ präsentierte er die Schwerpunkte für die Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Die wichtigsten Ziele umfassen den digitalen Zugang zum Gesundheitssystem und zu den eigenen Gesundheitsdaten für alle Bürger*innen sowie die Schaffung und Verbesserung von Präventions- und Versorgungsangeboten:

Ausbau der elektronischen Gesundheitsakte ELGA

Mit dem Ausbau der ELGA sehen Patient*innen und Angehörige von Gesundheitsberufen die wichtigen Gesundheitsdaten auf einen Blick. Die verbesserte Verfügbarkeit dieser Daten und die Einbindung sämtlicher Befunde, Bilder, Medikamente und Vorerkrankungen soll die Diagnose-Stellung erleichtern und kann in Akutsituationen lebensrettend sein.

Ausbau der Gesundheitshotline 1450

Die Gesundheitshotline 1450 soll ab 2026 Terminbuchungen und Video-Konsultationen erlauben. Durch die Anmeldung bei 1450 soll die Wartezeit im Krankenhaus verkürzt werden. Video-Konsultationen sollen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder mit möglicherweise ansteckenden Krankheiten Vorteile bringen.

Unterstützung von Menschen mit chronischen Erkrankungen

Ab dem kommenden Jahr sollen digitale Gesundheits-Apps zur Verfügung stehen. Diese Anwendungen richten sich besonders an Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes- und Migräne-Patient*innen. Zur Zielgruppe zählen auch Menschen, die einen Herzinfarkt hatten, ihre Ernährung umstellen oder mit dem Rauchen aufhören wollen.

Datensicherheit hat höchste Priorität

Die Sicherheit der eigenen Daten hat höchste Priorität. Geplant ist, dass die Krankenkassen bestehende Apps auf medizinische Qualitätsstandards und die Einhaltung der Datenschutz-Vorgaben prüfen. Nach erfolgreicher Zertifizierung können die Apps dann von Ärzt*innen „verschrieben“ werden.

Die Abteilung Wien Digital (MA 01) betreibt bereits den Teil der österreichischen Gesundheitstelematik-Infrastruktur (GTI) und ist auf die Neuerungen sehr gut vorbereitet. Im laufenden Konzeptionsprojekt „GOPGE“ werden die aktuellen Aspekte berücksichtigt und in eine technische Architektur-Überarbeitung für die Umsetzung einer Wiener Gesundheitsplattform eingearbeitet.

Weitere Informationen

eHealth des Sozialministeriums

IT? Sicher! Wiener Töchtertag bei Wien Digital

Von Cyber-Sicherheit über Programmierung bis hin zu kreativen IT-Lösungen – die Welt der IT ist vielfältig und voller spannender Herausforderungen. IT-Jobs bieten gute Karriere- und Verdienstmöglichkeiten. Trotzdem ist der Anteil von Mädchen und Frauen, die sich für einen Job im IT-Bereich entscheiden, immer noch gering. Wien Digital informiert deshalb intensiv auf Job-Messen und Online-Portalen über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten.

Im Rahmen des Wiener Töchtertags bei Wien Digital ließen sich Ende April rund 20 Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren von inspirierenden Vorträgen, interaktiven Workshops und Gesprächen mit IT-Profis und IT-Lehrlingen begeistern. Sie erhielten wertvolle Tipps, wie sie ihre Fähigkeiten in der IT-Branche einsetzen und die IT-Sicherheit im täglichen Umgang mit Smartphone & Co. erhöhen können.

SPÖ-Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Marina Hanke und SPÖ-Gemeinderat und Digitalisierungssprecher Jörg Neumayer besuchten den Töchtertag bei Wien Digital mit großem Interesse und Begeisterung für die Kompetenz der Mädchen.

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med.archiv: Digitale Patient*innen-Akte wird zukunftsfit

Die digitale Patient*innen-Akte med.archiv wird in allen Kliniken und Pflegewohnhäusern der Stadt Wien (Wiener Gesundheitsverbund) produktiv genutzt. Die Software ist eine Eigenentwicklung von Wien Digital und seit dem Jahr 2000 im Einsatz.

Das med.archiv steht behandelnden Personen rund um die Uhr zur Verfügung und wird von 18.000 Benutzer*innen mit durchschnittlich rund 85.000 Zugriffen täglich verwendet. Insgesamt sind derzeit 436 Millionen Dokumente archiviert, mit einem jährlichen Zuwachs von rund 21,5 Millionen.

Das Thema Datenschutz hat einen hohen Stellenwert: Nur medizinisches Fachpersonal mit Behandlungsbezug kann die Daten von Patient*innen einsehen.

Das med.archiv besteht aus 3 Komponenten:

  • Befundbrowser: Hier sehen Anwender*innen alle eingescannten und im Wiener Gesundheitsverbund erstellten Befunde und Bilder.
  • Server und Datenbanken: Auf leistungsstarken Rechnern im Hintergrund sind alle Daten strukturiert gespeichert.
  • Import-Arbeitsplätze: Hier werden von Patient*innen mitgebrachte Befunde in die digitale Patient*innen-Akte eingescannt und hochgeladen.

Umfassendes Redesign

Um die in die Jahre gekommene Software zukunftsfit zu machen, wurde in den letzten Jahren ein umfassendes Technologie- und Architektur-Redesign durchgeführt, das nun fast vollständig abgeschlossen ist. Um der Sensibilität und Hochverfügbarkeit der digitalen Patient*innen-Akte Rechnung zu tragen, wird der Rollout der neuen Version entsprechend der 3 Komponenten separat durchgeführt. Die Kliniken und Pflegewohnheime des Wiener Gesundheitsverbunds werden über mehrere Monate verteilt auf die neue Version umgestellt.

Die Rollout-Phase des Befundbrowsers wird voraussichtlich im Juni 2024 abgeschlossen sein. Im 1. Quartal 2025 erfolgt die Umstellung von Servern und Datenbanken, gefolgt von den Import-Arbeitsplätzen bis Ende 2025.

So geht Digitalisierung: Wohnbeihilfe NEU

Die Stadt Wien hat den Fördertopf für die Wohnbeihilfe deutlich aufgestockt und den Kreis der Bezieher*innen ausgeweitet. Die Abteilung Wien Digital (MA 01) hat die Services für die Online-Beantragung geschaffen. Bis zum 15. jedes Monats beantragte Beihilfen werden noch für denselben Monat ausbezahlt. Die Überprüfung der notwendigen Unterlagen wird durch Digitalisierung unterstützt. Die Auszahlung erfolgt ebenfalls auf digitalem Weg.

Rundum-Paket

Das Projekt war gut vorbereitet, und so konnten in den ersten beiden Wochen bereits mehr als 4.500 Anträge abgeschlossen werden. Von insgesamt 9.500 gestellten Anträgen waren 5.500 Online-Anträge.

„Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Digitalisierung das tägliche Leben erleichtert,“ freut sich Werner Nabicht, der Abteilungsleiter von Wien Digital.

Wohnbeihilfe-Checker

Der Wohnbeihilfe-Antrag kann bequem zu jeder Zeit von zu Hause ausgefüllt werden, alle notwendigen Unterlagen sind online aufgezählt und können hochgeladen werden. Für die Einschätzung, ob man Wohnbeihilfe erhalten kann, gibt es einen eigenen online Wohnbeihilfe-Checker.

Amtswege online erledigen

Mit dem Antrag auf Wohnbeihilfe wird die Palette an digitalen Amtswegen wieder größer, die Wien Digital anbietet. Auf der Plattform Mein Wien können neben dem Wohnbeihilfe-Antrag mehr als 50 weitere Amtswege online erledigt werden.

Das Angebot wird gut genutzt. Bei der Gewerbe- oder Hunde-Anmeldung überwiegt der Anteil der Online-Anträge deutlich den der persönlich abgegebenen Anträge.

Werner Nabicht: „Dass das Online-Angebot der Stadt Wien so gut angenommen wird, motiviert die Mitarbeiter*innen von Wien Digital, die Services gemeinsam mit den Fachabteilungen immer weiter zu entwickeln und auszuweiten.“

Mitarbeiten

Für den Zuwachs beim digitalen Angebot sucht Wien Digital immer wieder neue Mitarbeiter*innen. Die Jobangebote sind auf der Plattform der Stadt Wien zu finden.