Projekt „Wien gibt Raum“ gewinnt eAward 2023

Am 16. Oktober 2023 wurde im T-Center in Wien der eAward 2023 verliehen. Besonders hervorstechend war das Projekt „Wien gibt Raum“, das in der Kategorie „Zusammenarbeit und Organisation“ ausgezeichnet wurde. Der eAward ist einer der bedeutendsten IT-Wirtschaftspreise in Österreich beziehungsweise im deutschsprachigen Raum.

eAward 2023: Große Bandbreite an IT-Themen ausgezeichnet

Wien gibt Raum: Ein innovativer Ansatz

In Wien nutzen zahlreiche Menschen öffentliche Flächen für Veranstaltungen, Märkte, Baustellen und Objekte. Bis vor Kurzem waren die Genehmigungsprozesse hierfür komplex und fragmentiert. „Wien gibt Raum“ hat das geändert, indem es eine kundenorientierte digitale Plattform entwickelte. Die Plattform vereinfacht und beschleunigt den gesamten Prozess, von der Beantragung bis zur Rückmeldung. Dabei spielen hochpräzise, dreidimensionale Geodaten eine entscheidende Rolle.

Innovation in der Organisation

Das Projekt hat nicht nur den digitalen Aspekt revolutioniert, sondern auch die Zuständigkeiten in der Verwaltung neu strukturiert und rechtliche Rahmenbedingungen modernisiert. Ein gemeinsames EDV-System wurde eingeführt, das die Kommunikation zwischen verschiedenen Abteilungen verbessert und die Prozesse effizienter gestaltet.

Bedeutung für die Smart City Wien

Die Jury des eAward 2023 erkannte die Bedeutung von „Wien gibt Raum“ für die Smart City Wien. Das Projekt vereinfacht die Nutzung des öffentlichen Raums und bietet Potenzial für neue Services. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für das engagierte Team hinter „Wien gibt Raum“ und ein Zeichen für die fortschreitende Digitalisierung im öffentlichen Sektor. „Wien gibt Raum“ weist den Weg in eine vielversprechende digitale Zukunft für die Stadt Wien.

Über den eAward

Der eAward zeichnet Projekte aus, die digitale Exzellenz und Innovation in verschiedenen Kategorien fördern. Die Preisträger des eAward setzen Standards für digitale Transformation und zeigen, wie Technologie die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Verwaltung nachhaltig beeinflusst.

„Wien gibt Raum“ ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie der eAward digitale Spitzenleistungen würdigt und inspiriert.


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Wien gibt Raum

KI-Kompass für Bedienstete der Stadt Wien

Generative Künstliche Intelligenz (KI), wie ChatGPT, ist seit Monaten in aller Munde. Der Magistrat der Stadt Wien hat sich schon früh mit diesem und anderen KI-Themen auseinandergesetzt. Dabei werden im Sinne des Digitalen Humanismus neue Technologien auf Basis der Grundsätze eines wertebasierten und verantwortungsvollen Verwaltungshandelns eingesetzt.

Mit dem „Kompass für den dienstlichen Umgang mit generativer künstlicher Intelligenz (KI)“ wurden wesentliche Grundsätze für den dienstlichen Gebrauch formuliert.

Aus dem Kompass:

Im Sinne des Digitalen Humanismus erfordert es das Ziel, Wien zur „Digitalisierungs-Hauptstadt“ mit dem Mensch im Mittelpunkt zu machen, mit generativer KI bewusst umzugehen und die Chancen, die diese bietet, aktiv zu nutzen. Diese Unterlage soll dabei als Kompass dienen, damit wir uns als Mitarbeiter*innen der Wiener Stadtverwaltung auf eine verantwortungsvolle Nutzung von generativen KI-Werkzeugen ausrichten.

Download

Kompass für den dienstlichen Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI) (33 KB PDF)

Compass for the use of generative artificial intelligence (AI) (33 KB PDF)

Wesentliche Prinzipien für die Bediensteten der Stadt im Umgang mit KI

Im Fokus steht das Grundprinzip Eigenverantwortung mit Erfahrung und Sachverstand.

Grundsätze im Zusammenhang mit dem Umgang mit generativer KI:

  • Bei der Verwendung von KI-generierten Inhalten trägt der Mensch die Verantwortung.
  • Generative KI kann in der öffentlichen Verwaltung Arbeitsprozesse unterstützen, vereinfachen und beschleunigen.
  • Auf einen rechtskonformen Umgang mit sensiblen beziehungsweise personenbezogenen Daten und dem Amtsgeheimnis ist zu achten.
  • Die transparente Kennzeichnung der Verwendung mittels KI-erstellter Inhalte nach außen ist erforderlich.
  • Austauschformate für Mitarbeiter*innen sind etabliert.
  • Inhalte sind kritisch zu hinterfragen und auf Nachvollziehbarkeit zu prüfen, etwa KI-generierte Deepfakes.

Entstehungsgeschichte

Im ersten Quartal 2023 startete unter der Leitung der Magistratsdirektion das AI-Kompetenznetzwerk, bestehend aus Vertreter*innen der Magistratsdirektion, mehreren Magistratsabteilungen und des WIGEV. Das Kompetenznetzwerk setzt sich mit verwaltungsbezogenen Fragen in Bezug auf KI interdisziplinär auseinander.


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