Rechenzentrum erhält Umweltzeichen

Das Rechenzentrum der Stadt Wien im 22. Bezirk wurde als erstes Rechenzentrum in Österreich mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. Das Zertifikat bestätigt die Bemühungen der Stadt Wien, Technologie und Nachhaltigkeit zu verbinden und zeigt, dass umweltfreundliche Lösungen in der IT-Branche möglich sind.

Innovative Ansätze zur Energie-Einsparung

Im Rechenzentrum der Stadt Wien wurde ein umfassendes Energiemonitoring-System implementiert, das den Energieverbrauch systematisch überwacht. Ein zentrales Anliegen ist die Reduzierung des hohen Stromverbrauchs, der durch den intensiven Kühlungsbedarf von Rechenzentren entsteht.

Wien setzt dabei auf innovative Kühlsysteme, die Außenluft und lokales Grundwasser nutzen, um die Rechnerräume und sogar angrenzende Bürogebäude zu klimatisieren. In manchen Monaten kann dadurch vollständig auf Kälteaggregate verzichtet werden, was zu erheblichen Stromersparnissen führt. Durch kontinuierliches Monitoring werden wichtige Effizienz-Kennzahlen erfasst, um Fortschritte zu überprüfen und weitere gezielte Energiesparmaßnahmen zu entwickeln. Gleichzeitig wird der steigende Bedarf an IT-Services in Wien gedeckt.

Vorreiterin in der Branche

Schon im Jahr 2020 verbrauchten Rechenzentren in Österreich 1,2 Terawattstunden (TWh) Strom – genug, um 400.000 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Künstliche Intelligenz verstärkt den Verbrauch der Rechenleistung und stellt als Energiefresser eine besondere Herausforderung in der Energiewende dar. Die Stadt Wien möchte in der Branche ein gutes Vorbild sein und nicht nur gesetzliche Vorgaben erfüllen, sondern aktiv zur nachhaltigen Digitalisierung beitragen.

Das Rechenzentrum der Stadt Wien in Wien Donaustadt ist ein Unternehmen der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH und wird von Wien Digital (MA 01), der IT-Abteilung der Stadt Wien, genutzt. Dort wird das Data-Center auf dem neuesten Stand der Technik mit höchster Leistung und Sicherheit betrieben, um den Bürger*innen der Stadt Wien verlässlich IT-Services zur Verfügung zu stellen. Bei der Inbetriebnahme im Jahr 2013 wurde das Rechenzentrum als erstes Rechenzentrum in Europa vom Eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft mit der Bestnote für Betriebssicherheit und Energieeffizienz, dem „grünen Stern“, ausgezeichnet.

Die Zertifizierung für Rechenzentren mit dem Österreichischen Umweltzeichen (UZ 80-Zertifizierung) ist seit Ende 2024 möglich. Damit wird auf den zunehmenden ökologischen Fußabdruck der Branche reagiert. Ausgezeichnet werden Rechenzentren und IT-Betreiber, deren technische Gebäudeausrüstung besonders energieeffizient und ressourcenschonend betrieben wird und die unter anderem eine langfristige Strategie zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz umsetzen.

Weitere Informationen

Wien startet digitale Bildungsplattform

Die digitale Frühbildung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentrales Thema in der Gesellschaft. Mit einem neuen Bildungsformat im Juni baut die Stadt Wien ihr Angebot für junge Wiener*innen weiter aus und setzt einen Schwerpunkt zu digitalen Themen für die nächste Generation.

Bei den DiDays NextGen von 13. bis 26. Juni 2025 lernen mehr als 400 Schüler*innen jeder Altersgruppe in unterschiedlichen Formaten und an zahlreichen Orten der Stadt die aktuellen technologischen Entwicklungen kennen, sie experimentieren mit neuen Tools und treten mit Expert*innen der Branche in den Dialog.

Umfangreiches Programm in ganz Wien

Innovationsstadträtin Ulli Sima:

Digitale Bildung ist ein Schlüssel für die Innovationskraft einer modernen Stadt. Kinder und Jugendliche sollen mit Neugier und Freude an die aktuellen Entwicklungen herangeführt werden, gleichzeitig darf das Aufzeigen von Chancen und Herausforderungen der neuen Technologien nicht zu kurz kommen. Mit den DiDays NextGen schaffen wir dafür eine ideale Plattform.

Auf der digitalen Bildung der Jüngsten liegt der Schwerpunkt am ersten Tag des neuen Bildungsformats. Die FH Technikum Wien veranstaltet am 13. Juni einen Workshop-Tag für Volksschulen. Die Stadt will aber auch von ihren jungen Bewohner*innen lernen. Beim Format „NextGen Minds“ treten Vertreter*innen der Politik und Verwaltung in den Austausch mit der nächsten Generation.

Bildungsstadträtin Bettina Emmerling:

Es ist ganz wichtig, dass wir zuhören und verstehen, wie Kinder und Jugendliche Technik in deren Alltag integrieren und nutzen. Gleichzeitig ist digitale Aus- und Weiterbildung entscheidend, um Desinformation und Fake News im Netz zu entlarven und damit demokratische Grundprinzipien zu erhalten.

Programm-Details

Alle Veranstaltungen beginnen um 9 Uhr.

Weitere Programm-Details: DiDays NextGen

Besonderer Fokus auf Förderung von Mädchen

Da bei den DiDays NextGen besonderer Wert auf einen gendersensiblen Zugang gelegt wird, setzt das neue Bildungsformat mit dem „NextGen Girls“ an 3 Tagen gezielt einen Mädchen-Schwerpunkt. Die Teilnehmerinnen sollen im Rahmen von Workshops und eines Hackathon altersgerecht und intuitiv an digitale und technische Themen herangeführt werden. Ein Fokus liegt auf den vielseitigen Ausbildungswegen und Berufsmöglichkeiten in der IT-Branche.

Frauenstadträtin Kathrin Gaál:

Wien ist die Stadt der Mädchen und Frauen. Berufliche Wege dürfen dabei nicht durch Vorurteile verbaut werden. Als Stadt müssen wir alle Möglichkeiten aufzeigen und dazu animieren, selbstbestimmt die sich bietenden Chancen wahrzunehmen. Gerade in den technikorientierten Berufsfeldern sind Mädchen weiterhin stark unterrepräsentiert. Das müssen wir ändern! Schwerpunkte wie das „NextGen Girls“ zeigen Mädchen und jungen Frauen, dass ihnen die Türen in der Technik- und IT-Branche offen stehen.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Präsentation der „Wiener Charta für digitale Rechte für Kinder und Jugendliche“ am 25. Juni. Sie ist eine von 193 Maßnahmen der Wiener Kinder- und Jugendstrategie, die in den vergangenen Monaten durch das Menschenrechtsbüro der Stadt Wien und der Kinder- und Jugendanwaltschaft gemeinsam mit jungen Menschen umgesetzt wurde. Die Charta hat das Ziel, zentrale Grundsätze für die Stadt Wien zum Schutz und zur Förderung von Rechten von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum zu bündeln.

Weltraumfestival am Karlsplatz bildet den Abschluss

Abgerundet wird die Bildungsinitiative von 24. bis 26. Juni mit dem „Space in the City“-Festival am Karlsplatz. 3 Tage lang verwandelt sich dabei die Wiener Innenstadt bei einem Weltraumfestival in eine interaktive Erlebniswelt im Zeichen der Erdbeobachtung. All das bei freiem Eintritt. Für Schulklassen werden jeweils vormittags Workshops angeboten, in denen ihnen die Faszination des Weltraums nähergebracht wird.

Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien:

Die DigitalCity.Wien fördert seit mehr als 10 Jahren den Austausch der Digitalwirtschaft innerhalb der Stadt. Umso mehr freut es mich, dass wir mit unseren Partner*innen nun ein Angebot speziell für die junge Generation konzipiert haben, um den Digitalstandort Wien langfristig zu stärken“.

Konzept und Organisation

Die DiDays NextGen sind als mehrwöchiges Bildungsformat eine Erweiterung der Digital Days. Das Jahresevent der DigitalCity.Wien findet 2025 von 13. bis 16. Oktober statt.

Konzipiert und organisiert werden die DiDays NextGen von UIV Urban Innovation Vienna GmbH, einem Unternehmen der Wien Holding, im Auftrag der Stadt Wien.

Parkpickerl einfacher online beantragen

Der Online-Antrag für das Parkpickerl ist ein sehr häufig genutztes Service der Stadt Wien. Während das Parkpickerl für den Wohnbezirk bei den Magistratischen Bezirksämtern beantragt wird, erfolgt die Beantragung der Parkbewilligung für Betriebe und Beschäftigte bei der Abteilung für rechtliche Verkehrsangelegenheiten (MA 65). Im Jahr 2024 wurden insgesamt über 104.000 Parkpickerl online beantragt. Das entspricht 55 Prozent aller Neu-Anträge.

Vereinfachung und Modernisierung

Gemeinsam mit der Abteilung Kommunikation und Medien (MA 53) wurde ein neues Layout der Anträge entwickelt, das für bessere Übersichtlichkeit und höhere Benutzungsfreundlichkeit sorgt. Besonders gut ist die Anbindung an den Registersystem-Verbund „Digital Austria Data Exchange“ (dadeX) gelungen: Der neue Online-Antrag ist eines der ersten Projekte, bei dem in Zusammenarbeit mit dem Bundesrechenzentrum viele Erfahrungen für künftige österreichweite Digitalisierungsprojekte mit Registersystem-Anbindung gesammelt werden konnten.

Auf der Plattform „Mein Wien“ wurden die Abläufe für Folge- oder Änderungsanträge, zum Beispiel bei einem Kennzeichen- oder Wohnsitzwechsel, sowie für Abmeldungen, die eine Rückvergütung der restlichen Parkometerabgabe bewirken, vereinfacht. Durch die Anbindung des entsprechenden Fachsystems an die Online-Anträge können Bürger*innen den Status ihrer eingereichten Anträge sowie den Gültigkeitszeitraum der Genehmigungen jederzeit direkt im Fachsystem durch die Verwendung des „Mein Wien“-Kontos einsehen sowie rechtzeitig weitere oder neue Anträge stellen.

In das Online-Formular wurden auch 2 häufige Anwendungsfälle neu integriert: Das Saisonpickerl, das zum Parken beim Schrebergarten berechtigt, und das Kombipickerl, mit dem man einen gleichzeitigen Antrag für den Haupt- und Nebenwohnsitz (wie zum Beispiel den Schrebergarten) stellen kann.

Für die Zukunft gerüstet

Die Modernisierung der zugrunde liegenden Technologie erleichtert die Wartung und die Weiterentwicklung der Online-Anträge durch Wien Digital (MA 01).

Die Nutzung des Registersystem-Verbunds vereinfacht für weitere Online-Services die Anbindung von externen Registern wie dem Unternehmensregister.

Bei großem Andrang kann die Infrastruktur automatisiert und flexibel darauf reagieren. Dadurch werden die Wartezeiten gering gehalten, damit Anträge rasch eingereicht werden können.

Stadt Wien führt OpenShift ein

Container-Technologien steigern Effizienz

In einer Zeit, in der digitale Lösungen immer wichtiger werden, ist die Fähigkeit, Software schnell und zuverlässig bereitzustellen, entscheidend. Im Rahmen ihres Technologie-Erneuerungsprogramms setzt die Stadt Wien daher einen weiteren bedeutenden Schritt in der digitalen Transformation: Mit der Einführung von Kubernetes auf Basis von Red Hat OpenShift zur Orchestrierung von Container-Anwendungen 1 wird die Effizienz und Flexibilität in der Softwareentwicklung und -bereitstellung deutlich gesteigert.

Container-Technologien bieten eine vielversprechende Lösung, indem sie Anwendungen in isolierten Umgebungen ausführen, die leicht zu verwalten und zu skalieren sind. Mit OpenShift hat Wien Digital (MA 01), die IT-Abteilung der Stadt Wien, eine Plattform implementiert, die diese Technologien optimal nutzt. Ein wesentlicher Vorteil ist die horizontale Skalierung: Anwendungen können an mehreren Standorten betrieben werden und je nach Bedarf werden zusätzliche Instanzen gestartet – beispielsweise bei einer hohen Anzahl von Anträgen. Darüber hinaus ermöglicht die Plattform eine bedarfsgerechte und schnellere Bereitstellung neuer Anwendungen. Durch den höheren Automatisierungsgrad wird den Bürger*innen ein verbesserter Service geboten.

Ziele des Projekts

Das Projekt verfolgte mehrere zentrale Ziele. Zunächst wurde ein umfassendes Konzept entwickelt, das die Integration von OpenShift in die bestehende IT-Infrastruktur von Wien Digital beschreibt. Dies umfasst den Aufbau einer neuen Infrastruktur in mehreren Rechenzentren der Stadt Wien, die die Hochverfügbarkeit aller dort betriebenen Anwendungen der Stadt Wien sicherstellt. Im Rahmen des Projekts wurden bereits erste Anwendungen produktiv in Betrieb genommen.

Zusammenarbeit und Expertise

Um die Einführung von OpenShift erfolgreich zu gestalten, hat Wien Digital auf externe Expertise zurückgegriffen. Fachleute wurden in den Entwicklungsprozess eingebunden, um sicherzustellen, dass die Konzepte fundiert sind und den aktuellen Standards entsprechen. Darüber hinaus erfolgte eine enge Abstimmung mit anderen laufenden Projekten innerhalb der Stadtverwaltung, um Synergien zu nutzen und die digitale Transformation ganzheitlich voranzutreiben.

Strategie

Die Einführung von Red Hat OpenShift bei Wien Digital ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen, flexiblen IT-Infrastruktur. Durch die Nutzung von Container-Technologien kann die Stadt Wien ihre digitalen Dienstleistungen effizienter gestalten und besser auf die Bedürfnisse der Bürger*innen eingehen.

 

1Container-Technologien bündeln Anwendungen und alle dafür nötigen Dateien in einem „Paket“. Das vereinfacht die Installation und den Betrieb von Server-Anwendungen sowie deren Management und Verteilung. Diese Container ermöglichen eine weitgehende Automatisierung von Rollout-Prozessen im Rechenzentrum. Sie beschleunigen und vereinfachen die Entwicklung von Anwendungen und sind ressourcenschonend. Außerdem ermöglichen sie eine schnelle Skalierung, da sie je nach Andrang leicht gestartet und gestoppt werden können.

Abstimmen für KI-Plattform „WienKI“

Wien im Finale des Red Hat Innovation Awards

Update vom 22. Mai 2025: Wien wurde als Gewinner der Red Hat Innovation Awards ausgezeichnet. Vielen Dank an alle, die für uns abgestimmt haben!

Wien setzt erneut ein digitales Ausrufezeichen: Die KI‑Plattform „WienKI“ hat sich unter rund 150 internationalen Einreichungen für das Finale des prestigeträchtigen „Red Hat Innovation of the Year Awards 2025“ qualifiziert.

Die auf Open‑Source‑Technologie basierende Lösung läuft auf Red Hat OpenShift und kombiniert aktuelle Azure OpenAI‑Modelle mit Open‑Source‑Alternativen wie Llama, Mistral und Gemma. So beantwortet WienKI bereits heute Passworthygiene‑Fragen, Videokonferenz‑Regeln oder kreative Textaufgaben für Mitarbeitende in Sekunden. WienKI ist auch die Basis, um später KI in Bürgerprozesse, wie zum Beispiel die Parkpickerl-Beantragung, einbauen zu können.

Zukunftsorientierte API-Strategie

Die Stadt Wien setzt auf eine zukunftsorientierte API-Strategie. Im Rahmen des umfassenden Technologie-Erneuerungsprogramms der Stadt Wien wird der Stellenwert von Application Programming Interfaces (APIs) bei der Applikationsentwicklung und der Bereitstellung von Services erhöht.

APIs sind Schnittstellen, die es ermöglichen, dass verschiedene Software-Anwendungen miteinander kommunizieren. Sie sind das Rückgrat moderner digitaler Services und sorgen für einen effizienten und reibungslosen Austausch von Daten und Funktionen zwischen verschiedenen Systemen.

Herausforderungen

Um Anwendungen und Daten über Schnittstellen zu verbinden, wird bei Wien Digital (MA 01) derzeit der Enterprise Service Bus (ESB) eingesetzt. Die Integrationsanforderungen hinsichtlich Security, Skalierbarkeit, Compliance und SelfService sind jedoch gestiegen, unter anderem auch aufgrund des Netz- und Informationssystem-Sicherheitsgesetzes (NISG). Viele neue Software-Anwendungen werden zudem speziell für den Datenaustausch mit anderen Systemen konzipiert und verfügen über moderne APIs, um nahtlos miteinander gekoppelt zu werden.

Umfassendes API-Management

API-Management bezieht sich auf den Prozess des Erstellens, Veröffentlichens und Verwaltens von API-Verbindungen und bietet eine skalierbare, einheitliche Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, ihre API-Konfigurationen zu teilen und gleichzeitig den Zugriff zu kontrollieren, Nutzungsstatistiken zu sammeln und zu analysieren sowie zugehörige Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen.

Damit APIs intern und extern effizient genutzt werden können, müssen sie zentral verwaltet und betrieben werden. Daher etabliert Wien Digital ein umfassendes API-Management-System, das die notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen berücksichtigt.

Das API-Management-System umfasst auch ein API-Entwicklungsportal für interne und externe Entwickler*innen, um die Bereitstellung von städtischen Dienstleistungen mittels APIs zu erleichtern. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die Etablierung eines API-Gateways, das insbesondere moderne Web-Applikationen unterstützt und die Nutzung von APIs zentral steuert. Ein API-Gateway ist ein API-Managementtool, das zwischen den Backend-Services und Clients eingesetzt wird. Es dient der Bereitstellung von Services für die Anwender*innen, dem Weiterleiten von Anfragen, der API-Überwachung und der API-Sicherheit.

Hybrider Ansatz für maximale Flexibilität

Services sollen über APIs intern und extern sicher, effizient und skalierbar zur Verfügung gestellt werden. Deshalb verfolgt Wien Digital einen hybriden Ansatz, der die Stärken von API-Management und dem bestehenden Enterprise Service Bus (ESB) kombiniert, um maximale Flexibilität zu erreichen. Dadurch können sowohl agile, Mikroservice-basierte Architekturen als auch komplexe Integrationen und Legacy-Systeme optimal unterstützt werden. Bei Legacy-Systemen handelt es sich um veraltete Softwares und/oder Hardwares, die noch von Anwender*innen genutzt werden. Solche Systeme erfüllen noch den Zweck, für den sie ursprünglich entwickelt wurden, lassen aber kein Wachstum zu.

Benedikt Schraik, Chief Technology Officer (CTO) der Stadt Wien und Auftraggeber des Technologie-Erneuerungsprogramms:

Mit dem geplanten API-Management bereiten wir uns als IT der Stadt Wien auf den nächsten großen Schritt in der digitalen Verwaltung vor – wir schaffen die technische Grundlage für die Integration der Verwaltungsprozesse der Stadt Wien in Online-Prozesse der Wiener Wirtschaft und Bürger*innen.

 

Internationale Spitzenkräfte für Wien

Die Anwerbung von Spitzenkräften ist einer der Schwerpunkte der Digitalen Agenda der Stadt Wien.

Wien ist international ein beachteter und attraktiver Standort. Zuletzt wurden 3 Standort-Entscheidungen für Wien getroffen, die nachhaltig wirken können:

  1. AITHYRA-Institut: Die Boehringer Ingelheim Stiftung (BIS) hat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) 150 Millionen Euro für die Gründung des AITHYRA-Instituts in Wien gespendet. Damit entsteht am Life Science Standort Marxbox in Wien ein Institut mit dem Schwerpunkt der Integration von Künstlicher Intelligenz und Biomedizin.
  2. AI Factory Austria (AI:AT): Im März 2025 wurde bekannt gegeben, dass eine der derzeit 13 AI Factories der Europäischen Union an der TU Wien angesiedelt wird. Dadurch entstehen Infrastrukturen, die den AI-Standort Wien weiter international aufwerten.
  3. Klimaprojekt ADUCAT: Ebenfalls von der EU mit knapp 5 Millionen Euro gefördert wird das Projekt ADUCAT, das sich mit der Nutzung von Satellitendaten beschäftigt.

Unterstützungsangebote – BIO und Expat Center

Die internationalen Spitzenkräfte sollen aktiv unterstützt werden. Das Business Immigration Office (BIO) wurde 2021 als gemeinsame Einrichtung der Abteilung Einwanderung und Staatsbürgerschaft (MA 35), des „Service Ausländerbeschäftigung“ des AMS Wien und der Wirtschaftsagentur Wien umgesetzt.

Mittlerweile bieten 4 Mitarbeiter*innen Unterstützung und Beratung im Rahmen der Beantragung von verschiedenen Aufenthaltstiteln (zum Beispiel Rot-Weiß-Rot-Karte, Blaue Karte EU et cetera) sowie zu Fragen des Aufenthalts- und Ausländerbeschäftigungsrechts für internationale Fachkräfte aus Drittstaaten an.

Zielgruppe des BIO sind qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten mit aufrechtem Jobangebot in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Forschung sowie deren Familienangehörige. Die Beratungsleistungen des BIO werden auch von in Wien ansässigen Unternehmen beziehungsweise deren Personalverantwortlichen in Anspruch genommen, um aufenthaltsrechtliche Fragen für ihre ausländischen Fach- und Schlüsselkräfte schnell und effektiv zu klären.

Seit 2010 steht außerdem das Expat Center zur Beratung und Unterstützung von Expats beziehungsweise internationalen Fachkräften in Wien und deren Familien sowie Personalverantwortlichen in Wiener Unternehmen zur Verfügung. Hier geht es um Unterstützung bei allen Fragen rund um den Umzug sowie das Leben und Arbeiten in Wien.

Diese beiden Servicestellen sind im Team „Expat Relations“ der Abteilung International Business der Wirtschaftsagentur Wien zusammengefasst.

Die Entwicklung zeigt, dass das Angebot sehr gut angenommen wird. Im Jahr 2019 waren es noch 1.481 Beratungen, im Jahr 2024 bereits 5.180.

Digital Humanism Conference 2025

Die Digital Humanism Conference 2025 (#DigHum2025) steht unter dem Motto „Shaping our digital future“. Die Konferenz bringt Expert*innen zusammen, um Technologie aus der Perspektive menschlicher Werte und demokratischer Prinzipien zu diskutieren. Gemeinsam soll das Potenzial des Digitalen Humanismus erkundet werden.

KI im Fokus

Die Konferenz befasst sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) und gesellschaftlichen Herausforderungen, der Macht von Plattformen, der Wirkung von KI auf Medien, neuer KI für soziale Innovation und der Finanzierung des Digitalen Humanismus.

Informationstechnologie verändert unsere Gesellschaft grundlegend, und die Künstliche Intelligenz eröffnet neue Wege für technologische Innovationen. Gleichzeitig bestehen erhebliche Bedenken, wie Demokratie, Menschenrechte, Inklusion, Vielfalt und Umweltregeneration im digitalen Zeitalter aufrechterhalten und gefördert werden können, damit diese Vorteile für alle zugänglich sind.

Unter der Schirmherrschaft des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen werden renommierte internationale Redner*innen ihre Perspektiven und Einsichten teilen, neue Erkenntnisse liefern und mögliche Wege zur Schaffung einer digitalen Zukunft aufzeigen, die allen nützt.

Monat des Digitalen Humanismus im Mai

Die Wienbibliothek im Rathaus widmet dem Digitalen Humanismus eine Veranstaltungsreihe. Den Auftakt macht am 12. Mai 2025 eine Wiener Vorlesung mit Johannes Oster im MuTh.

Programm

Wiener Vorlesung: Die Eloquenz der Computer. Macht, Magie und Mechanik

Johannes Oster geht in seinem Vortrag auf die Folgen von technologischer Polarisierung für die Weltordnung ein. Der AI Engineer bei „Became AI“ ist Co-Organisator des globalen „Sigma Squared Summit“.

Anschließend beantwortet Oster Publikumsfragen. Moderiert wird die Diskussion von der Ö1-Wissenschaftsredakteurin Birgit Dalheimer.

Vor Ort und Livestream
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Podiumsdiskussion: Künstliche Intelligenz und das Dilemma mit den Werten – Transformation gestalten. Digitaler Humanismus

Am Podium diskutieren Sabine Köszegi, Professorin für Arbeitswissenschaft und Organisation an der TU Wien, und Konrad Paul Liessmann, Univ.-Professor i.R. für Philosophie, über Werte wie Freiheit, Verantwortung, Sicherheit oder Nachhaltigkeit im Zeitalter der Digitalisierung.

Es moderieren Direktorin Anita Eichinger und Wolfgang Renner von der Wienbibliothek im Rathaus.

Vor Ort und Livestream
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Podiumsdiskussion „Digitaler Humanismus macht Schule“

Nach ihren Vorträgen diskutieren Anita Eichinger (Direktorin Wienbibliothek im Rathaus) und Hannes Werthner (ehemaliger Informatikprofessor an der TU Wien und Initiator des Wiener Manifest für Digitalen Humanismus) gemeinsam mit Schüler*innen über Künstliche Intelligenz und die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

Bei der geschlossenen Veranstaltung sind Vertreter*innen der Presse mit Anmeldung unter oeffentlichkeitsarbeit@ma09.wien.gv.at willkommen.

Wien baut digitale Souveränität aus

Offenheit trifft Innovation – Wien setzt auf Open Source: FIWARE iHub wird 2025 umgesetzt.

Die Stadt Wien setzt ein weiteres Zeichen für eine verantwortungsvolle, resiliente und digitale Zukunft: Mit dem neuen FIWARE iHub entsteht in Wien ein europäisch vernetzter Innovationsknotenpunkt für Open Source-Technologien. Das Projekt läuft von April 2024 bis Ende 2027. Es wird gemeinsam mit internationalen Partner*innen umgesetzt und trägt wesentlich zur digitalen Souveränität Wiens bei.

FIWARE iHub – Eröffnung im September 2025

Ein zentrales Element des Projekts ist der Aufbau eines FIWARE iHubs in Wien. Die Gründung ist ein wichtiger Meilenstein für die Stärkung des digitalen Ökosystems der Stadt. Die Eröffnung des Hubs ist für September 2025 geplant. Dabei werden die vielfältigen Möglichkeiten der FIWARE-Technologie einer breiten Öffentlichkeit und vielen Akteur*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorgestellt.

Open Source sichtbar machen: Veranstaltungen und Workshops

Das Thema Open Source hat bereits Fahrt aufgenommen: Erste Workshops und Events fanden unter großer Beteiligung statt – unter anderem beim Open Data Day 2025, bei dem die Stadt Wien erneut ihr Engagement für Transparenz und Teilhabe unter Beweis stellte.

Auch bei den B2B Software Days am 19. und 20. Mai 2025 im Wiener Rathaus wird Open Source im Mittelpunkt stehen. Zwei Fachworkshops werden sich dort mit praktischen Einsatzmöglichkeiten und strategischer Relevanz freier Software befassen.

Starke Partnerschaften, starke Wirkung

Wien baut dabei auf den aktiven Austausch mit strategischen Partner*innen, um Synergien zu erzeugen und voneinander zu lernen. Laufende Beratungen und Kooperationen mit Organisationen wie OSSBIG, Drupal, Zephyr (Linux Foundation) und anderen unterstreichen die Offenheit und Weitsicht des Projekts.

Auch auf europäischer Ebene ist Wien präsent: Der Open Source Country Report der EU-Kommission wurde inhaltlich gemeinsam mit der Stadt Wien gestaltet. Das zeigt einmal mehr: Die Stadt Wien wird als Vorreiterin im Bereich Open Source wahrgenommen und bringt ihre Expertise aktiv ein.

Ein starkes Konsortium – international vernetzt

Das Projektteam besteht aus renommierten Partner*innen: Neben der Wirtschaftsagentur Wien sind das die FH Technikum Wien sowie die Innovationsnetzwerke Open Cities und JIC aus Brünn (Tschechien). Gemeinsam bilden sie ein grenzüberschreitendes Kompetenznetzwerk für offene Technologien und digitale Stadtentwicklung.

Wien als Vorreiterin der digitalen Gemeinwohl-Ökonomie

Mit dem Aufbau des FIWARE iHubs und der konsequenten Förderung von Open Source stärkt die Stadt Wien ihre Rolle als Impulsgeberin für die digitale Transformation in Österreich und Europa. Die Eröffnung im September 2025 ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer lebenswerten, offenen und resilienten Smart City.

Wien positioniert sich damit als Stadt, die Open Source nicht nur nutzt, sondern auch mitgestaltet und vorantreibt. In den kommenden Jahren soll durch Offenheit, Kooperation und Innovation eine nachhaltige digitale Infrastruktur für alle ermöglicht werden.