Ziele der Digitalisierungsstrategie

Ohne digitale Leistungen ist eine moderne Gesellschaft nicht mehr denkbar. Die Wiener Stadtregierung hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, diese Entwicklung aktiv und im Sinne der Menschen zu gestalten. Die Digitalisierung soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.

In den kommenden Jahren werden daher in den Kernbereichen Gesundheit, Bildung und Verwaltungsstraffung die ersten konkreten Projekte umgesetzt.

 

5 Ziele der Digitalisierungsstrategie

Wien hat sich für die Digitalisierungsstrategie 5 Ziele gesetzt:

  1. Alle müssen Zugang zu den Vorteilen der Digitalisierung haben
    Jung und Alt, im Beruf und im privaten Bereich, große Unternehmen und kleine, jeder und jede Einzelne in dieser Stadt soll von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren.
  2. Digitalisierung dient dem Menschen und nicht umgekehrt
    Digitale Produkte, egal ob am Smartphone, am Computer oder in Haushaltsgeräte implementiert, müssen zum Ziel haben, das Leben einfacher und sicherer zu machen.
  3. Die Digitalisierung mit den Menschen gemeinsam voranbringen
    Die Stadt setzt auf die Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern sowie mit den Wienerinnen und Wienern. Vor allem älteren Menschen soll durch ganz konkrete Vorteile und Hilfestellungen geholfen werden, die Skepsis vor dieser Entwicklung abzubauen.
  4. Auf bestehenden Stärken aufbauen und diese weiterentwickeln
    Wien wurde für die ganzheitliche Digitalisierungsstrategie „Digitale Agenda Wien“ zur digitalsten Stadt gekürt. Die Stadt hat zudem Services wie den WienBot, die Sag’sWien App und die Stadt Wien live-App eingeführt. Darauf soll aufgebaut werden.
  5. Digitalisierung spart auch Geld
    Digitalisierung kann die Leistungen der Stadt näher an die Menschen bringen und effizienter machen. Wien ist weltweiter Vergleichsmaßstab, wenn es um das Leistungsangebot der Stadt geht. Diese Leistungen sollen schneller und einfacher zur Verfügung gestellt werden. Das spart auch Geld, das für neue Projekte eingesetzt werden kann.

 

Bildcopyright: PID/Jobst

Kappazunder – schnellere und einfachere Verwaltung

Seit Mitte Oktober wird der Bilddatendienst „Kappazunder“ im Magistrat der Stadt Wien verwendet. Damit steht den Bediensteten der Stadt erstmals ein digitales, dreidimensionales Abbild der gesamten Stadt für ihre Arbeit zur Verfügung. Das Werkzeug macht die etwa 30 Millionen Bilder aus der Befahrung verfügbar.

Mittlerweile nutzen etwa 500 MitarbeiterInnen der Stadt aus 26 Abteilungen das Tool für unterschiedlichste Aufgaben. Einige Beispiele:

  • Das Stadtservice Wien benützt den Kappazunder, um zu Anliegen von BürgerInnen schnell und einfach ein erstes Bild der Situation vor Ort zu erhalten.
  • Die MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten verwendet den Bilddatendienst im Zuge von Genehmigungsverfahren für Objekte im öffentlichen Raum.
  • Die MA 28 – Straßen Wien nutzt das Tool, um Bodenmarkierungen digital zu erfassen.

Der Kappazunder ermöglicht den MitarbeiterInnen der Stadt Wien vom Schreibtisch aus öffentliche Flächen zu begutachten und Messungen durchzuführen. Screenshots und Messergebnisse können gespeichert und in der weiteren Arbeit verwendet werden. So können in der Stadtverwaltung Kosten für Ortsaugenscheine reduziert werden. Zudem ermöglicht das Tool vom Arbeitsplatz aus Objekte zu digitalisieren und damit neue, hochpräzise Geodaten zu erstellen. Dies ist im Vergleich zu anderen Methoden weitaus kostengünstiger und spart Steuergeld.

Das moderne Geodatenset, das im Bilddatendienst „Kappazunder“ zur Verfügung steht, soll in weiterer Folge auch im Zuge der Open Government Data Initiative der Stadt Wien zur Verfügung gestellt werden. Die technischen und datenschutzrechtlichen Bedingungen dafür werden im Jahr 2019 evaluiert.