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Projekt „Wien gibt Raum“ gewinnt eAward 2023

Am 16. Oktober 2023 wurde im T-Center in Wien der eAward 2023 verliehen. Besonders hervorstechend war das Projekt „Wien gibt Raum“, das in der Kategorie „Zusammenarbeit und Organisation“ ausgezeichnet wurde. Der eAward ist einer der bedeutendsten IT-Wirtschaftspreise in Österreich beziehungsweise im deutschsprachigen Raum.

eAward 2023: Große Bandbreite an IT-Themen ausgezeichnet

Wien gibt Raum: Ein innovativer Ansatz

In Wien nutzen zahlreiche Menschen öffentliche Flächen für Veranstaltungen, Märkte, Baustellen und Objekte. Bis vor Kurzem waren die Genehmigungsprozesse hierfür komplex und fragmentiert. „Wien gibt Raum“ hat das geändert, indem es eine kundenorientierte digitale Plattform entwickelte. Die Plattform vereinfacht und beschleunigt den gesamten Prozess, von der Beantragung bis zur Rückmeldung. Dabei spielen hochpräzise, dreidimensionale Geodaten eine entscheidende Rolle.

Innovation in der Organisation

Das Projekt hat nicht nur den digitalen Aspekt revolutioniert, sondern auch die Zuständigkeiten in der Verwaltung neu strukturiert und rechtliche Rahmenbedingungen modernisiert. Ein gemeinsames EDV-System wurde eingeführt, das die Kommunikation zwischen verschiedenen Abteilungen verbessert und die Prozesse effizienter gestaltet.

Bedeutung für die Smart City Wien

Die Jury des eAward 2023 erkannte die Bedeutung von „Wien gibt Raum“ für die Smart City Wien. Das Projekt vereinfacht die Nutzung des öffentlichen Raums und bietet Potenzial für neue Services. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für das engagierte Team hinter „Wien gibt Raum“ und ein Zeichen für die fortschreitende Digitalisierung im öffentlichen Sektor. „Wien gibt Raum“ weist den Weg in eine vielversprechende digitale Zukunft für die Stadt Wien.

Über den eAward

Der eAward zeichnet Projekte aus, die digitale Exzellenz und Innovation in verschiedenen Kategorien fördern. Die Preisträger des eAward setzen Standards für digitale Transformation und zeigen, wie Technologie die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Verwaltung nachhaltig beeinflusst.

„Wien gibt Raum“ ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie der eAward digitale Spitzenleistungen würdigt und inspiriert.


Weitere Informationen

Wien gibt Raum

Wien gibt Raum gewinnt den EPSA Award 2021

Wien gewinnt den Europäischen Preis für Digitalisierung

Das Projekt „Wien gibt Raum“ wurde beim European Public Sector Award (EPSA) 2021 als Sieger in der Kategorie Digital ausgezeichnet. Es beschäftigt sich mit der Digitalisierung des öffentlichen Raumes und der Vereinfachung ihrer Nutzung durch Bürger*innen und Unternehmen. Dies unterstreicht den Anspruch der Stadt Wien, mit niederschwelligen Services und innovativen Lösungen zur Digitalisierungshauptstadt zu werden.

Der European Public Sector Award (EPSA) wird alle zwei Jahre vom European Institute of Public Administration der Europäischen Union vergeben. Er stellt die höchste Auszeichnung für innovative Verwaltung in Europa dar. Im Jahr 2021 stand er unter dem Motto „Building a Better Europe for Citizens“ (Ein besseres Europa für Bürger*innen bauen). Prämiert wurden neue Lösungen in der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen und in der Politikgestaltung für die immer komplexeren, schwieriger zu bewältigenden und oft mehrdimensionalen Herausforderungen, mit denen der öffentliche Sektor in Europa konfrontiert ist.

Unter den 126 eingereichten Projekten aus dem gesamten EU-Raum konnte sich die Stadt Wien mit ihrem Leuchtturmprojekt „Wien gibt Raum“ in der Kategorie „Digital“ durchsetzen. Das Projekt beschäftig sich mit Vereinfachungen für die Nutzung öffentlicher Flächen durch Bürger*innen und Unternehmen – ein Thema, das gerade in Zeiten von Lockdowns und Pandemie wieder bewusster wahrgenommen wird. Ausgezeichnet wurde der einzigartige Zugang, in einer Lösung Bilddaten, Geodaten, Software und Onlineservices miteinander zu verbinden. So wurde eine Lösung geschaffen, mit der von der Idee bis zur Genehmigung das gesamte Verfahren vom Antrag bis zur Verrechnung digitalisiert und beschleunigt wird.

Der Mensch im Mittelpunkt

Besonders im Fokus der Auszeichnung stand die intensive Einbindung von Bürger*innen, Initiativen und Unternehmen wie auch der Mitarbeiter*innen der Stadt Wien in den Entwicklungsprozess. Dies ist ganz im Sinne des digitalen Humanismus, der den Wiener Weg der Digitalisierung kennzeichnet – die Technik soll für die Menschen da sein. Entsprechend setzt „Wien gibt Raum“ umfangreiche Verbesserungen um:

  • Einfachere und schnellere Verfahren: Genehmigungen zur Nutzung des öffentlichen Raums werden schneller und einfacher
  • Ideen und Partizipation ermöglichen: Ihre Ideen werden im öffentlichen Raum verwirklicht
  • Effizient und nachhaltig wirtschaften: Bilddaten sparen Ortsaugenscheine ein, eigene Software strafft die Abläufe
  • Innovation: Das Projekt ist in Europa bisher einzigartig und verbindet Bilddaten, Geodaten, Software und Weblösungen

Zahlreiche Maßnahmen wurden dabei bereits umgesetzt, wie etwa Onlineanträge im Rahmen des Portals mein.wien.gv.at oder die Einführung von Beratungs- und Kompetenzzentren für Nutzungen öffentlicher Flächen. Auch digitale Ortsaugenscheine werden bereits intensiv genutzt und ermöglichen Kosteneinsparungen. Auch erste Daten aus der Digitalisierung des öffentlichen Raumes wurden im Rahmen der OGD Initiative bereits freigegeben. Schrittweise bis Ende 2022 werden die Prozesse weiter optimiert.

Über EPSA

EPSA – European Public Sector Awards – ist ein europaweites Vergabesystem für Einrichtungen des öffentlichen Sektors auf allen Regierungsebenen, das seit 2009 alle zwei Jahre vom European Institute of Public Administration (EIPA) organisiert wird.

In den letzten Jahren wurden mehr als 1500 Projekte bei EPSA, EU-Institutionen und -Agenturen sowie internationalen Organisationen eingereicht. Für alle europäischen öffentlichen Verwaltungen hat EPSA wertvolles Know-how und wichtige Ergebnisse generiert, die für die Bereitstellung innovativer Lösungen und Lernmöglichkeiten genutzt werden können.

Weitere Infos

Gebiet für die Testbefahrung von Wien gibt Raum im Mai 2020

Testlauf für erneute Digitalisierung des öffentlichen Raumes

Die Stadtvermessung Wien startet etwa einwöchige Tests zur Vermessung und Digitalisierung des öffentlichen Straßenraums im 12. und 15. Bezirk.

Die von der Stadt Wien 2017 erstellten, hochpräzisen Vermessungs- und Bilddaten öffentlicher Flächen werden nun aktualisiert. Der Testlauf für die voraussichtlich im Juni 2020 beginnende Vermessungskampagne wird im 12. und 15. Bezirk durchgeführt und startet am 12.5.2020. Die gewonnenen Daten sind eine wichtige Grundlage für schnellere und einfachere Genehmigungen von Nutzungen des öffentlichen Raumes durch BürgerInnen und Unternehmen.

Gebiet für die Testbefahrung von Wien gibt Raum im Mai 2020

Gebiet für die Testbefahrung von Wien gibt Raum im Mai 2020

High-Tech und höchste Datenschutzgrundsätze

In der Testbefahrung wird in Wien erstmals ein hochmodernes Mobile Mapping System getestet, das hochauflösende Kameras und Laserscans zu dreidimensionalen und messgenauen Bilddaten kombiniert. Die Stadtvermessung Wien testet das System mit der ausführenden Firma, der Cyclomedia GmbH. Damit wird sichergestellt, dass die Daten in weiterer Folge optimal verwendbar sind. Im gesamten Prozess ist der Datenschutz garantiert: Auf den Bilddaten werden sämtliche Personen und KFZ-Kennzeichen vollständig anonymisiert, zudem „sehen“ die Kameras nicht mehr als eine große Person.

Hintergrund: Vereinfachungen & Einsparungen durch hochwertige Daten

Die Digitalisierung des öffentlichen Raumes wird im Rahmen von „Wien gibt Raum“ vorangetrieben. Das Projekt beschäftigt sich mit der nachhaltigen Digitalisierung und Nutzung öffentlicher Flächen durch BürgerInnen und Unternehmen. Die Grundlage dafür sind exakte Daten, mit denen öffentliche Flächen und Objekte im Straßenraum (z.B. Schilder, Schanigärten etc.) verwaltet werden. Derzeit nutzen bereits über 1700 MitarbeiterInnen des Magistrats der Stadt Wien die Daten, die nunmehr aktualisiert werden. Dadurch können beispielsweise digitale Ortsaugenscheine und schnellere Genehmigungsverfahren durchgeführt werden.

Download: Gebiet für die Testbefahrung von Wien gibt Raum im Mai 2020 (PDF)

Ausgezeichnet: Nachhaltigkeit durch Digitalisierung

Die Stadt Wien wurde für das Programm „Wien gibt Raum“ mit dem World Summit Award 2019 ausgezeichnet, der am 11.3.2020 im Rahmen des WSA Global Congress in Wien verliehen wurde. Der Preis zeichnet Projekte aus, die einen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen liefern. Die Stadt Wien konnte die internationale Auszeichnung in der Kategorie „Smart Settlements & Urbanization“ (Smarte Siedlungen und Stadtentwicklung) erringen.

Fokus: Nachhaltige Nutzung des öffentlichen Raumes

Mit „Wien gibt Raum“ hat die Stadt Wien eine umfassende Initiative für die nachhaltige Nutzung, Gestaltung und Verwaltung von öffentlichem Raum geschaffen. Die Idee dabei ist durch hochwertige Daten die Grundlage für faktenbasierte Planung und Verwaltung öffentlicher Flächen zu erhalten. Diese Daten ermöglichen es auch, durch Digitalisierung einfachere Bewilligungen zur Nutzung öffentlicher Flächen zu erhalten und wertvolles Steuergeld durch schlankere Verwaltungsprozesse einzusparen.

Digitalisierung als Katalysator für soziale Innovation

Doch der Wiener Ansatz geht weit über eine Digitalisierung von Behördenwegen hinaus: Digitalisierung ist der Antrieb, in einen intensiven Austausch mit Stakeholdern und Initiativen zu gehen und die Prozesse für Nutzungen des öffentlichen Raumes im Dialog zu hinterfragen. So entstehen neue Netzwerke und Beratungsangebote, genau dort wo sie gebraucht werden.

Dieser Ansatz wird auch durch einen Dialog mit anderen Kommunen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, erweitert. Dabei ist Technologie ein wichtiges Werkzeug, um soziale Innovation voranzutreiben. Beispielsweise ermöglichen die Daten von „Wien gibt Raum“ Forschungseinrichtungen und Initiativen Tests mit künstlicher Intelligenz, die im ersten Schritt sehr vielversprechend sind.

Dieser umfassende Ansatz wurde nunmehr nach dem World Summit Award Austria auch mit dem globalen World Summit Award als eines von 40 Gewinnerprojekten aus 25 Ländern ausgezeichnet. Dies ist angesichts der 430 Nominierungen aus 182 Ländern besonders beeindruckend und unterstreicht deutlich den Wiener Weg der Digitalisierung.

Wien gibt Raum gewinnt den WSA Austria Award 2019

Wien gibt Raum gewinnt den WSA Austria Award 2019

Digitale Anwendungen, die sich nicht nur am möglichem Profit messen, sondern vor allem daran, konkrete Lösungen für die Allgemeinheit zu bieten –  die renommierte Auszeichnung des in allen UN Mitgliedsstaaten durchgeführten WSA erhalten nur jene, die Internet- und Kommunikationstechnologie nutzen um einen aktiven Beitrag zu den Zielen für Nachhaltige Entwicklung der UN zu leisten. Seit der Gründung 2003 wurden 655 Anwendungen weltweit ausgezeichnet, 22 davon aus Österreich.

Die Stadt Wien übernimmt mit Ihrem Gewinnerprojekt eine Vorreiterrolle ein, indem sie neue Technologien für die bürgernahe Administration einsetzt – Wien gibt Raum ermöglicht es Bürgern zukünftig, öffentlichen Raum virtuell und unkompliziert zu nutzen.

„Unter Digitalisierung verstehen wir eine rasante Entwicklung, die den Menschen dienen soll, weshalb wir sie aktiv gestalten müssen. In Wien machen wir das zusammen mit unseren Bürgern, egal wie jung oder alt sie sind. In der lebenswertesten Stadt der Welt muss jeder Zugang zu den Vorteilen der Digitalisierung haben. Auch effiziente und effektive Verwaltungsstrukturen sind mir sehr wichtig. Sei es, um Kosten zu sparen oder um den Bürgern Zeit zu sparen. Um dies zu erreichen, wollen wir Chancen und Technologien stärker nutzen. Der WSA als globale Initiative, die Digitales und Soziales verbindet, passt perfekt in die Stadt Wien und wir freuen uns, dass die Veranstaltung bis 2020 wieder in unserer Stadt sein wird.“
Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales

Alle 8 Gewinnerprojekte des WSA Austria haben sich für den internationalen World Summit Award qualifiziert und gehen damit als österreichische Bewerber mit Einreichungen aus 182 Ländern ins Rennen. Der internationale Social Techpreneur Congress wird von 9. -11. März 2020 in Wien stattfinden und die internationalen GewinnerInnen präsentieren.

Weitere Infos:
https://www.worldsummitawards.org/2019/06/19/die-wsa-austria-gewinner-2019/

Wien gibt Raum gewinnt den Österreichischen Verwaltungspreis 2019

Wien gibt Raum gewinnt den Österreichischen Verwaltungspreis 2019

Die Stadt Wien hat ihre Innovationskraft erneut unter Beweis gestellt: Gleich zwei Projekte der Stadt Wien wurden mit dem Österreichischen Verwaltungspreis 2019 ausgezeichnet und konnten sich damit gegen hochkarätige Konkurrenz aus ganz Österreich durchsetzen.

„Wir nutzen die Digitalisierung, um sparsam mit Ressourcen umzugehen und gleichzeitig unsere Stadt noch lebenswerter zu machen. Beide Projekte, die mit dem Österreichischen Verwaltungspreis ausgezeichnet wurden, sind perfekte Beispiele dafür, dass beides Hand in Hand geht. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihren Beitrag zu diesem Erfolg geleistet haben“, gratuliert Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke.

Neben „Wien gibt Raum“ wurde auch das Projekt „Grünraummanagement der Wiener Stadtgärten“ mit dieser höchsten Ehrung für Verwaltungsinnovation prämiert. Unter dem Motto „Gemeinsam innovativ“ nahmen heuer 93 Projekte aller Verwaltungsebenen aus ganz Österreich in 5 Kategorien teil. Vor diesem Hintergrund ist es besonders beeindruckend, dass die Stadt Wien in 2 von 5 Kategorien als Siegerin ausgezeichnet wurde.

 

Wien gibt Raum beim Forum öffentlicher Raum

Wien gibt Raum beim Forum öffentlicher Raum

Im Zuge des Programmes „Wien gibt Raum“ ist uns der Austausch mit KundInnen und Stakeholdern zur Nutzung des öffentlichen Raumes besonders wichtig. Dieser partizipative Ansatz ist der Schlüssel für die Entwicklung treffsicherer Angebote für die WienerInnen. Speziell der agil entwickelte One-Stop-Shop wird mit den zukünftigen NutzerInnen gemeinsam entwickelt.

Das „Forum öffentlicher Raum“ bot ein gute Gelegenheit mit zahlreichen Initiativen in Kontakt zu kommen. Von 16.-18. Mai 2019 faden unter dem Motto #kommraus zahlreiche kleinere und größere Events im öffentlichen Raum statt, kreuz und quer über ganz Wien verteilt. Dabei soll auf die Nutzbarmachung der begehrten Ressource „öffentlicher Raum“ aufmerksam gemacht werden. Am 22.3.2019 trafen daher einander erstmals Teile des Teams von „Wien gibt Raum“ zusammen mit zuständigen der einzelnen Magistratsabteilungen und Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Aktionen in der Wiener Planungswerktstatt, um sich gemeinsam über ihre unterschiedlichen Bedürfnisse und Blickwinkel in dieser Thematik auszutauschen.

Bei der Planung der einzelnen Aktionen des Forums öffentlicher Raum, die von engagierten BürgerInnen und Initiativen auf die Beine gestellt wurden, stießen viele von ihnen nämlich auf bürokratische Herausforderungen, die sich aus den verstreuten Zuständigkeiten der Behörden im Zusammenhang mit Veranstaltungen im öffentlichen Raum ergeben. Der nicht nur für BürgerInnen oft mühsame Antragsprozess wurde anhand eines Praxisbeispiels eines tatsächlich organisierten Straßenfestes mit Flohmarkt anschaulich dargestellt. Die Behördenvertreter erarbeiteten mit den Anwesenden ein detailliertes Bild der customer journey und entwickelten gemeinsam Verbesserungs- und Lösungsansätze.

Wir, vom Projekt „Wien gibt Raum“ haben von diesem produktiven Nachmittag des gemeinsamen Austauschs mitnehmen können, dass wir so bald wie möglich weitere digitale Anträge in unserem One Stop Shop verwirklichen wollen. Dabei ist uns wichtig gewesen partizipativ und inklusiv vorzugehen und die Wünsche und Bedürfnisse von unseren zukünftigen KundInnen miteinzubinden. Durch eine kurze Befragung der Beteiligten haben wir auch das vorhandene Informationsbedürfnis abgefragt und werden versuchen dieses in unsere Arbeit mit einfließen zu lassen. Zusammenfassend lässt sich mit Sicherheit sagen, dass beide Seiten von diesem Nachmittag profitieren konnten und unterschreiben würden, dass es Partizipation echt bringt.

Die Digitalisierung des öffentlichen Raumes

Mit der Digitalisierung des öffentlichen Raumes setzt Wien einen entscheidenden Schritt: Mit Hilfe von digitalen Lösungen können öffentliche Flächen, die allen gehören, gemeinsam und fair genutzt werden.

Der öffentliche Raum ist Begegnungsort unterschiedlichster Interessen und Bedürfnisse – in einer einzigen Straße wollen mitunter Fußgänger, Geschäfte, Schanigärten, Baustellen, Radfahrer, Autofahrer und Kulturprojekte Platz finden. Zudem ist eine Menge von Objekten im öffentlichen Raum aufgestellt: Die Bandbreite reicht dabei von Fahrradständern, Zeitungsentnahmeboxen oder Werbeschildern über Sitzmöbel und Brunnen bis hin zu Imbissständen, Kiosken oder Schanigärten. Für Wien geht man derzeit von mehr als 300.000 solcher Objekte aus!

Übersicht durch Digitalisierung

Bei dieser Menge von Aktivitäten ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Daher hat die Stadt Wien den öffentlichen Raum digitalisiert. Das Projekt „Wien gibt Raum“ (www.wiengibtraum.at) hat mit moderner Vermessungstechnologie ein digitales, dreidimensionales Abbild der gesamten Stadt erstellt. Die eingesetzte „Mobile Mapping“ Technologie bietet die Möglichkeit, hochpräzise dreidimensionale Bilder herzustellen.

Aus über 34 Millionen Einzelbildern und 90 TB Daten wurde der öffentliche Raum digitalisiert. Damit können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Wien vom Schreibtisch aus auf Knopfdruck virtuell in das gesamte Stadtgebiet springen. Direkt am Bildschirm sind Messungen mit einer Genauigkeit von 10cm möglich. Aus diesen Daten können Informationen über den öffentlichen Raum erstellt und in weiterer Folge als Augmented Reality visualisiert werden: So werden aktuell die Standorte von Verkehrszeichen, Werbetafeln und Bodenmarkierungen genau verortet und katalogisiert.

Gleichzeitig ermöglicht diese Lösung Ortsaugenscheine bzw. Stellungnahmen digital vom Schreibtisch aus durchzuführen. So können Zeit und Kosten in der Verwaltung eingespart werden. Die Daten werden alle 2-3 Jahre aktualisiert. Darüber hinaus ist geplant, sie im Zuge der Open Government Data Initiative der Stadt Wien auch zu veröffentlichen.

Die dreidimensionalen Bilddaten ermöglichen direkt vom Bildschirm aus Messungen, Digitalisierungen von Objekten und virtuelle Ortsaugenscheine.

Mehr Service

Diese Geodaten des öffentlichen Raumes sind eine wichtige Grundlage, um die Nutzung des öffentlichen Raumes einfacher zu machen. Mit „Wien gibt Raum“ verfolgt die Stadt eine klare Strategie, um schrittweise digitale Lösungen dafür bereitzustellen:

  • Ein digitaler One-Stop-Shop, in dem sich Informationen und digitale Antragsmöglichkeiten für Nutzungen des öffentlichen Raums. Als erster Schritt wurde bereits der digitale Schanigarten-Antrag auf mein.wien eingerichtet. Bis 2022 kommen sukzessive Onlineservices für Werbenutzungen, Straßenfeste, Veranstaltungen, Kioske, Märkte und bauliche Nutzungen hinzu.
  • Durch bessere Vernetzung der Magistratsabteilungen haben KundInnen in Zukunft möglichst nur noch eine zentrale Ansprechstelle für ihr Anliegen und erhalten alle Genehmigungen aus einer Hand.
  • Die Stadt Wien erhält einen guten Überblick über den öffentlichen Raum und kann ihn entrümpeln – man nimmt an, dass bis zu 20% aller Objekte ohne Genehmigung herumstehen – entsprechend auch keinen fairen Beitrag für die Nutzung des Allgemeingutes Raum leisten.

Weitere Informationen zu „Wien gibt Raum“ finden Sie auf www.wiengibtraum.at!

 

Kappazunder – schnellere und einfachere Verwaltung

Seit Mitte Oktober wird der Bilddatendienst „Kappazunder“ im Magistrat der Stadt Wien verwendet. Damit steht den Bediensteten der Stadt erstmals ein digitales, dreidimensionales Abbild der gesamten Stadt für ihre Arbeit zur Verfügung. Das Werkzeug macht die etwa 30 Millionen Bilder aus der Befahrung verfügbar.

Mittlerweile nutzen etwa 500 MitarbeiterInnen der Stadt aus 26 Abteilungen das Tool für unterschiedlichste Aufgaben. Einige Beispiele:

  • Das Stadtservice Wien benützt den Kappazunder, um zu Anliegen von BürgerInnen schnell und einfach ein erstes Bild der Situation vor Ort zu erhalten.
  • Die MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten verwendet den Bilddatendienst im Zuge von Genehmigungsverfahren für Objekte im öffentlichen Raum.
  • Die MA 28 – Straßen Wien nutzt das Tool, um Bodenmarkierungen digital zu erfassen.

Der Kappazunder ermöglicht den MitarbeiterInnen der Stadt Wien vom Schreibtisch aus öffentliche Flächen zu begutachten und Messungen durchzuführen. Screenshots und Messergebnisse können gespeichert und in der weiteren Arbeit verwendet werden. So können in der Stadtverwaltung Kosten für Ortsaugenscheine reduziert werden. Zudem ermöglicht das Tool vom Arbeitsplatz aus Objekte zu digitalisieren und damit neue, hochpräzise Geodaten zu erstellen. Dies ist im Vergleich zu anderen Methoden weitaus kostengünstiger und spart Steuergeld.

Das moderne Geodatenset, das im Bilddatendienst „Kappazunder“ zur Verfügung steht, soll in weiterer Folge auch im Zuge der Open Government Data Initiative der Stadt Wien zur Verfügung gestellt werden. Die technischen und datenschutzrechtlichen Bedingungen dafür werden im Jahr 2019 evaluiert.

Wien gibt Raum beim Wiener Forschungsfest

Wien gibt Raum beim Wiener Forschungsfest 2018

Das Programm „Wien gibt Raum“ ist in Zusammenarbeit mit der MA 41 – Stadtvermessung beim Wiener Forschungsfest vertreten. Probieren Sie den Bilddatendienst der Stadt Wien (genannt „Kappazunder“ nach dem Winkel Kappa) live vor Ort aus. Die ExpertInnen der MA 41 – Stadtvermessung haben noch einige spannende Überraschungen zum Thema Vermessung vorbereitet.

Zusätzlich können sich BesucherInnen spielerisch dem Thema öffentlicher Raum nähern und mehr über das Programm „Wien gibt Raum“ erfahren.

Beim Wiener Forschungsfest ist jede(r) eine Entdeckerin oder ein Entdecker!

Mit mehr als 40 Stationen zum Mitmachen und Ausstellungen zum Angreifen wird das „Warum“, „Wie“ und „Weshalb“ rund um Forschungsprojekte und –themen einfach erklärt – alle Wienerinnen und Wiener sind eingeladen! Gemeinsam mit Unternehmen, Universitäten, Fachhochschulen und Stadtverwaltung stellt das Wiener Forschungsfest Ideen, Innovationen und Ergebnisse in der Forschung auf verständliche und spannende Weise dar, abgerundet wird die Mitmachveranstaltung von gastronomischen Angeboten und ansprechenden Rahmenprogramm.

Zeitraum: 14.-16. September 2018
Ort: CREAU (U2 Stadion)

Weitere Infos zum Wiener Forschungsfest 2018 auf: https://wirtschaftsagentur.at/technologie/technologie-erleben/forschungsfest-2018/ sowie auf Facebook.

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