„openBIM4Wien“ – Programm und Ziele
Gemeinsam die digitale Bauzukunft der Stadt Wien gestalten
Die Stadt Wien will das Bauen moderner, digitaler und nachhaltiger machen. BIM (Building Information Modeling) ist in Wiens strategischen Dokumenten verankert: Die Smart Klima City Strategie, die Strategie WIEN 2030, der Wiener Klimafahrplan und Programme zur Kreislaufwirtschaft sehen BIM als zentralen Hebel für Digitalisierung, Klimaschutz und Ressourceneffizienz.
Dafür wurde im Jahr 2022 das Programm openBIM4Wien entwickelt. Es soll helfen, digitale Methoden wie BIM in allen Bereichen des Bauens und für alle Bauwerke einzusetzen. openBIM4Wien soll bei der Planung, der Genehmigung und beim Betrieb von Gebäuden, Brücken sowie von Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur zum Einsatz kommen.
Das Programm verfolgt einen technologieoffenen Ansatz. Offene Standards sollen Interoperabilität sichern und Abhängigkeiten von einzelnen Softwareanbietern vermeiden. Klare Informationsanforderungen und Schulungen sind Teil des Fahrplans.
Die Handlungsfelder des Programms openBIM4Wien
- Programmmanagement: Das Programm wird stadtweit organisiert, gesteuert und qualitativ abgesichert. Ein hybrider Ansatz verbindet klassische Projektplanung mit agilen Methoden, um Transparenz, Selbstorganisation und Wirkungsorientierung sicherzustellen.
- BIM-Wissenstransfer: BIM-Wissen wird gesammelt, aufbereitet und breit kommuniziert, damit Mitarbeiter*innen Chancen erkennen und BIM in ihren Bereichen anwenden können. Ein Prototyp für den Transformationsprozess wird entwickelt.
- Generelle BIM-Strategie: Gemeinsam mit Dienststellen entsteht eine abgestimmte Gesamtstrategie und Roadmap. Prozesse, Datenstrukturen und Mehrwerte werden analysiert, um eine gemeinsame strategische Klammer zu schaffen.
- BIM-Kollaborationen: Die Stadt Wien arbeitet mit anderen öffentlichen Auftraggebern, Forschung und Wirtschaft zusammen, um Standards zu harmonisieren und Innovationen einzubinden.
- BIM-Projekte: Demo- und Pilotprojekte testen BIM-Anwendungsfälle in Hochbau, Tiefbau, Ingenieurbauwerken und Betrieb. Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung der Methoden ein.
- BIM-Standards: Rollen, Leistungsbilder, Daten und Kollaboration werden standardisiert. Werkzeuge werden getestet und Anforderungen an Datenhaltung und Sicherheit definiert.
- BIM-Infrastruktur: Die technische Infrastruktur für BIM wird erhoben, bewertet und weiterentwickelt – von Software und Hardware bis zu Datenhaltung, Schnittstellen und Supportstrukturen.
- BIM-Roadmaps der Bereiche: Dienststellen entwickeln eigene, aber abgestimmte Fahrpläne für die BIM-Einführung. Qualifizierung, Know-how-Aufbau und Pilotprojekte stehen im Mittelpunkt.
- Einbettung BIM und Digitaler Zwilling: BIM-Modelle werden mit dem Digitalen Zwilling verknüpft. Use Cases für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Behördenprozesse werden erhoben und pilotiert.
- BIM-Ausrollung: Erfolgreiche BIM-Anwendungen werden auf weitere Bereiche ausgeweitet. Dienststellen erhalten Unterstützung bei Strategie, Umsetzung und Integration neuer Anwendungsfälle.






