Meilenstein bei elektronischer Zustellung

Immer mehr Wiener*innen empfangen Sendungen der Stadt Wien elektronisch: Nachdem im Oktober 2024 bereits ein Rekord mit über 100.000 digitalen Sendungen in einem Monat erreicht wurde, liegen nun die Jahreszahlen für 2024 vor. Diese bestätigen den deutlichen Trend zur digitalen Kommunikation.

Im Jahr 2024 wurden insgesamt 17,3 Prozent aller Schreiben der Stadt elektronisch zugestellt – ein signifikanter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (12,90 Prozent) und eine bemerkenswerte Entwicklung seit 2015 (0,60 Prozent).

Kurvendiagramm

Seit 2012 im Einsatz

Die elektronische Zustellung ist seit 2012 in der Stadt Wien im Einsatz. Sendungen der Stadt Wien, wie zum Beispiel Rechnungen oder Bescheide, können statt über den Postweg elektronisch auf einem Tablet, Smartphone oder PC empfangen werden.

Der Transport und die Zustellung erfolgen über eine gesicherte Verbindung. Die Identität von Empfänger*in und absendender Behörde ist dabei klar gewährleistet. Damit wird die Voraussetzung für die Zustellung von behördlichen nachweislichen Sendungen, das sind RSa- und RSb-Briefe und elektronische Briefsendungen, geschaffen.

Neben Privatpersonen profitieren insbesondere Unternehmen, die häufig viele Behördenkontakte haben. Die hohe Datenqualität und die technische Implementierung im Magistrat der Stadt Wien wird von der Abteilung Wien Digital (MA 01) in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachabteilungen gewährleistet.

Lieber elektronisch als auf Papier

Wenn Sie ebenfalls Schreiben der Stadt Wien auf elektronischem Weg erhalten wollen, registrieren Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse auf BriefButler oder mit Ihren persönlichen Daten bei E-Brief.

Um alle behördlichen Briefsendungen – auch RSa- oder RSb-Briefe – zu erhalten, müssen Sie sich für die elektronische Zustellung registrieren. Voraussetzung dafür ist der Besitz der ID Austria.

Ziele und Vorteile

Die Stadt Wien hat sich in ihrer Digitalen Agenda 2030 das Ziel gesetzt, den Anteil der digital zugestellten Sendungen bis 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. Mit den aktuellen Zahlen ist man diesem Ziel einen großen Schritt nähergekommen. Die positive Entwicklung der letzten Jahre wurde durch die Pandemie beschleunigt und durch gezielte Initiativen der Stadt Wien weiter verstärkt.

Die digitale Zustellung ist effizienter und kostengünstiger. Sie trägt zur Reduktion von CO2-Emissionen bei, indem sie den Bedarf an physischen Transportwegen verringert.

Landkarte des Digitalen Humanismus

Die DigitalCity.Wien hat die 1. Ausgabe einer Landkarte des Digitalen Humanismus veröffentlicht. Auf diesem Überblick sind alle zentralen Akteur*innen des Jahres 2024 aus der Community abgebildet. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zu fördern und die Umsetzung voranzutreiben.

Vielfalt der Akteur*innen

Auf der Landkarte sind verschiedene Organisationen (Akteur*innen), aber auch methodische Ansätze aus Wirtschaft, Stadtverwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft dargestellt. Beispiele sind:

  • Die Wiener Volkshochschulen, welche die Idee des Digitalen Humanismus einer breiten Öffentlichkeit näherbringen wollen.
  • msg Plaut, ein IT-Unternehmen, das den Digitalen Humanismus zum Nordstern seiner Arbeit gemacht hat.
  • VBE Vienna (Value Based Engineering) bedeutet wertebasierte Systemgestaltung. Die Stadt Wien integriert ethische Prinzipien in ihre digitalen Lösungen.

Diese und andere Initiativen zeigen, wie vielfältig und engagiert sich die Wiener Community mit dem Thema auseinandersetzt.

Mit voller Kraft ins Jahr 2025

Die Landkarte wird im Jahr 2025 erweitert. Organisationen, die ebenfalls an der Umsetzung des digitalen Humanismus arbeiten, sind eingeladen, sich bei UIV Urban Innovation Vienna per E-Mail zu melden: digitalcity@urbaninnovation.at

Ein gemeinsames Ziel: Digitalisierung im Dienste des Menschen

Hinter der Initiative steht ein klares Bekenntnis: Sowohl die Stadt Wien mit ihrer Digitalen Agenda 2030 als auch die DigitalCity.Wien mit ihrem Mission Statement setzen auf eine menschenzentrierte Digitalisierung.

Seit 10 Jahren arbeitet die DigitalCity.Wien eng mit der Stadtverwaltung zusammen, um dazu beizutragen, die digitale Transformation auf die Bedürfnisse der Bürger*innen, Mitarbeiter*innen und Konsument*innen auszurichten. Wien nimmt dabei international eine Vorreiterrolle ein.

Die neue Landkarte ist ein Meilenstein auf dem Weg, die Vision des digitalen Humanismus in die Realität umzusetzen und die Kräfte aller Beteiligten zu bündeln.

Digitale Bildungsstrategie: Wien setzt bei der digitalen Bildung neue Maßstäbe

Die Stadt Wien bringt ihre neue Digitale Bildungsstrategie auf den Weg.

Der Wiener Gemeinderat verabschiedete im Dezember 2024 die neue Digitale Bildungsstrategie der Stadt als Teil der Digitalen Agenda 2030. Sie ist eine umfassende Strategie, die darauf abzielt, im Bereich der digitalen Bildung in städtischen Kindergärten, Horten und öffentlichen Pflichtschulen neue Maßstäbe zu setzen. In 4 zentralen Handlungsfeldern gibt die Strategie den Ausbau und die Verbesserung der digitalen Infrastruktur vor.

Digitale Bildung von Anfang an

Digitalisierung zieht sich kontinuierlich durch eine gesamte Bildungslaufbahn, beginnend mit dem Kindergarten – altersgerecht, individuell und durchgängig. „Wir schaffen eine moderne, innovative, inklusive und zukunftsorientierte Bildungslandschaft für unsere Kinder und Jugendlichen, damit sie auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen vorbereitet sind“, betonte Bildungsstadtrat Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr. „Die Lernenden entwickeln sich von passiven Konsument*innen digitaler Inhalte zu aktiven ‚Digital Creators‘. Damit setzen wir in diesem Bereich neue Maßstäbe.“

„Durch den Fokus auf die Bereitstellung moderner digitaler Infrastruktur fördern wir digitale Bildung und schaffen die geeigneten Rahmenbedingungen für zeitgemäßes digitales Lernen und Lehren. Wir stellen somit die Weichen für die bestmögliche Vorbereitung der nächsten Generation auf die wachsenden Herausforderungen einer digitalen Welt“, so Digitalisierungsstadträtin Ulli Sima.

Digitale Bildung in Zahlen

Die Stadt Wien betreut rund 36.000 Kinder an über 400 städtischen Kindergarten- und Hortstandorten. Rund 130.000 Kinder und Jugendliche lernen in mehr als 400 öffentlichen Wiener Pflichtschulen. In den vergangenen Jahren hat die Stadt Wien erhebliche Summen in die Digitalisierung des Bildungsbereiches investiert – insbesondere in den Ausbau der Breitbandverbindungen der städtischen Kindergärten und Schulen der Stadt Wien.

Strategische Handlungsfelder

Mit der Digitalen Bildungsstrategie setzt sich die Stadt Wien 4 zentrale Handlungsfelder:

  1. Unterstützung bei der digitalen Transformation der pädagogischen Arbeit: Entwicklung und Integration digitaler Technologien in den Bildungsalltag der Pädagog*innen und Lernenden
  2. Digitale Infrastruktur und Ausstattung mit den modernsten Arbeitsmitteln: Kontinuierliche Verbesserung der technischen Ausstattung in den Bildungseinrichtungen
  3. Information, Innovation und Kooperation: Zentrales Informationsangebot zur digitalen Bildung in Wien; Pilotprojekte fördern und Kooperationen mit Wirtschaft und Forschung gewährleisten
  4. Effiziente digitale Verwaltung und Zusammenarbeit: Effizienzsteigerung durch digitalisierte administrative Prozesse und damit Entlastung der Pädagog*innen

Digitales Mitteilungsheft

Gemeinsam mit Fox Education geht die Stadt Wien neue (Kommunikations-) Wege. Für die Schulen und Kindergärten der Stadt Wien gibt es ab 2025 eine zentrale Kommunikationsplattform für Pädagog*innen sowie Eltern und Erziehungsberechtigte. Das schafft einen nahtlosen Übergang zwischen Kindergarten und Schule und verbessert die Kommunikation mit und von den Bildungseinrichtungen.

„Wiens neue digitale Bildungsstrategie schafft klare Voraussetzungen für modernes Lernen: Schüler*innen erhalten sicheren Zugang und Begleitung im Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln, Lehrkräfte werden gezielt bei der Integration digitaler Inhalte unterstützt. Damit stärken wir frühzeitig digitale Medienkompetenzen, fördern den souveränen und kritischen Umgang mit den Herausforderungen unserer digitalen Gesellschaft und bereiten unsere Jugend auf den zukünftigen Arbeitsmarkt vor“, so Bildungs- und Digitalisierungsprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Jörg Neumayer.

„Mit der digitalen Bildungsstrategie schaffen wir den Rahmen, damit Kinder und Jugendliche zu aktiven Gestaltern einer zukunftsfähigen Gesellschaft werden. Digitale Kompetenzen sind der Schlüssel, um Innovation voranzutreiben, das Leben der Menschen zu verbessern und die Chancen einer vernetzten Welt zu nutzen“, sagt NEOS Wien Digitalisierungssprecher Stefan Gara.

„Die diese Woche verabschiedete Digitale Bildungsstrategie stellt die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt. Sie richtet sich zusätzlich an die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten, die ebenfalls von den Angeboten der Stadt Wien profitieren sollen – beispielsweise bei der Kommunikation mit den Pädagog*innen und den Bildungseinrichtungen“, so Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien.