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Gezeichnete Häuser-Silhouette

„openBIM4Wien“ – 3D-Modelle für optimales Planen, Bauen und Nutzen

Building Information Management (BIM): Wien baut digital – effizient, nachhaltig, vernetzt

Building Information Modeling, kurz BIM, ist mehr als Software: Es ist eine gemeinsame Arbeitsweise, mit der Bauwerke als 3-dimensionale, datenreiche Modelle geplant, gebaut und betrieben werden. BIM schafft Transparenz, spart Zeit und Ressourcen und macht städtische Projekte für Bürger*innen verständlicher. Statt vieler einzelner Pläne, Tabellen und E-Mails gibt es eine gemeinsame Grundlage, sodass alle Beteiligten immer denselben, aktuellen Informationsstand haben: Architekt*innen, Ingenieur*innen, Projektleiter*innen, Baufirmen, die Stadtverwaltung und später auch die Menschen, die das Gebäude nutzen. Das reduziert von Anfang an Fehler und Kosten in der Planung.

Deshalb ist BIM wichtig für Wien

BIM beschreibt ein digitales Abbild eines Bauwerks, oft als digitaler Zwilling bezeichnet. In diesem Modell stecken unter anderem Formen und Maße sowie Informationen zu Materialien, Energieverbrauch, Wartungszyklen. Dadurch entsteht eine gemeinsame Datenbasis, auf die Architekt*innen, Ingenieur*innen, Behörden, Baufirmen und später Betreiber*innen zugreifen.

Für Wien ist BIM ein Schlüssel, um Planungsfehler zu reduzieren, Abläufe zu beschleunigen und die städtische Infrastruktur nachhaltiger zu gestalten. Fehlende, verstreute oder veraltete Bestandsdaten sind heute ein Hindernis für ressourcenschonendes Bauen. BIM liefert die Datenbasis, um dieses Problem zu lösen. Nur so können zukünftige Anforderungen trotz begrenzter finanzieller Mittel gut bewältigt werden.

Konkrete Vorteile von BIM im Alltag

BIM wirkt unmittelbar im Alltag: Baustellen werden effizienter koordiniert, Nachbesserungen seltener, Straßen schneller freigegeben. Entscheidungen werden anschaulicher, weil Projekte als drehbare, begehbare 3D-Modelle gezeigt werden können. Das erleichtert Bürger*innen-Beteiligung: Man erkennt sofort, wo Bäume, Radwege oder Schattenplätze geplant sind.

BIM verbessert zudem die Barrierefreiheit, weil Gehsteige, Rampen und Haltestellen digital geprüft werden können, bevor gebaut wird.

Für Einsatzkräfte wie Feuerwehr oder Rettung bedeutet ein digitales Modell im Ernstfall einen wertvollen Minutengewinn durch bessere Orientierung.

Im Betrieb von Verkehrsinfrastruktur und Gebäuden erlaubt BIM vorausschauende Wartung, reduziert ungeplante Sperren und senkt Betriebskosten durch optimiertes Energiemanagement.

Mit BIM entsteht eine Stadt, die besser geplant, nachhaltiger gebaut und intelligenter betrieben wird. Dabei geht es nicht allein um moderne Technik, sondern um Lebensqualität. Wenn Wege kürzer werden, weil Infrastruktur sinnvoller aufeinander abgestimmt ist, profitieren alle, die täglich unterwegs sind. Wenn Gebäude energieeffizienter und ressourcenschonender werden, verbessert sich die Umwelt und die Stadt wird zukunfts- und klimafit. Und wenn Projekte schneller und effizienter umgesetzt werden, bleibt mehr Raum für Menschen statt für Baustellen. BIM ist damit ein zentraler Baustein für eine moderne, digitale, sichere und lebenswerte Stadt.

BIM für Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz

BIM ist ein zentrales Werkzeug, um Bauen kreislauforientiert und klimafit zu machen. Das Modell macht sichtbar, welche Materialien verbaut sind, wie gut sie wiederverwendbar sind und wie ein Gebäude rückgebaut werden kann. Diese Transparenz ist die Grundlage für digitale Gebäudepässe, Zirkularitätsbewertungen und eine ressourcenschonende Planung.

In Kombination mit Internet of Things‑Sensoren, künstlicher Intelligenz, Augmented Reality beziehungsweise Virtual Reality, 3D‑Druck und Robotik entstehen neue Möglichkeiten, Materialeinsatz zu optimieren, Abfall zu reduzieren und die Lebensdauer von Bauteilen zu verlängern. Für Wien sind solche Ansätze Teil der Strategie, um Klimaziele zu erreichen und die Kreislaufwirtschaft im Bausektor voranzutreiben.

BIM im Digitalen geoZwilling der Stadt Wien

BIM beschreibt Gebäude sehr detailliert mit Informationen zu Materialien, Bauteilen und technischen Anlagen, während der Digitale geoZwilling die ganze Stadt als vernetztes 3D Modell abbildet und die Bedeutung von Objekten wie Straßen, Bäumen oder Gebäuden kennt. Werden beide Systeme verknüpft, lässt sich ein Gebäude nicht nur im Detail, sondern auch im städtischen Kontext analysieren. Dadurch können Schattenwurf, Wind, Verkehr, Energieversorgung oder Recyclingpotenziale realistisch simuliert werden.

Voraussetzung dafür sind georeferenzierte BIM-Modelle und gemeinsame Datenstandards wie CityGML, damit Architektur, Vermessungs-  und Verwaltungsdaten kompatibel zusammenfließen. Das Zusammenspiel von BIM und geoZwilling schafft eine interdisziplinäre Plattform für fundiertere, transparentere Entscheidungen in Stadtplanung, Klima  und Ressourcenschutz.

Aktuelle Informationen

Bearbeitetes Bild des Rathausmanns

Smartes Bauverfahren mit BRISE und ACTbim

Das eigens entwickelte offene Prüfmodul „ACTBim“ analysiert BIM-Modelle automatisch und macht Prüfungen transparent. Bauantrag-Steller*innen profitieren, der Testbetrieb läuft.

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Haus mit Schild "Stadt Wien - Wiener Wohnen"

Digitale Zukunft für Wiener Wohnen

Wie geht das? Durch ein digitales Informationsmanagement, das Gebäude als strukturierte Datenmodelle abbildet – und Planung, Sanierung und Betrieb deutlich transparenter und effizienter macht.

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Visualisierung U-Bahn-Bau

Wiener Linien setzen strategisch auf BIM

BIM macht Infrastruktur verständlicher, planbarer und effizienter: Mit digitalen Zwillingen werden Bauwerke und Anlagen transparent abgebildet und lassen sich über ihren gesamten Lebenszyklus besser steuern.

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Kontakt

Stadt Wien – Programmleitung „openBIM4Wien“

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