IKT-Sicherheitszonen im Rechenzentrum

Wien Digital (MA 01) ist als IT-Abteilung der Stadt Wien für die Digitalisierung und den sicheren Betrieb der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Services in der Wiener Stadtverwaltung, den Kliniken und Pflegehäusern des Wiener Gesundheitsverbundes und den städtischen Schulen verantwortlich.

Die IKT-Services erfassen, speichern, verarbeiten und übertragen elektronische Daten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um öffentlich verfügbare Daten oder um sensible Daten wie Namen, Adressen oder Gesundheitsdaten.

Für die Bereitstellung der IKT-Services verwaltet Wien Digital mehr als 10.000 Server und 5.100 Datenbanken mit 31.500 Terabyte Speicherplatz in einem eigenen Rechenzentrum.

Sicherheitszonen: ein modernes Konzept für mehr IKT-Sicherheit

Um einen stabilen und zuverlässigen Betrieb der IKT-Services sicherzustellen, setzt Wien Digital eine Vielzahl von Maßnahmen um. So wurde unter anderem eine Sicherheitsarchitektur für das Rechenzentrum entwickelt, die aus mehreren Sicherheitszonen besteht. Sicherheitszonen ermöglichen es, die IKT-Komponenten der Services, wie zum Beispiel Datenbanken und deren Backup, voneinander abzugrenzen. Die Einrichtung von Sicherheitszonen erhöht nicht nur die IKT-Sicherheit im Rechenzentrum, sondern ist auch eine Reaktion auf die Anforderungen des österreichischen Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetzes (NISG).

Zwischen Sicherheitszonen wird die Kommunikation durch Sicherheitseinrichtungen, wie zum Beispiel Firewalls, eingeschränkt. Dadurch werden nur definierte Kommunikationsbeziehungen erlaubt. Unerwünschte Zugriffe und Angriffe werden verhindert. Tritt nun ein Sicherheitsvorfall auf, zum Beispiel wenn sich eine Datenbank mit einer Schadsoftware infiziert, verhindert die Sicherheitszone mit ihren Sicherheitseinrichtungen die Ausbreitung des Vorfalls auf andere Sicherheitszonen.

Die Kommunikation eines IKT-Services über Sicherheitszonen hinweg bringt verschiedene Herausforderungen mit sich, da nicht immer alle Schnittstellen und Kommunikationswege bekannt sind. Auch Hersteller*innen und Dienstleistungspartner*innen können nicht immer die notwendigen Informationen bereitstellen. Zur Identifikation der Kommunikationsbeziehungen eines IKT-Services setzt Wien Digital daher Cisco Secure Workload ein. Das Tool fungiert als zentrale Informationsquelle und bietet umfassende Einblicke in sämtliche Workload-Interaktionen. So können alle Kommunikationswege identifiziert und die Berücksichtigung wichtiger Firewall-Konfigurationen sichergestellt werden.

Proof of Concept und Informationskampagnen

Der Einsatz von Secure Workload wurde zunächst in einem Proof of Concept validiert und anschließend im Rahmen eines Projektes in Betrieb genommen. Die erfolgreiche Umsetzung des Sicherheitszonen-Konzepts wurde durch NISG-Audits bestätigt.

Im Rahmen der Fachmesse Cisco Live 2025, die im Februar 2025 in Amsterdam stattfand, wurden schließlich die Erfahrungen und notwendigen Prozesse zur Umsetzung des Sicherheitszonen-Konzepts der Stadt Wien einem sehr interessierten Publikum präsentiert. Der Vortrag fand gemeinsam mit der Stadt München statt, die vor ähnlichen Herausforderungen steht und die gleiche technische Lösung des Herstellers im Einsatz hat.

„Die Etablierung von Sicherheitszonen ist ein entscheidender Schritt, um den Herausforderungen der digitalen Transformation in der Stadt Wien zu begegnen und die Sicherheit sensibler Daten in der Stadtverwaltung zu garantieren“, so Werner Nabicht, Abteilungsleiter von Wien Digital.

Mädchen-Workshop „KI und Kreativität“

Im Rahmen der Wiener Frauenwoche 2025 fand ein inspirierender Workshop für Mädchen statt. Urban Innovation Vienna organisierte für Schülerinnen von Wiener Schulen als Koordinationsstelle der DigitalCity.Wien Bildungsinitiative den Workshop „KI und Kreativität“. Im Workshop ging es um Künstliche Intelligenz, deren Möglichkeiten und Grenzen.

Technologie erleben, verstehen und hinterfragen

Insgesamt 30 Schülerinnen von 2 Wiener Schulen zwischen 12 und 14 Jahren tauchten in die Welt der KI ein. Dabei standen nicht nur technische Grundlagen der KI-Nutzung im Mittelpunkt, sondern auch die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen digitalen Entwicklungen.

Programm des Workshops:

  • Definition: Wo begegnet uns KI im Alltag und wie beeinflusst sie unser Leben?
  • Kritische Auseinandersetzung: Wie erkennt man Fake Content und wie kann man ihn entlarven?
  • Kreative Experimente: Eigene Bilder mit KI erstellen und künstlerische Potenziale entdecken

Der Frauenanteil in der IT soll steigen. Daher sollen sich insbesondere Mädchen möglichst früh mit MINT und mit Digitalisierungsthemen beschäftigen können.

Mädchen sitzen in einem Vortragsraum.

Die Bildungsinitiative der DigitalCity.Wien basiert auf ehrenamtlichem Engagement von IT-Expert*innen zur niederschwelligen, altersgerechten Vermittlung und Diskussion von digitalen Themen, um Kinder und Jugendliche frühzeitig für Technik und Innovation zu sensibilisieren und zu begeistern.

Lehrbuch Digitalisierung und wir

Im Rahmen der Veranstaltung Bildung kooperativ denken. Digitaler Humanismus im Unterricht wurde am 20. Jänner 2025 im Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus das Buch „Digitalisierung und wir“ vorgestellt.

Das Lehrbuch stellt ausgewählte Schwerpunkte zum Thema Digitalisierung vor. 12 Kapitel widmen sich unter anderem der digitalen Transformation, dem Digitalen Humanismus, der Geschichte der Datenverarbeitung sowie einer Einführung in die Künstliche Intelligenz (KI). Es beschäftigt sich mit Fragen wie: „Was ist Künstliche Intelligenz?“ „Wie lernt eine Maschine?“ „Wie funktionieren Algorithmen und wie beeinflussen sie uns?“

Verfasst haben es Expert*innen der TU Wien, gemeinsam mit Lehrer*innen des Gymnasiums Stubenbastei. Die Wienbibliothek im Rathaus ist Mit-Herausgeberin.

Open-Access-Publikation gratis zum Download

Sie können das Lehrbuch

Veranstaltungsdetails

Nach der Begrüßung durch Anita Eichinger, der Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus folgte ein Podiumsgespräch mit:

  • Horst Eichinger, Direktor – GRG1 Stubenbastei
  • Martin Fritz, Generalsekretär – Österreichische UNESCO-Kommission
  • Gerti Kappel, Dekanin der Fakultät für Informatik – Technische Universität Wien
  • Veronica Kaup-Hasler, Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft

Die Moderation übernahmen Anita Eichinger und Wolfgang Renner, Direktor der Social City Academy.

Menschen vor einem Bücherregal

Von links nach rechts: Wolfgang Renner, Martin Fritz, Gerti Kappel, Veronica Kaup-Hasler, Horst Eichinger, Anita Eichinger

Bildung kooperativ denken. Digitaler Humanismus im Unterricht – Nachschau der Veranstaltung auf YouTube

Cybercrime – Smartphone-Überwachung

Was tun, wenn mein Smartphone ausspioniert wird?

Das Smartphone kann schnell zum Überwachungsinstrument in einer Beziehung werden. Suchanfragen im Internet, Standort, Textnachrichten, Sprachanrufe und vieles mehr können aus der Ferne ausspioniert werden. Die Überwachung eines*einer Partner*in ist nicht nur strafbar, sondern kann auch schwerwiegende psychische Folgen für die betroffene Person haben. Es ist wichtig, die eigenen Rechte zu kennen und bei Verdacht auf Überwachung schnell zu handeln.

Handy vor Stalkerware sichern

Eine häufige Methode ist die Installation von Spionage-Apps auf dem Smartphone des*der Partner*in. Diese Apps sammeln heimlich Informationen, wie Standortdaten, Nachrichten oder Anrufprotokolle. Die dafür notwendigen Programme sind sehr einfach zu bekommen und zu installieren. Sie laufen versteckt im Hintergrund, ohne Wissen und Einverständnis der betroffenen Person. Zur Standort-Überwachung können aber auch Funktionen verwendet werden, die bereits im Betriebssystem integriert sind, wie zum Beispiel Standortfreigaben für Familien-Mitglieder.

Wesentliche Maßnahmen, um unbefugten Zugriff zu verhindern:

  • Sperren des Handys: Das Handy unbedingt mit einem Passwort, das niemand sonst kennt, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung sperren, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
  • Sicherheitsupdates durchführen: Immer die neuesten Sicherheitsupdates installieren, um Schwachstellen zu schließen.
  • Benutzerkonten selbst verwalten: Alle Accounts und Apps sollten nur selbst eingerichtet und verwaltet werden.
  • Überprüfung der installierten Apps: Regelmäßig die Liste der installierten Apps durchsehen. Unbekannte oder verdächtige Anwendungen können meist durch eine kurze Internet-Recherche abgeklärt werden.

Unterstützung im Verdachtsfall

Besteht der Verdacht, dass das eigene Smartphone überwacht wird, ist die Cybercrime Helpline der Stadt Wien eine erste Anlaufstelle. Hier erhalten Betroffene kostenlos Informationen und Handlungsempfehlungen. Allein im Jahr 2024 wurden über 1.000 Anfragen bearbeitet, darunter Fälle von Stalking, Cyber-Betrug und Phishing-Attacken.

Neben der direkten Beratung vermittelt die Cybercrime Helpline Betroffene an spezialisierte Beratungsstellen weiter, zum Beispiel den 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien. IT-Spezialist*innen von Wien Digital (MA 01) unterstützen den 24-Stunden Frauennotruf und den Verein Wiener Frauenhäuser mit technischem Know-how in komplexen Fällen von Cybergewalt im Rahmen der Kompetenzstelle gegen Cyber-Gewalt an Frauen. Die Kompetenzstelle unterstützt bei Anliegen zu Cyber-Stalking, Cyber-Mobbing oder „Hass im Netz“. Der Fokus liegt dabei auf Gewalt im Beziehungskontext.

Die Stadt Wien empfiehlt, im Verdachtsfall auch die Polizei zu informieren.

Weitere Informationen

58. OGD-Phase

Mit 7. März 2025 wurden neue Datensätze veröffentlicht, u.a. zur Primärversorung Wien. Eine Auflistung aller neuen Datensätze sowie der Änderungen findet sich im Changelog.

Mann sitzt am Schreibtisch und arbeitet auf Tablet; neben ihm Büromaterialien und ein Laptop

Modernisierung digitale Baueinreichung

Die digitale Baueinreichung wurde von Wien Digital (MA 01) benutzungsfreundlicher und übersichtlicher gestaltet und auf mein.wien.gv.at barrierefrei zugänglich gemacht. In Zusammenarbeit mit der Baupolizei (MA 37) wurden sowohl Rückmeldungen von Nutzer*innen als auch neue, innovative Lösungsansätze zur Verbesserung genutzt, um die Verfahrensabläufe zu optimieren und noch transparenter zu gestalten.

Benutzerfreundlichkeit und Transparenz im Fokus

Nach dem Einreichen eines Bauantrags informiert eine neu gestaltete Übersicht über den Verlauf des Bauverfahrens und bietet weitere Interaktionsmöglichkeiten. Dies ist vor allem bei vereinfachten Bewilligungsverfahren relevant, bei denen Baubewilligungen nicht schriftlich versandt werden. Mit einem Zugangscode können Bürger*innen jederzeit Akten-Einsicht nehmen, den Bearbeitungsfortschritt abrufen und sich informieren, ob ihr Bauansuchen bereits genehmigt wurde. Weiters können sich die Einbringer*innen von Bauverfahren per E-Mail oder SMS automatisiert benachrichtigen lassen, wenn sich der Status des Bauverfahrens ändert.

Neue Funktionen für einen effizienten Prozess

Sowohl die zwischengespeicherten Entwürfe als auch die eingebrachten Anträge können nun von mehreren Personen (Gruppen) bearbeitet werden, was besonders bei größeren Architekturbüros von Vorteil ist. Daten von Unternehmen können direkt aus dem Unternehmensregister und dem Gewerberegister geprüft übernommen werden. Außerdem ist die Eingabe von Ansprechpersonen für Unternehmen möglich. Das Hochladen von Dokumenten wurde ebenfalls verbessert und übersichtlicher gestaltet.

Fehlende Dokumente zu laufenden Bauvorhaben, die in Papierform eingebracht wurden, können nun auch digital nachgereicht werden. Mit einem Zugangscode können Dokumente auf mein.wien.gv.at hochgeladen werden. Eine Nachreichung für nicht-digitale Bauverfahren war zuvor nur per Post oder E-Mail-Versand möglich. Das erleichtert auch dem Personal der Baupolizei die weitere Bearbeitung und Dokumentation.