Goldfarbener Satellit mit ausgefahrenen Sonnensegeln

Mit Satelliten die Stadt im Blick

Was Wien aus dem Projekt RAVEN gelernt hat

Wie können wir große Bauprojekte noch sicherer begleiten? Wie lassen sich Setzungen, Hebungen oder bauliche Veränderungen frühzeitig erkennen – nicht nur punktuell, sondern flächendeckend? Mit diesen Fragen hat sich die Stadt Wien im Pilotprojekt RAVEN – Radarsatellitenbasierte Veränderungserkennung bei Bauwerken beschäftigt, das über das „Austrian Space Applications Programme 2023“ von FFG/BMIMI gefördert wurde. Das Ergebnis: Satellitendaten können die bestehende geodätische Bauwerksüberwachung als zusätzlicher, großräumiger Blick auf unsere Stadt sinnvoll ergänzen.

Präzise Stadtvermessung trifft Weltraumtechnologie

Die Abteilung Vermessung und Geoinformation (MA 41) der Stadt Wien ist für alle Themen mit Raum- und Geo-Bezug zuständig ist. Sie unterstützt die Stadt Wien mit innovativen Vermessungsmethoden, Geoanalysen und Geodaten.

Ein zentraler Aufgabenbereich ist die Überwachung von Bauwerken bei großen Infrastrukturprojekten. Ein aktuelles Beispiel ist der Ausbau des Wiener U-Bahn-Netzes: Entlang des Linienkreuzes U2xU5 wurden rund 9.000 Messpunkte an Gebäuden angebracht und vermessen. Über regelmäßige terrestrische Messungen im Submillimeter-Bereich entstehen hochpräzise Zeitreihen, die eine Erkennung von kleinsten Bewegungen an Bauwerken ermöglichen. So wird ein hohes Maß an Sicherheit für Bewohner*innen und Infrastruktur gewährleistet.

2 Männer vermessen einen Keller

Präzise Höhenmessung im Keller eines Hauses durch ein Vermessungsteam der MA 41

Ergänzung aus dem All: Radar als aktives Messverfahren

Im Projekt RAVEN wurde untersucht, ob Radarsatelliten diese punktuellen, terrestrischen Messungen ergänzen können. Zum Einsatz kamen unter anderem Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, konkret des Satelliten Sentinel-1.

Radar hat dabei einen entscheidenden Vorteil: Die Messungen mittels aktiver Radar-Wellen funktionieren unabhängig von Tageslicht und Wetter. Sentinel-1 erfasst alle 12 Tage die gesamte Erdoberfläche und liefert damit regelmäßige, flächendeckende Informationen. Zusätzlich wurden höher aufgelöste, kostenpflichtige Daten – etwa von COSMO SkyMed – in die Analyse einbezogen.

Was die Daten zeigen können

Mit Auswertungen von Wellenverschiebungen (Interferometrie) und statistischen Verfahren lassen sich aus Zeitreihen Bewegungsmuster von Gebäudeteilen und Bodenflächen ableiten. Im Rahmen von RAVEN konnte gezeigt werden:

  • Boden- und Gebäudebewegungen im Bereich unter einem Zentimeter sind grundsätzlich erkennbar, brauchen im Detail aber eine korrekte Interpretation.
  • Trends und zeitliche Entwicklungen – etwa Beginn und Verlauf von Deformationen – lassen sich grob nachvollziehen.
  • Statt einzelner Messpunkte liefern Satelliten einen flächendeckenden Überblick und machen zusammenhängende Setzungsbereiche sichtbar.

Damit entsteht ein neues Informationsniveau. Während die Stadtvermessung anlassbezogen sehr genaue lokale Messungen liefert, bieten Auswertungen aus Satellitendaten einen großräumigen Kontext.

Abgleich mit der Realität vor Ort

Ein zentrales Element vom Pilotprojekt RAVEN war der Vergleich von Satellitendaten mit hochpräzisen Referenzmessungen. Im Projektzeitraum 2024 bis 2025 führte die Abteilung Vermessung und Geoinformation entlang der U2xU5-Baustellen Präzisionsmessungen im Bereich unter einem Millimeter durch. Diese Daten dienten als verlässliche Vergleichsgrundlage. Wissenschaftler*innen der Paris Lodron Universität Salzburg evaluierten darauf aufbauend die Qualität der satellitengestützten Auswertungen. So konnte realistisch eingeschätzt werden, wofür sich die Methode in der städtischen Praxis eignet und wo ihre Grenzen liegen.

Klarer Mehrwert mit Raum für Weiterentwicklung

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts lassen sich so zusammenfassen:

 Was Satellitendaten für das Infrastrukturmonitoring schon jetzt leisten können

  • Regelmäßiges, flächendeckendes Monitoring oberflächennaher Bodenbewegungen
  • Langfristige Dokumentation von Setzungen und Hebungen
  • Unterstützung eines Frühwarnsystems: Auffällige Bereiche können rasch identifiziert und gezielt nachgemessen werden
  • Potenzielle Kosteneffizienz, da Ressourcen gezielter eingesetzt werden können
  • Mögliche Einsatzfelder: Infrastrukturprojekte, Bauwerks- und Brückenüberwachung, Bodenbewegungsmonitoring, Hangrutschungen

Wo noch Einschränkungen bestehen

  • In dicht bebauten, komplexen Stadtgebieten ist die Auswertung herausfordernd
  • Die räumliche Auflösung ist deutlich geringer als bei terrestrischen Messungen
  • Die Genauigkeit erreicht nicht das Niveau von Präzisionsmessungen
  • Satellitendaten ersetzen keine klassischen Vermessungen, sondern ergänzen sie

Für eine verlässliche Erkennung baulicher Änderungen sind weiterentwickelte Algorithmen und zusätzliche Referenzdaten notwendig. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse fließen daher bereits in das EU-geförderte Folgeprojekt ADUCAT der Stadt Wien ein, in dem die Methoden weiterentwickelt werden.

Fazit: Ein zusätzlicher Blick für eine sichere Stadt

RAVEN zeigt, wie moderne Satellitentechnologie die Stadt Wien dabei unterstützt, Infrastruktur sicher, resilient und zukunftsfit zu gestalten. Der Mehrwert liegt nicht in der Ablöse bestehender Systeme, sondern in der intelligenten Kombination: präzise Messungen vor Ort und ein flächendeckender Blick aus dem All. So bleibt Wien an der Spitze urbaner Innovation und nutzt neue Technologien dort, wo sie echten Nutzen für Sicherheit, Planung und Lebensqualität bringen.

Starke Partnerschaften für urbane Innovation

Koordiniert wurde das Projekt RAVEN vom Vienna Geospace Hub, betrieben von der UIV Urban Innovation Vienna GmbH, der Klima- und Innovationsagentur der Stadt Wien. Gemeinsam mit spezialisierten Partnern wie der Abteilung Vermessung und Geoinformation (MA 41) der Stadt Wien sowie der Firma Augmenterra und der Universität Salzburg wurde eine Brücke zwischen Forschung, Technologie und Verwaltung geschlagen.

Weitere Informationen

Prüfung IT-Sicherheit und IT-Strategie

Digitalisierung in Wien unter der Lupe

Der Bundesrechnungshof (RH) hat das Management der IT-Strategie und die IT-Sicherheit der Stadt im Zeitraum von 2021 bis 2024 untersucht und den entsprechenden Bericht dazu am 23. Jänner 2026 veröffentlicht.

Die Prüfung war sehr umfangreich. Die Stadt Wien hat dem Rechnungshof 666 Dokumente mit einem Gesamtumfang von rund 7.830 Seiten zur Verfügung gestellt. Auf dieser umfassenden Basis bestätigt das Ergebnis im Wesentlichen das Vorgehen der Stadt Wien: Vieles läuft gut, insbesondere auch die Umsetzung des NIS2-Gesetzes (NISG). Der Bericht enthält Lob, Herausforderungen und klare Empfehlungen für die digitale Zukunft Wiens.

Unterstützung für Wiens Umgang mit dem NIS2-Gesetz

Der Rechnungshof bewertet die Anstrengungen der Stadt Wien bei der Umsetzung des NIS2-Gesetzes grundsätzlich positiv. Besonders hervorzuheben ist, dass die Stadt ein umfassendes Programm zur Vorbereitung auf das NIS2‑Gesetz ins Leben gerufen hat – und das, obwohl Österreich die EU-Vorgaben bislang noch nicht vollständig in nationales Recht umgesetzt hat. Der Rechnungshof würdigt Wiens vorausschauendes Vorgehen und hebt hervor, dass die Maßnahmen zur Erfüllung der NIS-Anforderungen teils abgeschlossen und teils in Umsetzung sind.

Der Rechnungshof empfiehlt, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Maßnahmen sollen nicht nur implementiert, sondern auch regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Ein besonderes Augenmerk legt der Rechnungshof dabei auf die Einbindung der obersten Führungsebene und eine umfassende Berichts- und Steuerungskultur.

Stärken: Technische und organisatorische Fundamente gelegt

Ein Blick auf die Details zeigt: Die Stadt Wien hat im Bereich IT-Sicherheit und Digitalisierung zahlreiche Hausaufgaben gemacht. Die Abteilung Wien Digital (MA 01) verfügt über einschlägige Zertifizierungen wie ISO/IEC 27001 (Informationssicherheits-Management) und ISO 22301 (Business Continuity Management). Zudem gibt es einen breiten Katalog an technischen und organisatorischen Maßnahmen – von Firewalls und Spamfiltern über Patchmanagement, SIEM und DDoS-Schutz bis hin zu Endpoint-Protection und Verschlüsselung.

Die Digitale Agenda 2030 zeigt die strategische Ausrichtung und zahlreiche Projekte unterstreichen den Innovationswillen der Stadt.

Ausblick: Was jetzt zu tun ist

Die Bedeutung der IT-Sicherheit hat in den letzten Monaten und Jahren erheblich zugenommen. Die Führungsebene wird hier auch gesetzlich immer stärker in die Verantwortung genommen. Hier sind entsprechende Maßnahmen zu setzen. Zudem wird das NIS-2-Programm zu Ende gebracht und die dort identifizierten Maßnahmen werden umgesetzt. Schließlich empfahl der Rechnungshof, die IT-Konsolidierung zu finalisieren.

Wien ist auf Kurs, aber noch nicht am Ziel

Die Stadt Wien hat sich in den vergangenen Jahren technisch und organisatorisch solide aufgestellt und wichtige Weichen für die digitale Zukunft gestellt. Der Rechnungshof unterstützt die bisherigen Maßnahmen ausdrücklich, sieht aber auch weitere Entwicklungsmöglichkeiten bei Governance und Risikosteuerung. Für eine nachhaltige und zukunftssichere Umsetzung der NIS‑2-Anforderungen muss die Stadt jetzt konsequent die offenen Punkte angehen.

Digitale Bedienungsfreundlichkeit

Die Stadt Wien baut ihre Expertise im Bereich der digitalen Benutzer*innen-Freundlichkeit weiter aus.

Die in der Geschäftseinteilung verankerte Zuständigkeit der Abteilung Kommunikation und Medien (MA 53) für die Benutzer*innen-Freundlichkeit digitaler Services bildet dabei den strategischen und gestalterischen Rahmen.

Ergänzend dazu etabliert die Abteilung Wien Digital (MA 01) ein UX-Team (User Experience-Team) und erweitert kontinuierlich die digitalen Angebote, um die technische Umsetzung Benutzer*innen-orientierter Services sicherzustellen. Ziel ist es, digitale Services für alle Bürger*innen noch einfacher zugänglich und besser bedienbar zu machen – unter Einbeziehung der bereits bestehenden Kompetenzen in verschiedenen Magistratsabteilungen.

Digitales Wien für Bürger*innen

Im Rahmen der Digitalen Agenda 2030 hat sich die Stadt Wien zum Ziel gesetzt, die digitale Bürger*innen-Orientierung weiter zu stärken. Die Abteilung Kommunikation und Medien verantwortet dabei die übergreifenden Standards, Methoden und Design-Prinzipien zur Sicherstellung einer einheitlichen und benutzerfreundlichen Gestaltung digitaler Services. Wien Digital baut auf diesem Fundament auf, nutzt das vorhandene Wissen innerhalb der Verwaltung und fördert den fachlichen Austausch zwischen den beteiligten Organisationseinheiten.

Laptop

Einsatz bei der Stadt Wien: UX/UI-Teams arbeiten mit dem Designsystem handbuch.wien.gv.at, um UI-Elemente einheitlich umzusetzen.

Software-Entwicklung mit Fokus auf Bürger*innen

Durch die enge Abstimmung zwischen den Abteilungen werden UX-Methoden systematisch in den Software-Entwicklungsprozess integriert. Bereits in der Planungsphase wird die Perspektive künftiger Nutzer*innen berücksichtigt, deren Anforderungen in die Gestaltung der digitalen Services einfließen.

User-Centered Design, prototypisches Arbeiten und Usability-Tests sind feste Bestandteile vieler Projekte. Konsistente Design-Elemente auf Basis des von der Abteilung Kommunikation und Medien verantworteten Design-Systems sorgen für einfache, verständliche und intuitiv nutzbare Benutzeroberflächen. Rückmeldungen von Bürger*innen sowie Testings liefern wertvolle Impulse für kontinuierliche Verbesserungen.

Mit dieser klaren Aufgabenteilung und Zusammenarbeit gelingt ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer Benutzer*innen-freundlichen digitalen Landschaft.

Werner Nabicht, Abteilungsleiter von Wien Digital:

Gemeinsam gestalten wir eine digitale Zukunft, die für alle zugänglich und nutzbar ist.

ESC-Tickets – Schutz vor Online-Betrug

Mit dem Eurovision Song Contest 2026 in Wien steigt auch das Risiko für gefälschte Ticketshops, Phishing und Betrug über soziale Medien. Eine zentrale Infoseite der Stadt Wien bündelt die wichtigsten Warnhinweise und gibt Tipps, wie Bürger*innen Fake-Angebote erkennen und wo sie im Verdachtsfall Unterstützung finden: Schutz vor Cyber-Kriminalität beim Kauf von ESC-Tickets

Hohe Nachfrage, hohes Betrugsrisiko

Bei Großevents nutzen Betrüger*innen die hohe Nachfrage aus – etwa mit gefälschten Ticketseiten, Nachrichten mit Zahlungslinks oder „Sofort-Angeboten“ über Social Media und Kleinanzeigen. Informationen über typische Maschen und woran Bürger*innen seriöse von betrügerischen Angeboten unterscheiden können werden gemeinsam von ORF, EBU, BMI, Stadt Wien, Polizei und Watchlist Internet bereitgestellt.

Tipps für den sicheren Ticketkauf

Kaufen Sie Tickets ausschließlich über die offiziellen Ticketwege. Auffallend günstige Angebote wie „Restkarten“ oder „Geheimkontingente“ auf Drittplattformen sind ein häufiges Einfallstor für Betrug, besonders wenn Zeitdruck aufgebaut oder eine schnelle Zahlung gefordert wird.

Achten Sie außerdem auf typische Warnzeichen: ungewohnte Absender-Adressen, Links auf ähnlich aussehende Domains sowie Zahlungsaufforderungen, die „sofort“ erledigt werden sollen. Hinweise und Beispiele finden sich auch bei Watchlist Internet.

Wenn etwas verdächtig ist

Nutzen Sie die offiziellen Hinweise und Meldewege auf wien.gv.at. Für Beratung und Unterstützung bietet die Stadt Wien die Cybercrime-Helpline.

Grundlagen und praktische Tipps zu Cybercrime, Phishing und Fake-Shops finden Sie auch bei den Helfer Wiens.

Wien stellt digital zu

Im Jahr 2025 wurde bereits mehr als jede 5. Zustellung der Stadt Wien digital abgewickelt. Dieser Erfolg zeigt, wie konsequent Wien seinen Weg hin zu einer modernen, bürgernahen und nachhaltigen Verwaltung verfolgt – mit klaren Vorteilen für Bürger*innen und Stadtverwaltung gleichermaßen.

Ziel erreicht

Die Stadt Wien hat das Ziel 18 der Digitalen Agenda 2030 bereits 2025 übertroffen. Die Digitale Agenda Wien sieht vor:

Wir bauen den Einsatz der digitalen Zustellung an Bürger*innen und Unternehmen weiter aus und integrieren diese in mein.wien. Wir setzen bereits seit 2023 konkrete Maßnahmen um und werden den Anteil der digital zugestellten Post bis 2030 von derzeit 13 Prozent auf 20 Prozent erhöhen. Diese medienbruchfreie Kommunikation spart Zeit und Geld und leistet einen Beitrag zur CO2-Reduktion.

Dieses Ziel ist nun schon 5 Jahre früher Realität: Digitale Agenda – Umsetzungsstand

Entwicklung der vergangenen Jahre

Seit 2019 hat sich die elektronische Zustellung rasant entwickelt. Von bescheidenen 2,1 Prozent Anteil im Jahr 2019 stieg der Wert kontinuierlich, beschleunigt durch die Pandemie und flankiert von gezielten Maßnahmen.

2023 lag der Anteil bereits bei 12,9 Prozent, 2024 bei 17,2 Prozent. Und 2025 folgte der Durchbruch: 23,1 Prozent aller dual versendeten Schreiben wurden digital zugestellt.

Die Verdoppelung seit 2022 und der Sprung von 17,2 Prozent im Jahr 2024 auf 23,1 Prozent im Jahr 2025 zeigen: Digitale Verwaltung zeigt Wirkung.

Meilensteine

Aktivitäten, die den Erfolg möglich machten

Der Erfolg kam nicht von allein, sondern wurde durch die Stadt Wien aktiv gefördert.

  • Workshops mit Vertreter*innen der Stadt Wien, Wirtschaftskammer und Unternehmen zur Verbesserung des Verständnisses und mit Maßnahmen zur Datenbereinigung wurden durchgeführt:
    • 2023: „Anhebung des Anteils der e-Zustellung“
    • 2024: „Elektronische Zustellung – ein Beitrag zum Klimaschutz“
  • Sensibilisierung im Magistrat: Initiative „Wien stellt ‚e‘ zu“, Infofolder, FAQ-Erweiterungen
  • Stammdatenpflege: Bereinigung von Duplikaten, einheitliche Schreibweisen, Register-Nutzung
  • Technische Umsetzung: Abteilung Wien Digital (MA 01) gemeinsam mit den Dienststellen; Einführung der Dualen Zustellung und optimierter Workflows

 Warum elektronische Zustellung?

  • Schneller: Fristen digital wahrnehmen, Verfahren rascher abschließen
  • Klimafreundlicher: Weniger Papier und Transport, Beitrag zur CO₂-Reduktion
  • Wirtschaftlicher: Portokosten und Druck entfallen; bis zu 70 Prozent Kosteneinsparung
  • Komfortabel: Jederzeit abrufbar, sicher archiviert, Abwesenheiten hinterlegbar und ohne Weg zum Postamt, wenn nicht angetroffen

Dieser Fortschritt steht exemplarisch für den umfassenden Digitalisierungsprozess der Stadtverwaltung hin zu einfacheren, schnelleren und klimafreundlicheren Verwaltungswegen.

Für behördliche nachweisliche Sendungen (inklusive RSa/RSb) ist eine ID Austria erforderlich. Die Zustellung erfolgt über eine gesicherte Verbindung.

Offene Karten für Wien

Stadt‑ und Bezirkspläne mit klarem OGD‑Rahmen

Wer in Wien plant oder recherchiert, findet auf wien.gv.at, dem offiziellen Internetportal der Stadt, frei verfügbare Stadt- und Bezirkspläne. Die Abteilung Stadtvermessung und Geoinformation (MA 41) bietet aktuelle Karten zum Download an, basierend auf zuverlässigen Geodaten, perfekt für fundierte Projekte: Wiener Stadt- und Bezirkspläne

Offen, präzise, praxistauglich

Die Wiener Stadt‑ und Bezirkspläne verbinden fachliche Qualität mit einem klaren OGD‑Modell: freie Nutzung, sichtbare Preisregelung für Services über den Download hinaus und verlässliche Aktualisierung.

Wer in Wien Projekte vorbereitet, dokumentiert oder vermittelt, findet hier eine professionelle Kartenbasis, die Maßstäblichkeit, Datenkohärenz und Rechtssicherheit zusammenführt – vom großformatigen Stadtüberblick bis zur kompakten Bezirksdarstellung.

OGD im Mittelpunkt: freie Nutzung, eindeutige Lizenz, transparente Kosten

Der Open-Government-Rahmen ist besonders relevant: Die Stadt- und Bezirkspläne stehen im Rahmen von Open Government Wien (OGD) kostenfrei zur Verfügung und können unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) genutzt werden. Die erforderliche Quellenangabe lautet: „Datenquelle: Stadt Wien – data.wien.gv.at“. Somit ist eine rechtssichere und unkomplizierte Weiterverwendung gewährleistet, beispielsweise für Berichte, Präsentationen oder eigene Anwendungen.

Für Leistungen über den reinen Download hinaus sind die Preise klar und sichtbar geregelt:

  • Bei Abgabe von Daten oder Papierauszeichnungen über die Kund*innen‑Servicestelle der MA 41 fällt für Auftragsabwicklung und Datenmanipulation eine Grundgebühr von 53 Euro an.
  • Bei erhöhtem Bearbeitungsaufwand werden zusätzlich 30,50 Euro je halbe Stunde verrechnet.

Diese Konditionen schaffen Transparenz und geben Planungssicherheit für individuelle Ausfertigungen oder spezielle Datenbereitstellungen.

Was die Pläne fachlich leisten

Die Stadtpläne erscheinen jährlich in mehreren Maßstäben, etwa von 1:12 500 bis 1:120 000 und in unterschiedlichen Formaten wie DIN A0 oder DIN A4. Grundlage sind abgestimmte Datenquellen wie Mehrzweckkarte, Orthofotos, Schummerung, Grenzen, Straßennetz, Nutzungskartierung, das Wiener Bezugssystem, Gewässernetz und die MA-41-Beschriftungen. So lassen sich die Karten vielseitig für Analysen und anschauliche Zwecke einsetzen.

Ergänzend dazu stehen Bezirkspläne bereit, die halbjährlich aktualisiert und auf DIN A0 bis DIN A4 optimiert sind. Auch sie basieren auf der Mehrzweckkarte, der Flächen‑Mehrzweckkarte und Orthofotos. Wer bezirksscharf arbeitet, bekommt damit eine verlässliche Grundlage, die lokale Fragestellungen präzise abbildet und gleichzeitig mit den stadtweiten Kartendiensten konsistent bleibt.

 

Rückblick DigitalCity.Wien Montagsrunden

Als Initiative der Stadt Wien trägt die DigitalCity.Wien schon 10 Jahre aktiv zur digitalen Entwicklung der Stadt Wien bei. Gemeinsam mit der lebendigen Community sind über die Jahre viele unterschiedliche Formate und Initiativen umgesetzt worden. Im Vordergrund steht dabei immer der Austausch zwischen Bevölkerung, Stadtverwaltung, Digitalwirtschaft und Wissenschaft.

Ein zentraler Ankerpunkt dieser Community sind die „digitalen Montagsrunden“. Einmal pro Quartal, immer an einem Montag, kommt die Community zusammen, um aktuelle digitale Themen entlang eines klaren roten Fadens zu diskutieren. Pro Veranstaltung nehmen im Schnitt 60 bis 70 Personen teil.

Die Montagsrunden finden an wechselnden Orten statt, unter anderem im „das forum“, dem Klima- und Innovationsforum der Stadt Wien, beim waff, dem Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds, oder in der Wirtschaftsagentur Wien. Die Inhalte kommen direkt aus der Community und bieten allen Teilnehmenden praxisnahe Einblicke und Perspektiven.

Highlights der Montagsrunden 2025

Die 1. Montagsrunde „Der Digitalstandort in Action“ beleuchtete Maßnahmen zur Standortförderung und den Umgang mit dem Fachkräftemangel in der Digitalwirtschaft. Beiträge von Microsoft, Samsung, Cancom, dem WIFI Wien und TED.ai zeigten aktuelle Entwicklungen am Digitalstandort Wien – von der neuen Cloudregion Österreich über Ausbildungsinitiativen bis hin zu Technologietrends und neuen Lernformaten.

Die 2. Montagsrunde stand unter dem Motto „Shaping our Future Health“ und widmete sich dem Feld Künstliche Intelligenz und Life Sciences in Wien. Gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien, Atos, der MedUni Wien, Biotronik und iteratec wurden Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitssystem, medizinische KI-Forschung sowie neue Anwendungen in Pflege und Medizintechnik diskutiert.

Unter dem Titel „Sicher? Souverän?“ rückte die 3. Montagsrunde das Thema Cyber Security in den Fokus. IBM, CyberTrap, CERT.at, das Österreichische Institut für Europa- und Sicherheitspolitik sowie Kopernikus IT Systems spannten den Bogen von Quantencomputing und KI-basierten Bedrohungen über digitale Souveränität bis hin zu konkreten Schutzmaßnahmen.

Den Abschluss bildete die Montagsrunde „Digital Lokal – Kompetent in die Zukunft“. Digitale Kompetenzen als Grundlage für Resilienz und eine humanistische Zukunft standen im Fokus. Gemeinsam mit dem waff, der WU Wien, VRVis und DXC wurden Weiterbildungsangebote, Bildungsprojekte und Perspektiven für den Arbeitsmarkt von morgen diskutiert, ergänzt durch einen interaktiven Austausch mit der Community.

Weitere Formate und Mitgestalten

Neben den Montagsrunden zählen die Digital Days, Digital Days Next Gen, die Bildungsinitiative der DigitalCity.Wien sowie Formate zur Förderung von Frauen in der IT zu zentralen Aktivitäten der Community. In Summe tragen diese unmittelbar zu den Zielsetzungen der Digitale Agenda 2030 der Stadt Wien bei.

Wenn Sie mitgestalten wollen und ein Projekt oder Ideen bei einer DigitalCity.Wien Montagsrunde einbringen wollen, schreiben Sie an digitalcity@urbaninnovation.at.

Die DigitalCity.Wien wird von UIV Urban Innovation Vienna GmbH im Auftrag der Stadt Wien koordiniert.

Smart Trees – datenbasiertes Bewässern

Mit dem Projekt „Smart Trees“ etablieren die Wiener Stadtgärten (MA 42) gemeinsam mit der Abteilung Wien Digital (MA 01) und Wien Energie eine skalierbare Internet of Things-Infrastruktur (IoT-Infrastruktur) für das städtische Grünflächenmanagement. Ziel ist es, Bewässerungsabläufe auf eine datenbasierte und damit bedarfsorientierte Steuerung umzustellen.

Seit Anfang 2024 werden bei Jungbäumen digitale Bodenfeuchtesensoren eingesetzt, die über das stadtweite LoRaWAN-Netz von Wien Energie ihre Werte übertragen. LoRaWAN ermöglicht energiearme Übertragung über große Distanzen und ist damit ideal für langlebig betriebenen Sensorik-Einsatz im öffentlichen Raum.

Der vollständige Netzausbau ist bis 2028 geplant und bildet die Grundlage für weitere Smart‑City‑Anwendungen.

IoT-Base und Automatisierung

Die Messdaten landen zentral in der IoT‑Base, einer Echtzeit-Datenplattform von Wien Digital zur Visualisierung und Weiterleitung in Fachinformationssysteme. Dort dienen sie aktuell der Auswertung und Entscheidungsunterstützung. Zukünftig sollen regelbasierte Bewässerungssteuerungen und datengetriebene Tourenplanungen die Arbeit der Teams vor Ort erleichtern.

Erste Analysen zeigen bereits signifikante Einsparungen bei Wasser- und Energieverbrauch sowie verringerte händische Einsätze. Gießdurchgänge können künftig nicht mehr nach starren Zeitplänen, sondern bedarfsgerecht erfolgen.

Seit Herbst 2025 wird das System technisch erweitert. Ergänzende Sensoren am Stamm messen den Strom des Baumsaftes und damit die tatsächliche Transpiration der Bäume. In Kombination mit Bodenfeuchtewerten entsteht so ein präziseres Bild des Wasserbedarfs.

Bis Jahresende sollen rund 460 Sensoren in verschiedenen Tiefen, Typen und bei unterschiedlichen Baumarten getestet werden. Die Ergebnisse fließen in die Entscheidung ein, welche Ausstattung stadtweit eingeführt wird.

Forschung, Praxis und Innovationen

„Smart Trees“ liefert neben operativem Nutzen eine wertvolle Datenbasis für Forschung und langfristige Planung. In Kooperation mit der Universität Wien, dem Verein „Land schafft Wasser“ und dem Bundesamt für Wasserwirtschaft entstehen wissenschaftliche Erkenntnisse, die ein digitales Pflegekonzept für Wien untermauern sollen. Ziel ist es, IT, Umweltmanagement und Ressourceneffizienz intelligent zu verbinden – ein Beitrag zur resilienten Stadtentwicklung.

Neues Online-Zahlservice „Zahl’s Wien“

Seit über 20 Jahren bestehen für die Bürger*innen der Stadt Wien sowie für Unternehmen Online-Zahlmöglichkeiten für zahlreiche Geschäftsfälle.

Die Stadt hat Anfang 2025 im Sinne der laufenden Modernisierung das neue Zahlservice „Zahl’s Wien“ für Online-Sofortzahlungen umgesetzt. Das Service ermöglicht neben den bereits bestehenden Zahl-Möglichkeiten wie Kreditkarte und eps-Online-Überweisung auch das Bezahlen über Google Pay und Apple Pay.

Unternehmen können die Anmeldung zur Kfz-Konzessionsprüfung mit dem neuen Service bezahlen.

Außerdem wurde Zahl’s Wien auch ins Wiener Parkpickerl eingebunden.

Zusätzlich wurde die online Bezahlseite – aufrufbar unter Bezahlservice – neu umgesetzt und erweitert.

Durch diese Realisierungen wurden wesentliche Meilensteine erreicht und ein weiterer Beitrag zur Digitalen Agenda Wien 2030 geleistet.

Vorteile

  • Mit „Zahl’s Wien“ können Bürger*innen im Zuge des Zahlvorgangs das bevorzugte Zahlungsmittel im Stadt Wien Benutzer*innen-Profil hinterlegen.
  • Bereits innerhalb eines Online-Bezahlvorgangs hinterlegte Zahlungsmittel können über mein.wien.gv.at im Stadt Wien Benutzer*innen-Profil favorisiert und gelöscht werden.