Digitaler Salon 2026
„Digitale Souveränität neu denken“: Digitaler Salon zu Gast im Österreichischen Parlament
Wie können Wien und Österreich ihre digitale Handlungsfähigkeit stärken, technologische Abhängigkeiten reduzieren und gleichzeitig offen für Innovation bleiben? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Digitalen Salons der DigitalCity.Wien, der am 13. Oktober 2026 im österreichischen Parlament stattfand. Vertreter*innen aus Stadtverwaltung und Wirtschaft kamen im KELSEN im Parlament zusammen, um über Herausforderungen, Chancen und konkrete Lösungsansätze für eine digital souveräne Zukunft zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien, und Jutta Löffler, CEO der UIV Urban Innovation Vienna, führte Sophie Zechmeister von der UIV Urban Innovation Vienna durch den Abend. 2 Impulsvorträge und eine anschließende Podiumsdiskussion boten spannende Einblicke in aktuelle Initiativen und unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema „Digitale Souveränität“.
Digitale Souveränität messbar und vergleichbar machen
Peter Reichstädter, CIO des Österreichischen Parlaments, präsentierte das österreichische Framework für digitale Souveränität. Die Initiative, die unter Einbindung verschiedener Akteur*innen, darunter der Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI) und der ORF, vorangetrieben wurde, verfolgt das Ziel, digitale Souveränität durch ein transparentes und praxisorientiertes Referenzmodell messbar, nachvollziehbar und vergleichbar zu machen.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Instrumente, mit denen Organisationen ihre technologischen Abhängigkeiten erkennen, bewerten und fundierte Entscheidungen treffen können. Dabei wurde deutlich, dass digitale Souveränität nicht vollständige Unabhängigkeit oder Abschottung bedeutet, sondern vor allem die Fähigkeit, im digitalen Raum selbstbestimmt und handlungsfähig zu bleiben.
Europäische Technologielösungen stärken
Im Anschluss stellte Alexander Windbichler, CEO der Anexia Group, die „Initiative Digitale Souveränität“ aus der Wirtschaft vor. Er beleuchtete die starke Abhängigkeit Europas von internationalen Technologie-Anbietern, insbesondere im Cloud- und KI-Bereich, und zeigte auf, warum die Stärkung europäischer Lösungen immer wichtiger wird.
Im Fokus standen dabei die Förderung europäischer Technologie-Anbieter, die Reduktion kritischer Abhängigkeiten und die Bedeutung von Interoperabilität, Wahlfreiheit und digitalen Kompetenzen. Eine zentrale Botschaft war, dass digitale Souveränität nicht durch Abschottung entsteht, sondern durch bewusste Technologie-Entscheidungen und die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Lösungen wählen zu können.
Unterschiedliche Perspektiven und gemeinsamer Austausch
Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Peter Reichstädter, Alexander Windbichler, Klemens Himpele und Benedikt Schraik, dem CTO der Stadt Wien, statt. Sie tauschten sich über Chancen, Herausforderungen und konkrete Handlungsfelder digitaler Souveränität aus.
Die unterschiedlichen Perspektiven aus Verwaltung und Wirtschaft sorgten für eine vielseitige Diskussion über den Umgang mit technologischen Abhängigkeiten, die Bedeutung europäischer Lösungen und die gemeinsame Verantwortung bei der Gestaltung der digitalen Zukunft.
Auch das Publikum beteiligte sich aktiv am Austausch. Marion Vöhr, Geschäftsführerin von msg advisors, und Susanne Tischmann, CIO des ÖAMTC, brachten mit ihren Wortmeldungen zusätzliche Sichtweisen in die Diskussion ein.
Beim anschließenden Ausklang wurden die Gespräche in angenehmer Atmosphäre fortgesetzt. Die zahlreichen persönlichen Gespräche und der offene Austausch machten den Digitalen Salon zu einem gelungenen Abend mit wertvollen Impulsen und neuen Denkanstößen.
Der Digitale Salon ist ein Veranstaltungsformat der DigitalCity.Wien. Er schafft Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussionen über zentrale Zukunftsfragen der Digitalisierung.


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